Neu: BMW S 1000 RR 2012

Es gibt so ein Geräusch. Es geht so: „Hjchchrrr!!“ Dieses Geräusch ist ein Warnsignal meines Körpers, der Angst davor hat, was der kleine Affe im Kopf wieder gesehen hat und umgehend haben will. Diesmal: das Modellupdate der BMW S 1000 RR für 2012. Auf der Landstraße sangen die Testfahrer ihre Hymnen, und die Lullerer auf der Rennstrecke stimmten unisono mit ein.

Die Raser. Denen gings noch ned schnell genug.

Nur diese Raser, die hatten noch Kritik. An der Gabel zum Beispiel, die war ihnen zu weich. Deshalb drehten Leute, die aus langer Gewohnheit entweder hart bremsten oder hart zulangen, wenn Mutti kocht, die Dämpfung komplett zu. Und dann war‘s ihnen trotzdem oft noch nicht gut genug. Die Spurstabilität, die ich gern mochte, die hassten sie auch, weil Spurstabilität der Feind des Handlings ist. Sie kostet mehr Kraft beim Einlenken. Die Anti-Wheelie-Funktion der Traktionskontrolle brachte der Superbimpf stellenweise gar den Spitznamen „Känguruh“ ein, und die Leistungscharakteristik des Brutalo-Motors machte Manchen Kopfzerbrechen.

Ich klammere die Seite mit dem Glotzauge bewusst aus.

Was viele nicht wissen: BMW hat auch bisher schon nachgebessert bei ihrer Tausender. Vielleicht haben sie sogar deine heimlich nachgebessert, als sie beim Service war. Das könnte durchaus so weit gehen, dass da nicht mehr die Kurbelwelle drin ist, die dort anfangs mal war. Jetzt jedoch geht BMW in einem ganz öffentlichen Modell-Update (inklusive ein paar 3D-Pinselstriche am Design) die Probleme der Raser an:

  • Neue, handlichere Geometrie
  • Veränderte Settings des E-Gas inklusive neuer Maps und Modi
  • Kurzhubigerer Gasgriff (wurde gern nachgerüstet)
  • Lenkungsdämpfer
  • Kürzere Endübersetzung
  • Überarbeitete Feder-/Dämpfungselemente für mehr Reserven
  • Neue Abstimmung von ABS und Traktionskontrolle
  • Details wie neue Tachofunktionen (man kann ein „Speed Warning“ z. B. auf 300 km/h stellen)

Es gibt außerdem neues Zubehör. Den „HP Race“ Datenlogger haben wir schon auf dem Schirm für die Fastbike. Und mit den optional erhältlichen Heizgriffen ergibt sich BMW endlich ins Firmen-Schicksal. Die Dinger wollten sie ja zur Modelleinführung partout nicht anbieten, aus Angst vor den Witzen, die alle darüber machen würden. Jetzt, wo die RR sich am Markt bewiesen hat, sind die Unken egal, die BMW-Kunden, die typischerweise Zubehör im BMW Configurator wie Parkinsonpatienten zusammenklicken, definitiv nicht. Im Prinzip jedoch ist der einzige Grund, warum ich ein einfaches Modellupdate so cool finde, dass es sie auf Anraten des Fahrzeugfarbberaters Dr. Gleich endlich in Reichskriegsflaggenfarbe gibt: “Hjchchrrr!!“

So zieht man heute in den Krieg.

BMW S 1000 RR MJ 2012

Ist: jetzt farblich und raserisch weitergekommen.
Kostet: 15.500 Euro + 915 Euro (ABS) oder + 1220 Euro (ABS + Traktionskontrolle DTC)
Leistet: 193 PS (142 kW) bei 13.000 U/min (real bisher alle Messungen über 200 PS)
Stemmt: 112 Nm bei 9.750 U/min aus 999 ccm
Wiegt: 207 kg vollgetankt inkl. ABS
Tankt: 17,5 Liter Super
Hat: “Hjchchrrr!!“ gemacht.

