Abgelehnt

Kürzlich habe ich ein Buch von William Goldman übers Drehbuchschreiben gelesen. Darin sagt er das, was jedem Schaffenden gesagt werden muss: Am Anfang wird alles, was dir einfällt, abgelehnt werden. Später verringert sich die Rate auf das Meiste oder mit etwas Glück einfach nur auf viel. Das ist wirklich das tägliche Geschäft in den Medien, und es ist schade, dass Erstautoren es dennoch nie wissen, wenn sie ihre erste Ablehnung erhalten. Wenn das in den Schulen besser gelehrt würde, dann könnte ich auch weiterhin Laien Textfeedback geben. In der Realität musste ich das aufgeben, weil ein professionelles Textfeedback praktisch immer auch Ablehnung enthält (“diese Stelle gefällt mir nicht“). Wer jedoch in der Schule gelernt hat, dass jeder toll ist, jeder einen Preis kriegt, jeder immer gewinnt, den trifft die erste Ablehnung wie der Sündenfall: Es wird ein tragischer Akt epischen Ausmaßes. Mein Problem, wie man sieht, ist das Schwafeln, vor allem über Schwänze. Das wird natürlich abgelehnt, aber dann kotze ich es eben in meinem eigenen Haus auf meinen eigenen Teppich:

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