Fett aber nett: Honda Crosstourer

Mit Hondas Gravitationslinse Crosstourer auf kleinsten Vogesensträßchen lernt man etwas über Masse, Balance, Kraft und die Liebe. Man kann nicht nach Frankreich fahren, ohne etwas über die Liebe zu lernen.

Im letzten Jahr näherte ich mich erstmals ernsthaft dem Thema Reiseenduro. Denn es ist leicht, immer über die Touristen zu lästern, wenn man selber immer „Bäh!“ sagt. Man muss Dinge ausprobieren, gerade die, zu denen der kleine Gernot Hassknecht auf der Schulter automatisch „Nein!“ sagen will. Nur so war es möglich, dass ich dereinst als Clownfisch verkleidet in orange-weißem Kunstfell hinter dem Umzugswagen herlief und mit Kondomen auf die umstehenden Kinder warf, während vom Vorwagen das traditionelle Februar-Liebeslied „20 Zentimeter“ schallte. Wenn man sich jede Nüchternheit meidend darauf einlässt, kann sowas hochinteressant oder zumindest lehrreich werden, und dasselbe gilt fürs Reiseendurieren. Nüchtern betrachtet sehen Reiseenduros schlechter aus als jedes andere Motorrad. Doch nüchtern betrachtet sehen Motorräder an sich sowieso schlecht aus. Man muss diese Maschinen mit dem Herzen anschauen, und das Herz sieht in der Reiseenduro das metallgewordene Abenteuer, mindestens aber ein Alltagsfluchtfahrzeug.

Mein Reiseenduroerlebnis war wunderbar. Einmal von Genf bis Nizza alle alten Schotter-Militärstraßen fahren, die wir finden konnten. Unerwarteterweise meldete sich jedoch die Reiseenduro-Fraktion danach mit Kritik. Meine Reiseenduro sei keine Reiseenduro gewesen. Das verblüffte mich, denn die KTM 690 Enduro R schien für meine Bedürfnisse die optimale Reiseenduro. Aber ich hörte diesen Menschen zu, welche Motorräder sie als „richtig“ erachteten, und dabei kamen wichtige Erkenntnisse heraus: Eine richtige Reiseenduro braucht möglichst viel Gewicht, möglichst viel Hubraum und am besten Straßenräder. So werden sie gefahren. Und deshalb stand ich zur Schneeschmelze in diesem Jahr vor einer Holzhütte in den Vogesen mit Hondas Crosstourer: 290 kg ohne Koffer, Doppelkupplungsgetriebe, Straßenräder, riesiger V4. Richtiger geht nicht.

Flankiert wurde das Hondas fett gebuttertes Touring-Croissant von zwei 250er-Enduros, eine aktuell, eine alt, und der Crosstourer hatte von allem mehr als die anderen beiden zusammen. Ich denke, so fühlt sich der Reiseendurist in den Alpen am liebsten: „Was hast du? Interessant. Ich habe mehr.“ Geld. Hubraum. Kilogramm. Zentimeter.

“Wie ein Fahrrad!“

Am nächsten Tag saßen wir auf, die kleinen ungepflasterten Straßen suchen, die der Reiseführer versprochen hatte. Fit waren wir alle, obwohl ich mir Vorteile einbildete, weil mein Anreisekomfort doch besser gewesen sein müsste. Der große Unterschied lag jedoch natürlich in der großen Maschine, die gegen die kleineren kontrastierte. Ich hatte vorher nie viel übrig für den Croissanttourer. Zu fett. Zu langweilig. Aber dort, beim Fahren, fiel mir ein, was mein Kollege Timo damals über dieses Kraftrad schrieb: Es ist das hässliche Motorrad von Barbie und Ken. Aber es fährt einfach erstaunlich gut.

