Der Anfang und das Ende der Fastbike

Pipi inne Augen: Die Fastbike ist eingestellt, Ralf hat Insolvenz beantragt. Zwischen Medienkrise und dem überall stark sinkenden Interesse wurde das Heft zerrieben. Mir fiel das Phänomen in den letzten Jahren auf, in denen ich recht viel Autogeschichten gemacht habe: Rennsport egal wie, egal wo, egal wer, wird als Geschäft immer schwieriger. Die Deutschen Motorsportbehinderer (DMSB) sehen das Fischereihafenrennen „wie Formel 1 in Monaco“. Aber eigentlich wollen sie das Fischbrötchen-Event gar nicht machen, also arbeiteten sie so verquer und zäh, dass es 2017 fast kein Rennen gegeben hätte und 2018 sicher kein Fischereihafenrennen geben wird: keine Planungssicherheit. Die Behinderer hätten noch am Renntag alles abblasen können. Alles Betteln um eine sichere Planung half nichts. Da hätte ich mich auch nicht hingestellt und hätte den Leuten Tickets verkauft, schon um deren Wochenendplanung und meines Lebensunterhalts willen. Die Formel E kriegt trotz bergeweise Gratistickets selbst auf den für sie so prädestinierten Stadtkursen die Tribünen nicht voll. Die Formel 1 kämpft auch, will mit der Zeit gehen und schafft die Grid Girls ab, als ob es an solchen Details gelegen hätte. Der Zombie IDM schlurft 2018 nun doch wieder herum, hat sich allerdings mit der Position des Events ohne Zuschauer abgefunden: Die Motorradhersteller und Teams finanzieren die Veranstaltung. Und so weiter mit den Markern. Über die Medienkrise habe ich ja schon genug geschrieben.

Ich möchte was Anderes sagen: Ich bin froh, dass sich Ralf getraut hat, seinen Traum eines Rennsporthefts zu verwirklichen – in einer Zeit, in der Rennsport bereits schwierig war und die Medienkrise ebenfalls längst wütete. Wenn jemand etwas wagt, dann kann es eben schiefgehen. Vor allem wir Deutsche vergessen sowieso gern, dass schlicht die meisten Versuche schiefgehen. Andere lernen daraus: mehr Versuche wagen! Deutschland hat daraus gelernt: mehr Versuche vermeiden. Umso höher bewerte ich Ralfs Mut. Es lag auch nicht an den Skills in Sachen Magazin oder Text: Ralf gehört zu den besten Textern, die ich kenne, in Deutschland und weltweit. Als er mir damals half, das britische Print-Magazin von Top Gear für das Pilotheft in ein schnittiges Deutsch zu übersetzen, waren seine Rekonstruktionen des britischen Stils, der besonderen Stimmung in deutscher Sprache die mit Abstand besten. Er war auch ökonomisch erfahren: über 30 Jahre Selbständigkeit. Manchmal läuft es eben dumm. Siehe auch: Touratech. Ob man diese Gewichtshersteller nun mag oder nicht: Sie haben das Meiste richtig gemacht und mussten dennoch kürzlich aufgrund einer Fehlkalkulation Insolvenz anmelden (auf dem Weg der Besserung, keine Angst). Da will ich gar nicht eitel sein: Mir kann das genauso passieren, obwohl ich auch schon immerhin 15 Jahre Selbständigkeit auf dem Tacho habe. Die ganzen Leute, die händeringend gute Texter für Anzeigen, Magazine oder was auch immer suchen: Ralf hat demnächst wahrscheinlich mehr Zeit für sowas.

