Warum sich der alte Sack eine CBF 1000 kaufte

Kleines Gegengewicht zu den aktuellen Wenigfahr-Modetrends: Es gibt noch Alltagsfahrer, alte Säcke, die mit dem Krad pendeln wollen. Mit einem solchen Sack sprach ich dieser Tage über sein nächstes Motorrad, und das Folgende kam dabei heraus. Ich wollte ihn auch noch auf eine Aprilia Mana setzen, aber das kennen wir ja: Finde mal einen Aprilia-Händler, der dein Wunschmotorrad hat. Falls sich wer wundert, hier noch kurz etwas über meine zwielichtigen Verbindungen zum alten Sack und meiner Fähigkeit, dieses Phantombild zu zeichnen.

An einem kühlen Novemberwerktag früh um halb sieben, die Zahnwälte schlafen noch und steigen erst später in ihre Porsches, sieht die Motorradwelt ziemlich anders aus als an einem sonnigen Juniwochenende. Es begegnet einem keine S 1000 RR, auch keine Ducati oder Harley. Die paar Zweiradtreiber, die unter solch widrigen Bedingungen unterwegs sind, fahren praktische Motorräder: Gummikühe, Transen, Bandits. Viele mit Sturzbügeln, fast alle mit Verkleidung oder wenigstens Scheibe. Es handelt sich bei den notorischen Zur-Arbeit-Fahrern natürlich um alte Säcke ohne jedes Gefühl für Stil oder gar Style. Die meisten von denen fahren mit dem Motorrad, weil es den Arbeitsweg wunderbar streßfrei macht. Niemals Stau, an der Ampel ganz vorn, und jenseits der Stadtgrenze sogar noch Spaß. Man grüßt nicht überschwenglich, sondern nickt sich höchstens mal knapp zu oder bewegt das vordere Glied des kleinen Fingers den Bruchteil eines Zehntelmillimeters.

I am Oldbag

So ein alter Sack bin auch ich. Und ich will mir ein neues gebrauchtes Moped kaufen, gern ein bißchen moderner als meine greise Suzi GSX 750, die nicht einmal ABS hat. Also habe ich ein engmaschiges Erfassungsraster geknüpft. Fahre ich 1000 Kilometer immer nur geradeaus durch Indianergebiet? Nein, ich habe Kurven auf dem Weg. Damit sind die ganzen mehr oder minder coolen Chopper raus, auf denen ich eh nicht bequem sitzen kann. Will ich vor der Arbeit erstmal ein paar Runden Rennstrecke haben? Nein, lieber bequem sitzen. Das waren die Sportler. Muß ich durch Sümpfe, Steppen oder Wüsten? Nein. Also auch keine Reise“enduro“, auch wenn der Verfall unserer Straßen meine Meinung in den nächsten Jahren ändern könnte. Liebe ich am Straßenverkehr besonders Rücksichtslosigkeit und Qualmende-Reifen-Terrorismus? Nicht wirklich, ich bin ein Fan von Paragraph 1. Hinfort also mit den Asphaltsäuen in Klingonenkotze-Optik, die schamlos, aber ehrlich als „Streetfighter“ bezeichnet werden. Brauche ich Hipster-Schnickschnack wie güldene USD-Gabel, Einarmschwinge, Bürzel oder Fahrhilfen aus Kombinationen sämtlicher Buchstaben? Gewiß nicht, verkauft den überflüssigen Mist doch an irgendwelche Yuppies.

Damit reduziert sich das Feld infragekommender Mopeds schon so gewaltig, daß es lohnt, positive Kriterien für die weitere Auswahl zu definieren. Vor allem muß das Teil manövrierbar sein. Bedeutet: Leichter als ein Lastwagen, nicht zu strammer Lenkungsdämpfer und großer Lenkereinschlag. Wetterschutz heißt das nächste wichtige Thema. Im Winter wird es ja trotz geeigneter Kleidung manchmal etwas frisch, wenn der Fahrtwind auf der Brust steht. Auch Herbstnebel und Nieselregen wirken gleich viel weniger unsympathisch, wenn sie elegant um den Körper herumwehen, statt frontal auf die Jacke zu klatschen.