Croissant-fahren steckt an. Ich breche mit dem fetten Polyesterarsch durch eine Picknickbank.
Croissant fahren steckt an. Ich breche mit dem fetten Polyesterarsch durch eine Picknickbank. (Bild: Marc)

“Und kaum in Fahrt, WIRFT sie ihre Pfunde von sich rhabarberrhabarber.“ <- Das ist einer der Standardsätze des Tourentesters, und er hat mich vom ersten Mal lesen an jedes Mal aufgeregt, denn er ist eine Lüge, so feist wie das beschriebene Motorrad. Ein Motorrad wirft Pfunde nur von sich, wenn zum Beispiel die Koffer abfallen, was kaum jemand loben würde. Aber ich kann verstehen, woher der Pfundeabwurfsatz kommt. Er kommt von Motorrädern wie dem Croissant. Das hat ein sehr hohes Gewicht, was in jeder Kurve spürbar bleibt, aber wie Honda diese Tonnage ausbalanciert hat, birgt in sich dieselbe Faszination wie diese fetten Ballerinas, wenn sie einmal anfangen, ihren Schwabbel zu schwingen und jeder Schritt sitzt. Oder, um von der Allegorie zum technischen Vergleich zu wechseln: Stellen wir uns die ebenfalls schwere Triumph Tiger Explorer vor. Ihr Reihendreier bringt viel Masse hoch ins Chassis, eigentlich ein Stück zu hoch. Wenn die Tiger einmal Übergewicht kriegt, ist das wie das Kalben eines Eisbergs vom Gletscher: Du kannst dieser Naturgewalt nur noch hilflos zuschauen. Hondas Eisberg dagegen kann der Fahrer beim Kalben noch verblüffend lange beeinflussen. Auf der Straße sorgt das für ein tolles Fahrgefühl. Doch ihren eigentlichen Wert beweist die Ausbalancierung im Glitsch.

Auf der Straße fährt der Crosstourer natürlich viel besser als die 250er. Oh Wunder mit Straßenreifen, Straßenfahrwerk und Straßenmotorauslegung. (Bild: Marc)

Der Herr Griesgram fuhr auf seiner Honda CRF 250 L nach Fußgänger-Navi, denn das findet Wege, die man sonst als Routen ausgeschlossen hätte. „Über diesen Berg müssen wir“, rief er, auf einen Waldhang deutend. „Schafft das der Crosstourer?“ Selbstverständlich! Das Croissant schafft ALLES. So dachte ich, und wurde bestätigt, als auf einem Weg, auf dem wahrscheinlich schon keiner mehr bergauf Fahrrad fahren würde, die Dämpfer durchschlugen, der Dampfer aber weiter seinen Kurs hielt. Trockenes Gras und trockener Waldboden, das kann jeder Straßenreifen, das wusste ich vorher aus meinem Hobby, dem absichtlichen Verirren in der Pampa. Traktionskontrolle aus, dann kam auch Vortrieb. Plötzlich jedoch fuhr mein Hinterrad einen Meter neben der Spur des Vorderrads. Das erhöhte meinen Puls kaum, weil die Honda dabei so aufrecht blieb. Sie blieb auch noch aufrecht, als das Vorderrad einen Meter nach links abglitschte, während das Hinterrad rechts überholte, was ich ganz erstaunlich fand. Aber dann kam der Stillstand, der die in der Relativgeschwindigkeit stabilisierende Kraft der Massenträgheit aufhob: pardauz.

Unter dem trocken aussehenden Gras floss eine Wasserader. Das Hinterrad riss oben das Gras samt Wurzeln aus und fand dann auf dem darunter liegenden nassen Lehm keinerlei Halt mehr. Und wenn die Honda mal liegt, dann liegt sie schlimmer als Triumphs Tiger, weil sie noch schwerer wiegt. Zu zweit kriegten wir sie im rutschigen Lehm nicht hoch. Wir brauchten drei Mann. Vorsichtig trugen wir das Croissant über die Wasserader, doch es wurde nicht trockener. Schließlich gaben wir auf. Wenn das eine Expedition gewesen wäre ohne Weg zurück, hätten wir die Honda sicherlich in zäher, stundenlanger Arbeit über die unterirdischen Bäche dieses Hügelkamms getragen. Aber es war eben keine Expedition, es war ein Urlaub. Wir richteten die Nase des Crosstourers gen Hang, dann rutschte ich bergab den Glitsch hinunter, bis wieder fester Boden kam. Wir nahmen einen anderen Weg, einen mit Kiesoberfläche, auf der mein V4 sich problemlos hochschaufeln konnte.