Bilder: BMW

Kommentare:

ältere
  • Neu: BMW S 1000 RR 2012 : Motorsphere meinte am 21. Oktober 2011 um 9:55:

    […] Quelle: Mojomag […]

  • butterfly meinte am 21. Oktober 2011 um 10:27:

    hey clemens !

    stimme dir zu, die farbe ist die coolste bisher – wenn sie es dann in 2-3 jahren noch hinbekommen, dass sie nicht mehr so assymetrisch wie nach ner low-budget reparatur beim hinterhofschraube in wanne eickel ausieht, denke ich über eine probefahrt nach….

    sonst, als kleine linderung für deine latente bmw euphoritis, einem aggresiven virus, das in der gesamten deutschen journaillie hoch agressiv-infektiös grassiert, mal hier mein bmw-hasser text, den ich vor einger zeit nach dem aufruf einer bekannten deutschen bmw-werbe-publikation aka *das bmwrad* geschrieben habe:

    Der Ursprung der Abneigung geht weit zurück – das Motorradquartett des Siebenjährigen enthielt neben den tollen Raketen ala Kawasaki Mach III, Triumph Trident oder Honda CB 750 auch eine absolute Looserkarte: eine fette, braune, lahme R60/5 mit 32 PS. Ohne jede Ahnung von technischen Details hatte ich das sichere instinktive Gefühl eines Motorradjungen: mieser geht’s nimmer.
    Einige Jahre später erlaubte das erste eigene motorisierte Zweirad in Form einer gut abgehangenen Kreidler RS endlich selbst die Freiheit zu erfahren – und selbstverständlich wurden schon vor dem sehnlich herbei gewünschten 16. Geburtstag alle verfügbaren Motorradzeitschriften verschlungen – Publikationen die damals zu rund 50 Prozent aus Werbung bestanden – bunten Bildern und faszinierender Maschinen mit mitreißenden Werbetexten. Nur die Marke mit diesen merkwürdigen Hängetitten arbeitete mit pixeligen langweiligen Fotos und erklärte langatmig, dass ihre Krücken halt nicht soviel PS hätten wie die anderen und auch keine monströse Technik besäßen, dafür wären sie aber erprobt und sicher und das sei richtig toll – na dann. Auf uns von der Kreidler-Zündapp Gang wirkte das etwa so, wie wenn Gunter aus der Klasse plötzlich erzählt hätte, dass sein Mars Mofa zwar elend langsam sei und scheiße aussähe, das aber irgendwie doch genauso sein müsse…
    Auch die Fahrer der krachledernen Rückschritts-Bikes sammelten bei uns keine Pluspunkte: als frischgebackene Zweirad-Ritter grüßte wir alle, die uns entgegenkamen und achteten sehr genau darauf, wer uns, die Kleinen, ignorierte – und eine Marke war da ganz weit vorne. Noch schlimmer als die Snobs auf ihren Opi-Krädern waren jedoch die Jungs von der Trachtengruppe, die zweirädrig ausschließlich auf BWW daherkamen und an unseren Auspuffen, Ritzeln, M-Lenkern und Vergasern rummäkelten.
    Nein, die bayrische Motorrad Un-Kunst erweckte in uns wirklich keinerlei ‚Haben-Woll-Effekt‘ und es uns traf überhaupt nicht, dass die Dinger gebraucht so teuer waren, dass sie nie als Einstieg in die große Klasse in Frage kamen. Wir kauften uns mit 18 die ersten RDs und hatten in den folgenden Straßenkämpfen das Vergnügen, die langsam dahin pöttelnden Boxer reihenweise stehen lassen – eine Genugtuung die uns auf den Fuffzigern trotz aller Anstrengung verwehrt geblieben war.

