Die Genetik des Por-Chantalismus

Gerade lese ich mal wieder ein Buch über Genetik. Das sollte jeder öfter tun, denn es ist nicht nur sehr faszinierend, sondern auch sehr nützlich, weil Genetik Verhalten erklären hilft, das der „gesunde Menschenverstand“ zunächst als unsinnig abtut. Ein konkretes Beispiel sind all die Dinge, die auf den ersten Blick keinen ersichtlichen Vorteil bringen, die im Gegenteil sogar kontraproduktiv erscheinen. Schon Charles Darwin unterschied deshalb in seinem damals revolutionären Buch „Über die Entstehung der Arten“ zwischen der Evolution der Nützlichkeit für das einzelne Individuum und der Evolution sexueller Signale. Später entwickelten die Zahavis letzteres zu ihrem „Handicap-Prinzip“ weiter. Es besagt im Grunde, dass Verschwendung ein gutes, weil fälschungssicheres Signal ist, das Geschlechtspartnern Fitness anzeigt. Nur der Angeber ist in seiner Übertreibung ehrlich.

Megaschwanzmutanten

Das prominenteste Beispiel dafür ist der Pfau. Sein grotesk langer Schwanz behindert ihn bei der Flucht vor Fressfeinden und er kostet ihn eine Menge Ressourcen im Aufbau. Weibchen präferieren jedoch stets die Hähne mit den meisten Pfauenaugen auf dem Fächer. In Untersuchungen zeigen sich diese Tiere tatsächlich als gesünder als weniger prahlerische Artgenossen, sodass sich solche Ausprägungen im Tierreich über die Generationen durchsetzen konnten. Hähne mit weniger Ressourcen können sich auch nur weniger metabolische Investitionen in ihren Schwanz leisten. Ihr Paarungserfolg verringert sich entsprechend. Eine Grenze nach oben findet das Handicap erst, wenn der evolutionäre Vorteil durch das Handicap aufgehoben wird. Ein mutierter Megapfau mit einem doppelt so großen Schwanz zum Beispiel würde zwar die Gunst der Weibchen finden, aber ob er überhaupt bis zur Paarung überlebt, ist eher unwahrscheinlich. Dass seine Megaschwanz-Gene ein paar Generationen überdauern, ist nahezu ausgeschlossen.

Solche Handicap-Signale sind übers ganze Tierreich verbreitet. Die Mähne des männlichen Löwen ist in der Hitze Afrikas genauso unpraktisch, wie sie aussieht, aber mehr Mähne, mehr Löwinnen. Gazellen springen akrobatisch in die Luft, wenn sie einen Räuber sehen, um ihm zu zeigen, dass sie so fit sind, dass er besser einen von den Schwächlingen jagen sollte. Der Stichling verschwendet Carotinoide für eine signalrote Färbung. Die Langschwanzwitwe trägt zur Paarungszeit einen extrem langen Schwanz, der anzeigt: „Hey Ladies, ich kann mir das problemlos leisten.“ Und apropos Schwanz: Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins äußert in seinem bekannten Werk „Das egoistische Gen“ die These, dass auch der menschliche Penis ein Handicap-Signal darstellt, denn er muss anders als bei so vielen Säugetieren ohne stützenden Penisknochen auskommen. Das Signal sagt: „Penisknochen sind für Weicheier ohne Blutdruck. Ich bin so fit, dass ich diesen Quatsch nicht brauche.“ Zusatznutzen: Wenn die Hydraulik ausfällt, ist das für Weibchen ein letzter, zuverlässiger Hinweis auf mentale oder körperliche Schwächen des Männchens.

