“Ich bin nach ‘45 geboren.“

Das Interessanteste an der Fußball-WM war die Zeit danach, weil sie die bemerkenswertesten deutschen Neurosen großflächig zum Ausbruch brachte. Es ist halt auch eine merkwürdige Position: Jeder weiß, dass die führende Nation der EU früher mal zwei Weltkriege verloren hat. Da waren fast alle von uns halt noch nicht am Leben. Deshalb tauchen auf Facebook wütende Bildbeschriftungen auf: „Ich bin nach ‘45 geboren und schulde niemandem was!“ Menschen vom Typ „AfD-Trotzwähler“ behaupten, es würde ihnen „verboten“, sich über die Weltmeisterschaft zu freuen. Wieso diese Ausbrüche? Wieso diese abstrusen, realitätsfernen Behauptungen?

Ich glaube, es liegt an einem großen Missverständnis. Ein großer Teil der arbeitenden Generationen in Deutschland denkt, dass man sich für den Krieg schämen müsse. Das ist natürlich ein bisschen schwierig, wenn man da nicht teilgenommen hat. Verständlich, dass ein Gefühl der Unfairness aufkommt. Aber es ist wie gesagt ein Missverständnis. Du sollst dich nicht schämen. Aber du sollst dich schon mit der Realität abfinden: Du profitierst bis heute von den Entscheidungen der Siegermächte zur Nachkriegszeit. Dein Geburtstag ist egal.

Was sagen solche Leute denn zu Dingen wie der Semperoper in Dresden? An deren Bau haben sie ja auch keinen Anteil gehabt. Da hör ich aber niemanden sagen: „Ooh, ich bin nach 1869 geboren, das geht mich nix an!“ Oder die Autobahnen. Oder alles, was die Leute in den Fünfzigern nach dem Krieg aufgeräumt haben. Unsere Vorfahren haben diese Welt maßgeblich gestaltet, und wenn man die Welt verstehen möchte, kann man sich nicht mit „alles vor meiner Geburt geht mich nix an“ herausreden.

Die USA stärkte Deutschland

Ganz konkret geht es Deutschland heute so gut, weil die Siegermächte zwangsläufig aus den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs lernen mussten. Vor allem Amerika hatte einfach Angst vor den Sowjet-Staaten. Also erlaubte man Deutschland (anders als nach dem 1. Weltkrieg), aus dem Staub aufzustehen und wieder wohlhabend zu werden. Die Siegermächte hätten Deutschland auch zerschlagen können; Vorschläge dazu gab es ja zuhauf, und eine reale Umsetzung: die DDR. Zusätzlich unterstützten die USA den europäischen Wiederaufbau mit den Hilfen aus dem Marshall-Plan.

Die Stellung Deutschlands in Europa und der Welt heute resultiert aus diesen Entscheidungen damals. Unsere mangelhafte Emanzipation gegenüber den USA. Der Führungsanspruch in Europa, der nur indirekt ausgelebt wird. Sogar die Eigenheit von Nazis, dass sie bis heute aus den unerwartetsten Wandtafeln kriechen, kommt aus dieser Zeit. Eine Nation nach dem Krieg wieder aufzubauen braucht knallharte Leute. Diese Knallharten waren jedoch im System der Nazis meistens auch schon Schaltstellen. Aus reinem Pragmatismus blieben sie regelmäßig am Steuer — in Behörden, Firmen, Instituten. Die prominentesten Nazis wurden in Nürnberg vor ein Gericht gestellt oder flüchteten nach Südamerika, wo sie hofften, das mit dem Krieg und den Juden bis zur Verjährung aussitzen zu können. Aber die im Alltag wichtigen Nazis mussten weiter arbeiten. Fast dasselbe galt auch für Nazikapital, für Ersatzwertträger zur entwerteten Reichsmark (z. B. Gold) gleichermaßen wie für Produktionsanlagen.

Wadenbeißer finden Nazigeldwaschmaschinen

Die Nazigeldwaschmaschinen Südamerikas sind durch die Wadenbeißerrecherchen von Leuten wie Gaby Weber gut belegt und das Wirtschaftswunder behält auch nur so lange seine mystische Verklärung, wie man sich von den Bildern der Zerstörung emotional einnehmen lässt. Nüchtern betrachtet war die überwiegende Mehrheit der Produktionsanlagen noch funktionsfähig, also konnten diese Anlagen Wert schöpfen, mit dem wiederum die Infrastruktur wieder aufgebaut wurde. Die meisten großen, alten, deutschen Firmen heute sind mit sehr viel Kapital aus dem Krieg gekommen — Kapital, das zu Kriegszeiten regelmäßig mit menschenverachtenden Mitteln erwirtschaftet wurde. Wenn sich also heute eine Firma BMW, eine VW AG oder ein Daimler anstellt, wenn sie über Abfindungen herumgreinen, dass sie ja alle „nach ‘45 geboren“ sind, dann ist das eine billige Ausrede. Habt ihr „nach ‘45“ eure Kriegskohle brav abgegeben und neu angefangen? Nein. Also Fresse.