    Die Jahre gingen dahin und mit etwas mehr Geld kamen viele schöne, faszinierende Motorräder: ein paar 1 Zylinder, viele Twins in Reihen- und V-Form, noch mehr Vierzylinder – gereiht oder gevaut, luft- oder wassergekühlt – die Motorradwelt bot so viel Faszinierendes und Schönes, dass es oft schade war, dass Geld und Zeit nicht erlaubte, alles zu fahren, was gereizt hätte. Was all die Jahre jedoch nie in Frage kam, waren Maschinen mit weiß-blauem Propeller. Sie machten einem die Ablehnung aber auch wirklich leicht: mit etwas guten Willen kann man ja einer R90S oder einer R100 CS noch eine gewisse biedere Ästhetik abgewinnen – was aber spätestens seit den Vierventil Boxern die Werkshallen verlässt, ist üble eine Kreuzung aus Playmobildesign und verunglücktem Godzilla-Manga und es lässt mich ernsthaft am Sehvermögen derjenigen zweifeln, die diese augenkrebserzeugende Zweiradmonster in Scharen kaufen.
    Die K-Reihe, jener bayrisch kindische Ansatz von ‚wir können auch 4 Zylinder bauen‘, war stets nur peinlich – ob fliegender Ziegelstein, Pummelmonster oder Radstand-Queen – stets paarte sich unsägliches Design mit hypertropher, nicht beherrschter Fortschrittstechnik (wie war das noch in den Anzeigen ein paar Jahre zuvor?), krachendem Getriebe und trotz wachsender Motorleistung unveränderter Unsportlichkeit.
    Wenn man den späten GS Generationen auch jedes Quäntchen Sex-Appeal und Ästhetik absprechen muss, zeigt die Erfahrung im immer noch ausgefochtenen Straßenkampf, dass diese ‚Schau zu – bau mit Kräder‘ ein gewisses Niveau an Fahrdynamik erreicht haben. Diesen Respekt verspielen sich die Telelever-Paralever-Monster jedoch unmittelbar wieder, denn zum Motorrad gehört wesentlich der Fahrer oder die Fahrerin. Gut letzteres können wir bei der GS streichen, das meist vorhandene ästhetische Grundempfinden einer Frau lässt sie vor diesem Formen-Ungeheuer zurückschrecken. Die Typen, die dann draufsitzen, sind dann genau so, wie man selbst nie werden will: zu viel Bauch, zu wenig Haare, zu viel Prostata, zu wenig Spermienproduktion – dafür Klapphelm und BMW System-Goretex III – hach, ich weiß schon, warum ich nie BMW fahren werde…

  • Clemens Gleich meinte am 21. Oktober 2011 um 11:00:

    Guter Mann: Ich bin Bayer und verfechte bayrische Interessen, die ich nicht von den Firmeninteressen der Firma BMW zu trennen vermag. Aber damit bin ich ja nun wirklich nicht allein.

  • butterfly meinte am 22. Oktober 2011 um 19:59:

    bayer ?
    hmmmh dachte immer dein zungenschlag klingt nach franke – aber ich will mich da in kein minenfeld begeben…. 🙂

    …und sonst: klar ein mann muss tun, was ein mann tun muss!

    greets

  • jensinberlin meinte am 22. Oktober 2011 um 23:11:

    du, clemens, ein franke? einer von denen, deren zoten man sich abends am lagerfeuer erst übersetzen lassen muss?
    die farbe an der bmw ist der hammer! werd`ich mir live angucken, wohne ja schräg gegenüber von den berlinern. der oberhammer und beweis dafür, dass es bmw – weissgottnicht meine lieblingsmarke – mit der rr richtig ernst meint, ist aber, dass man sie bislang auch ohne alles bekommen konnte, gefühlsecht quasi, ohne abs und traktionkontrolle. gilt das auch noch für`s update? für den unwahrscheinlichen fall, dass du, clemens, kein rotes telefon hast, latsch` ich nächste woche mal rüber, fragen…

  • jensinberlin meinte am 22. Oktober 2011 um 23:21:

    ach ja, und danke butterfly. dein kommentar ist köstlich!

  • Clemens Gleich meinte am 23. Oktober 2011 um 13:13:

    Ob es die 1000er noch ohne alles gibt, schwarz wie Espresso quasi, das weiß ich noch nicht und der Erfahrung nach hängt das von euch Käufern ab. Solange es sich lohnt, das anzubieten, machen es die Hersteller mit guter Logistik (das galt bisher für Honda und BMW). Bei Honda ist die ABS-Quote mittlerweile bei ziemlich 100 Prozent, deshalb: serienmäßig. Es liegt also wie gesagt an uns.