Ludwig der Vierzehnte paarte sich häufiger

Handicaps zeigen sich jedoch nicht nur im Phänotyp, sondern auch im erweiterten Phänotyp, im Verhalten also. Ludwig der Vierzehnte brauchte Versailles ganz bestimmt nicht, weil ihm der Wohnraum so knapp wurde. Nein, er brauchte es zum protzen. Protzen oder angeben ist Handicap-Verhalten. Seht her, Paarungspartner, ich habe so viel Geld, ich kann euch die Hunnis büschelweise ins Korsett stecken! Bereits im vierten Absatz komme ich also zum Thema, denn viele Autos sind genetisch betrachtet schlichtweg Handicap-Signale. Seht her, Paarungspartner, ich kann so auf den Nutzen scheißen, dass ich einen Lamborghini und drei Harleys habe! Und das da ist mein persönlicher Fitnesstrainer, der läuft gerade die täglichen zehn Kilometer an meiner statt. Menschen ergeben sich ja gerne der Illusion, sie seien ach so rational, doch in Wirklichkeit wählen bei aller Aufklärung Frauen weiterhin wie seit Urzeiten bevorzugt Männer mit Macht oder Geld. Beides sind Attribute, die nicht sofort zuverlässig sichtbar sind. Der Mann muss völlig übertrieben angeben, damit klar ist: Er hat entsprechende Ressourcen, sonst würde ihm seine Gerfalkenzucht den Ruin einbringen. Solche Männer paaren sich häufiger, was früher gleichbedeutend mit der Tendenz zu mehr Nachkommen war. Doch diese Zeit ist vorbei.

Schuld daran ist die Pille, diese mit Abstand umwälzendste Erfindung der Sechzigerjahre. Sie entkoppelt den Geschlechtsverkehr vom Nachwuchs, vor allem in Verbindung mit der Reproduktionsmedizin. Ein Schloss in Versailles, vor dem eine Flotte Lamborghinis parkt, verhilft einem Ludwig auch heute noch zu mehr Verkehr, doch ob daraus auch mehr Nachwuchs kommt, hängt von einem chaotischen System zusätzlicher Parameter ab. Es ist Zeit, das System zu beschummeln, es ist Zeit für ein Handicap-Signal, das gezielt zu Nachwuchs führt statt zum heute genetisch so unzuverlässig gewordenen Sex. Ich behaupte, dass der Porsche Chantal dieses Signal in Deutschland am deutlichsten ausstrahlt.

Seligsprechungen für Porsche-Fahrer

Betrachten wir ihn vor dem Hintergrund seiner Eignung als Signalgeber: Er ist völlig überzogen. Check. Jeder Chantal-Fahrer könnte, um den ihm gegebenen praktischen Nutzen zu erlangen, ebensogut einen Renault Kangoo kaufen. Stattdessen sagt er: „Ich kann es mir leisten, auf den VW-AG-Aufschlag den Porsche-Aufschlag zu zahlen, ich habs ja, mir doch egal!“ Doch anders als beim Lambo sagt der Chantal außerdem, dass es ihm keinesfalls um den Sex geht. Oh nein, er zeigt lieber, dass er Kinder auf verschwenderische Art transportieren kann, ja: möchte, und den Pferdehänger mit deren Ponies drin zieht der V8 doch mit links. Ein Handicap muss zudem so teuer sein, dass Blender es nicht fälschen können. Check. Wer sich auf Müttersuche einen Chantal least, aber in einer scheußlichen Butze hausen muss, um das zu tun, wird wahrscheinlich vor dem ersten Verkehr aussortiert, denn es ist dem Weibchen sofort klar, dass dieser Aufschneider keinesfalls den Porsche, sie, Kinder und eine Behausung für alle stemmen können wird, die dem Nachwuchs die bestmöglichen Chancen zur weiteren Fortpflanzung gibt.

Der Chantal ist damit das genetisch gesehen ideale deutsche Angeberauto. Wie, du musst deinen Sportwagen tieferlegen? Schwächling! Ich lege meinen Porsche höher, weil meine Fahrkünste so astral sind wie mein Unterkörper! Es gibt eigentlich nur ein Problem mit meiner Theorie: Sie ist nichts Neues. Offenbar wissen das die Leute schon, denn der Chantal verkauft sich über alle Maßen gut. Selig sind die Chantal-Fahrer, denn sie werden das Erdreich besitzen.