Die Schwerindustrie, die chemische Industrie und die Autoindustrie fallen mir ein. Sie alle sind mit großen Vorteilen durch den Krieg und die Zeit danach gegangen. Diese Vorteile fallen bis heute der gesamten BRD zu. Da kann ich es sogar verstehen, wenn sich der Eine oder Andere dafür schämt, auf so einer Kapitalgrundlage zu operieren. Gut verständlich auch, dass es gerade Deutschen unangenehm ist, wenn Israel deutsche (teilweise geschenkte) U-Boote mit nuklearer Zweitschlagkapazität nachrüstet. Das sollte immer wieder öffentlich diskutiert werden. Unverständlich bleibt mir jedoch, wenn der moderne deutsche Profiteur der Nachkriegsentscheidungen Zahlungen an Israel rundheraus ablehnt. Selbst wenn du rein wirtschaftlich ohne jede Menschlichkeit denkst: Dieses Geld steht Israel zu. Wir haben sie zu Investitionen an Arbeit, Leben und Geld gezwungen. Da kann doch bitte auch der letzte AfD-Trotzwähler ihnen eine poplige Dividende gönnen — auch wenns nach 1945 ist.

Kommentare:

ältere
  • Andreas meinte am 22. Juli 2014 um 13:08:

    Uff, besser habe ich das so noch nicht gelesen. Werde ab jetzt in solchen Diskussionen immer auf diesen Artikel verweisen.

    • Clemens Gleich meinte am 22. Juli 2014 um 13:10:

      @Andreas: Danke für das Kompliment. Wenn Dich das Thema „Exil-Nazis in Südamerika“ interessiert, lies die Eichmann-Artikel von Gaby Weber. Stehen auf ihrer Seite http://www.gabyweber.com.

  • Frank Kemper meinte am 22. Juli 2014 um 13:55:

    Ich glaube, was vielen AfD-Trotzwählern sauer aufstößt, das ist der Eindruck, Deutschland würde ungerecht behandelt. Und ich befürchte, an diesem Eindruck ist durchaus auch was dran. Simples Beispiel: Kein wirtschaftlich und politisch bedeutsames Land in der Größe irgendwo zwischen Italien und China stellt sich ein Denkmal der größten nationalen Schande mitten in die Hauptstadt – die Deutschen tun‘s. Kein Ami oder Japaner macht sich Gedanken darüber, wie General Motors und Mitsubishi durch den Krieg gekommen sind – die Deutschen hadern mit BMW, weil Quandt seine Kohle im 3. Reich gemacht hat. Kein Franzose oder Brite ist in irgendeiner Weise peinlich berührt, wenn er ein Meer der eigenen Nationalflaggen sieht – wir schon, obwohl Schwarz-Rot-Gold im 3. Reich noch nicht einmal gebräuchlich war.
    Ich glaube, die Deutschen werden oft von dem Gegensatz zerrieben zwischen dem Wunsch, genauso sein zu dürfen wie die anderen und anders sein zu wollen, einzigartiger. Das sieht man dann an absehbaren Skandalen, wenn einer das unglaubliche Schwerverbrechen begeht, Deutschlands Verbrechen im 3. Reich und die Politik Hitlers in Beziehung zu setzen mit anderen Vorgängen auf der Welt. Das ist ein Denkverbot, bei dem ich Mühe habe, es zu akzeptieren. Das gilt auch für viele andere Verstöße gegen die Reine Lehre der Demokratie: Wieso ist es erlaubt (und wird sogar staatlich gefördert), die Lehre zu verbreiten, eine Bluttransfusion sei ein Werk des Teufels (Zeugen Jehovas), es ist aber verboten zu behaupten, der Holocaust habe nicht stattgefunden? Ich erinnere mich an Diskussionen mit DDR-Studenten anno ‘86, als ich mich dazu aufschwang, den Leuten zu sagen, dass es in der BRD doch etwas freiheitlicher zuginge. Da erklärte mir einer mit einem FDJ-Blauhemd an, er könne mir da nicht folgen: Die FDJ sei in der BRD eine verbotene Organisation, das Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole stünde unter Strafe. Was sagste so einem als lupenreiner Vorzeigedemokrat?
    Der Brite Hastings Ismay, erster NATO-Generalsekretär (1952 bis 1957) hat die Funktion der NATO in Europa so charakterisiert: „to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down.“ Ich habe den Eindruck, dass viele Leute glauben, dass die EU im Grunde denselben Zweck erfüllt. Dafür habe ich Verständnis – und wünsche mir gleichzeitig, die EU würde mehr dafür tun, um das Gegenteil zu beweisen.
    Was Zahlungen an Israel angeht, bin ich etwas ambivalent: Heute, 70 Jahre nach Kriegsende, kann es nicht mehr darum gehen, wirtschaftliche Schäden auszugleichen, die damals entstanden sind. Ich bin ein großer Freund davon, Ländern, Institutionen, Strömungen mit Geld unter die Arme zu greifen, die ähnliche Ziele verfolgen wie wir – um ihnen bei der Erreichung dieser Ziele zu helfen. Doch die Ziele, die die gegenwärtige israelische Regierung verfolgt, laufen in zentralen Punkten unseren Interessen zuwider, weshalb ich da vorsichtig bin. Und es bleibt – bei der unbeschreiblichen Katastrophe, die Deutschland den Juden angetan hat – der schale Verdacht, man könnte versuchen, sich Freunde zu kaufen. Und das klappt eben nicht: Menschen, die unter Deutschland schwer gelitten haben, werden Deutschland nie mögen, egal wie hoch wir sie mit Geld zuschütten. So verständlich das ist, so sinnlos ist es auch, daran etwas ändern zu wollen.
    Ein letztes Wort zu den AfD-Typen: Die zentralen Forderungen der großen Volksparteien sind aktuell so super-austauschbar, dass es wirklich wurscht ist, wen man von ihnen wählt. Da wundert es mich nicht, dass Protestparteien Zulauf bekommen. Aber das muss die Demokratie eben aushalten, wie es immer so schön heißt. Einfacher wäre es mit WENIGER Demokratie: Abweichende Meinungen verbieten, kleine Parteien mit hohen Hürden davon abhalten, groß zu werden etc. Aber ich weiß nicht, ob einfacher immer besser ist.

