Motorrad-Führerschein 2010

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 12.08.2010

Aktu­ell beob­achte ich gerade den ler­nen­den Lei­dens­weg eines Begin­ners. Es erin­nert mich an mei­nen stei­ni­gen Weg zum Motor­rad damals. Nichts hat sich ver­bes­sert, im Gegen­teil: die Pflicht­stun­den kos­ten immer noch die Welt und wer­den als wich­tigst ver­kauft. Als ob man in ein paar Stun­den sowas wie Motor­ra­der­fah­rung krie­gen könnte. Lach­haft. “Der Füh­rer­schein ist die Erlaub­nis, allein wei­ter­zu­üben”, soll der olle Klacks immer gesagt haben, und das stimmt. Des­halb sollte die Fahr­schule so schnell wie mög­lich vor­bei sein. Lie­ber nach sinn­voll fest­ge­leg­ten Zeit­in­ter­val­len ein, zwei Nach­prü­fun­gen ver­la­gen, um zu gucken, ob der Fahr­an­fän­ger tat­säch­lich sel­ber noch was dazu­ge­lernt hat oder ob man ihn bes­ser aus dem Stra­ßen­ver­kehr zie­hen sollte.

Nein, der teure Füh­rer­schein ist bestimmt nicht der ein­zige Grund dafür, dass die Zwei­ra­d­in­dus­trie schwä­chelt, er ist wahr­schein­lich noch nicht­mal der wich­tigste. Nur fal­len bei einem teu­ren Füh­rer­schein die gan­zen Halb­war­men weg, die den A-Schein sonst zum Auto dazu­ge­macht hät­ten, ein­fach zum mal gucken. Aus eini­gen von sol­chen Halb­war­men wer­den dann immer die größ­ten Fans, die man sich den­ken kann – wenn man sie nur Blut lecken lässt. Ich habe wie so oft gesagt kein Mit­leid mit sol­chen Händ­lern, einer sol­chen Indus­trie oder gar dem Fahr­leh­rer­ver­band, doch weil sich so wenig geän­dert hat, kann ich den alten Text aus­pa­cken, denn so in etwa ist es ja immer noch. Nur schlim­mer halt.

Füh­rer­schein heute

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