Lektionen in Demut vor Tigerreitern

Beeindruckt an diesem Tag hatte mich, wie lange sich dieses Motorrad von selbst stabilisiert und wie lange der Fahrer es über diesen Punkt hinaus stabilisieren kann. Mit selbst so Halbstraßenreifen wie auf der KTM 690 Enduro (Metzeler Enduro 3) wäre ich wahrscheinlich über die Wasserader gefahren, ohne sie überhaupt zu bemerken. Es wäre also interessant, wie sich die auf des Crosstourers Felgen passenden ContiEscape, Karoo 3 oder Sirac geschlagen hätten. Richtige Geländereifen wie TKC 80 auf einer Reiseenduro halte ich für Quark, weil man letztendlich immer über 90 Prozent auf Asphalt fährt, selbst zu Ausfahrten wie dieser, auf der man aktiv den Dreck sucht.

Wir kehrten zur Hütte zurück, einkaufen, kochen. Ich war unerwartet tot, schlief sofort nach dem Essen ein. Am nächsten Morgen war ich noch toter. Auf der Alpentour mit der KTM waren Herr Griesgram auf der 250er und ich auf der 690er immer die Ersten am Wartepunkt, und wir warteten, indem wir Schleifen über die Skipisten fuhren, während der Tiger-Reiter aus dem Sattel rutschte und liegenblieb wie eine lebende Pfütze im Nylon-Sack. Ich muss gestehen, dass ich damals dachte: „Der stellt sich aber an!“ Doch nach einem Tag Geländegraben auf der Gravitationslinse wurde langsam die Wahrheit klar: Schweres Gerät fahren ist selbst auf einfachen Schotterpisten einfach viel anstrengender als eine Enduro. Ich hatte sogar Muskelkater im Schultergürtel vom ständigen Umlegen des Gewichts von einer Seite auf die andere im Asphalt-Geschlängel. Zum ersten Mal verstand ich, wieso Fahrer von GS Adventure und Co. so gerne wie Rennfahrer geradeaus durch S-Schikanen fahren: Wahrscheinlich mögen sie Schräglagen wie wir alle, ihnen ist nur nach einem langen Tag von links nach rechts die Puste ausgegangen. Selbst ein längerer Hebel am Lenker ändert ja nur das Verhältnis von Kraft zu Weg. Die mechanische Arbeit, die getan werden muss, bleibt dieselbe.

Auf der folgenden Ausfahrt spürte ich dieses Karma, diese Erschöpfung, die der Tigerfahrer eine ganze Woche ertragen haben musste. Als wir also auf der immer hoffnungsloser werdenden Suche nach schneefreien Bergübergängen in immer schwierigeres Geläuf gerieten, stellte ich das Croissant irgendwann ab, schickte die 250er allein weiter zum Scouten, legte mich längs aufs Motorrad, döste und schrieb in Gedanken diesen Text. Tatsächlich hatte ich den Crosstourer etwas lieb gewonnen. Dieses freudig erregt klingende Fingertrommelgeräusch des V4 im Leerlauf, die Sitzposition für Fahrer wie Beifahrer, die Verarbeitung, die tolle Balance und das Doppelkupplungsgetriebe: Ich habe über die gesamte Tour kein einziges Mal geschaltet. Das von Hondas ATV stammende System hält dir im Gelände den Motor an und liefert Drehmoment ans Hinterrad. Die Konzentration bleibt frei fürs eigentliche Fahren, und das ist schwer genug.

Dieses Teil ist ein für Straßen gebautes Fahrzeug mit etwas emotionalem Zuckerguss, das muss einfach gesagt sein. Am schönsten passten ihr die Passagen über kleine Sträßchen, bedeckt mit Asphalt oder Schotter, die im Vogesen so üblich sind und für die unsere Motorrad-Altvorderen immer Allrounder empfahlen, was ich heute noch mache: Kauft mehr Street Triples und weniger Tiger Explorer! Geländeeignung gibt es beim Crosstourer nur in Anmutung. Meine Duke kommt im Gelände weiter als das Croissant. Fürs Gelände fehlen Kühlerverkleidung, Krümmerschutz, Bodenfreiheit, Federweg, ein 21″-Vorderrad, ein abschaltbares ABS und ein aufhebbares Gewicht.

Der Croissanttourer ist fett und trinkt zu viel. Aber das ist eben der Punkt: Einige der besten Menschen, die ich kenne, sind zu fett und trinken zu viel. Die würde ich nicht aufgrund dieser zwei Schwächen daheim lassen. Natürlich bleibt eine richtige Enduro spaßiger und anstrengungsärmer im Gelände zu fahren, genauso natürlich, wie ich fette Trinker nicht unbedingt zum Klettern oder Joggen einladen würde. Aber auf eine Fahrt in die Vogesen, mit leichtem ™ Offroad-Anteil? Jederzeit. Das Croissant ist mein fetter Kumpel geworden. Ich nehme in Kauf, dass wir dann einfach früher von der Piste an die Bar gehen als die 250er.