  • 3-plus-1 meinte am 22. Juli 2014 um 15:00:

    Na, so böse bin ich den AFD-Trotzwählern nicht. Sollten besser mehr werden, denn ich denke aktuell gibt es zu wenig Parteien im Bundestag. Obwohl ich nämlich die Standpunkte der FDP nicht teile, kann ich deren Ausscheiden bei der Bundestagswahl nicht wirklich gut finden.

    Aktuell finden doch nur noch in den Debatten von der Linken mal relevante Einwürfe oder Nachfragen statt. Von den Grünen kommen eher neue Verbotsideen. In meiner Gruselvorstellung landen bei der nächsten Bundestagswahl dann die Grünen und die Linke auch knapp unter 5% und dann haben wir wieder eine SED. Danach würden nämlich alle Beschlüsse hinter verschlossener Tür in Koalitionsverhandlungen getroffen und dann vom Regierungssprecher verkündet. Das wäre das Ende der Demokratie, wie ich sie mir vorstelle. Debattenfrei.

    Kurzum, es braucht noch andere Parteien im Bundestag, die zumindest DEbatten starten, auch wenn uns deren Standpunkt nicht gefällt.

    Zudem verstehe ich jeden, der Zahlungen an den Staat Isreal ablehnt. Fühlt sich halt nicht gut an einen Staat zu unterstützen, der heimlich über die Atombombe verfügt und auch eine Mauer aufbaut, wie wir sie in Deutschland abgerissen haben. Abgesehen davon ist ein Budget für Entwicklungshilfe immer begrenzt. Besser ist es da das Geld für und in Ländern einzusetzen, die unvorbereitet von Naturkatastrophen heimgesucht wurden, statt in eigentlich reichen Staaten (alles was bei Intel was taugt, wurde in Isreal entwickelt).

    Nun ja, aber auf anderer Seite ist der Deutsche anscheinend auch unglaublich merkbefreit. Ich bin immer wieder erstaunt/entsetzt, wenn ich Fernsehwerbung für die Anlage in Gold sehe, dier mit Degussa-geprägten Goldbarren bildlich unterfüttert wird. Da stelle ich mir echt die Frage, ob sonst niemandem auffällt, dass man in Zyklon-B-unterstützt und gewonnenem Zahngold als Krisenüberbrückung investieren soll.

  • Clemens Gleich meinte am 22. Juli 2014 um 15:51:

    Okay, das will ich noch einmal klar sagen: Ich bin sehr DAFÜR, dass die AfD selbst ihre abstrusesten Aussagen machen darf. Wie man sehen konnte, hat sie sich ja selbst so zum Horst gemacht, dass sie kaum noch jemand wählte, nach all den Hoffnungen zu Anfang.

    Dass der Deutsche sich niedergedrückt fühlt, ist eben eine dieser Nachkriegsneurosen, Frank. Das ist selbstverständlich auch Absicht. Im Großen und Ganzen finde ich aber, dass Deutschland in Anbetracht aller Tatsachen sehr gut aus dem Krieg herausgekommen ist. Wenn die Neurosen der einzige Langzeitschaden sind, dann ist das ein sehr gutes Ergebnis.

    Und dasselbe gilt für die Denkverbote. Nach großen Greueltaten enstehen oft Tabus. Vor den Weltkriegen gab es eine öffentliche Debatte, wie man angesichts der Erkenntnisse aus der Genetik für eine weitere Entwicklung der menschlichen Art sorgen könne, wenn die Auslese durch die Gesellschaft größtenteils ausgehebelt wird. Dann kam Hitler mit seinen irren Programmen, die diesen Gedanken eiskalt wahnsinnig durchzogen. Du wirst auch in 100 Jahren eine Diskussion um künstliche Nachhilfe in der menschlichen Evolution nicht öffentlich führen können, obwohl wir mittlerweile Daten haben, die recht eindeutig auf eine messbare durchschnittliche Degeneration hindeuten. Gut oder schlecht, das ist halt so. Auch hier hätte es schlimmer kommen können, als dass Hitlervergleiche geächtet sind.

    Und schließlich Israel: Für Deutsche ist es schwierig, selbst die böseste Politik dort zu kritisieren. Aber es ist wichtig für die Emanzipation der BRD, das immer wieder sinnvoll zu versuchen. Dabei hilft halt auch, wenn man sich den eigenen Standpunkt zum Staat Israel klarmacht. Die „Welt“ hat sich auf die Fahnen geschrieben „Israel ist unser Freund“. In der Praxis tut das diesem konservativen Blatt sehr gut. Kritik: ja. Aber grundsätzlich stehen wir hinter euch. Das ist die viel zitierte „Haltung“. Hilft manchmal.