Mit steigendem Alter sinkt die Toleranz

Bequemlichkeit und Komfort spielen keine geringe Rolle. Ich habe ebensowenig Bock darauf, mich morgens beim Aufsatteln zusammenfalten zu müssen, wie auf sinnlosen Krach, Kettengehacke bei niedriger Drehzahl, ein schmales nutzbares Drehzahlband, Vibrationen und andere Scheußlichkeiten. Die Möglichkeit, Gepäck aufzuladen, Isomatte und dergleichen, weil man mal einen Kumpel in einer anderen Stadt besuchen möchte, steht ebenfalls weit oben auf der Liste. Damit fallen übrigens all die Bikes raus, die ihre Abgasanlage unter der Sitzbank verstecken. Ein warmer Hintern mag sich angenehm anfühlen, der klassische Billig-Zurrgurt aus dem Baumarkt schmilzt aber gerne beim Kontakt mit dem Auspuff. Reichweite heißt das nächste Thema. Wieviel ein Motorrad verbraucht, ist dabei relativ unwichtig, wenn es nur weit genug kommt mit einem Tankinhalt. Tanken macht keinen Spaß und kostet wertvolle Freizeit. Eine 150-PS-Rakete fährt sich vielleicht nett, aber mit einer Kombinaton aus sechs Litern Verbrauch und einem 14-Liter-Tank hätte sie in meiner Garage nichts verloren.

Es gibt eine (allerdings kurze) Reihe passender Motorräder. Ich entscheide mich für Hondas CBF 1000 F und ernte Spott aus dem Bekanntenkreis: Die CBF sei der Passat der Motorradwelt und nur für Leute, die nichts Interessanteres kennen. Bingo, Genossen! Genau das will ich. Nein, die CBF ist nicht cool. Muß sie auch nicht sein, ihr Fahrer ist es, das reicht. Sie ist kein Hingucker? Mir doch wurst, ob mir irgendwer hinterherglotzt. Auch „interessant“, was immer das im Zusammenhang mit einem Motorrad bedeuten soll, steht weit unten auf der Prio-Liste des Alltagsfahrers. Fahren soll mein Motorrad, und das tut es auch sehr gut, leise und unauffällig.

Nun gönne ich jedem sein Traum-Bike, den Evil Knievels ebenso wie den Fransenjackenträgern, sogar bärtigen Hipstern und Zahnwälten. Bloß bauen die Hersteller nach meinem Eindruck immer weniger wirklich alltagstaugliche Maschinen, dafür aber immer mehr Aggromobile und Eisdielen-Showfahrzeuge. Für Leute, die einfach nur ihre normalen Wege zweirädrig erledigen wollen, verringert sich die Auswahl immer weiter. Vielleicht, weil sich Alltagsfahrer keinen ebenso teuren wie überflüssigen Schnickschnack vom Zubehör-Grabbeltisch aufschwatzen lassen? Wie die Zeichen der Zeit stehen, sieht man in der Werbung, beispielsweise für die neue BMW R 1200 R, in älteren Inkarnationen, als R 1150 R etwa, ein klassisches Alltags-Bike: „Mach die Straße zu deiner Bühne“, steht da. Damit ist alles über die avisierte Kundengruppe gesagt. Es ist eine andere als früher, und ich gehöre nicht mehr dazu.

Epilog

Der alte Sack hat sich tatsächlich die CBF gekauft und ist sehr glücklich mit ihr. Manchmal versucht er noch, einen Fahrradfahrer zu erschrecken, aber dafür ist die CBF zu leise. Alles in allem hat der alte Sack sein Glück gefunden. Gut so.

Kommentare:

ältere
  • Hilly Hunger meinte am 13. Februar 2015 um 12:32:

    Klasse Artikel… 🙂

  • Thimo meinte am 13. Februar 2015 um 12:36:

    Gute Wahl und viel Spaß damit!

    Das mit den Ducs stimmt übrigens nicht – bin bis in den Dezember rein jeden Tag zur Arbeit nach hinter RT (62 km einfach) gebollert.

    Man kann auch sehr wohl mit einer R 1200 R, Monster oder Z1000 täglich zur Arbeit fahren. Man muss nur wollen.

  • Makakth meinte am 13. Februar 2015 um 12:44:

    Super geschrieben. Ich kann da voll mitfühlen. Wobei ich die CBF 1000 (ohne F) als reines Fun Fahrzeug benütze.