Ve shall return...
Ve shall return…

 

Diese Geschichte erschien auch im Motorradfahrer und in „Motorrad Abenteuer“. Wie immer möchte ich vor allem meinen Mitfahrern danken, die mir mit Fotos und der Geduld dafür halfen. Marc Szodruch und Ralf Zimmermann, ihr seid Gute!

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Kommentare:

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  • Volker Buescher meinte am 15. September 2016 um 22:13:

    Ich versuche es nochmal:
    REISE-Enduro…
    Ich will reisen (z. B. Schweiz – Nordkapp – Schweiz in 12 Tagen, oder Schweiz – Marokko – Schweiz in einer Woche), dabei nicht den Reifen wechseln müssen (also kein Sport-Tourer), gescheiten Wetterschutz haben (alle Naked-Bikes sind aus dem Rennen), gescheite Federung unterwegs haben (Alle Gross-Roller fallen aus), max. 260 kg Gesamtgewicht (alle Gross-Tourer fallen weg) und in D 200km/h Reisegeschwindigkeit (da fällt das „Kleingemüse“ weg)…

    Was bleibt: F800GS/GT, R1200GS/A, AfricaTwin, V-Strom 1000, Versys 1000, Tiger 800, KTM 1050

    Alles grosse Reise-Enduros…

    Der Sinn einer Reise Enduro ist m. E. nicht das im Matsch wühlen (das können leichtere Maschinen viel besser), sondern das bequeme Reisen auf der Langstrecke. Da sind sie besser als vieles andere auf dem Markt…

    Ich sehe auf den langen Strecken auch sehr viele Maschinen dieser Gattung, ev. hat das einen Grund?

    Warum legst du die Betonung auf Enduro anstatt auf‘s Reisen?

    • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 11:08:

      Rein zum Spaß. Ich dachte, das sei offensichtlich.

      • Volker Buescher meinte am 16. September 2016 um 11:19:

        Das ist mir jetzt viel zu einfach, auf die Reise-Enduros prügelt ja jeder ein…

        Dann würde ich mich über den Artikel freuen, bei dem eine Yamaha XV950 „Racer“ (251kg, 52PS) auf der Renne von Panigale, R1 und RR gebügelt wird…

        Da hätte ich dann auch meinen Spass 🙂

        • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 11:35:

          Reiseenduros sind das mittlerweile umsatzstärkste Segment, es ist also eher so, dass mehr Reiseenduristen über die „Joghurtbecher“ lästern, einfach, weil es mehr Reiseenduristen gibt.

          Ansonsten: Gute Idee mit der Rennstrecke! Wollte Ralf auch schon öfter in der Fastbike machen, die Hersteller ziehen da aber nicht mit. Aber vielleicht traut sich ja doch mal jemand.

        • Rogntüdü meinte am 17. September 2016 um 12:59:

          Moin,
          “Das ist mir jetzt viel zu einfach, auf die Reise-Enduros prügelt ja jeder ein…“
          die Fahrer sind ja auch erschreckend schnell beleidigt, das machts sehr einfach, wie die Harleyisten auch herrlich unsouveräne und einfache Spottopfer. 😀
          Ausserdem sind Reiseenduros nicht reine Lehre und Motorräder haben reine Lehre zu sein. Also beim Schwätzen halt beim Fahren sieht man ja an den Zulassungszahlen wie die Prioritäten liegen, man nimmt den hässlichen Reiseenduroentenschnabel und das eventuell höhere Gewicht halt hin weil das die einzigen richtig fetten Minuspunkte sind ansonsten hätte man nämlich 3 bis 4 Motorräder und grundsätzlich gerade immer das Falsche unterm Hintern.

    • Alexander meinte am 16. September 2016 um 12:38:

      Dieser Argumentation zufolge wäre ein Porsche Cayenne ein Reise-Geländewagen.

      Dass die Moppeds den Reise-Teil des Namens hervorragend erfüllen steht außer Frage. Aber wenn man ein Fahrzeug als Reise-Enduro bezeichnet, reicht es imho nicht aus, nur 50 Prozent des Gattungsnamens (wenn auch sehr gut) gerecht zu werden. Oder anders: Wenn man ein Fahrzeug als Reise-Enduro bezeichnet, finde ich es durchaus legitim zu kritisieren, dass es mit Enduro oft eben nicht besonders weit her ist.

