So macht man heute den Führerschein

Alte Hasen erzählen oft, wie sie damals den Führerschein gemacht haben. Einmal um den Block, unterschrieben, fertig. So sah es viele Jahre später bei mir aus:

Wir schreiben das Jahr 2004, Sprit ist teuer wie nie, Autos billig — zumindest, solang man keinen teuren Sprit nachfüllen muss. Der Motorradkult aus den Siebzigern, als die Maschine noch das Vehikel zum Ausbruch aus einer ungeliebten Gesellschaft war, zum saisonalen Ausflug in die partielle Gesetzlosigkeit, der ist längst passé. Immer noch verkaufen einem zwielichtige Gestalten technische Unzulänglichkeiten als „liebenswerte Macken“ und als Fortbewegungsmittel versagt das Motorrad im Winter öfter als die Deutsche Bahn, bei vergleichbar gesalzenen Preisen. Warum um alles in der Welt will also heute noch jemand Motorrad fahren?

“Faszinierend!“

Klar, jeder, der das liest, der weiß es, aber Faszination kann man nun mal schlecht erklären, man muss selber snowboarden, fliegen, segeln, vögeln und fahren, bevor man sowas wirklich versteht. Die Möglichkeit dazu gibt es beim Motorrad für den Normalsterblichen eigentlich nur illegal, was dazu führt, dass man es mit 18 beim Autolappen belässt und von besseren Zeiten träumt, wenn man mal zuviel Geld, Zeit und Nerven hat. So wars bei mir, so wars bei Millionen anderen, die immer noch erzählen „ich wollt auch schon immer“, wenn das Thema auf zwei Räder kommt.

Der zweite und letzte Altersanlass vor der Rente kommt mit 25, wenn das Gesetz den ungedrosselten Führerschein auf schwerem Gerät erlaubt. Nur hat man sich dann ja schon mit einem Leben auf vier Rädern abgefunden, träumt von einer Viper statt einer Firebolt und überhaupt befällt viele schon vor 30 die Vernunft, die Resignation oder beides. Im Gegensatz zu den Millionen anderen stehe ich aber mit 25 nach Ladenschluss auf einer Fighters-Standfeier rum und guck debil grinsend den Stuntvideos auf dem Großbildfernseher zu.

Herumalbern auf dem Motorrad, das wollte ich damals. (Bild: X-tremisten)

Was ich da als jemand, der nichtmal ein Auto hat und Fahrrad fährt, zu suchen habe, tut hier nichts zu Sache, es geht um den Effekt: A-haa! Gladiatoren, ach was sag ich: Helden auf Hondas sind das! Glorreiche Jugenderinnerungen melden sich, aus einer Zeit, als wir Skates-bewehrt über Fahrräder, mehr oder weniger Freiwillige sowie alle Arten von Begrenzung sprangen, die Wände hoch und runter fuhren und signifikant mehr Zeit mit der Suche nach dem perfekten Rail verbrachten als mit der Suche nach netten Mädels. Klare Sache, so ein Motorrad muss her, selbst wenn mir Fahrlehrer und TÜV-Geschwartel im Nacken sitzen werden. Eine Woche später klingeln alle Fahrschultelefone der Umgebung. Nicht mehr jung, aber auch noch nicht ganz tot, den offenen Ofenlappen quasi als Trostpreis im Visier, fange ich das zweite Mal im Leben mit der Fahrschule an.

Fahrleere

“Macht 270 Euro Anmeldung; Fahrpraxis kost‘ 33 die Dreiviertelstunde und rechne mal an die sechshundert Euro für die zwölf Pflichtstunden. Prüfungsgebühren und Lehrmaterial extra.“ … „Äähhh…“

Die offizielle Ausbildung ist allermindestens der zweitgrößte Posten in der Gesamtrechnung „Auch-Mopped-fahren-will“. Mit Lehrmaterial, Prüfungsgebühren und den saftig dotierten Pflichtfahrten kommt man selbst beim besten Willen kaum unter tausend Euro weg. 1200 bis 1500 Euro sind anscheinend je nach Region total normal und wer‘s langsam angehen lässt, ist schnell sogar 2000 Mücken los.

