Die Anderen und ich

Hinter den Kulissen: Clemens schreibt einen Text. Darin geht es um Nutten, Koks und Atombomben. Er drückt auf den Roten Knopf (“Senden“). Sekunden, nein, halt, Wochen später: das Rote Telefon klingelt (das Rote Telefon ist eigentlich schwarz). Gernot ist dran: „Die Nutten, das Koks und die Atombomben habe ich rausgenommen, weil sie vom Rest ablenken. Der Rest ist aber brauchbar, den veröffentliche ich.“ Clemens denkt: „Scheiße, was denn für ein Rest? Muss ich besoffen gewesen sein…“

Anderer Fall, selbes Ermittlungsbüro: Clemens schreibt einen Text. Darin geht es um AMG: „AMG sind so drei koteletten­bewachsene Prolls, die für andere kotelettenbewachsene Prolls Mercedes-Karren schneller machen.“ Er drückt auf den Roten Knopf (der ist übrigens auch schwarz). Wenige Wochen später: die Rote Briefkastenleerkraft (sie ist eigentlich blond) legt eine Abrechnung hin. Gernot hat die Koteletten gebracht. Muss der besoffen gewesen sein…

Selber Fall, selbes Ermittlungsbüro: Clemens schreibt einen Text. Darin geht es um AMG. Nochmal. Anders. Für die Welt am Sonntag diesmal. Er drückt auf den schwarzen Roten Knopf (“Senden“). Dann segelt er durch die kroatische Adria in Erwartung der Geldberge, die Berlin anweisen wird. Rückkehr: das Rote Mailprogramm bimmelt (es ist gelb, das ist fast rot). Der Weltmotormann sagt, seine Leser interessieren sich nicht dafür, wie man Autos baut, weil das nicht so spannend sei. Er sagt außerdem: „Die Sache mit dem Selberbauen ist auch ein bisschen weit hergeholt.“ Clemens guckt sein Glas an und weiß nicht, wer oder ob jemand besoffen ist. Dann drückt er den Roten Knopf (den anderen, er ist blau) und stellt den Text hier rein. Weit hergeholt? Im Vergleich zu den Nutten, dem Koks und den Atombomben ist das total realistisch!

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