Fast & Me

Die Fastbike und ich kamen damals interessanterweise beide zur selben Zeit aufeinander zu. Ich kannte das Heft, weil wir es in der MO-Redaktion als Abo hatten. Ralf kannte mich aus MO-Geschichten. Nachdem ich bei MO gekündigt hatte, dachte ich mir: Jetzt kannst eigentlich mal da eine Geschichte in diesem schön britischen Stil machen, den die Fastbike zelebriert. Bevor ich anrufen konnte, meldete sich jedoch Ralf schon und fragte, ob ich nicht mal genau so eine Geschichte machen möchte. Also hing ich schlaflos in Le Mans ab und stoppte ein Langstreckenteam, fuhr mit der S 1000 RR die seltsamsten Orte Deutschlands ab und schrieb ein paar meiner allerbesten Kolumnen. Warum? Weil die Leserschaft wie eine Familie war, deren Gefühle ich so eng teilte, dass es einfach war, sie auf einen Punkt zu formulieren, an dem wir alle nicken konnten: So ist es.

Das ist umso erstaunlicher, als ich nie genügend Geld hatte, wirklich Rennstrecke zu trainieren, und das in der Schreiberszene übliche „Redakteur lernt fahren“ als Serie wollte ich der Welt wirklich nicht ein weiteres Mal antun. Damit stellte sich das Scherenproblem „Fast Bike – Slow Rider“. Ich lernte bei der Fastbike das, was ich Jochen Soppa damals bei der MO nicht so recht glauben wollte: Der Job des Redakteurs ist das Schreiben. Das schnell Fahren ist der Job des Rennfahrers. Also bezog ich wo immer möglich Rennfahrer-Input in die Tests ein, mischte sie mit meinen Gefühlen eines Motorradnormalos und bin bis heute der festen Ansicht, dass diese Mischung die beste für einen Schnellmotorradtest ist, weil sich die Dinger ja außer den ganz Schnellen auch die ganz Normalen kaufen. Ich liebe Rennstreckenfahren, mache es aber so selten wie die meisten Motorradfahrer, weil mindestens 500, 600 Euro pro Wochenende tutti completti einfach viel Geld sind für einen Schreiber. Das war dann okay für mich, hat sich sogar als gut herausgestellt: Wenn ich es geschafft hätte, wie Toby mit viel Arschaufreißen gute Zeiten zu fahren (großes Wenn), dann stünde ich heute da mit einer teuer erworbenen Fertigkeit, die niemand nachfragt. Fastbike ist weg, und wie lange es die PS trotz des großen Verlags im Rücken noch gibt, darauf mag ich auch nicht wetten. In den Breiten-Magazinen kommen die Sportgeschichten auch immer seltener, weil schlechter an bei der Leserschaft. Sie interessiert sich für Anderes. Kohärente Texte zu wechselnden Themen werden dagegen weiterhin stark nachgefragt.

Aber genau weil die Sonne des Rennsports sinkt, sollen vor allem die Jüngeren, Nachfolgenden wissen: Die Racing-Szene ist die Nische, aus der alle wahren Geschichten von Kameradschaft unter Motorradfahrern stammen. Wenn ich in eine Boxengasse stolpere, dann kann ich entspannt ausatmen: Endlich normale Leute. An der Rennstrecke gibt es diesen ganzen Tourenfahrer-Bullshit nicht, weil dummes Gelaber es nicht überlebt, wenn man zusammen rausfährt und sieht, was Sache ist. Es geht um Sport, deshalb laufen in der Racing-Szene viel mehr gemeißelt aussehende Menschen herum, während sie sonst im Motorradhobby eher wie in der Küchenmaschine für Weihnachten geknetet aussehen. Man hilft sich gegenseitig bei egal was, weil jedem Eines klar ist: Egal, wie gut du bist, du kannst trotzdem auf die Fresse fliegen. Und deshalb glaube ich, dass Ralfs erworbene Familie ihm mit egal was helfen wird. Ich weiß ganz sicher, dass das für mich gilt.

Kommentare:

ältere
  • Ralf meinte am 7. Februar 2018 um 14:48:

    O.k. Bis jetzt war alles einfach nur zum Heulen. Aber jetzt flenne ich wie ein kleines Kind. 1000 Dank für die schönen Worte, auch für die in den letzten neun Jahren. Rotwein gibts aber trotzdem nicht mehr …

    • Frank meinte am 7. Februar 2018 um 21:04:

      Hallo Ralf,

      ich will Dir einfach nur „Danke!“ sagen, für das Konzept, das Heft.
      Es hat viel Spaß gemacht, es zu lesen. Ihr habt mir das Fischerreihafen Rennen 2015 „geschenkt“.