  • Christoph v. Gallera (@mittelhesse) meinte am 22. Juli 2014 um 17:07:

    Soweit in Ordnung der Artikel, bis auf einige kleine Schönheitsfehler. Der wesentliche ist meines Erachtens dieser: In Bezug auf die Politik der USA. Diese hatte nicht Deutschland im Visier, sondern ihr Einflussgebiet auf deutschem Boden. Die Bundesrepublik is zwar Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches gewesen und hatte nach der Auslegung des Bundesverfassungsgerichts auch den Vertretungsanspruch. Dennoch existierte die DDR. Diese hatte ungleich härtere wirtschaftliche Ausgangsbedingungen als die spätere Bundesrepublik (1949-1990 alt) zu meistern und ist unter anderem deswegen gescheitert. Die USA als den großen Heilsbringer zu feiern ist demnach ebenso falsch wie die Sowjets als Vorboten der Hölle zu bezeichnen. Deutschland hatte den Krieg verloren, unterlag entsprechender Siegerjustiz mit den damit verbundenen Folgen – ein Vorgang, der in der Geschichte nicht unbedingt einmalig war. Die beschriebene Seelenverfassung der Deutschen ist ebenfalls so neu nicht: Dieses Phänomen hatte bereits Goethe klar erkannt und mehrfach in seinem Werk beschrieben: Das Grüblerische und die eigentlich schon masochistisch zu nennenden Selbstzweifel. Das Paradestück ist der Faust. In Dichtung und Wahrheit findet sich aber auch schon einiges. Aber das alles nur am Rande bemerkt 😉

    • Clemens Gleich meinte am 22. Juli 2014 um 17:09:

      Der verdammte Goethe, ey. ALLES hat der schon gesagt. Und dann auch noch meistens gut gesagt. Sau.

  • Aljoscha Rittner meinte am 22. Juli 2014 um 19:37:

    @Frank Kemper: und weil andere Länder schlechtere Aufklärung betreiben und keine Vergangenheitsbewältigung haben, sollen wir es gleich lassen, damit sich ein paar Nach-45‘er besser fühlen?

    Ich verstehe die Argumentation nicht.

    Wenn sich tatsächlich einige Menschen in einem Deutschen Fahnenmeer unwohl fühlen, dann ist das immer noch ein gutes Zeichen von Geschichtsbewustsein, aber daraus kann ein AfD‘ler kaum interpretieren, selbst sich nicht in schwarz rot gold einzuhüllen.

  • Ole Albers meinte am 22. Juli 2014 um 20:15:

    @Clemens Gleich
    Goethe? Kenn ich nicht. Bin nach 45 geboren… 🙂

  • Sven meinte am 23. Juli 2014 um 7:39:

    Viel spannender wie das rechtfertigen von Zahlungen auch über 60 Jahre danach ist doch eher die Frage wann ist es genug? Wann haben wir die „Schuld“ beglichen.
    Nach dem ich ihren Text gelesen habe, und ich behaupte ihn vollumfänglich verstanden zu haben, habe ich den Eindruck das da nur ein Wort bei rum kommen kann. Nämlich „Nie.“
    Und genau das ist es doch mit dem „Wir“ klein gehalten werden, mit dem ewigen Damoklesschwert „ihr habt Schuld“. Und DAS ist es was aufregt, mich persönlich zumindest.
    Aber Vergleiche kann man wahrscheinlich erst in 60 Jahren ziehen wenn wir sehen ob die USA Entschädigungszahlungen an Vietnam, Süd und Nordkorea, Afghanistan, Iran und Irak etc zahlen für das unendliche Leid was sie diesen Ländern angetan haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven

  • Clemens Gleich meinte am 23. Juli 2014 um 9:14:

    @Sven: Aus genau diesem Grund vermeide ich im Text jede Diskussion von Schuld. Die Schuld-Diskussion ist nicht zielführend. Wann eine „Schuld“ letztendlich „beglichen“ ist, das kann eh niemand sagen, außer vielleicht Jesus, und der vergibt doch sowieso eher zügig.

    Deutschland muss eine eigene Emanzipation aus der Nachkriegserziehung finden, und an der sollten möglichst viele Stimmen mitgestalten. Deshalb ist mir dieser Aufruf zur Beschäftigung mit Europas Geschichte so wichtig. Diese Emanzipation kann sehr positiv verlaufen, in einen Staat, der typisch deutsch sehr viel nachdenkt und hinterfragt, wie es heute schon ist, der sich jedoch von Schuld und Scham frei gemacht hat. Das schadet gar nichts. Ein deutsches Selbstverständnis wie vor dem 1. Weltkrieg kann heute kein modern denkender Mensch mehr wollen.

    Ich persönlich kann im Ausland sehr entspannt über den Krieg sprechen, über den Einsatz meines Opas in Russland und so weiter, und zwar gerade, weil ich das akzeptieren kann, ohne mich schuldig zu fühlen. Für mich sind die Weltkriege wie die Alpen: An denen hab ich keine Schuld, aber sie liegen halt trotzdem zwischen mir und Italien.

    Schließlich der Punkt mit den USA: Die USA ist ganz sicher kein Vergleich oder gar Vorbild in Sachen reflektiertes, moralisches Handeln. So jemand kann nicht die Messlatte sein.