    Ich bin tatsächlich in Bayern geboren und aufgewachsen, dann aber irgendwann nach Franken gegangen, wo ich lange gelebt habe. Es gibt schlechtere Orte in Deutschland, das zu tun: Wein, Weib, Essen, Gesang — alla gud.

  • BMW S1000RR-Teil3 | Reisschüsselfahrer meinte am 24. Oktober 2011 um 10:10:

    […] über die S 1000 RR… BMW Motorrad BMW Forum S1000RR.de / S1RR.de bikerszene.de gaskrank.tv mojomag.de […]

  • Michael meinte am 25. Oktober 2011 um 20:14:

    Hallo Butterfly,

    ich verneige mich in tiefer Ehrfurcht, Ergriffenheit und Respekt vor deinem Statement zum Thema BMW Motorräder. Besser kann das kein Mensch zu Papier bringen, was Sache ist.
    Nochmals besten Dank.

    Und mein Senf dazu:

    Die S 1000 RR hat alos jetzt, nach dem Facelift alle Mängel beseitigt, die Sie zuvor nie hatte, gell Clemens? Sie ist also das, was Sie schon immer war aus Sicht der BMW Propaganda: Das beste Motorrad des Universums. Das, nur mal zur Erinnerung, seit Anfang 2009 noch keinen einzigen Lauf zur SBK WM gewinnen konnte.

    Sooooo viel Pech hatte noch nicht mal Kawasaki mit der 2011er ZX 10. Aber vieleicht liegt das einfach daran, das die Japaner immer noch die Besseren Mopeds bauen? Von den Italienern ja gar nicht zu sprechen….

    Gruss Michael

  • Clemens Gleich meinte am 25. Oktober 2011 um 20:26:

    Das Motorrad hatte auch keine Mängel für den Landstraßenlulli, und der war der Hauptkunde. Die schnellen Jungs hatten Probleme in einem Bereich, den nur sie aufsuchen. Ich glaube auch nicht, dass die Modellupdates reichen, damit BMW einen Lauf wie Aprilia in der SBK hinlegen kann.

    Die Superbimpf performt allerdings schlicht im Verkauf, egal, wie sie sich in der WM schlägt. Das bleibt die (für Racer traurige) Wahrheit. Produktpräsentation ist alles, Racing-Ergebnisse bzw. generell Nutzwert sind nichts. Siehe auch: Mini. Siehe auch: Land Rover Evoque. Siehe auch: Harley-Davidson generell. Alles sehr gute Produkte, die auf jeder ökonomisch relevanten Ebene funktionieren, aber vom Nutzwert her gibt es überall für weniger Geld viel mehr.

  • yul brynner meinte am 28. Oktober 2011 um 14:15:

    sorry clemens, aber diesmal machst du es dir etwas zu leicht, so wie ich es manchmal auch tue (tun muss) *gg*

    das moperl hatte sehr wohl „mängel“ oder nennen wir es unzulänglichkeiten die sehr wohl auf der landstrasse sogar im halbschleich modus zu erfahren waren. das gefühl für das vorderrad war nie vorhanden, das verbesserte sich zwar etwas wenn man forscher ans werk ging, war aber immer unklar und man wusste nie woran man wirklich ist (deshalb auch jetzt geänderter rahmen mit geänderten lenkkopf). auch das gefühlte verdrehen und verwinden des rahmens bei volllast (gasaufreissen bis endlos) war nur von sportlern bekannt die 98 auf den markt gekommen sind(z.b.R1 rn01) (abhilfe- ebenfalls rahmenänderung)
    das ganze kippelige unrhige fahrgefühl kam entweder von der schwinge oder deren anlenkpunkt oder/und von einem zu hohen heck, das deshalb so hoch gestellt sein musste, das die vorderhand überhaupt irgend etwas anzeigte ausser gar nichts.
    der nächste irrtum ist das der superbimpf wie du das nennst auch nur nach aussen hin im verkauf performt hat, sondern das ein großer teil über die zulassungen von bmw lief und direkt für verkausunterstützende aktionen bei diversen renneventsanbietern weltweit aufgeteilt wurde. folglich ist auch das geistige ergebnis daraus falsch, das eben NICHT produktpräsentationen alles sind und racingergebnisse nichts!
    das nächste argument das diesen standpunkt widerlegt ist das bmw nicht umsonst seit eintritt in die wm verscuht trotz der schlöechten ergebnisse uns immer wieder einimpft das sie in kürze vorne dabei sein werden.
    rennergebnisse und deren resultate sind in dieser klasse alles, weil ohne die kritik und die misserfolge in der wm wäre der krapfen noch nicht umgebaut worden , so siehts in wirklichkeit aus.