Zwanzig Kilometer weiter findet sich eine marginal bezahlbarere Fahrschule, die außerdem mit schneller Ausbildung wirbt. Leider ist das so gelogen, dass mich nur ein Fakt davon abhält, mich aus purer Ungeduld irgendwann aufs eigene Krad zu schwingen, Schein hin oder her: Niemand will mir eins verkaufen. Dazu aber später mehr.

Aller Anfang ist leicht

Weil der Chef die nagelneue Honda noch fertig einfahren will, beginnen wir die Grundfahrübungen mit einer ER-5 Twister. Fahrer ausgewachsener Maschinen freuen sich gern darüber, dass sich die kleine Kawasaki leicht wie ein Fahrrad fährt. Mein Fahrrad wiegt gute zehn Kilo, trotzdem finde ich die Twister superhandlich. Aber erstmal heißt es dick anziehen, trotz 30 Grad im diesjährigen circa dreiwöchigen Sommer: Helm, Pulli, lange Jeans, Handschuhe und „mit den Schuhen steigst du mir ned aufs Mopped! Stiefel an.“ Die Körpertemperatur ist zügig in Richtung Hitzekollaps unterwegs und ich frage mich, wieso die alle im Sommer fahren wollen. Auf dem Fahrrad bin ich um die Jahreszeit ungefähr nackt; nur Shorts müssen sein, damit mir nicht jeder in den Arsch gucken kann.

Während es beim Auto genügt, die ungefähren Koordinaten von Kupplung, Bremse und Gas zu kennen, um den Straßenverkehr aufhalten zu dürfen, fängt der Moppedunterricht mit Geschicklichkeitsübungen an. Nach einigen Runden um Kegel schwingen und Reifenquietscherles fahren wir raus auf die Straße und durch die grüne Gegend, von der es in Bayern eine ganze Menge gibt.

Jemand hat mir vorher vom Motorradfahrergruß erzählt, aber das komplizierte Geflecht des wer-wen-Grüßens und vor allem des wen-auf-keinen-Fall-Grüßens verwirrt mich derart, dass ich im Dunkeln versehentlich einen Rollerfahrer grüße, was mich wahrscheinlich für immer aus der Grußgemeinschaft disqualifiziert. Ein schnauzerbewehrter bayrischer Bulle auf chromstarrendem bayrischem Gerät sieht mich finsterst an und hält sich betont verbissen am Lenker fest. Muss wohl von meinem Faux-pas wissen…

Volksradel

Endlich ist die Honda CBF 600 ihre vorgeschriebenen Kilometer eingefahren und ich krieg sie in meine schmierigen Griffel. Mit rund 220 Kilo Lebendgewicht, chefig-bequemer Sitzbank und Hornet-Motor komme ich mir vor wie der Adel der Straße. Die Spitzenleistung ist mit 78 PS niedriger als die der Hornet, unter anderem, weil die Versicherungen ab 79 mal frech das Doppelte verlangen können. Aber die Drehmomentkurve ist untenrum schöner, sodass die CBF bis um die 8000 Touren mehr Leistung locker macht als ihre Schwester und das ist genau der Stadtfahr- und Fahrschulbereich. Ich nenn sie die „Hornet for ze Germans“, weil ich ein planloser Neuling bin und das deshalb darf.

Auf jeden Fall kein Fahrrad mehr. Bilde mir ein, dass mich auf einmal viel mehr Leute grüßen, aber ich blicke da eh nicht durch. Täglich grüßt mich eine Oma, weil ich sie am Zebrastreifen in unerschöpflicher Freundlichkeit nicht kaputtfahre. In meiner Paranoia glaube ich, dass sie da jeden Tag auf mich wartet, aber wahrscheinlich bremsen im Schröder-Regime eh nur noch Fahrschulen für Rentner und sie kommt einfach vorher nicht rüber.