      • Volker Buescher meinte am 16. September 2016 um 12:48:

        Gerne, aber dann auch die Kritik das es bei den meisten unter dem Label „Sport-Tourer“ verkauften Moppeds mit Sport auch nicht so weit her ist…

        Gleiches recht für alle…

        Die Kritik wagt aber keiner, während alle auf den Stelzentourern rumhacken…

        • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 13:22:

          Das kommt Dir so vor, weil Du halt am Reisesegment hängst und dem anderen nicht. Es ist ganz sicher nicht so, dass es niemand „wagen“ würde, was Schlechtes über Sporttourer zu schreiben, weil dann die gigantische Lobby von drei Personen dieses fast toten Segments dich überrollen würde. Es interessiert einfach kaum noch jemanden. Vielleicht könnte man die Super Duke GT als Sporttourer gegen Sportkräder stellen.

          • Volker Buescher meinte am 16. September 2016 um 13:44:

            Die Kritik, das man mit der SuperDuke GT keinen Motorrad-Urlaub machen kann (trotz serienmässiger Koffer), weil man nach 2.500 km auf der Karkasse rumrollt und das Ganze max. für den Wochenendausflug reicht habe ich noch nirgendwo gelesen…

            (Ex Fahrer einer K1300S, verkauft weil max. 2.200km Reichweite mit einem Hinterreifen. Meine Frau hat mich fast gekillt als sie von den 8 Hinterreifen für eine Saison erfahren hat…)

          • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 14:10:

            Ist das so mit den 2500 km? Ich kenne auch einen Kollegen, der auch auf der K 1300 hinten immer nur 3000 km weit kam. Das lag aber eben auch an ihm. Die Motorrad kam im Dauertest mehr als doppelt so weit, mit Tourenreifen auch weiter, und die fahren bestimmt nicht langsamer.

            Hat grad wer eine SD GT im Besitz, gibt es Daten?

        • Alexander meinte am 16. September 2016 um 16:21:

          In Tendenzen stimmt das wohl. Ich glaube aber, dass bei den Sport-Tourern die Diskrepanz zwischen Sport und Tourer deutlich geringer ist als bei den Reise-Enduros zwischen Reise und Enduro.

          Wir können uns aber auch einfach auf Reise-Geländewagen als Bezeichnung für den Cayenne einigen … 🙂

  • der Kommentar Poster meinte am 16. September 2016 um 9:41:

    Kann mich dem Vorredner nur anschließen:

    “Was bleibt: F800GS/GT, R1200GS/A, AfricaTwin, V-Strom 1000, Versys 1000, Tiger 800, KTM 1050“

    DAS sind Reisenduros, evtl noch die KTM 950/990 Adventure, aber doch bitte kein Crosstourer.

    Und sorry in jedem Beitrag über Reiseenduros schreibst du wenn so eine Maschine umfällt, bekommt man sie praktisch nicht ohne Kran hoch, das ist einfach nicht wahr, nur weil DU sie mit deinen Ärmchen und dem Körperbau eines veganen 15 Jährigen nicht hochbekommst heißt das lange nicht das es anderen auch so ergeht, also hit the Gym or stfu…Wir haben Motorräder schon auf Transporter/Kastenwagen GEHOBEN ca 1.2 m hohe Kante und das zu 2, aber das wäre für dich ja anscheinend ein Grund den Autoclub samt Kranwagen zu bestellen, in anderen Blogs fahren Frauen auch „fette hässliche“ Enduros, die haben anscheinend weniger Probleme wenn ihnen das Ding mal umfällt als du…. sorry aber musste mal raus

    • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 11:31:

      Dann lege ich dir mal eine Versys 1000, die ja offenbar eine „richtige“ Reiseenduro ist, während der Crosstourer das nicht ist (steile These übrigens) auf lehmigen Waldboden und du hebst sie dann auf mit der Kraft deines Fitnessstudios. Dabei wird sich zeigen, dass dein Körperbau einer Kartoffel mit Macaroni dran dir dabei auch nicht weiterhilft, weil der Boden zu glitschig ist. Deshalb stehe ich daneben und halte eine Kamera.