  • Clemens Gleich meinte am 28. Oktober 2011 um 16:17:

    Deine verkaufsunterstützenden Maßnahmen gehören zur Produktpräsentation, zum Marketing, genauso wie die Aktionen, dass jede öffentliche Person sofort drei gekriegt hat, wenn sie Reichweite hatte. Kleine Gegenfrage: Wenn Rennergebnisse, wie Du sagst, „alles“ sind, warum machen sie dann keinen statistisch signifikanten Unterschied? Siehe Aprilia, siehe BMW.

  • yul brynner meinte am 28. Oktober 2011 um 19:43:

    das hat einen ganz anderen grund und ist in keiner weise zu vergleichen ! aprilia hat ein bescheidenes fast nicht vorhandenes händlernetz im deutschsprachigen raum und das wort marketing oder verkaufsstrategie fehlt in ihrem wortschatz total ! in dem fall sollte man nicht äpfel mit birnen vergleichen. solange sich seitens der importeure bei aprilia nichts tut wird sich auch verkaufsmäßig nichts tun.
    ein anderes beispiel gefällig? die duc hat im normalen so ihre not in diversen technischen bereichen, hat sich aber immer verkauft, warum wohl stellt sich die frage – ja sicher auch weils fesch ist, aber hauptsächlich weil die käufer so sein wollten wie fogarty oder bayliss. ab einer gewissen leistungsstärke und preisklasse funktioniert verkauf fast ausschließlich über diese schiene. oder warum hätt sich jemand eine duc in die gerage stellen sollen, wo er gleiche technik mit stärkerem motor wo anders viel günstiger haben kann. sobald das alte gefüge oder nennen wir es waagschale zwischen preis und beghrlichkeit subjektiv ausgeglichen ist wird gekauft. für diese zwecke sind eine sbk wm titel hervorragend. die D sind gründlich wenn es um aufbereitung von märkten geht, wie du selber weist 😉

  • Clemens Gleich meinte am 29. Oktober 2011 um 10:11:

    Die bestverkauften Ducatis sind Multistrada und Monster. Die Superbike-Linien gehen seit Jahren im Verkaufs*ANTEIL* zurück. Gute Produkte, die ziehen, sind dann auch Sachen wie Hypermotard oder gar Diavel, die beide nichts mit Sport zu tun haben. Ducati-Sportler würden sich auch ohne jede Rennsport-Cred gut verkaufen. Siehe auch Lamborghini. Das sind keine Rennsportfahrzeuge und trotzdem konkurrieren sie bei den reichen Endkunden mit Ferrari.

  • yul brynner meinte am 29. Oktober 2011 um 12:15:

    halt clemens – bitte keine fluchtversuche 😉 wir bleiben jetzte inmal schön bei den gebückten segment und schweifen bitte nicht in richtung tourenschwuchtler ab – danke *gg*
    manchmal sind wir uns leider zu ähnlich, immer wenn gegenargumente greifen wird der naheliegenste ausweg genommen !
    bitte keine vergleiche zwischen auto und motorradkunden, diese sind zu vercshieden um sie in einen topf zu schmeissen. du magst jünger, fescher, intelligenter sein als ich, aber bei dem thema marketing bei fahrbaren untersätzen hab ich die genau 22 jahrre direkte erfahrung in der praxis voraus. das was du hier gerade vorbringst würde einem bwl abgänger entsprechen der sich an statistiken festhält und diese in alle richtungen zieht so wie es ihm gerade in den kram passt. weil das thema eben nicht so einfach nach schema F zu erledigen ist, straucheln auch so viele betriebe im direkten geschäft, weil sie genau solch ähnlichen argumenten vertrauen, denen man auf den ersten blick fast auf den leim gehen könnte, wenn nicht die realität etwas anteres sagen würde.
    ich hatte mal einen NOCH älteren kollegen als ich selber bin, dieser pflegte immer zu sagen: “ die praxis überholt die theorie“ klingt banal trifft aber bei dem thema voll ins schwarze.