  • Gianni meinte am 13. Februar 2015 um 14:39:

    Ich denke es mir genauso. Fahre eine NC700X jahrein-jahraus. Kein PS-Monster, aber genug Drehmoment, Stauraum und Gepäckmöglichkeiten ohne Ende, Urlaub zu zweit kein Problem (sofern einem das zulässige Höchstgewicht egal ist), ABS, Super-Reichweite von 350-400 Kimometer, halbwegs bequem, sofern man einen Superbike-Lenker (mit Spacer) statt des originalen montiert. Wenn ich kurzfristig was anderes brauche, teste ich eine ein Wochenende lang für meine Zeitung. Und wenn ich mal mit Anzug in die Stadt muss, gibt‘s immer noch die Vespa.

  • Bla meinte am 14. Februar 2015 um 7:32:

    Ich verstehe den alten Sack sehr gut. Könnte am Alter liegen.
    Zum ersten Mal ist mir die CBF beim Polo aufgefallen. Da hatte einer der beiden lokalen Honda-Händler ein paar Moppes hingestellt und ich ging frontal auf die CBF zu und war baff erstaunt, wie schmal dieses Mopped ist. Das mag ich nämlich. 4 Zylinder und so schlank. Und sie war schwarz. Komplett schwarz. Und das serienmäßig, laut Erklärschild. Und günstig. Mit einem modifizierten Blade-Motor. Irgendein Motorradmagazin schrieb letztens ähnliches über dieses tolle langweilige Mopped.
    Da ich mangels wirklich moderner Alternativen für meine beiden Alps schon nach einer dritten Ausschau halte, sollte ich mein Suchraster modifizieren.

  • Butters meinte am 14. Februar 2015 um 9:16:

    Immer wieder putzig, was für wirre Szenarien schön gestrickt werden, nur um eine Legitimation für das Fahren eines potthässlichen und sterbenslangweiligen Schweineeimers zu haben. Konsequent wäre nach diesen Gesichtspunkten die Anschaffung eines Rollers gewesen – da bleiben dann auch die Beinchen schön trocken und ein Fach für Käsestullen und Helm ist auch an Bord.
    Dazu wäre nicht mal der Gang zum Vespa-Dealer angezeigt – Honda hat mit den 700ern doch eine ganze Armada als Motorrad getarnter Roll-Klos im Angebot.
    Avoid boring People!

  • Mugello321 meinte am 14. Februar 2015 um 20:43:

    @Butters: x2, super!
    Honda hat sein Mojo verloren….. und das schon vor langer Zeit.

  • Made meinte am 16. Februar 2015 um 13:03:

    Hallo Clemens,

    wieder in guter Artikel !
    Es stimmt, die Motorräder wie oben beschrieben werden immer weniger, aber ich kann Dir dabei den Gebrauchtmarkt empfehlen. Früher gab es ja noch mehr solche rundum sorglos ( aber dafür langweilig ) Mopeds. Meine aktuelle Empfehlung: Honda CBR600F, der ehemals schnellste Hauptständer der Welt ;-). Habe ich mir im November als „“Winterschlampe“ gekauft. Baujahr 1990 und 57.000 km. Hat eine Verkleidung, die mit höherer Scheibe sogar noch optimiert werden könnte, was aber bei mir nicht notwendig ist, da ich Schrumpf-Germane bin (1.70).
    Funktioniert einwandfrei, ist für sehr kleines Geld zu haben, ist genau richtig um bei Kälte und Salz auf den Straßen noch so etwas wie Schbass beim Fahren zu empfinden. Easy going im Alltag ->> aber halt langweilig. Und sobald die Straßen wieder Salzfrei sind und die Temperaturen 2-stellig werden steige ich wieder um auf meine „Poser-Kisten“

    Herzlich grüßt ein bekennender RSV4-Fahrer 😉

  • Michael Kohler meinte am 16. Februar 2015 um 23:11:

    Ich finde den Artikel auch gut. Allerdings fallen mir selbst auf die Schnelle etliche Alltagsmotorräder ein.
    Ich würde als Pendler Motorrad übrigens wie „Made“ auch keine 1000er wählen. Kostet nur unnötig Kohle im Unterhalt.

  • Volker meinte am 17. Februar 2015 um 18:18:

    Siehst, so unterschiedlich sind die Geschmäcker und die Anforderungen an ein Krad.

    Für mich hat Letzteres im Alltag keinen Platz, zumindest nicht, wenn es meine Nerven mit Feistigkeit, Trägheit, elektronisch-automagischer Assistenz und Plastikgeschwüren strapaziert. Was selbst aus dem Mund eines KTM-Eigentümers nicht heißt, daß er jegliche Divenhaftigkeit akzeptieren würde, um sich seine kleinen Mikrourlaube im und vom Alltag zu gönnen. Denn auch, wenn ich zum Semmeln holen fahre, in Münchens City für eine schnell-und-schmutzig-Besorgung auf dem Gehsteig oder am Fahrradständer parken will, würde ich nicht so tief sinken, mir ein Plastikschaf zu kaufen.