Die Bestätigung, dass ich mit der 600er tatsächlich als Verkehrsteilnehmer anerkannt werde, liefert mir die bayrische Polizei an der Ampel. So schnell es die Antriebsschlupfregelung ihres Dreiers erlaubt, zieht sie davon; wahrscheinlich gewohnt, regelmäßig von Moppedfahrern stehengelassen zu werden. Ich fahr trotzdem brav fünfzig, sonst schreit mir der Fahrlehrer per Funk das Trommelfell in Fetzen.

Mit Reifenquietschen ist es unterdessen vorbei, mit ABS stuppelt die CBF bei Vollverzögerung leise zum Stillstand. Glaub ja immer noch, der Fahrschulchef hat das ABS nur gekauft, dass die Schüler ihm die Hinterreifen nicht mehr so schnell wegschmoren. In der Kurve schüttelt die Honda im Extremfall wegen ABS kräftig mit ihrem Lenkgeweih, also frage ich den Fahrlehrer, was man da so macht. „Na, in der Kurve nicht bremsen!“ Aber wann dann? „Vorher!“ Setze „Hellsicht“ auf die Liste der zu lernenden Zweiradfertigkeiten.

Doppelnull

Die abysmal langweilige Theorie hat ihren armseligen Höhepunkt in einem Test, der offensichtlich aus der Schimpansenverhaltensforschung stammt. Keiner fällt durch, sogar Fußpilz oder Angela Merkel hätten hier eine realistische Chance. In der praktischen Prüfung mache ich zwar ebenfalls keine Fehler, ein paar Meter vor der Moppedgarage lässt mich der Prüfer dennoch rechts ranfahren. Ich lege mir schon mal zurecht, was ich ihm alles über seine Familienverhältnisse oder sein Sexualverhalten auseinandersetzen werde, aber er will nur ins TÜV-Café und lässt mich bestehen.

Irgendwie kann ich mich nicht über den Schein freuen, denn motorisiert bin ich immer noch nicht, obwohl ich seit Wochen eine Gebrauchte suche. Der Vermieter hat mir seine Fizzer zum mal fahren angeboten, aber sein Sohn hat einen Tag vorher einen Platten reingefahren, die Sau.

Das große Problem mit Motorrädern ist, dass ihre Besitzer sie so gern haben. Am liebsten würden sie für jedes Jahr, in dem es ihre zärtliche Zuwendung genossen hat, einen Schein auf den Neupreis drauflegen, anstatt Verschleiß und Fortschritt Rechnung zu tragen. Wer vernünftige Preise verlangt, wird als Preisbrecher von allen Seiten mindestens verbal beharkt. Billige Einsteigermodelle? Wahnsinnige verlangen 2000 Euronen für fast fünfzehn Jahre alte GS 500er, und überhaupt ist jedes Mopped „ein echter Klassiker“.

Mein Schatzssss

Händler helfen mir auch nicht weiter. Tuut-tut…
“JA?!“
“Ich interessiere mich für die GPZ, was ist das denn für ein Baujahr?“
“Baujahr?! Was wess ich, was des für a Baujahr is!! Des is a GPZ, ke schöns Mopped, aber es fährt!“
“Ähh… Vielleicht komm ich besser vorbei und schau sie mir an. Habt ihr ne rote Nummer da?“ (Eine sehr berechtigte Frage übrigens)
“…Was?“
“Ne rote Nummer, damit ich mal fahren kann.“
“Mir sin a Motorradhandel, was glaubstn du?! Natürlich ham wir a rote Nummer!! Zum Fahren musst zwei Tage vorher anrufen und dann isse wahrscheinlich schon weg, weils Wetter gut is!“
“Ja… Machen wirs so, ich ruf vielleicht nochma an. Tschüs.“
“Hmpf.“

Ein anderer blafft mich an, er könne bei seinem strikten Zeitplan nur eine Maschine am Tag volltanken und rausschieben, nicht zwei, und als ich am nächsten Tag vorbeikomme und mal probieren will, schaut er mich entgeistert an. Er war sicher, dass ich ein Kennzeichen mitbringe. Ich war sicher, dass er ein Kennzeichen mitbringt. Überhaupt scheint das rote Kennzeichen eine seltene Rarität zu sein, vielleicht gibt es pro Stadt nur eins für alle Motorradhändler.

