Die KTM 125 Duke und der Nachwuchs

Clemens Gleich - 20.04.2011

Bei der Vor­be­rei­tung des Tests der KTM 125 Duke habe ich mit erfreu­tem Erstau­nen fest­ge­stellt, dass die Jugend doch was taugt, zumin­dest die Jugend, die sich für Motor­rä­der inter­es­siert. Erst der Jesko Raf­fin, jetzt die infor­mier­ten, gebil­de­ten und recht­schreib­fä­hi­gen Jungs im 125er-Forum. Ange­nehme Dis­kus­si­ons­stim­mung dort, was man ja bei­leibe nicht über jede Inter­net­kom­mu­ni­ka­tion sagen kann. Ich habe dort nach Fra­gen gefragt, die ich dann KTM wei­ter­ge­fragt habe beim Fahren:

Mein frag­wür­di­ger Test der KTM 125 Duke

Erfahrungen durch Fahren

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 18.04.2011

Weil mir viel ver­schie­de­nes Zeug begeg­net, begeg­nen mir auch viele ver­schie­dene Fra­gen zu Zeug, vor allem zu Motorrad-Bekleidung. Meine Ant­wor­ten dazu kann rea­lis­ti­scher­weise nur jemand ver­ste­hen, der ähnlich viel und (wich­tig) ähnlich all­täg­lich fährt wie ich. Auf klei­nen Wochen­end­fahr­ten funk­tio­niert fast alles, das halb­wegs passt. Auf gro­ßen Tou­ren mit 500 km Land­straße pro Tag funk­tio­niert noch sehr viel, vor allem das teure Zeug. Auf sol­chen gro­ßen Tou­ren plus im All­tag beim Leute besu­chen, durchs Gebüsch kra­xeln zum Foto­gra­fie­ren, in die­ser klei­nen Schnitt­menge funk­tio­niert fast gar nichts mehr. Des­halb hier eine Liste höchst bewähr­ter Hel­den des Zube­hörs. Diese Liste wer­den die meis­ten durch ihr Fahr­pro­fil nicht ver­ste­hen kön­nen. Das kann wegen mir auch wei­ter­hin so blei­ben, denn diese Liste ist für alle, die wie ich ver­zwei­felt motor­rad­le­bens­taug­li­che Beklei­dung suchen, ja: brau­chen. Wenn der Rest auch für sich etwas fin­det, na umso besser:

Die beste Motorrad-Bekleidung der Welt

Oh. My. Fucking. God. Triumph Street Triple R 2011

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 07.04.2011

Mein Test der Tri­umph Street Triple R lau­tete in vol­ler Länge so: „Best Bike ever. The end.“ Zeit­lose Men­schen wand­ten ein, dass es in Zukunft ja durch­aus bes­sere Bikes geben könnte, und wie dumm würde ich dann ausch­auen, hä? Tat­säch­lich bin ich ges­tern bei Face­book zufäl­lig über ein Motor­rad gefal­len, das mein neues Best Bike ever wird: Die Tri­umph Street Triple R.

Die typi­schen Tra­di­tio­na­lis­ten wün­schen sich die tun­tig ver­chrom­ten Eier­be­cher­schein­wer­fer der Vor­mo­delle zurück, weil das neue Gesicht ihnen zu wenig mutig ist. Ich dage­gen bin froh, dass die Chromglub­scher end­lich weg sind. Ich habe zur Street Triple außer­dem gesagt: Ande­rer Schein­wer­fer vor­ne­ran, Dreiineins-Auspuff, Stum­mel­len­ker, per­fekt. Eben so einen Aus­puff gibt es jetzt, wun­der­bar kurz, par­al­lel zur Linie des herr­lich im Luft­raum schwe­ben­den Hecks und *gnrg* ohne Stra­ßen­zu­las­sung. Immer­hin bedeu­tet das, die­ses Motor­rad kann auch in den nächs­ten Jah­ren das Best Bike ever blei­ben, indem Tri­umph lang­sam meine Wunsch­liste abarbeitet.