    Auch wenn es _VER NÜNF TIG_ wäre.

    Vernünftig. Bequem. Alltagstauglich. Ich kann es schon nicht mehr hören. ABS muß dran sein. Griffheizung. Ein praktischer Getränkedosenhalter. Griffheizung. Verkleidung. Abschließbares Gepäckfach. Erwähnte ich schon ABS? ABS? Und die Zuverlässigkeit? Die Unterhaltskosten?

    Hey, wenn ich günstig will, dann fahre ich Radl. Was ich natürlich auch tue. Wenn ich bequem will, steige ich in die (ggfs. gemietete) Dose. Wenn ich ökologisch will _und_ trocken bleiben: ÖPNV.

    Die obigen Kriterien wären also, kurz gesagt, das Letzte, was mich zum Kauf eines Kraftrads verleiten würden. Ich will Spaß. Frischen Wind. Vibrationen. Ein bisserl rumproleten. Auch wenn es auf dem Weg in die Arbeit passiert. Oder beim Semmelnholen. Was natürlich nicht ausschließt, daß sich das Angenehme – pardon – SPASSIGE mit dem Nützlichen verbinden läßt. Muß aber nicht zwingend sein, bei einem Luxusaccessoire wie sie motorisierte Zweiräder nunmal darstellen.

  • donNitro meinte am 17. Februar 2015 um 21:52:

    Ja warum nur,
    schaut der alte Sack so traurig drein?
    War doch ein guter Kompromiss!
    Die Mopete fährt,
    die Mopete bremst,
    sie kann nix richtig toll, aber auch nichts wirklich schlecht.
    So fuckin what? Genieße sie, so lange Du noch aufsteigen kannst.
    Jeden Tag,
    jeden Kilometer.
    Trotzdem viel Spass,
    nochson‘alterSack

  • 3-plus-1 meinte am 18. Februar 2015 um 15:54:

    Ich verstehe nicht warum die CBF 1000 F für hässlich gehalten werden soll. Ein bischen unscheinbar aber proportional durchaus Ok. Häßlich war doch z.B. bei Honda die Crossrunner (vor dem 2015er Facelift) oder Ducatis erste Multistrada.

    Letztlich würde ich sogar so weit gehen, die CBF 1000 (ohne F) in Orange für richtig schick zu halten. Aber ich fand auch Kawasakis KLV 1000 schick … für Fahrer über 1,95m. Denn mit der Größe sahen alle anderen – vor allem von hinten – mal so richtig scheisse aus. Wie beim Steherrennen, wo auch fette Klopse auf Mini-Moppeds den Radfahrern Windschutz bieten.

    Aber sei‘s drum. Für alle, die das Bike für ein Rentnermobil halten, habe ich hier noch mal einen passenden Link:
    http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/buchtipp-fuer-motorradfahrer-nie-zu-alt-fuer-easy-rider-a-985980.html

  • Edgar Hengesbach meinte am 21. Februar 2015 um 15:52:

    Hallo, hier ist noch so ein alter Sack mit einem Täglich-rumfahr-Motorrad. Die Anforderungen, die dieser ältere Herr an seinen Gebrauchsgegenstand stellt, ähneln meinen sehr. Nur enthielt bei mir die Aufzählung zusätzlich noch geringstmögliches Gewicht und niedrigstmögliche Kosten. Im Alter bildet sich bekanntlich die Muskelmasse zurück, und die Renten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

    Solch abartiges Gedankengut brachte mich vor fünf Jahren auf eine ge-, nein, verbrauchte ´82er Yamaha XJ 550 für 150 Euro. Das war der Schrottpreis für die 200 Kilo. Da traf es sich gut, dass mir das reanimieren alten Krempels nicht nur Mühe, sondern auch Vergnügen bereitet. Nach erheblichen Eingriffen am Anfang unter Einsatz von Teilen für 1200 Euro tut das Ding nun seit Jahren täglich seine Arbeit. Transportiert ganzjährig mich, meine Brötchen und das, womit ich sie verdiene. Hat einen Verbrauch von 5 Litern und jetzt 60000 km mehr auf dem Zähler. Seine Versicherung plus Steuern kosten unter hundert Euro jährlich. Zwischen Modernen geparkt sieht es in seinem Purismus etwas gewöhnungsbedürftig aus. Das ist sozusagen mein Gegenentwurf zu der Tausender Honda, vorstellbar für Leute, die nicht auf fremde Werkstätten angewiesen sind.