Wir (inzwischen hab ich Hilfe bekommen) machen diesen glücklichen Besitzer des Einen Schilds ausfindig. Er ist superfreundlich, aber merkwürdig entrückt, anscheinend schon unter dem bösen Einfluss des mächtigen Artefakts. Ich kann eine 600er Yamaha XJ probefahren, die nie einen Tropfen Regen gesehen hat, dafür täglich den Polierlappen. Natürlich kann ich mir die nie leisten, aber sie „fährt auch nicht anders als die da drüben“. Die da drüben kann ich mir leisten, aber sie fährt nicht, der Schildmeister weiß auch nicht, ob und für wieviel sie das je tun wird, also lassen wir ihn mit seiner proppevollen Gebrauchtenhalle allein. Vielleicht sammelt er ja…

Ein Autohändler will eine staubige Bandit loswerden, die er für einen Korea-Kombi in Zahlung genommen hat. „LEISTUNGSSTEIGERUNG!!11“ schreit die Internetanzeige. Wie die Steigerung passiert ist, weiß er nicht, aber er gebe auf Motorräder keinesfalls irgendwelche Garantien und probefahren, das ginge trotz voriger Zusicherung am Telefon höchstens einmal um die Hyundais auf dem Hinterhof. Die Auswirkungen der Leistungssteigerung zeigen sich, als das Teil partout nicht anspringen will. Aber das sei ja klar, heute wären schon Leute dagewesen und nach drei Mal starten, da gehe ein Motorradmotor eben nicht mehr an — wegen der feuchten Zündkerzen und so. Der Händler dreht sich von meiner Expertin fort, die ihn mit intelligenten Fragen verunsichert und schleimt mich an: „Du kennst dich doch aus…“ Da müssen wir ihn zu seinem eigenen Schutz verlassen.

Trendwende

Mein erstes Motorrad (Hintergrund) war ein Mädchenmagnet (Mädchen im Vordergrund).

Vor lauter Verzweiflung haben wir uns mittlerweile mit einem eigenen Kennzeichen bewaffnet. Damit stolpern wir ohne viel Hoffnung in den gartenteichverzierten Hinterhof einer Pizzeria und sehen eine fahrbar aussehende Kawa GPZ 600 R. Die Nachfrage ergibt, dass sie bezahlbar ist, also stelle ich mich mental schon mal auf Beschimpfungen ein. Der Chef schreit mich jedoch nicht an, hat kürzlich TÜV machen lassen, gibt ein Jahr Garantie und kann sie in einer halben Stunde für eine Probefahrt fertigmachen, wenn wir ein Schild haben (Ha!).

Wir sind geschockt: Ein Händler, der was verkaufen will! Die 600er fährt gut, das weckt gleich mal unser Misstrauen, deshalb schleifen wir sie solange durch den Pott, bis wir sicher sind, dass die Kupplung im Arsch ist. Den Meister kann das nicht schocken, er will das bis morgen in Ordnung bringen. Sein Geselle schiebt indes gleich fünf Moppeds am Stück in die Garage. Am nächsten Tag hab ich eine handliche, reisetaugliche Maschine, die mich komfortabel, aber nachdrücklich zurück in den Süden schiebt. Über das Design will ich nichts hören, hinter den Stummellenkern sieht die Welt gut aus. Zwei Tage später rutscht die Kupplung…