      Weils mal „raus“ musste, hoffe ich, dass Besserung eintrat. Für die weitere Diskussion bitte ich nach dieser nach Eigenaussage nötigen Entlüftung um einen an verbal übliche Umgangsformen angepassten Tonfall.

    • Alexander meinte am 16. September 2016 um 12:38:

      “Wir haben Motorräder schon auf Transporter/Kastenwagen GEHOBEN ca 1.2 m hohe Kante und das zu 2, …“

      Abgesehen von den mit Sicherheit deutlich weniger widgrigen Umständen ist „Motorrad“ alleine auch äußerst relativ.

  • Michael Richartz meinte am 16. September 2016 um 11:18:

    Lieber KommentarPoster,

    das mag ja Deine Meinung sein, aber warum in diesem giftigen Tonfall? Und macht Dich eine große „Hebeleistung“ zu einem besseren Motorradfahrer?
    Ich habe übrigens letztens zu meiner eigenen Überraschung meine MT-01 auf einem Schotterparkplatz alleine wieder hochgekriegt.

    Und Volker Büschers Beitrag finde ich erhellend. Ich selbst kann den großen Reiseenduros optisch und auch sonst nichts abgewinnen – aber wenn man wirkliche Langstreckentouren komfortabel zurücklegen will, haben die Dinger Vorteile. Ist eine Frage der Priorisierung. Ich bin eher der Meinung, daß das Motorrad schön und besonders sein soll. Dafür darf es dann auf längeren Strecken gerne etwas weh tun…..

    • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 11:40:

      Ich finde es auch erstaunlich, wie wenig es vielen Freunden egal welchen Segments möglich ist, andere Meinungen als Meinungen stehenzulassen statt sie als tätlichen Weltbildangriff wahrzunehmen. Siehe auch die Harley-Kommentare.

      Eine gute Reiseenduro soll jederzeit in unserer Gruppe mitfahren, solang der Fahrer entspannt ist. Es ist mir vollkommen klar, warum jemand so ein Teil wollen könnte. Soll er. Er soll mir halt auch lassen, dass ich lieber was Anderes fahre. Ich hasse es, wenn mir jemand erzählen will, dass seine Art des Motorradfahrens die einzig richtige sei, egal, ob nun Tourenfahrer oder Neubärte. Es ist nur eine Meinung.

    • der Kommentar Poster meinte am 16. September 2016 um 12:02:

      @Michael Es geht hier nicht ums Motorradfahren an sich, und nein es macht mich keineswegs zu einem besseren Fahrer. Aber wenn ich mich dazu entschließe abseits der Strasse, teils alleine im Gelände herumzupreschen muss ich damit rechnen das mir das Bike mal umkippt und ich es aufstellen muss, wobei das weniger eine Frage der Kraft als der Technik ist.
      Aber eine für sich selbst scheinbar unlösbare Aufgabe, die aber für den Grossteil der Fahrer nicht wirklich ein Problem darstellt, immer als Riesen-Manko abzustempeln, sich praktisch darüber lustig zu machen wie utopisch der Vorgang ist finde ich genauso wenig richtig wie ein Burger Liebhaber der auf Supersportler schimpft weil er mit seinem Bauch nicht Platz hat..wenn schon etwas neues probieren, dann bitte nicht mit der „tja, tuh ich mir das halt mal an damit ich nacher erst richtig darüber schimpfen kann“ Attitüde.
      @Clemens Und was war mit dem „Planeten“ Tiger den ihr angeblich nur zu 4! wieder hochbekommen habt? Auch lemiger Untergrund auf der Schotterstrasse ? Mich stört weniger was du schreibst sondern wie du es schreibst, man merkt einfach deinen puren Spott und deine Abneigung gegenüber diesem Thema, da fragt man sich wozu machst du das überhaupt wenn es so lächerlich/umständlich/sinnlos und nur für alte/fette Männer ist die kaum aufs Moped kommen…

      • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 12:38:

        Ich schreibe das zum Spaß. Du solltest es also nicht superernst nehmen. Wie bei Deinem Nudelbeispiel: Wenn ich morgen Lust drauf habe, Nudeln in Textform zu hassen, dann mach ich das.

        Zur Frage: Die Tiger mussten wir zu viert hochschieben, weil sich ihr Hinterrad an einer steilen Stelle in der losen Erde eingrub. Mit Schwung wärs gegangen. Oder mit Schieben.