 

Innenraum
Erblicke das sexualsignalhaft gerötete Leder meines Panzers, werte Mutti! Ich kann es mir leisten. (Bild: Porsche)

Kommentare:

ältere
  • Phil meinte am 2. April 2014 um 9:26:

    Wissenschaftlich fundiert geschrieben. Das wird so sein.

    Gesetzt den Fall, man hege eine gewisse Sympathie für Dakar Autos, lassen wir den Nutzen aussen vor, und gesetzt den Fall man verfüge über ausreichend Kohle, und gesetzt den Fall man fände Pfauen schön, könne aber auch dem Nacktmull in dessen ganz spezifischer Eigenheit etwas abgewinnen, und wäre gar der Faszination von Waldrapp und ganz besonders des Marabus geradezu verfallen, so bliebe immer noch die unüberwindliche Hürde, die Ästhetik dieses Autos offenbart zu bekommen. Denn selbst ein SUV muß doch nicht zwangsläufig häßlich, organisch aufgebläht wie eine im Meer schwimmende tote Kuh, dabei grotesk länglich motorbehaubt und innen pornorot sein. Aber ich beginne zu verstehen: das ist Teil des Konzepts. Selbst die Ästhetik muß auf der Strecke bleiben, um dem wahllosen feudalen Verschwendungsprinzip vollends genüge zu tun.
    Dann ist aber doch noch ein Fehler drin: das Geblähe sollte nicht weiß sein, allein die Farbe könnte sonst gefallen. Man wähle bitte leichenwagenmetallic oder schwarz. Mit verchromten Leisten und Felgen.

    Natürlich, es wird Neidvorwürfe geben. Dem glaubwürdig zu begegnen ist sehr schwierig: „Fuchs und Trauben, du willst es ja doch, es zerfrisst dich vor Neid, der sublime Wunsch manifestiert sich in Verächtlichkeit „.
    Du Freunde, ich hab absolut nichts gegen euch, selbst wenn ihr sowas fahrt. Seid mir gegrüßt! Ich mag nur das Auto respektive das Design nicht.

    Ohne es beweisen zu können, weil weit weg von derartigen Dingen, behaupte ich, daß ich mit einem solch hohen Schenkungsbetrag – so er gemeinerweise zweckgebunden wäre – einen professionellen Dakarumbau unseres Familien-Kleinwagens bewerkstelligen lassen würde zwecks besserer Befahrbarkeit hiesiger Wirtschaftswege. Das sieht hübsch aus, wäre herausfordernd, und ähem… ja, teuer. Die Reproduktion würde man damit allerdings nicht ankurbeln.

    • Clemens Gleich meinte am 2. April 2014 um 11:22:

      Herr Doktor Phil, was Sie sagen, ist vollkommen richtig. Feldstudien zeigen eindeutig, dass der erweiterte Phänotyp sich in eben Ihrem genannten leichenwagenmetallic oder schwarz ausprägt. Weiße Chantals sind meistens ein Zeichen für ein Weibchen am Steuer. Diese Fahrzeuge müssen wir gelegentlich in einer gesonderten Studie beleuchten, damit auch sie die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zusteht. Ich entschuldige mich für den irreführenden Aufmacher, ich ließ mich da für einen kurzen Moment vom Teufel der Medienbranche namens „Aussehen“ reiten, was ich unentschuldbarerweise auf Kosten der wissenschaftlichen Verständlichkeit tat. Leichenwagenmetallicfarbene Asche auf mein Haupt!

  • Philipp meinte am 2. April 2014 um 9:27:

    Interessant an dieser Stelle ist doch die Frage, ob dieses erworbene Handicap eine Kompensationen für das Fehlen natürlicher Handicaps ist.
    Oder anders gefragt, haben Porschefahrer wirklich kleine Pimmel? 😉

  • Uwe meinte am 2. April 2014 um 15:04:

    Vom Pfauenschweif zum Pfauenschwanz … perfekter Übergang zum fetten Porsche als Schwanzverlängerung …

  • Michael meinte am 3. April 2014 um 5:54:

    Toller Artikel.

    Genau so ist das.

    Besser hätte man es kaum schreiben können. Finde ich.