      Ich finde es sehr sehr schade, das es vorbei ist. *schnief*

      Trotzallem, tiefe Verneigung und halt mit Uta die Ohren steif.

      LG
      Frank

  • Thorsten Stephan meinte am 7. Februar 2018 um 15:35:

    Lieber Clemens, das hast Du wahre Worte nicht nur in gewohnter Gleich-Manier in die Tastatur gemeißelt. Trotzdem war es diesmal etwas anders, mit ehrlicher Betroffenheit. Respekt. Ich sehe die Entwicklung leider auch, hab aber auch keine Idee, was man ändern kann. Schade, so geht ein Stück Kultur dahin. Vielleicht muss es so sein. Ich wünsche dem mutigen Ralf Steinert, dass sich schnell eine neue Tür auftut.

  • Elke Schäfer und Klaus Hinterschuster meinte am 7. Februar 2018 um 16:22:

    Hey, Ralf, wir von MOTORRADSTRASSEN drücken Dir die Daumen, dass Du bald wieder Licht am Ende des Tunnels siehst.
    LG Elke und Klaus

  • David meinte am 7. Februar 2018 um 16:40:

    Finde ich extrem schade. Ich war Abonnent seit ungefähr 2012 und die Fastbike ist echt das einzige Magazin, das man lesen konnte. Bei allen anderen habe ich immer das Gefühl, da arbeiten nur ewig gestrige, bräsige alte Männer, die sich ständig über alles wundern müssen, was heute eigentlich normal sein sollte (moderne Technik, „das Internet“, Frauen, nicht-fette Motorradfahrer…). MO ist da noch einigermaßen erträglich, aber auch nur wegen der bisschen verrückten Reisegeschichten. Sehr, sehr schade.

  • Svendura meinte am 8. Februar 2018 um 9:05:

    Die Rennfahrergeschichten vermisse ich nicht, das hat mich nie erreicht, nie interessiert. Aber gute Storys im lässigen Stil über Fahren und Reisen mit ohne Touratech und Hotelbuchungsbiertischgruppen find ich klasse. Die lese ich ausgesprochen gern.
    Dass aber ein weiteres Print-Magazin eingestellt wurde, das ist tatsächlich schade in sich.

  • Made meinte am 8. Februar 2018 um 13:56:

    Sehr sehr schade, dass es die Fastbike nicht mehr gibt ! ! !
    Ich hatte die Zeitschrift 2 oder 3 Jahre lang im Abo ( das sog. „Abo-Hasser-Abo“ ) dann das Abo aber nicht verlängert da ich wie Clemens einfach a) keine Zeit und b) auch zu wenig Geld für regelmäßigen Rennstreckenbesuch habe. Dem Ralf auf diesem Weg alles Gute für die weitere Zukunft und Respekt für die gebrachte Leistung !

  • Guido meinte am 9. Februar 2018 um 21:08:

    Leider Gottes haben wir in puncto Rennsport keine „englischen“ Verhältnisse! Dort gibt es immer wieder Zeitungen/Reportagen, die das Geschehen an , auf und um die Strecke in humoriger aber fachkundiger Art dem Leser „rüberbringen“. Die Rennen selber sind trotz hoher Luftfeuchtigkeit gut besucht und bringen Action auf teilweise haarsträubenden Pisten mit vollem Teilnehmerfeld. Prominente Rückkehrer aus der SB-WM oder jugendliche Aufsteiger sind das Salz in der Suppe. an den hiesigen Verhältnissen kann man fast verzweifeln. Schnelle Nachwuchsfahrer versinken schnell im Alltag und hier gibt es absolut keine Lobby! Die Fastbike war der letzte Leuchtturm der schreibenden Zunft . Dieser Enthusiasmus wird bitter fehlen.

