2016: it is murder

Letzte Woche war ich auf einer Beerdigung, da kam ich nicht zu meinem wöchentlichen Artikel hier. Seht es mir nach. Florian ist indessen einige hauptsächlich grafische Probleme der Website angegangen. Wie immer: Bescheid sagen, wenn euch etwas auffällt.

An die Fettdiskussion musste ich auch letztens denken, weil ich für den Sport einige Kilogramm Masse aufbauen möchte, dabei aber stagniere. Ich habe festgestellt, dass ich einfach zu wenig esse. Mein alter Kollege, der Wikinger hat gesagt, für meine Größe und mein Training müsste ich wohl deutlich mehr als das Doppelte des jetzigen Intakes essen, wenn ich wie geplant Masse aufbauen will. Also funktioniert mein Hunger auch nimmer so wie damals. Als ich in jüngeren Jahren sportelte, hatte ich einen zum Verbrauch passenden Hunger bis hin zur Familienpizza alleine fressen. Offenbar kaputt gegangen. Jetzt muss ich wie jeder Andere, der sein Gewicht ändern will, auf mein Essen achten und mich mit einem Plan an anderes Essen gewöhnen. Der Wikinger baut mir so einen Plan. Das ist tatsächlich nötig, denn ich tendiere ohne Plan dazu, mir zum mehr Essen größere Teller aufzuladen und dann nach ein paar Happen alles dem Hund zu geben, als könne der für mich das Fressen übernehmen. Er hat schon 2 kg zugenommen. Ich erzähle das, weil ich lachen musste, denn natürlich sagt jeder: „Na, dann iss halt einfach das Doppelte.“ Wahrscheinlich hören Leute, die abnehmen wollen, dasselbe andersrum: „Iss halt einfach die Hälfte.“ Umgewöhnung dauert halt „einfach“ ein bisschen, und ohne Plan lügt man sich „einfach“ meistens selber in die Tasche. Der dicke Hund sei mein Zeuge.

Was mich im Herbst 2016 noch beschäftigt: Ich beobachte, dass sehr viele Leute im Bekanntenkreis deutlich empfindlicher auf Kälte reagieren als sagen wir: vor fünf Jahren. 12° C wird als krass kalt empfunden, Motorräder bleiben stehen. Jetzt hat es für den November recht normale 4° C und ein ungewöhnlich hoher Anteil kommentiert das, als sei die Eiszeit doch noch über uns hereingebrochen. Meine vorläufige Theorie dazu lautet: Wir haben uns an eine höhere Durchschnittstemperatur gewöhnt, weil diese in den letzten drei Jahren kontinuierlich stieg, jedes Jahr auf neue Rekordwerte. Also sind 12° relativ betrachtet ja wirklich kälter als früher. Ich habe mich an MO 1-2017 mit einem Text über das Fahren im Winter beteiligt und erwarte nun im neuen Temperaturempfinden viel Flak dafür.

Die KTM 690 Duke R steht jetzt auf Michelin Pilot Power 3. Damit bin ich zur alten Atomraketenbasis (Nike-Abwehrsystem) bei Wurmberg gefahren für die Lost Places. Es war recht kalt und feucht, sodass ich noch nicht abschließend sagen kann, wie gut die PP3 zur Duke passen. Die tiefen Schräglagen fehlen. Ich hoffe, ich kann Guido vom Roadster davon überzeugen, dass ein Betreten der alten US-Anlage zwar wohl nicht legal ist, aber in unserer Trump-Time einfach als dreistes „ist doch schon okee so“ verargumentiert werden könnte. Ich meine: Der Donald macht das ja genauso. Er wär mein schlechtes Vorbild gewesen. Drückt mir die Finger. Und bleibt mir alle am Leben. 2016 dauert ja nimmer so lange. Wir schaffen es vielleicht noch …

Kommentare:

ältere
  • Jörg Auerswald meinte am 1. Dezember 2016 um 10:32:

    Das mit der Kälteempfindlichkeit ist mir auch aufgefallen. Kaum noch Zweiräder unterwegs. Aber mir ist das Wurscht. Muss man schon nicht mehr so viel grüßen…..
    -7°C (wie gestern) sind im November genau so „frisch“ wie im Januar.
    Dem Ganzjahresfahrer ist das egal.

    Gruß an alle und…… oben bleiben.

  • Volker meinte am 1. Dezember 2016 um 18:20:

    … mir ist die Startprozedur der Sempre Competizione zu kompliziert. Bis dahin bin ich schon länhst mit dem Radl dort, wo ich hinwill. Außerdem steht die Alptraumdose als Staubfänger davor. Aber jetzt, wo es Winter wird, beginnt ja die Endurosaison und es ist nicht mehr Hinz und Kunz auf den semilegalen Strecken unterwegs.

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