    Porsche. Ferrari. Lamborghini.
    Harley Davidson. MV Agusta. Ducati.
    Teure Klamotten. Kreditkarte in Gold Platin Carbon oder was weiß ich.
    Iphone. usw .usw.

    Es ist immer das gleiche.

  • Dirk Klatt meinte am 3. April 2014 um 9:24:

    @Michael: ….tja, wir sind eben nicht so weit von den natürlichen Ursprüngen entfernt, wie viele meinen…nur nutzen wir heute andere Signale …deswegen fahren auch nur ältere Herren, die es hinter sich haben, Golf Plus oder irgendeinen Renault Karren …man kann das ablehnen, aber es ist, wie es ist und wahrscheinlich ist es auch gut so, weil wir sonst irgendwann die Fortpflanzung gänzlich einstellen…

    @Clemens Gleich: …alles richtig, vom Pfau über die Springböcke bis zum Porsche Chantal …nur die Mähne des Löwen hat schon auch ihren praktischen Sinn … die Kerls hauen sich nämlich gern auf die Backen wenn‘s um Weibchen geht und da schützt die dicke Mähne ein wenig…..
    Wieder ein sehr schöner Artikel …

  • Dirk Klatt meinte am 3. April 2014 um 9:56:

    @Phil: Natürlich, es wird Neidvorwürfe geben. Dem glaubwürdig zu begegnen ist sehr schwierig: „Fuchs und Trauben, du willst es ja doch, es zerfrisst dich vor Neid, der sublime Wunsch manifestiert sich in Verächtlichkeit „.

    Was für ein Bronzesatz ….genau deswegen sind Harley-, Ducati- und auch mancher BMW-Fahrer von der Kayasukibanditausdritterhandgang häufig so schlecht gelitten ….um nur ein Beispiel einmal aus der komplexen Welt der Kradisten zu bringen….

    Was wohl der Michael fährt?

  • Thomas meinte am 3. April 2014 um 12:01:

    @Michael: Als staatlich anerkannter Altenpfleger zähle ich nicht gerade zu den Topverdienern, bewege aber dennoch seit Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrtausends Kräder der Marke Ducati. Die Ducs wurden immer aus dem Bauch heraus unter Ignorierung jeglicher Vergleichstests und unvernünftigerweise angeschafft. Sie haben mich bei beachtlichen Kilometerleistungen nie im Stich gelassen( zurzeit problemlose 80.000 km auf einer Monster 900 i.E. ). Dieses ewige neidische Gejammer mit gleichzeitiger Diffamierung der Fahrer der genannten Marken geht mir auf die Eier.
    Wenn man Prioritäten setzt, kann man das Bike seiner Wünsche fahren.

    Gruß, Tom.

    PS: Bikes wurden nie finanziert, nur bares ist wahres.

  • Clemens Gleich meinte am 3. April 2014 um 12:26:

    Ein Altenpfleger mit Ducati(s)! Das muss die Definition eines guten Menschen sein. An mein Herz, Thomas!

  • Thomas meinte am 3. April 2014 um 13:23:

    @Clemens Gleich: So ist‘s. Bin zudem auch noch tolerant gegenüber anderen Marken. In meiner Garage steht auch BMW‘s R 100 R für Urlaub und Touren mit der besten Ehefrau von allen und für die Oldtimerveranstaltungen Hondas XBR und mein Zündapp R 50 BJ 1976. Von manchen Sachen kann man sich eben nicht trennen.

  • Michael meinte am 4. April 2014 um 4:00:

    Hi Thomas.
    Du hast deine Duc aus dem Bauch heraus gekauft? Ich schätze mal, das geht bei Ducati wohl allen so. Ich hatte auch schon 2 Ducs, 851 und 900ss i.e. Ist lange her.
    Ich kenne die aktuellen Modelle gut, in meinem Bekanntenkreis fahren Panigale 1200 und Multistrada S. Beide bin ich ausgiebig gefahren.
    Ich kaufe keine aktuelle Ducati. Ist scheisse, sorry. Hab keine Lust auf Desmodromik Wartung, Zahnriemen wechseln, unkultivierte Motorlaufkultur, übel abgestimmte Serienfahrwerke, Hinterradausbau nur mit Sauteurem Spezialwerkzeug plus mehreren Personen die helfen, derb teure Preise für Service und Teile.
    Hab ich alles hinter mir.