    Um das Thema Daily Driver noch etwas zu erweitern, und weil ich gerne davon erzähle, sei noch erwähnt, dass meins einige Kleinigkeiten enthält, die es so nicht zu kaufen gibt. In meiner Bastelbude gibt´s eben nicht nur Partys, da wird manchmal echt gearbeitet. Dann entstehen so praktische Dinge wie handbetätigte Kettenöler, modifizierte Gleitlager, Handprotektoren, Wasserabweiser. Vorzugsweise aus rückgewonnenen Stoffen artfremder Gegenstände und unter Vermeidung teurer Zukaufteile. Und nur Nahrhaftes für den Gebrauchswert. Verchromte Süßigkeiten überlasse ich gerne den Freizeitfahrern. Vielleicht mach´ ich das alles auch nur als Übersprunghandlung, weil das Krad ach so gar keine der beliebten Dreibuchstaben-Merkmale von einer Sonderausstattungsliste haben kann, mein Individualisiertrieb aber befriedigt werden will.

    Die Idee des einspurigen Nutzfahrzeugs war nie ganz ausgestorben. Im Gegensatz zu 1955 scheint das heute jedoch etwas besonderes zu sein, besonders im Winter. Ganz selten, aber doch manchmal sehe ich Menschen nachdenklich mein Motorrad betrachten. Die meisten schauen aber schnell weg. Es passt wohl so gar nicht in ihr Bild vom elitären Hobby. Ich wünsche meinen Artgenossen noch fröhliches morgentliches Eis-vom-Sitz-Kratzen.

    Gruß aus Mannheim

  • ex CBF meinte am 25. Februar 2015 um 19:23:

    Recht hat der alte Sack. Hatte eine CBF 1000, verkauft aus Prestigegründen und bedauert bis heute. Das grüne Ding aus dem ersten Produktionsjahr hat in der Eifel Viele abgeledert, auf‘m Parkplatz dann lieber hinten stehen müssen. Seitdem CB 1300 und Tuono V2, eine Rückkehr ist wohl unvermeidlich: Warum sollte es gut sein, Getriebeschäden hinzunehmen (GS) oder ständig nacharbeiten zu müssen (viele Italiener)? Altes Lied, klingt nur für den neu, der es erlebt hat.

  • 3-plus-1 meinte am 13. März 2015 um 14:50:

    Ich muss noch mal nachgreifen, da ich aus langer Recherche (für eine andere Maschine) nun weiß, dass der französische Tuner JMV nach dem Fabrikbrand wieder fertigt.

    Also ich finde mit den Spritzschutz- und Tuningteilen wird so eine CBF zu einem eigentlich ganz schicken Ganzjahrestourer:

    CBF 1000 (ohne F)
    http://www.jmvconcept.fr/c98d2e19-9eb4-4bb1-96cf-57b0fcaac5a4.res

    CBF 1000 F
    http://www.jmvconcept.fr/2464b143-7e8c-4477-8518-e6d3f1f42fd3.res

  • Z.Brannigan meinte am 20. März 2015 um 9:13:

    Die CBF 1000 F ist ein gutes Motorrad. Werde ich mir vielleicht auch als nächstes kaufen. Guter Tourer, schnell genug, (wenn man am persönlichen Limit oder an dem des Mopeds fährt, ist kaum ein Moped langweilig) besser anliegende Koffer als bei den meisten Reiseenduros. Und wenn man unbedingt dumm auffallen will, kann man ja immer noch ‚nen offenen Auspuff dranpriemeln. 🙂

  • HeikeK meinte am 24. März 2015 um 14:27:

    Es liegt nicht am Kochtopf, wenn die Suppe nicht schmeckt … soll heißen: die CBF fährt, erfüllt die Bedingungen ihres Fahrers, und damit ist alles gesagt.
    Fürs Spielen im Gelände wählt der werte Schreiberling dann halt was anderes. Wenn er denn möchte. Ach pardon – wenn seine alten Knochen es denn noch mitmachen ;-).