  • Clemens Gleich meinte am 29. Oktober 2011 um 13:05:

    Ich möcht mich ned mit Dir streiten, aber ich sehe bei Dir Beweis durch Behauptung, während ich Argumente vorbringe, die Du dadurch entkräften möchtest, dass sie Dir nicht gefallen.

    Butter bei die Fische: Welches aktuelle Beispiel gibt es einer Abhängigkeit Verkaufserfolg von Rennsporterfolg?

  • Michael meinte am 30. Oktober 2011 um 9:00:

    Hi Leute, ist ja gut, regt euch ab. Ist doch letztendlich egal, ob die Erfolge in der WM Verkaufszahlen bringen oder nicht. Mir jedenfalls.

    Was an der Deutschen BMW Motorrad Propaganda zum Aufregen ist: Die S1000 ist ganz bestimmt NICHT das Motorrad mit der besten Produktsubstanz bei den Superbikes. Serienmässig, für die Rennstrecke sind das zur Zeit die Aprilia RSV4 oder die Kawasaki ZX10. Für die Strasse die Yamaha R1 oder die Honda Fireblade. So einfach ist das.

    Aber wir alle wissen, das wird man in einer Deutschen Fachzeitschrift so nicht lesen. Noch nicht mal hier beim Clemens.

    Schön, das BMW bei der S1000 nach dem Facelift einige Mängel ausbessert, die z. B. eine RSV4 oder eine ZX 10 nie hatten. Mein aufrichtiger Dank der Fachpresse für die Kaufempfehlung!

    Gruss Michael

  • Clemens Gleich meinte am 31. Oktober 2011 um 12:11:

    Arg! Weil „Produktsubstanz“, das versuche ich seit Jahren zu erklären, nicht das ausschlaggebende Kaufkriterium ist. Die Produktsubstanz muss nur „gut genug“ sein, was sie im Fall der S 1000 RR ist. Ab dann ziehen emotionale Kaufgründe, und hier funktioniert die BMW eben. Das kann man scheiße finden, es ist aber Fakt. Und dass niemand die S kritisiert, kann ich auch nicht finden. Sowohl in der Motorrad als auch in der MO gab es Fotos mit dazugehörigen Beschwerden über Machart und Finish.

    Da kackt sie gegen die Konkurrenz ab, aber sie funktioniert eben emotional. Jüngere Käufer finden sie attraktiv, ältere können sie trotzdem kaufen. Wenn sich ein Ü60-Jähriger eine RSV4 kauft, wird er belächelt und kriegt dumme Sprüche. Wenn derselbe eine S 1000 RR kauft, gibt es eher Anerkennung (“Oh, neue BMW?“) als Aberkennung (“Werd‘ erwachsen, Mr. Midlifecrisis.“). <- Hab selber solche Beispiele mitgekriegt. Es gibt kein anderes Superbike, das diesen ganz schrägen Spagat in der alternden deutschen Motorradwelt schafft, und das liegt nur zum Teil am starken Markennamen. Die S 1000 RR war, als ich das letzte Mal nachsah, der bestverkaufte Supersportler in Europa, und der zweitbestverkaufte der Welt. Das ist kein deutsches Phänomen, das ist kein Phänonem der Fachpresse (die großartige Daytona 675 wird auch schöngeschrieben, ohne dass sie sich relevant verkauft), sondern die wichtigen Steller haben geklickt. Klar gibt es bessere Supersportler. Es gibt praktisch immer bessere Sachen als den Massenmarktführer, vor allem für individuelle Anfoderungen. Aber es gibt derzeit kein besser durchexerziertes Produkt im Supersport-Bereich. QED.