    Hallo Dirk, was ich aktuell fahre? RSV4, Shiver 750, Yamaha R6. Alle in Facebook. Die R 6 hab ich allerdings gestern verkauft. Mit exakt 40 Tausend Kilometern drauf wird es mal Zeit für einen Tapetenwechsel.

  • Thomas meinte am 4. April 2014 um 8:35:

    @Michael: Hab‘s nie bereut. Meine Monster wurde im Laufe der Jahre natürlich nach meinem Geschmack individualisiert, d.h. In meinem Falle, es ist nur noch das Nötigste dran, um einigermaßen ungeschoren durch eine Kontrolle zu kommen. Wartungsintensität war mir bekannt, da ich vorher SS Modelle hatte, Motorlauf und vor allem Sound nicht weichgespült und deshalb geil.
    Die neuen Ducs ( Monster ) gefallen mir auch nicht, bzw. es müsste, um mir zu gefallen, sehr viel investiert werden. Bin auch, da ich ab und an über einen Neukauf nachdenke, schon einiges zur Probe gefahren ( sogar Harley‘s 72 ), um schließlich einzusehen, dass mir meine Monster immer noch am besten gefällt.
    Aber es zeugt doch von einer gewissen Intoleranz, zu sagen Motorrad xy ist scheiße, nur weils einem, aus welchen Gründen auch immer, nicht zusagt. In meinem Falle wäre alles mit mehr als zwei Zylindern dann scheiße, na ja drei würde ich vielleicht so gerade noch durchgehen lassen.
    Also: Ein bisschen mehr Toleranz und Zusammenhalt in der Szene, wünsche unfall- u. pannenfreie Saison, Tom.

  • Michael Kohler meinte am 4. April 2014 um 20:39:

    Hi Tom. Weißt Du, das mit meiner 851 ist wirklich lange her, ca. 25 Jahre. Die Vierventil Duc war ganz sachlich gesehen von der Zuverlässigkeit her das schlechteste Motorrad das ich je hatte. Ständig war was hinüber oder nicht in Ordnung. Und die Serviceintervalle waren damals alle 5.000 KM! Der günstigste Service an den ich mich erinnern kann, lag bei rund 800,– DM. Der Teuerste bei 1.500,– DM. Das war damals für mich abartig viel Geld. Ich fuhr ja viel, wie auch Heute noch. Diese Ducati habe ich nach 25.000 KM wieder verkauft. Ich schwor mir damals, nie wieder eine Ducati zu kaufen. Echt! Das beste war, das dem Besitzer nach mir der Zahnriemen gerissen ist und der Kolben die Ventile zerdepperte. Also, wenn ich beim Thema Ducati nicht so arg tolerant bin, bitte entschuldige.

  • Michael Kohler meinte am 4. April 2014 um 20:53:

    Ich muss noch was loswerden. 2 Bekannte fahren Ducati. 1098 s und 1198 s. Beide haben sich einen Riesen Drehmomentschlüssel gekauft incl. sauteurer Spezialmutter für den Ausbau des Hinterrads. Geht aber trotzdem nicht, wenn man alleine ist, weil das Anzugsmoment der Zentralmutter so abartig hoch ist, das mindestens eine weitere Person die Karre festhalten muss – oder man verzurrt Sie am Boden. Was soll in normal denkender Mensch davon halten?
    Und über die Serienmäßige Fahrwerksabstimmung dieser Ducati`s nachzudenken, macht mich richtig sauer. Hinten Bretthart, vorne Butterweich. Kann kein Mensch damit gescheit schnell fahren. Aber eine Ducati sollte doch eigentlich genau das können, oder?