  • Frank Kemper meinte am 23. Juli 2014 um 10:06:

    @Christoph v. Gallera: „Deutschland hatte den Krieg verloren, unterlag entsprechender Siegerjustiz mit den damit verbundenen Folgen – ein Vorgang, der in der Geschichte nicht unbedingt einmalig war.“

    Wenn man die Geschichte von Deutschland zwischen 1945 und 1955 (10 Jahre nach Kriegsende) mit der Geschichte des Irak zwischen 2004 und 2014 vergleicht, dann bemerkt man die Unterschiede. Sogar in der DDR wurde in den Nachkriegsjahren wieder viel aufgebaut, und die BRD war 1955 – grob gesagt – aus dem Gröbsten raus. Das mag an den unterschiedlichen Ausgangsbedingungen liegen, aber in meinen Augen vor allem an einem: Wir haben mit den Besatzern weit gehend widerstandslos kooperiert, die Iraker haben dies in diesem Maße nicht getan. Im Grunde läuft dort bis heute ein Bürgerkrieg, den es bei uns nicht gab. Die Tatsache, dass wir nach dem 2. Weltkrieg nicht im bis heute andauernden Chaos versunken sind, ist nicht ausschließlich dem Wohlwollen der Besatzer mit uns, sondern auch unserem Wohlwollen den Besatzern gegenüber zu verdanken.

    @Clemens: „Die USA ist ganz sicher kein Vergleich oder gar Vorbild in Sachen reflektiertes, moralisches Handeln. So jemand kann nicht die Messlatte sein.“

    Die USA sind zu groß und zu mächtig, um eine Verpflichtung zu moralischem Handeln zu verspüren, wenn dies ihren Interessen zuwider läuft. Das gilt auch für Russland und China. Auch Israel (der Staat, seine Regierung und seine Armee) handelt unmoralisch – weil sie den Eindruck haben, dass sie sich für moralisches Handeln nix kaufen können. Und ich befürchte, dass an diesem Eindruck was dran ist.

  • Dirk Klatt meinte am 23. Juli 2014 um 11:48:

    Was für eine interessante Diskussion. Die Unterstützung der USA nach dem Krieg war indes kein Gutmenschentum, sondern die – seltene – folgerichtige Konsequenz aus den Lehren des Versailler Vertrages. Jede andere Politik hätte wieder zu einer kriegerischen Eskalation geführt. Entweder durch ein nicht befriedetes Deutschland oder mit der Sowjetunion. Und heute müssen wir aufpassen, dass uns mit Russland nicht das selbe passiert. Hier wurde von Europa und den USA ein Stück weit Siegerpolitik mit friedlichen Mitteln betrieben. Die Ereignisse in der Ukraine sind nicht zuletzt auch hierin begründet.

  • Clemens Gleich meinte am 23. Juli 2014 um 12:21:

    @Dirk Klatt: Sag ich ja: Die USA mussten Deutschland wieder hochkommen lassen, sie hatten das Desaster der Verhandlungen nach dem 1. Weltkrieg noch im Sinn, das direkt zum zweiten führte.

  • Dirk Klatt meinte am 23. Juli 2014 um 15:05:

    @Sven: Ist das wirklich so Sven? Wollen uns all die anderen wirklich „klein“ halten? Die Wirklichkeit ist doch eine völlig andere und ich glaube, die Welt sieht es mittlerweile auch so. Ist es manchmal nicht auch bequem für uns mit Hinweis auf unsere unrühmliche Geschichte Verantwortung abzulehnen? Wer spielt denn Feuerwehr, wenn beispielsweise in Afrika das Völkermorden um sich greift? Franzosen, Belgier, Portugiesen …. Ich denke, wir sollten mit Selbstbewusstsein, Augenmaß aber auch der gebotenen Demut unsere Rolle in der Welt wahrnehmen. Die Welt wird das anerkennen.

  • dom meinte am 28. Juli 2014 um 12:00:

    also ich versteh es immer noch nicht…diese aussagen „ich bin nach 45 geboren…“ in fb etc beziehen sich doch in dem fall auf fußball und sich nicht immer vorwerfen lassen zu müssen, wenn man für deutschland ist. muss man das denn immer so aufbauschen?!
    kein deutscher wird/kann dessen vergangenheit jemals vergessen und sollte das auch nicht, aber muss man sich denn immer und überall zurückhalten, wenn man mal stolz ist ein deutscher (grade jetzt, im moment, nicht damals vor 60 jahren) zu sein?!
    deutschland ist ein tolles land…kaum ein land ist sozialer, hat so viel vielfalt und gibt sich so europa- (und weltoffen) wie deutschland. und das MUSS man einfach mal sagen können ohne wieder den zeigefinger gezeigt zu bekommen und auf die vergangenheit verwiesen zu werden.
    @Dirk: „Ich denke, wir sollten mit Selbstbewusstsein, Augenmaß aber auch der gebotenen Demut unsere Rolle in der Welt wahrnehmen. Die Welt wird das anerkennen.“ RICHTIG !!!

    • Clemens Gleich meinte am 28. Juli 2014 um 12:08:

      @dom: Du musst und sollst Dich nicht zurückhalten, Du sollst nur wissen, wo die BRD als Nation herkommt. Die Anderen dürfen Dir halt immer den Zeigefinger zeigen, das musst halt einfach aushalten.