  • Michael meinte am 31. Oktober 2011 um 21:30:

    Clemens,

    wenn Dir die Produktsubstanz einer BMW im Vergleich zu einer Kawa oder Aprilia gut genug ist und Du lieber das am besten „durchexerzierte“ Motorrad kaufst oder anderen empfiehlst, ist das für mich ok. Ich freu mich solange darüber, für das gleiche Geld etwas besseres zu haben, ganz gleich ob ich die Eigenschaften ausnützen kann oder nicht.

    Ich erlebe das bei unserem Motorradtreff häufig eher so, dass einer mit einer S 1000 ankommt, sie aus Versehen neben einer RSV4 parkt und sich dann wundert, warum die Aprilia so viel mehr hermacht. Beim Aprilia Händler war der ja gar nicht um sich die im Vergleich mal anzuschauen. Der Bekanntheitsgrad, das Markenimage von BMW und die guten Berichte in der Fachpresse reichten um sich zu entscheiden
    Aber was interessiert mich das. Find ich sogar eher gut. Selber schuld.

    Und wegen dem „die BMW ist gut genug“:
    Eine 2003er Yamaha R1 (nur als Beispiel) ist für alle sportlichen Motorradfahrer auf der Landstrasse gut genug. Aber trotzdem wollen alle das neue, „bessere“.

    Bei uns im Schwarzwald gibt es ein paar wenige Motorradfahrer über 60, die Supersportler fahren. Keiner fährt ne S 1000, ehrlich. Überhaupt: Gemessen an den „überwältigenden“ Verkaufszahlen fahren bei uns in der Gegend nicht viele.

  • Clemens Gleich meinte am 1. November 2011 um 12:31:

    Genau, trotzdem wollen alle was Neues, gefühlt Besseres. Das ist dann eben oft eine BMW, weil die Marke so stark ist, weil die Vermarktung stimmt. Die RSV4 (siehe auch meinen Artikel dazu) steht bei Rollerläden herum, und Piaggio hat nichtmal geschafft, Biaggis Gewinn der SBK auch nur irgendwie umzumünzen. Ich finde die RSV4 auch das coolere Motorrad, und das schreibe ich in jeden Artikel rein. Nur: Dort kommentiert kaum jemand, sondern die Leute reden über die BMW. Reden = Verbreiten, sich damit beschäftigen.

    Zu den Verkaufszahlen noch: Erstens sehe ich persönlich im Nordschwarzwald recht viele S 1000, zweitens ist es irrelevant, ob in einer Gegend davon mehr oder weniger an Dir persönlich vorbeifahren. Was zählt ist, wie viele weltweit Geld dafür herlatzen. Ich würde keine BMW kaufen, ich würde aber auch nicht das Experiment RSV4 wagen, obwohl man die oft sehr günstig schießen kann, weil sie keiner haben will. Mein persönlicher Mittelweg zwischen Emotion und „funktioniert auch“ wäre derzeit (tatsächlich) eine Ducati 848. Nur (wichtig): Ich verstehe ganz genau, warum die meisten die BMW haben wollen.

  • Boxerlust meinte am 7. November 2011 um 0:59:

    Clemens,jetzt wo es die S1000RR endlich ab Werk im guten alten Reichskriegsflaggen Look in schwarz-weiss-rot gibt habe ich keine Ausrede mehr mir sie nicht fuer die neue Saison endlich (freu) zu bestellen…
    Die Japaner sind ja immer noch voellig geschockt und schwenken die weissen Fahnen wenn ich mir die neuesten Kraeder von Yamaha/Honda/Suzuki fuer 2012 ansehe…Immer noch kein ABS bzw TC oder Beides und immer noch 20 PS weniger…
    Bleibt die Frage ob S-RR in schwarz-weiss-rot mit Hakenkreuz oder doch in schwarz mit Eisernen Kreuzen an der Verkleidung…;-)
    Fuer den Kringel zumindest gibt es nichts Besseres aber fuer die Strasse werden wir leider weiter auf die imaginaere R1200RS warten muessen.
    Bleibt die Frage wie lange noch ?!
    S-RR fuer den Kringel,Boxer-RS fuer die Strasse !
    Das haette Prioritaet vor dem voellig schwulen und politisch ach so korrektem Elektro-Roller gehabt.
    Hoffentlich kommt die R-RS noch mit luftgekuehltem Boxer denn der Wasser-Boxer ist so ueberfluessig wie ein Kropf…oder die R1200R braucht die Verkleidung/Optik/Sitzposition der R1200S !