  • thomas meinte am 7. April 2014 um 21:41:

    ok, jetzt so wie Ihr, aber mal richtig: die absolute Schantalle unter den Krädern ist die MZ (das alleine schon mal !!!) Skorpion (Stachel und so, verstehste, ne?) warte, geht noch weiter: REPLICA (jawoll mit C!) zusammen also MZ Skorpion Replica, lächerlich schwacher Motor, lächerlich große Verkleidung, Astral silber mit Hang zur Rakete, lächerlich hochwertige Komponenten und das ganze damals so teuer, dass ne Ducati dagegen n Witz war, Mir doch wurscht! Her das Ding!
    Damit braucht man sich bis heute vor den Frauen, auf die man es wirklich abgesehen hat – sorry Chantalle, nix für ungut – nicht zu schämen!
    Ansonsten: Ducati, MV, Lambo, Schwänze – pfft, geht scheißen!

    Die wahre Verschwendung der Evolution ist nicht Euer Schwanz, sorry sondern Eure Birne! (Traurich jenuch, dat ma Euch dit sagen muss!) Gripps in Kopp?! Dit is die wahre Verschwendung der Evolution! Überleg ma, wat da an Enerjie rinnloft – und zwar täglich, nich nur wenn Mutti Dich am Bade- und Jeschlechtstach ma ranlässt! Zum Jagen bzw. inkoofen brauchen wa jawohl weder Teilchenphysik noch Lyrik, oda? Na also! Wer hat also den größten? Siehste!

  • Volker meinte am 15. April 2014 um 12:43:

    Hallo Clemens!

    Sehr aufmerksam recherchiert und pointiert zusammengefaßt.

    Bleibt mir eigentlich nur eine Ergänzung: Karl Grammer, „Signale der Liebe: Die biologischen Gesetze der Partnerschaft“ (z. B. bei http://www.amazon.de/Signale-Liebe-biologischen-Gesetze-Partnerschaft/dp/3423330260). Und, liebe Interessenten – tut mir bitte den Gefallen und kauft die etwas ältere, gebundene Auflage. Gebraucht. Und nicht diesen schwülstigen Einband, der irreführend suggeriert, hier ginge es um einen Aufrißleitfaden. Das tut es nämlich nicht. Die gebundene Ausgabe erleichtert außerdem den Zugang als unentbehrliches Nachschlagewerk, falls Begriffe wie „Partnermarktwert“ oder „reproduktives Potential“ mal nicht gegenwärtig sein sollten.

    Viele Grüße,
    Volker

  • Walla meinte am 16. April 2014 um 13:52:

    Jo Clemens,

    danke für die Erleuchtung – ich hatte immer schon so was geahnt – kann es aber nicht so treffend und pointiert in Worte kleiden.

    Habe mir jetzt den SQ 5 von Audi gekauft. Der hat (echt jetzt) eine Prolltaste für V8-Sound auf Wunsch (je nach Passanten -Lage) und frisst kleine, unschuldige Porsche zum Frühstück.

    Außerdem stellt die in Mitteleuropa täglich notwendige Flussdurchquerung und Dünenüberfahrung auf dem Weg zur Weltrettung kein Hindernis mehr dar.

    Muss ich mir um mich Sorgen machen? Oder nach Annett Louisan: „Wollen wir das wissen müssen? Nein, woll´n wir nicht! = Zuviel Information!“

    Habe übrigens den letzten Boxer verkauft und fahre nur noch Triumph Street Triple R und eine alte Bimota, wenn sie denn Lust hat. Die bleibt aber für immer hier, zumal ihr Schöpfer eben erst zu seinem Schöpfer heimgekehrt ist.

    Viele Grüße

    Walla

  • Plug-In-Fest: Porsche Panamera S E-Hybrid und Cayenne S E-Hybrid im Doppeltest | passion:driving meinte am 9. Oktober 2015 um 9:00:

    […] nichts, denn wir wollen Fahrspaß auf der Landstraße. Los geht es für mich im Cayenne, oder auch Chantal, wie ihn der Clemens so gerne – nicht liebevoll gemeint – nennt. Das PASM-Fahrwerk lässt sich in einen hier wohl passenderen Sportmodus bringen, der Cayenne S […]

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