  • Anderson meinte am 10. Februar 2018 um 21:16:

    …Ich war kurz davor mein PS Abo zu kündigen und nur noch Fastbike zu lesen. Hatte damals Heft 1 glücklicherweise am Flughafen entdeckt und bin nicht mehr davon losgekommen. Sehr schade…Nie fühlte ich mich näher am echten Rennsport für den mir einfach Zeit und Talent fehlt..

  • Andre meinte am 12. Februar 2018 um 13:58:

    Ich habe davon erst am Wochenende mit einem Brief von einem Anwalt aus Düsseldorf erfahren das es zu Ende ist.
    Ich hoffe das Ralf vielleicht doch noch eine Möglichkeit findet weiter zu machen, evtl. als E-Mag oder auch einfach nur Online wenn das finanziell machbarer sein würde.
    Ansonsten bin ich auch bereit 10 Euro für die Fastbike zu zahlen.
    Die anderen Zeitschriften sind zum größten Teil so schlecht das mir der Spaß am lesen vergangen ist, bis auf zwei bis drei Redakteure die es drauf haben ( meist bei der Mo).

  • Mugello...321 meinte am 12. Februar 2018 um 16:36:

    Ja, das ist ein echter Jammer. Hatte das Abo viele Jahre und habe es immer sehr genossen. Super professionelle Aufmachung, tolles Layout.

    Das Internet mit seiner 24/7 Verfügbarkeit killt offensichtlich alles. In den USA im letzten Jahr: Sport Rider: tot, Motorcyclist: reduziert auf 6x/J, Cycle World: gerade reduziert auf 1x/Q – und das waren Magazine mit wirklich großen Auflagen. Keine Ahnung wo das endet.

    Und zum Markt: Ich würde nicht sagen, dass die Rennstreckentrainings weniger werden, ganz im Gegenteil. Die top Events bei Speer & Co sind immer sehr schnell voll. Aber klar, das kostet eine Stange Geld. Die € 500 – 600 von Clemens für ein WE möchte ich aber mal sehen. Die Anmeldegebühr ist ja schon so hoch. Ich denke unter Faktor zwei geht da gar nichts und das ist noch Schmalspur. Ich bin immer wieder überrascht wie viele Leute doch die Kohle dafür haben.

    Ehrlicher als auf der Rennstrecke geht es nirgendswo zu. Das empfinde ich auch so. Wie auch? Das Bike und die Strecke. Alle Sprüche werden verblasen. Daher: Davon loskommen ist ganz schwierig.

  • Andi T meinte am 15. Februar 2018 um 11:52:

    Ich habe über das Aus der FastBike auch erst über das Anwaltsschreiben erfahren und bin wirklich traurig. Ich „konsumiere“ auch Motorradseiten im Internet und kaufe/abonniere und lese mindestens zwei weitere Motorradmagazine. Die FastBike war dabei mit Abstand mein Lieblingsmagazin. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber für mich war es eben nicht das „Nachrichtenmagazin“ der Motorrad-Rennsportszene. Ich bin auch kein athletisch austrainierter Hobbyracer, der auf dem Kringel um Pokale fightet. Ich bin ein alter fetter Sack, der trotzdem unbändigen Spaß am schnellen (oder was ich so schnell nenne …) Motorrad fahren hat und daher auch gerne mal ein Trackday besucht. Und (ja, ich war das) auch mal ein IDM-Rennen. Oder – zu Schittko´s Zeiten – auch die SuperDuke-Battles (Konrad mal zu mir: Komm mal mit, ist wie Schrebergarten, nur mit Moppeds). Für mich war die FastBike eher ein Magazin zum träumen und staunen. Über die vielen positiv Verrückten in der Szene, die technischen Lösungen beispielsweise bei Langstreckenbikes und eben wie punktgenau Ralf einem diese Dinge nahebringen konnte. Ich sag mal so: Eine Men´s Health oder GQ oder wie die Hefte heissen kaufen sich ja vermutlich auch nicht nur Profisportler oder Fitnesscoaches, sondern auch Menschen mit (evtl. auch eingebildeten) Defiziten. Und Reisemagazine ebenfalls nicht nur Leute, die gerade konkret eine Weltreise in Planung haben. Und so hat mir Ralf mit der FastBike jedes Mal die Tür zu einer Welt geöffnet, die ich irrsinnig spannend und faszinierend finde, in die ich aber viel zu selten selber eintauchen kann und konnte.
    Gleichzeitig tut es mir für Ralf und Uta unheimlich leid. Die beiden haben mir vor einigen Jahren, als ich in einer beruflichen Umorientierungsphase war und mit dem Gedanken spielte, mich in der Szene beruflich und finanziell zu beteiligen, selbstlos an ihrem Netzwerk teilhaben lassen. Allein das reicht aus, um den Beiden aus tiefem Herzen alles Gute zu wünschen.
    Und falls es hilft: Mir wäre die FastBike auch deutlich mehr Geld wert!
    Liebe Grüße
    Andi