  • Dirk Klatt meinte am 30. Juli 2014 um 11:59:

    @dom: Ich finde den Vergleich mit dem Fussball nicht so unpassend. Ich bin mir gar nicht so sicher, dass Hinweise auf unserer unrühmlich Vergangenheit heute tatsächlich noch so viel mit dem damaligen Grauen zu tun haben. Ist es nicht vielleicht vielfach einfach ein Ventil für die Anderen? Das ist doch wie mit dem FC Bayern. Außer den Bayernfans mag die doch nicht wirklich einer. Und in jeder Fussballdiskussion hole ich als leidgeprüfter HSV-Anhänger immer wieder die Saison heraus, in der sich Schalke schon als Meister wähnte und man in Hamburg die Bayern so lang spielen ließ, bis die dann doch noch in der 98. Minute durch einen geschenkten Freistoß das 2:2 Ausgleichstor schossen und – natürlich völlig ungerecht – doch noch Meister wurden.
    So ähnlich ist das mit Deutschland. In den Augen der Anderen sind wir die Dicksten, die Einflussreichsten und letzlich auch immer die Erfolgreichsten in Europa. Letzlich haben wir sogar irgendwie den Krieg gewonnen, wenn man daran denkt, wie der Commonwealth oder die Grand Nation durch den Krieg an Einfluß in der Welt verloren und das bis heute nicht richtig begriffen haben. Daran kann man sich trefflich reiben. Und wenn dann noch einige Deutsche so auftreten wie Uli Hoeneß in der Bundesliga wird das Bild richtig rund.
    Ich will die Diskussion hier jetzt aber nicht ins Profane ziehen, nur sollten wir alle doch souverän genug sein, mit der – auch nicht immer unbegründeten Kritik der Anderen – gelassen, aber konstruktiv umzugehen.

  • Clemens Gleich meinte am 30. Juli 2014 um 12:25:

    Was der Dirk sagt. Gelassen den Kopf oben behalten steht jedem gut und ist auch in Deutschland Niemandem verboten, auch wenn‘s die Jammerer immer behaupten.

  • Christian meinte am 31. Juli 2014 um 21:19:

