High on Bikes and Living on Scotch

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 01.06.2012

Als ich das erste Mal mittem Mopped in den Alpen war, mit der damit einhergehenden Verzweiflung (“ich kann nichts mehr! NICHTS!“), traf ich einen alten Alpeneremiten, der uns bei unserem Artikel half. Er war ein gestrenger ehemaliger Schwabe und ich war, naja: ich halt, sodass wir aneinanderrasselten wie gerissene Antriebsketten. Doch wir rauften uns zusammen, weil wir mussten, und wie so oft ist heute im langen Aftermath dieses Raufens eine bestmögliche soziale Interaktion möglich. Es ist genauso smooth wie bei meiner emotionalen Heimat BMW anzurufen, und streichen wir das “smooth”, denn es ist einfach genauso: Ulf ist als Wahlbayer ein noch extremerer BMW-Propagandaminister als sogar Maik Schwarz.

Ich wusste es damals noch nicht, aber wer mir da gegenüber falschrum auf einer gigantischen BMW-Tourenmaschine saß, war der “World’s Most Professional Holiday Maker”, der Godfather of Tourenfahrers Darth (Ulf) Böhringer. Alles, was ich übers Tourenfahren weiß, habe ich von ihm, sagte ich einmal, und das stimmt bis heute, wenn man einen erstaunlich kleinen Teil des Illegalen mal außer Acht lässt. Ich erzähl das alles, weil: Dieser Tage haben wir in der “Welt am Sonntag” den Motorrad-Saisonstart gefeiert mit den vielen coolen Dingen, die da kommen 2012: Panigale, NC700 und High Bike Paznaun.

“High Bike” ist eine Aktion, die Ulf letztes Jahr ins Leben rief. Sie ersetzt Skifahrer durch Motorradfahrer, wenn das Wetter Schnee durch Sonne ersetzt: versicherte Leihmotorräder, Ausleihausrüstung, Tourenvorschläge vom Godfather himself — was will man denn mehr? Die Touristikleute der Region sind froh über Sommergäste und die teilnehmenden Motorrad- und Zubehörhersteller haben eine bestmögliche Plattform. Das ist doch das Geheimnis von Fahrpräsentationen: In einem perfekten Revier macht selbst ein Geschwür Spaß. Da fahre ich jetzt hin und fasse mir eine Husqvarna Nuda 900 aus, denn sie ist Maiks Bike of the Year (weil BMW mit drinsteckt). Bin sehr gespannt. Das Fahrzeug, mit dem ich das erste Mal die Alpen befuhr, war übrigens:

nahezu perfekt

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