VWs Software-Update hat nach AMS-Recherchen bei vielen Kunden dazu geführt, dass AGR und Partikelfilter teils nach erschreckend kurzen Distanzen komplett zusetzen. Für die, die sich über die Zögerlichkeit bei den Kunden wundern, das einzuspielen.

Ob VW den Schaden bezahlt, prüfen sie in der berüchtigten „Einzelfallentscheidung“. Es passiert also auch, dass die Kosten teilweise oder ganz beim Kunden bleiben.

Kommentare:

ältere
  • Frank meinte am 10. November 2017 um 7:16:

    Und so vergeigt man den letzten Rest an Vertrauen seiner Kunden. VẂ? Freiwillig? Von meinem privaten Geld? Never ever.

  • Volker meinte am 10. November 2017 um 12:41:

    Überraschung. Nicht.

  • 3-plus-1 meinte am 10. November 2017 um 15:02:

    Oh, das kannte ich aus dem VAG-Konzern so ähnlich als Bericht von einem Bekannten. Der hatte einen gebrauchten Audi 100 Avant wo Audi erst eine Biodieselfreigabe herausgegeben und dann wieder zurück gezogen hatte. Bei ihm als Gebrauchtkäufer fiel dann die Einspritzanlage aus, weil der Vorbesitzer eben Biodiesel getankt hatte (als die Freigabe noch bestand).

    Natürlich war das ein vom Kunden zu bezahlender, bedauerlicher Einzelfall. Aber so kennen wir die Händler ja von Deutschlands umstatzstärkstem Null-Kulanz-Unternehmen. Also bitte, nicht meckern, sondern stillschweigend zahlen. Auch du bist dann ein Teil der Masse, die dafür sorgt, dass es „Deutschland so gut wie nie“ geht.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-vw-macht-trotz-abgasaffaere-deutlich-mehr-gewinn-a-1174967.html

    Mich mussten übrigens erst Triumph und Yamaha davon überzeugen, wie toll doch so ein Dreizylinder ist. Nach den Erfahrungen im Familienkreis mit dem zündspulenfressenden Ganz-schnell-Totalausfall-Motor (als 1.2 Benziner in diversen Modellen), hielt ich das Motorkonzept vorübergehend für ursächlich.

  • Rogntüdü meinte am 12. November 2017 um 16:48:

    Moin,
    oh oh ziemlich unfein das ist. Bei einem Kollegen und dessen Bruder ist genau das nach dem Update auch passiert, ich muss zugeben das ich nicht gedacht hätte das es so viel Probleme macht.
    Zeigt aber mal wieder schön was mich an dieser Industrie schon länger nervt, da wird selbst bei nicht lowest budget Produkten wirklich bis auf das letzte Bisschen runtergespart und unterhalb grenzgradig ausgelegt, soweit das es einem als Kunden echt weh tun kann.
    Nebenbei kommt mir da so ein übler Gedanke, hätten die den Motor von vorneherein ohne Beschiss ausgelegt hätten die wahrscheinlich jedes Bauteil deutlich haltbarer ausführen müssen jetzt wird an den Mistkübeln nach und nach alles verfrüht den Geist aufgeben, die an Direkteinspritzern eh schon anfälligen AGR Systeme strecken halt zuerst die Hufe hoch. (Mitsubishi hatte da bei ihren GDIs um die Jahrtausendwende auch ein fieses Problem, die meisten dürften mittlerweile mit abgeschalteter Abgasrückführung rumgurken)

  • Volker meinte am 14. November 2017 um 14:11:

    Achja, zu meinem VAG-Produkt (wegen der sprichwörtlichen Zuverlässigkeit und der Ringe auf dem Kühler nenne ich ihn auch „olympischer Alptraum“) gäbs auch noch was Neues: Vor rund 30Mm mysteriöser Kühlwasserverbrauch ohne offensichtliche Undichtigkeit und Startprobleme – lief kurz nur auf 3 Zylindern.

    Ursache: Zylinderkopf. Wassereinruch im Brennraum. Es wurde die Dichtung getauscht (beim niedergelassenen VAG-Händler, für 1k5€), das Problem verschwand. Bis vor Kurzem. Da ich nun nicht jeden zweiten Ölwechsel einfach mal den Zylinderkopf runternehme, hielt ich Rücksprache.

    Ja, das könne schon mal vorkommen, da würden sich gelegentlich Risse bilden oder solche, die ursprünglich irrelevant waren, vergrößern, da stecke man nicht drin, Pech eben, Kulanz sei eine Einzelfallentscheidung. 1500x Pech, präzise ausgedrückt. Ich solle mal rumkommen, man würde sich das anschauen. Ggfs. müsse eben der komplette Zylinderkopf getauscht werden, rund 4k5€ könnte man mir da in Aussicht stellen.

    Bei einem ca. 20 Jahre alten und 230Mm gelaufenen Auto. Eh klar. Für den Tarif kriege ich zwei komplette Rumpfmotoren. Und vielleicht den rumänischen Schwarzarbeiter gleich mit dazu.

    Ergo: Mit der deutschen Automobilbaukunst ist es nicht mehr allzu weit her, im Kundendienst hat man sich auf Neufahrzeugberatung und Wartung nach Servicehefterl zurückgezogen.

    Gut, daß es in München noch eine (ja, EINE) Werkstatt gibt, die Zylinderköpfe überprüft und tatsächlich repariert. Außerhalb des Vertragshändleruniversums soll das ja noch möglich sein.

    Nein, Bock auf ein neues VAG-Produkt habe ich keinen mehr, gerüchteweise hat BMW – so gerne ich die Marke auch schelte – das Dieselproblem, mit all seinen NOx-CO-AGR-Versottungs-Thermofensterimplikationen besser im Griff. Motoren bauen konnten sie ja schon immer.

    Ob ich in der Peripherie allerdings 1001 ständig gongende Assistenten und den restlichen Fahrerbespaßungskram will, muß ich bedenken.

    … 50us später: Nein. Eher nicht.

    Aber vielleicht kann der Clemens mir eine Karre empfehlen, als Gewichtsnazi und Fahrdynamikdschihadist steht er mir in der Erwartungshaltung ziemlich nahe.

  • Clemens Gleich meinte am 14. November 2017 um 14:37:

    Kauf einen Koreaner. Nix Besonderes, auch nix Leichtes, aber die strengen sich einfach noch mehr an. Wenn da was ist, geben sie mehr Kulanz, auch die Händler.

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