  • 3-plus-1 meinte am 15. Februar 2018 um 15:25:

    Ich gebe ja zu, mich interessiert die Rennstrecke auch nicht wirklich. Eine Panigale V4 lässt bei mir auch nur deswegen den Puls ansteigen, weil es mich gespannt rwarten lässt, ob so eine Turbine wohl mal in der Multistrada Enduro landet und bei Rezensionen finde ich es bei Normalo-Bikes nur deshalb interessant diese auf der rennstrecke hart ranzunehmen, weil dann evtl. in zwei Stunden auf- und ausfällt was bei mir als Kunde erst nach Ablauf der Garantie die Segel streichen würde.

    Nichtsdestotrotz glaube ich nicht, dass es auf der Rennstrecke vorbei ist, wir stehen eben nur vor einer längeren Durststrecke. Irgendwann wird die Elektrifizierung beim Stadtverkehr endlich mal zünden (H-D will die Lifewire ja nun endlich in 18 Monaten bringen) und dann muss man den Käufern auch das Gefühl geben keinen Elektrofahrstuhl zu kutschieren.

    Wen es so weit ist, sehe ich auch wieder Rennableger dieser Geräte gegeneinander mit ordentlich Budget antreten und den urbanen Stadtbewohner mit seinem E-Gefährt seine Marke auf dem Ring anfeuern. Leider ist das nur kein Trost für Rennredakteure heute, denn meiner Einschätzung nach wird das vor Mitte des nächsten Jahrzehnts nicht durchzünden.

  • Zensorsliebling meinte am 22. März 2018 um 19:47:

    Ich nehme mal den Klartext „Ausschleichen“ auf Heise Autos zum Anlass, dieses weinerliche Gejammer über sterbende Motorradmagazine zu kommentieren. Ich fahre nun fast 35 Jahre Motorrad und habe dabei über 200tkm zurückgelegt. Früher als Alltagsfahrzeug, heute eher in der Freizeit. Am Anfang meiner Zweiradkarriere konnte ich das neue mo-Heft kaum erwarten und habe so mehrere Jahrgänge gekauft. Unregelmäßiger auch andere Motorradzeitschriften. Mit der Zeit wandelten sich die Artikel zwischen den zahlreicher werdenden Werbeseiten zum embedded journalism für die Annoncenkunden. Unerträglich wurde es mit den BMW Sonderheften. Dort hypten die Artikel irgendwelche Umbauten und erzähltem dem Leser auch gleich noch, wohin er sein Geld zu tragen habe. Zudem wurde jahrelang eine völlig unauthentische „Biker-Szene“ hofiert, die mehrheitlich aus sinnsuchenden
    Selbstdarstellern bestand. Vernachlässigt wurden die Motorradfahrer aus Überzeugung – diejenigen, die sich, ihre Ausrüstung und ihr Motorrad schon seit Jahren gefunden hatten. Die wollten aber weder Werbung für alltagsuntaugliche Schwachsinnsmobile noch mit Zweiradclowns verwechselt werden. Für mich ist es deshalb nicht verwunderlich, dass kaum jemand mehr Motorradmagazine kauft oder gar abonniert.

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