Das letzte Auto

Es ist gerade eine spannende Zeit in der Autoindustrie. Die Presse springt auf den Elektroautos herum, die Leute wollen sie kaufen, aber es gibt sie nicht. Es gibt Hybridwagen, die außer für ein gutes Gewissen keinen weiteren Sinn machen. Und es gibt Autos, wie wir sie aus den ganzen letzten Jahren kennen — sauberer, neu gestaltet, neu verpackt, aber unter der Haube nicht viel Neues. Manchmal ist sogar erschreckend Altes unter der Haube. Ein Kollege war erstaunt, als er bei einem braven, kleinen 2008er-Neuwagen das Ventilspiel über Tassenstößel und deren Plättchen einstellen musste.

Wer also gerade nach einem Auto guckt, das das letzte sein soll, wartet gern noch ein bisschen. Eine befreundete Familie hat diese Option nicht, weil sie einen Teenager im Haus haben, der ihr Auto soeben vernichtet hat. Warten ist nicht. Das letzte Auto muss jetzt her, es muss jetzt funktionieren. Elektroautos fallen komplett weg. Es gibt keine passenden und selbst wenn es sie gäbe: Der Wagen steht draußen an der Laterne. Solange die Stadt nicht den Stromkasten der Laterne für die Parker öffnet, ist das Laden ein ziemlicher Act. Verlängerung im Regen? Über die Straße? Nein, unrealistisch.

Auch hierzu gibt es keine Patentlösung, aber ich werde die Tage mit den Leuten auf die Suche nach einem neuen Wagen gehen. In die engere Auswahl gekommen sind gerade kleine Stadtwagen wie Ford Fiesta, Toyota Yaris, vielleicht sogar Opel Corsa, weil er viel bietet für faires Geld. Oder was ist mit diesen billigen Dacias? Ich finde das Thema total spannend. Was kauft man, wenn man jetzt für den Rest des Lebens investiert? Wenn ihr das lest, solltet ihr mir alle Tips schicken, egal wie abseitig die zunächst aussehen. Vielleicht kommt das Optimum ja aus dem Left Field.

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