  • Clemens Gleich meinte am 7. November 2011 um 9:47:

    Christian, du alter Nazi: Die R 1200 S hat keine Sau gekauft, und ja, auch ich denke, du wirst noch bis zum Sanktnimmerleinstag auf eine neue RS warten. BMW baut jetzt gerade ja erstmal einen normalen Großroller, weil Batterien auch nach weit über hundert Jahren im Fahrzeuggebrauch immer noch nix taugen.

  • Boxerlust meinte am 15. November 2011 um 7:01:

    Clemens die R1200S habe ich mir dennoch gekauft auch wenn die R1200R das Bessere weil Praktischere Motorrad ist und 3 Mal so viel auf der Uhr hat wie die R1200S.
    Eine R1200R mit Verkleidung/Sitzposition der R1200S,Das waer‘s gewesen !
    Doch in Muenchen ist man leider zu doof denn sonst gaebe es die „R1200RS“ oder eine Schoene auf R90S gemachte „R1200CS“ wie vor 2 Jahren in MOTORRAD vorgeschlagen…
    Na ja naechste Saison freuen wir Uns auf erst mal auf die S-RR in schwarz-weiss-rot !
    Und wenn R-RS oder R-CS nicht mehr kommen sollten wie von Dir befuerchtet dann halt S-RR in schwarz-weiss-rot – bis zum Tod !
    Den Grossroller werde ich mir nicht antun…;-)
    Ich habe die Hoffnung auf den Kompressor-Boxer aufgegeben aber auf einen neuen Boxer Sport-tourer als Nachfolger der schoenen,praktischen und sportlichen R1100S warten immer noch viele Motorradkollegen in aller Welt.
    Aber erstmal freuen wir Uns ueber den Zusammenbruch der EG,des Euro der Boersen und Banken.
    Voellige Entschuldung oder Default wie vor ein paar Jahren in Argentinien…
    Dann haben wir alle wieder mehr Geld in der Tasche,die fast 80 %tige Benzinsteuer wird auf 10% wie beim Adolf gesenkt,die Leute haben wieder Zuversicht,Geld und Arbeit und koennen sich eine schoene neue BMW leisten…R1200RS und R1200CS…;-) !!!
    Vielleicht auch einen der letzten German Musclecars;den M3 mit V8 bevor er mit einem turbogeladenen Reihensechser verhunzt wird…:-(
    Was auch immer kommen wird,fest steht,Angela Merkel ist ein „Auslaufmodell“ im warsten Sinne des Wortes…;-)
    Diesmal wird halt nicht in Deutschland sondern in Griechenland und Italien Geschichte gemacht.
    Es geht vorran…freuen wir Uns drauf!
    Schoener Gruss und gib Gas…

  • STefan meinte am 23. November 2011 um 10:03:

    ich habe keine BMW, fuhr bisher und wohl auch in Zukunft immer eine Japanerin.
    Aber diese merkwürdige Deutsche Krankheit alles aus Deutschland schlecht zu machen (nein bin kein Nationalist..Patriotismus liegt mir fern) ist schon sehr verwirrend.
    Die S1000rr ist sicher ein tolles Motorrad, vielleicht nicht die Beste..aber man….seid doch mal froh das mal n schöner Racer gebaut wurde.
    Ist doch gut für die Motorradlandschaft.

  • Clemens Gleich meinte am 23. November 2011 um 10:09:

    Stefan, ich mag die 1000er, und es ist doch einfach so: Der Erfolg gibt BMW Recht.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.