Kollegen schelten

Es verstößt gegen die Etikette von Journalisten, Kollegen für schlechte Artikel zu schelten. „Wir machen keine Kollegenschelte“, hieß es im Heise-Newsroom immer, wenn jemand einen hanebüchenen Artikel bei der Konkurrenz bloßstellen wollte. Die Gründe, die Ursprünge dafür kenne ich nicht. Sie interessieren mich auch nicht sonderlich. Fest steht, dass es dadurch ein bisschen angenehmer für alle wird, weil man ja meistens zwei Tage später selber was versemmelt. Nun bin ich allerdings ein schlechter Journalist, beziehungsweise gar kein Journalist, sondern eher so ein geschichtenerzählender Affe (Pan Narrensis), und da packt mich einfach manchmal die Wut, da muss ich mich über Sachen aufregen. Als die Sache mit dem Auto-Hacking die Runde machte, wollte ich das deshalb einfach ignorieren, damit ich mich nicht aufrege. Ich habe dann einfach eine nette Liebesgeschichte mit peripherem thematischen Bezug gepostet, als es aktuell war. Zwei Wochen, nachdem es aktuell war, bat mich jemand, das Thema für ein Hausfrauenpublikum zu verwursten und natürlich habe ich mich derart aufgeregt, dass er mehr Arbeit als üblich damit hatte, weil er alle „ich“s rausmachen musste, zusammen mit aller Kollegenschelte. Die war zwar anonym, aber dem kann in Teilen geholfen werden: Die dümmste Variante kam vom WDR. Wenn ihr Jungs da dann Rundfunksteuer von allen kriegt, erwarte ich schon ein Pfund mehr Hirn von euch, Kollegas. Lange Rede, noch längerer Sinn: Es folgt das Original mit Kollegenschelte. Scheltet mich gerne zurück, nur für euch sind ja die Kommentare da.

Schelten übers Auto-Hacking

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