Fahrzit

Liebe Neulinge: Es hat sich trotz allem gelohnt. Motorradfahren ist schnell, gefährlich, draußen, direkt, brutal und kann in jeder Hinsicht wunderbar schräg sein. Wolltet ihr nicht auch schon immer mal? Erste Bekannte haben sich bei meinen Besuchen schon anstecken lassen und sind erst in der Fahrschule in die harte finazielle Realität zurückgerissen worden. Wer aber bereit ist, Auto, Wertsachen, Haus, Hund und Freundin zu veräußern und sich von der oft feindseligen Moppedwelt nicht abschrecken lässt, findet im Sattel den wohl größten Spaß, den man mit einer Maschine haben kann.

Liebe Industrie, Interessenverbände und dergleichen: … Mir fällt echt nichts ein… Biete mich aber hiermit als das wohl erste Beratungsmitglied an, das keine sechsstelligen Jahreseinkünfte oder vermögende Eltern hat. Und dieser Text stammt aus dem Jahr 2004. Seitdem hat sich einiges getan – in die falsche Richtung: der Führerschein kostet noch mehr, die Fahrlehrerausbildung ist im Schnitt noch schlechter und die Händler sind sogar kurz vor der Schließung noch so arrogant eklig, dass man beim besten Willen kein Mitleid haben kann. Lichtblick jedoch: der Gebrauchtmarkt sieht minimal besser aus, wahrscheinlich wegen Wirtschaftskrise.

Ducati Desmosedici in Mugello
Mit einem Führerschein darf man dann auch mal Ducati Desmosedici fahren. (Bild: Ducati)

Kommentare:

ältere
  • Boris meinte am 14. August 2010 um 10:25:

    Prima Artikel! Und das witzige daran ist, dass es 1:1 meine Geschichte sein könnte vom Beginn der Führerscheins, des Lernens, der Prüfung und der Suche nach einem passenden, bezahlbaren Mopped (bei mir ist es eine XJ 600 S Diversion geworden). 🙂

  • Clemens Gleich meinte am 14. August 2010 um 11:05:

    Ja, ich mach auch grad nochmal ein Déja vu durch, weil eine Freundin den Führerschein macht. Es ist grauenhaft. Können wir uns auf die Schulter klopfen, das so gut hingekriegt zu haben.

  • Boris meinte am 14. August 2010 um 11:26:

    Ich musste mich auch quasi bei allen „durchsetzen“, denn so ziemlich alle (Freunde, Familie, Bekannte) waren davon nicht so begeistert.

    Es hat auch Vorteile, schon älter zu sein – man muss nicht mehr auf andere hören. Und ich bereue es kein Stück 😉

  • Motorrad fahren ist … « Boris Bojić meinte am 14. August 2010 um 11:38:
  • Boris meinte am 14. August 2010 um 11:40:

    Ich war so frei, dich zu zitieren: http://borisbojic.de/2010/08/14/motorrad-fahren-ist/ … ich hoffe das ist ok 😉

  • Clemens Gleich meinte am 14. August 2010 um 11:47:

    Zitieren ist erfreulich. Guter Mann!

  • Rita meinte am 16. August 2010 um 9:05:

    Das ist ja nicht gerade nett, wie die Motorradhändler mit dir umgesprungen sind. Die wollen wohl anscheinend nichts verkaufen. Wenn sie mit allen Kunden so umspringen, was ich vermute, dann können sie schnell wieder dicht machen.

  • Patrick S. meinte am 13. November 2011 um 5:09:

    Hi,

    super Bericht hat mich gleich wieder an meine Fahrten damals erinnert.

    Mein Highlight war eine Übungsstunde auf einem riesigem Platz und ständig unterhalb 4000 Touren lief die Maschine nur auf 2~3 Pötten und kam dann mächtig vorwärts und Nein ich konnte mich nicht darüber freuen, erst als das Funkgerät leer war (oder hab ichs ausgemacht? ;P ) ansonsten wurde immer gebrüllt.