  • Patrick meinte am 16. September 2016 um 12:15:

    @alle: don‘t feed the troll…

    • der Kommentar Poster meinte am 16. September 2016 um 12:22:

      Kein trollen, nur ernst gemeinte Fragen mit leichter misanthropie gegenüber sogenannten Hatern die zb sagen: Ich hasse Nudeln, habe sie nie gemocht und werde sie nie mögen aber ich schreibe darüber wie scheisse sie sind…

      • Volker Buescher meinte am 16. September 2016 um 12:43:

        Kommt einem vor die die Diskussion Apple / Android, wo sich die jeweils andere Fraktion in diversen Foren darüber auslässt wie schlecht die „anderen“ sind.

        So kommt mir Clemens Spott auch vor: „Ich fahr die Eisenschweine ja nicht, aber drüber herziehen kann man ja mal…“

        DESWEGEN habe ich mal versucht darzustellen, das es gute Gründe für grosse Reise-Enduros gibt. Mir ist aber auch klar das nur der geringste Teil der Fahrer die Stelzentourer auch auf der Langstrecke einsetzen.

        Ich habe gerade den Job gewechselt und muss jetzt aus dem Speckgürtel 40 km in die Innenstadt. Da werde ich sicher nicht mein Stelzenmopped nehmen, sondern ich werde mir eine Honda SW-T 400 / 600 oder ähnliches anlachen…

        Ist übrigens die gleiche Gewichtsklasse 🙂

        Immer das fahren, was zum Einsatzzweck passt. Ideologien, oder wie das Zweirad aussieht ist mir so was von egal. Soll aber wohl Web-Klicks geben, solche Diskussionen anzuzetteln… 😉

        • der Kommentar Poster meinte am 16. September 2016 um 12:57:

          THIS !

        • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 13:10:

          Ich fand den Croissant toll. Kritik an seinen Schwächen erlaube ich mir trotzdem. Ich find auch meine KTM toll. Kannst mal lesen, was ich in der MO über ihren abscheulichen Tacho geschrieben habe. Nicht für Klicks/Käufe, sondern weil es nötig ist, es deutlich zu sagen. Und zum Spaß natürlich. Lästern ist halt lustig.

  • Volker Buescher meinte am 16. September 2016 um 12:54:

    Jetzt habe ich DAS Gefährt für meinen Weg zur Arbeit gefunden!

    Der Stelzenroller:

    http://www.motorradonline.de/motorraeder/neuvorstellung-honda-x-adv/697462

    🙂

    • Clemens Gleich meinte am 16. September 2016 um 13:12:

      Oo! Damit fahr ich nach Patagonien!

  • Michael Richartz meinte am 16. September 2016 um 14:02:

    Ich bin den Croissant auch ausgiebig Probe gefahren. Es war wirklich verblüffend, wie schnell man sich an das DSG gewöhnt hat. Den fehlenden Kupplungs- und Schalthebel habe ich nicht einmal vermißt bzw. aus Versehen zu betätigen versucht. Dazu noch eine lernfähige Software, die schon auf der Probefahrt angefangen hat, sich meinem Fahrstil anzupassen (“Nein, wir schalten jetzt noch nicht hoch!“). Und bequem war das Ding auch. Nachteile sind halt das hohe Gewicht, die für mich ungewohnt hohe Sitzhaltung, die einen anderen Fahrstil erfordert und das furchtbare Design. Zu dem gehört neben todlangweiligen Farben auch ein Digitalinstrument, das man auf eine 125er schrauben kann, aber nicht auf so ein Premiumgefährt. Wenns die Straßen-1200er mal etwas mehr „naked“ geben wird, dann kaufe ich die.

  • Rogntüdü meinte am 18. September 2016 um 11:15:

    Moin,
    was mir so zu dem VFR Unterbau noch einfällt, ist hier eventuell die kleinere also der Crossrunner mit dem 800er auch das bessere Motorrad? Die hat auch knackige 30kg weniger.

    • Clemens Gleich meinte am 19. September 2016 um 16:06:

      Crossrunner ist tatsächlich ein ganz netter Tallrounder. Gibts halt nur mit Alufelgen, muss man also etwas vorsichtiger fahren bei schlechten Strecken. Mit Euro 4 dürfte der 800er-Motor aber dann wahrscheinlich am Ende seiner Entwicklung sein. Wenn da noch was kommt, bin ich erstaunt.

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