    Als BRDeutscher der 1965 das Licht der Welt erblickte und viele Jahre in den USA lebte kann ich ueber diesen naiven ja fast schon suessen Text lachen.Die USA haben Deutschland damals platt gebombt und haben den BRDeutschen ihre Verfassung im Volksmund auch GRUNDGESETZT genannt damals 1948 aufgebrummt.Die BRD ist eine Kolonie der USA ohne wirkliche Souveraentitaet.Besetzt und taeglich ausspioniet.
    Es gibt in der BRD keine freien Wahlen durch Parteienverbote.
    Es gibt nicht einmal freie Meinungsaeussrerung den die Wahrheit ueber amerikanische Besatzer oder die historisch/wissenschaftlich unbewiesene Behauptung des sogenannten Holocaust zu sagen ist in der BRD „Volksverhetzung“ und wird wie in jeder anderen Diktatur mit Gefaengnis bestraft.Und All das nur wegen eines Oesterreichers den die Deutschen im Jahre 1933 zu ihrem Kanzler gewaehlt hatten.Dieser vertrat im Gegensatz zu den BRD Systempolitikern deutsche Interessen waehrend Merkel & Co nur die Interessen der Wall Street und Bankster vertreten.Hitler stoppte das Morden der Tschechen und Polen an Deutschen Minderheiten und darum erklaerte uns Frankreich und England am 3. September 1939 den Krieg und weitete einen kleinen lokalen Konflikt in Ostpreussen zum 2.W-K aus.
    Seitdem sind wir Deutsche boese,Kriegsschuldige und ein Taetervolk.
    Wie schoen zu wissen dass die Amerikaner die Guten und Juden die Opfer sind.
    Amerika ein land dass die Urbevoelkerung ausgerottet hat,Farbige aus Afrika als Sklaven verschleppt und Frauen ein Wahlkrecht verweigert hat.Ein Land das so frei ist dass es 15 Millionen seiner Buerger hinter Gitter sperrt.Das wehrlose Zivilisten in Horoshima und Nagasaki atomisiert,in Dresden phosphorisiert und heute Menschen in aller Welt,aber besonders boese Moslems mit Roboterdrohnen ermordet.Amerikaner duerfen das eben weil sie exceptional sind.Nur die Auserwaehlten in Palaestina die ueber die sogenannte Federal Reserve selbst die USA zu ihrer Kolonie gemacht haben duerfen noch mehr.Sie duerfen uns Deutsche als Moerder und Taeter beschimpfen,Maerchen vom Holocaust erzaehlen und jahrjaehrlich Milliarden unserers hart erarbeiteten Steuergeldes abzocken.Dem unschuldigen BRD-Steuerzahler wird dann antisemitismus und mangelnde Solidaritaet vorgeworfen wenn er sich nicht an den Bildern erfreut wie wehrlose Zivilisten im groessten KZ auf Erden in Ghaza mit modernsten Militaerwaffen von den Israelis feige abgeschlachtet werden…Ja die BRD ist kein schoener Land.Die Menschen in der DDR hatten da schon etwas mehr politische Freiheit.Ja selbst unseren judaeo-amerikanischen Besatzern war 1948 das Unrecht bewusst und schrieben in das Grundgesetzt den Paragraphen 146 dass das deutsche Volk sich eines Tages frei und selbstbestimmt eine souverane Verfassung geben darf.Wir warten seit immerhin 66 Jahren.Die russischen Besatzer haben sich vor 25 Jahren aus der DDR abgezogen,unsere amerikanischen Freunde die uns taeglich bespitzeln und ausspionieren und immer noch keinen Friedensvertrag gegeben haben sind immer noch hier um dafuer zu sorgen dass der deutsche Michel taeglich brav seine 100 Millionen nach Tel Aviv und an die WallStreet ueberweist.Gegen das was heute aus Usrael kommt waren die sogenannten Nazis Heilige.
    Sie toeteten nicht wehrlose Zivillisten um ein paar Bankstern und Borsianern Milliardenprofite zu verschaffen sondern den menschen einfach nur Arbeit bei menschenwuerdigen Sozialleistungen.
    Diese boesen Deutschen…sie rotteten nicht die Indianer aus und versklavten Afrikaner,bombardierten nicht wehrlose Zivillisten wie in Dresden,Hiroshima oder Ghaza und ueberwiesen nicht ihr Zinsgeld an Bankster und Boersianer.Doch die BRD-Gutmenschen sind endlich gute Deutsche die entweder arbeitslos auf Hartz sind oder braf ihr Steuergeld nach Usrael ueberweisen.Sie konsumieren,schauen sich Holywoodfilme an,essen bei Mcdonaldsund hassen/verfolgen sich selbst als boese Nazis in der BRD Spassgesellschaft.Dem freiesten Staat auf deutschem Boden.Die Erde ist in der BRD noch immer eine Scheibe und wir glauben auch an den Weihnachtsmann…und wer das nicht tut der ist ein ganz boeser Deutscher.
    Man koennte fast lachen wenn das nicht alles so traurig waere im BRD-Kuckusnest.Im Land der Luegen wo die Wahrheit auszusprechen und freie Gedanken wie in jeder anderen Diktatur „Volksverhetzung“ ist…und das anno 2014,traurig!Doch wenigstens lassen sie uns am leben und wir werden nicht wie die Palaestinenser taeglich getoetet;zumindest so lange wie wir die Luegen,his-tory,die Geschichten der Sieger glauben und als brave Untertanen und Knechte bezahlen.Seit 100 Jahren,seit Versailles hat sich in Deutschland leider nicht geaendert…Wir Deutsche sind eben brave Untertanen.Nach Oben buckeln,nach Unten treten.
    Freiheit fuer Horst Mahler der in der BRD stellvertretent fuer Tausende andere politische Gefangene und Dissidenten im STASI Kerker sitzt.Aber was erwarten Wir den Anderes wenn zwei ehemalige Stasi Mitarbeiter Merkel und Gauck „regieren“ oder besser die Interessen Usraels vertreten…Ich hoffe dass wir Deutsche eines Tages wieder frei und souveraen in einem freien land leben koennen anstatt nur zu vegetieren solange wir uns brav als vorgezogene Militaerbasis von der aus die Amerikaner ihre Kriege fuehren koennen missbrauchen zu lassen und den Israelis ihre brutale Besatzung und Voelkermord an den Palaestinensern zu finanzieren…

  • Clemens Gleich meinte am 1. August 2014 um 10:56:

    Zur Einsortierung: Christian ist ein Exilnazi. Ansonsten spricht sein Text für sich. Wie ich immer sage: Man muss den Menschen erlauben, sich selber zum Horst zu machen.

  • Christian meinte am 1. August 2014 um 20:24:

    Ja Clemens Da habe ich ja noch mal Glueck gehabt dass ich nur einsortiert und nicht wie in der BRD meist ueblich gleich aussortiert wurde bei all dem hiesigen Schubladendenken und seit 1945 konstanter Gehirnwaesche…;-)))USA gut,Deutschland boese,Juden Opfer,etc…das Uebliche eben wie die Soviets in der DDR ein Paradies fuer Arbeiter und Bauern schafften…Doch jetzt leben wir gesamtdeutsch in der BRDDR zwar immer noch ohne Friedensvertrag und ohne souveraene Verfassung aber immerhin laesst man uns leben.Demokratie haben wir zwar immer noch nicht weil verboten und durch eine GRUNDORDNUNG ersetzt die besagt freie Meinungsaeusserung Volksverhetzung sein kann und das man durch Parteienverbote Vortentscheidungen trifft und nicht den Buerger entscheiden laesst wo ein sein Kreuz bei welcher Partei machen will.Das waere echte Demokratie die natuerlich nur bei wirklich freier Meinungsaeusserung funktionieren kann.Aber ich habe meine Hoffnung noch nicht aufgegeben dass eines Tages der Artikel 146GG umgesetzt wird und die Bundesrepublik durch einen freies und souveraenes Deutschland ersetzt wird mit freier Meinungsaeusserung und wirklich freien Wahlen…
    Du haettest aber noch schreiben koennen dass ich BMW-Boxer liebe und leider immer noch auf einen echten R1200RS Sportboxer der sowohl auf der Rennstrecke wie auf Tour Spass macht und zu gebrauchen ist als wuerdigen R1100S Nachfolger,warte…denn die neue VFR800 ist zwar ein schoener Sportourer aber eine voellig schlappe Luftpumpe mit nur 106PS und voellig ohne DREHMOMENT nur empfehlenswert fuer ewig Gestrige die immer noch daran glauben das aus Japan die besten Motorraeder kommen,fuer Maedels oder Anfaenger denen eine NC 750 zu gefaehrlich ist weil sie auf der Probefahrt einschliefen …;-)
    Aber Selbst bei BMW sehe ich Gewitterwolken am Horizont wo jetzt doch 20 Jahre Vorsprung will sagen bei den neuen Boxern der Telever durch die Telegabel ersetzt werden…traurig.Wer mal eine R1200R im Vergleich zur R90T gefahren ist Weiss was gemeint ist.
    Schoener Gruss