    Ich durfte meine Nachtfahrt übrigens in einer kastrierten Stadt machen, in der nach 22 uhr nur 30 kmh erlaubt sind.

    Daher sollte man vielleicht noch trennen ob man auch Orte zum fahren hat, erst 40 kmh aus der Stadt rausfahren um fahren zu können ist doch echt sche***.

    Also Danke war echt genial zu lesen

    Gruß Kurvenräuber

    (der jetzt in Rheinland Pfalz lebt und richtig räubert ;P)

  • Nadine meinte am 8. August 2014 um 10:51:

    Herrlicher Artikel….
    Ich hatte da ein Bisschen mehr Glück.
    Zwar haben mich auch die enormen Kosten geschockt, hatte aber eine Top Fahrschule. Mein Fahrlehrer und ich haben schon in der zweiten Fahrstunde nur geblödelt und alle anderen Verkehrsteilnehmer verarscht. Ich wurde direkt als anständige Biker-Braut bezeichnet.
    Jedoch musste ich schmerzlich feststellen, das Hormone die Fahrstabilität einer Maschine durchaus beeinträchtigen können, sowie die Feinheit am Gashahn…. ,-) Ich glaube, nicht mal ein Moped hat Bock auf ne hormongeschüttelte Frau!! Das Resultat: Platzwunde am Schienbein und enorm viele Blaue Flecken….
    Meine erste Maschine habe ich genau 2 Tage vor meiner auf anhieb bestandenen Prüfung erworben. Meine Suzi SV 650 S habe ich direkt mit Lappen abgeholt und war stolz wie Oskar….

    Auch die Einweisung zum Thema grüßen und nicht grüßen habe ich mir direkt bei meinen Biker-Freunden geholt. Das geht, das geht nicht… 🙂
    Suzi und ich sind ständig unterwegs und ich muss sagen, bis auf ein paar Prolls, die einen lebensgefährlich innerhalb engster Kurven überholen (am liebsten aufm Schottenring) ist die Biker-Scene in meiner Gegend äußerst nett. Ich darf sogar mit meiner Suzi mit ner Gruppe Harley Fahrer mit fahren…
    Die GPZ ist übrigens ebenso bei uns in der Gruppe vertreten. Ein tolles Moped.
    Ich bin definitiv unglaublich froh, dass ich mich Anfang des Jahres zum Lappen machen entschieden habe… Bin also selber noch nen Frischling und kann ansonsten, auch von allen weiteren Geschichten rund um dein erlebtes bestätigen.
    Vorallem: Moped fahren is so herrlich schräg…. Love it… 😉

    All Zeit gute Fahrt!!!

    • Clemens Gleich meinte am 8. August 2014 um 10:54:

      Willkommen in der Familie, Nadine.

  • HeikeK meinte am 19. März 2015 um 8:41:

    Köstlich – hier wird genau beschrieben, was ich – zum Führerschein 2012 – erlebte. Insbesondere das bei braven 50 km/h bleiben, weil die Stimme des Fahrlehrers sonst über Funk mein Trommelfell zum klingen gebracht hätte.
    Und was den Maschinenkauf angeht – damals hatte ich Glück.
    Heute hingegen … ich schaute mich vor kurzem bei Händlern um, und bei einem mußte ich auch zu seinem eigenen Schutz das Geschäft verlassen.

    “Da dringt Öl aus dem Schlauch. Der ist porös!“

    Ach, das macht nichts, das wischen wir noch weg.

    “Ich hätte die gerne auf der Bühne. Ich möchte den Zustand von unten begutachten!“

    … Das geht heute nicht, die Bühne ist belegt. Außerdem ist die Maschine reserviert. Kommen Se doch nächste Woche mal vorbei …

    Die Maschine steht übrigens immer noch bei mobile.de drin – kann sein, dass auch andere potentielle Interessenten sich doch lieber anders orientiert haben.

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