  • Marc meinte am 24. April 2015 um 10:38:

    Danke für diesen Artikel!! Er spricht mir aus der Seele!! 😀
    Ein Mittelalter Sack mit CBF1000A

  • Hesse meinte am 25. Februar 2016 um 15:25:

    Endlich mal jemand, der es kapiert hat. Beim Motorrad fahren (und im öffentlichen Straßenverkehr überhaupt) geht es nicht um Krieg (Streetfighter) oder Show (Hipster etc.). Gutes, bequemes, stressfreies Fahren (Stress gibt es ja wohl schon genug) ist die wahre Entspannung. Dazu noch ein wenig schöne Landschaft, was kann es schöneres geben? Aber all die modischen Attribute, ob sinnvoll oder nicht, lassen die kassen der Hersteller klingeln. Sie bringen aber auch das Motorrad in den Blickpunkt der Allgemeinheit und das wiederum finde ich positiv. Wer da alles unterwegs ist, stört mich meistens nicht (es sei denn, der Kollege kommt mir auf meiner Spur entgegen). Auch ich habe ein preiswertes, zuverlässiges und unspektakuläres Bike gesucht und bin ebenfalls bei der CBF1000 hängen geblieben. Ich habe es bisher nicht bereut. Mir gefällt sie im übrigen auch optisch, und reicht ja.

  • Axel meinte am 25. Februar 2016 um 15:26:

    ..gut gebrüllt old man.
    Zähle ebenfals zur Generation 50 +, fahre ca 30.000 km Moped pro Jahr und natürlich auch zur Arbeit.
    Nachdem meine R 80 Rt langsam an zunehmender Altersschwäche litt mußte ein Moped her, daß mindestens so zuverlässig, am liebsten Kardangetrieben und gerne auch ein bisserl weniger verbraucht als die gute alte Gummikuh. Ach ja, es sollte wieder ein gebrauchtes Gefährt sein. Die neueren Kühe kamen nicht in Frage wegen unverschämter Preisvorstellungen der Vorbesitzer und der bekannten Elektronik Probleme mit zunehmenden Alter.
    Wegen intensivem Alltagsgebrauch sollten auch vernünftige Koffer zu bekommen sein.
    Bei der ausgiebigen Recherche nach bezahlbaren Motorraädern die o.g. Anforderungskatalog erfüllten bin ich auch auf die CBF 1000 gestoßen. Leider fehlt bei diesem Moped der Kardan und so bin ich dann bei der Ausgeburt des hässlichen und langweiligen und untermotorisierten – habe ich noch was vergessen ?- Moped schlechthin hängen geblieben : die Honda Deauville.
    Für mich schlichtweg das optimale Alltagsmoped.
    Unkaputtbar, auch ohne Zweiradmeisterausbildung reparierbar (wenn überhaupt nötig), sparsam, 12.000 km Ölwechsel- und Inspektionsintervalle, fest installiertes abschliessbares Koffersystem und den Eisenhaufen kann man getrost überall stehen lassen – wird garantiert nicht geklaut.
    Die 56 PS reichen mir vollkommen – auch im 2 Personenbetrieb und das Gefährt ist hinreichend handlich um auch auf kleinen kurvigen Landstrassen , mir jedenfalls, genug Spaß zu machen.
    Ach ja, auch nicht ganz unwichtig: mit dem Gerät quatscht Dich auch niemand von den supersportlichen, strassenkämpfenden Knieschleiferträgern und den verwegenen Fernreise Abenteurern, blöde von der Seite an.

  • Manni meinte am 5. Juni 2016 um 13:21:

    Wie kann der alte Sack, als Fan von Paragraph 1, Spaß daran finden Radfahrer zu erschrecken?

    • Clemens Gleich meinte am 6. Juni 2016 um 10:53:

      Der Alte Sack ist gelegentlich schlicht ein böser Mensch. Glaub mir, ich kenne ihn.

  • Ralf Lobas meinte am 9. Juni 2016 um 21:45:

    Ich bin auch so ein alter Sack. Fahre die cbf1000 seit 2006 und bin noch nie enttäuscht worden. Fahren Tanken Fahren Tanken. Was anderes gibt‘s nicht. Danke Honda.

  • Thomas Querner meinte am 6. März 2017 um 17:25:

    Hurra !!
    Endlich die Bestätigung, daß ich mit der SC 64 (gekauft, kurz nachdem ich 64 geworden war) ALLES richtig gemacht habe !
    Danke für diese perfekte „Profil“beschreibung.
    Habe mich 100% wiedergefunden.
    Es leben die „alten Säcke“ !!

    Gruß Thomas

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