  • Christian meinte am 2. August 2014 um 19:49:

    Kleine Frage noch;was heist den „Horst machen“ ? Ist das wie Horst Mahler mutig die Wahrheit sagen und dann im „freiesten Staat der jemals auf deutschen Boden“ gestanden hat Lebenslang zu bekommen?
    Wie auch immer viel Spass beim WELT lesen wo Israel zwar kritisiert warden darf aber gleichzeit jaehrlich mit hunderten von BRD Steuermilliarden finanziert wird.Bis zur Endloesung der Palaestinenserfrage,aber diesmal der Wirklichen!Traurig so einen brutalen und feigen Voelkermord anno 2014 live miterleben,und wider Willens durch mein Steuergeld auch noch finanzieren zu muessen…Werde zur Gewissenberuhigung wohl die WELT anstatt der Motorrad abonnieren muessen…;-)))
    Trotz Allem,schoene Gruesse!
    PS:Bring doch mal einen Vergleich der letzten luftgekuehlten Boxer;R1200R vs R90T.Telelever vs Steinzeitgabel
    Fortschritt ($$$) durch Rueckschritt?Na wenigstens wird die Rueckmeldung stimmen wenn die Hipster mit 50Km/h max innerorts zum naechsten Café rollen…;-)))

    • Clemens Gleich meinte am 5. August 2014 um 10:48:

      Christian, sich „zum Horst machen“ ist das, was Du gerne tust. Es hat nix mit Horst Mahler zu tun, außer, dass der sich auch zum Horst gemacht hat. Den Vergleich R 1200 R vs. Ninette kann ich Dir hier sofort liefern: Die Gabel der Ninette funktioniert besser. Sogar das Federbein hinten ist besser abgestimmt. Die R 1200 R kracht so scheiße durch den Schwarzwald wie kein anderes Motorrad, das ich dort je gefahren bin.

  • Christian meinte am 9. August 2014 um 20:22:

    Das ist Lustig was Du da schreibst ueber die R90T im Vergleich zur R1200R mit Ohlins Federbeinen.Die Gabel der R90T ist viel zu weich und kann durchschlagen wenn man schnell faehrt was nicht gut fuer die Bdenhaftung ist und die Federbeine Hinten so hart als wuerde man einen Starrahmen fahren…so unterschiedlich koennen Geschmaecker/Fahrerfahrungen sein.Mit meiner R1200R kann ich auf kurvenreichen Landstrassen,besonders mit hoppeligem Belag jeden Supersportler herbrennen…;-)))
    Das Teil ist verteufelt schnell,nur Geradeaus nicht und dabei handlicher als die R90T.
    Zu dem von Dir angesprochenen Themen wie USA,EU,BRD,Notenbanken,Krieg,Israel kann ich Dir einen sehr guten Artikel auf der Startseite von http://www.globalfire.tv empfehlen.
    Etwas ausgewogener und tiefsinniger als die WELT…
    Und bedenke eine Demokratie funktioniert nicht mit Verboten freier Rede und nur in einer Diktatur muss man immer einer Meinung sein…;-)))
    Schoener Gruss!

  • Dirk Klatt meinte am 4. September 2014 um 20:59:

    @Clemens Gleich: …hab hier mal wieder ins Thema geschaut und bin ein bisschen schockiert, dass es solche Verblendung wie beim Christian noch gibt …aber da ist wohl jede Diskussion reine Zeitverschwendung ….
    Ich wollte nur etwas zu Deiner Erfahrung mit der R1200R sagen. Wahrscheinlich hast Du einen sehr wenig gefahrenen Vorführer gehabt. Am Anfang ist das Teil in der Tat etwas hölzern, es wird aber mit jedem Kilometer besser. Ich fahre u.a. eine R1200R in der Classic-Version. Zunächst war ich ob der Bockigkeit auch etwas enttäuscht, aber Fahrwerk und Motor werden nach und nach immer geschmeidiger und schließlich richtig gut. Ich glaube auch, das sie für eher leichte Fahrer grundsätzlich etwas zu hart abgestimmt ist. Probier einmal ein etwas abgehangenes Exemplar. BMW sollte nur gut eingefahrene Exemplare an Tester geben.

  • Clemens Gleich meinte am 4. September 2014 um 22:14:

    Wenn sich wieder eine Gelegenheit gibt, fahre ich ganz sicher nochmal R-R. Wahrscheinlich wird die nächste R-R eh die mit dem Wasserboxer sein, und da muss das Fahrwerk neu abgestimmt werden. Vielleicht passt es dann besser, und vielleicht ist das auch schon die erste Version ohne Dinosaurierknochen an der Gabel.

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