Mot­or­gas­mus! Die­ses Bild zeig ich jetzt allen, die mich mit „…njes­gibt­garkei­negschdnmr“ ann­ölen. (Bild: Triumph)

Sprit: Schuld und Sühne

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 05.04.2011

Das Krebs­ge­schwür der „poli­ti­cal cor­rect­ness“ (PC) hat einige andere Wir­kun­gen als die direkte, schlimme Dinge schön zu sagen, damit man sie bes­ser igno­rie­ren kann. Sie übt zum Bei­spiel emo­tio­na­len Druck aus. Gut, das tut eine Gesell­schaft ohne­hin immer, der Unter­schied ist jedoch, dass PC in Wahr­heit gegen­stands­los ist, aber den­noch rea­len Druck aus­übt. Es ist die Finanz­krise des Mit­ein­an­der. So kommt es, dass sich Leute schä­men, an der Tank­stelle Sprit nach­zu­fül­len. Wohl­ge­merkt: Sie ändern nicht ihr Leben auf eines ohne Auto, son­dern sie wer­den geän­dert auf eines mit Scham fürs Tan­ken. Oder gleich für das Fahr­zeug, weil es sechs statt vier Liter ver­braucht und einen Ver­bren­nungs­mo­tor hat, um die nötige Reich­weite fürs Pen­deln zu haben. Auf sei­ner Schul­ter sit­zen dann so kleine Bio­na­de­bie­der­män­ner mit teuf­li­schen Wol­per­tin­ger­ge­wei­hen, die sagen: „OMG! Der ver­fährt den Sprit unse­rer schia­chen Kin­der! Ächtet ihn! Ächtet ihn!“ Und dann gucken sie ihn böse an. Gegen die­ses Schuld­ge­fühl, gegen diese mie­sen Schul­terzwerge vor allem, möchte ich das Zau­ber­schwert der Inge­nieurs­kunst füh­ren, denn wie ich schon sagte: Wir wer­den auch in Zukunft Sprit haben.

Weil wir Koh­len­was­ser­stoffe sel­ber bauen können

Japan rettet sich selbst

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 18.03.2011

Wäh­rend Deutsch­land sei­nem übli­chen kopf­lo­sen Aktio­nis­mus frönt, blei­ben die eigent­lich betrof­fe­nen Japa­ner opti­mis­tisch, beson­nen, pflicht­be­wusst, ruhig, zusam­men­ge­fasst: posi­tiv. „Wir wer­den Japan wie­der auf­bauen“, sagt zum Bei­spiel Japans Minis­ter­prä­si­dent Naoto Kan, trotz der „größ­ten Krise der Nach­kriegs­zeit“. Die japa­ni­schen Fir­men schrei­ben Ent­schul­di­gun­gen (!) für Erd­be­ben, Tsu­nami und Kern­schmelze und lie­fern, wo sie kön­nen, nach Ver­ein­ba­rung, weil das ihre Pflicht ist. Und sie hel­fen sich selbst. Honda zum Bei­spiel stellte sofort Geld, Honda-Technik und Treib­stoff für Not­strom­ver­sor­gung und Ret­tungs­tech­nik zur Ver­fü­gung, und sie waren damit kei­nes­falls allein. Ich will gar nichts schön­re­den. Viele der Pro­bleme mit Fukus­hima las­sen sich direkt aus der japa­ni­schen Art ablei­ten. Aber ich will wie die Japa­ner posi­tiv sein. Ich liebe diese Unbeug­sam­keit, die sie als ihre unbe­dingte Pflicht anse­hen. Und die­ser abso­lute Wille zur Per­fek­tion fin­det sich in den Maschi­nen, die sie bauen. Es sind sel­ten die Vor­rei­ter in Sachen Tech­nik­menge. Dafür kann man sich sicher sein, dass alles, was an Tech­nik dran ist, bis zur Ver­ga­sung getes­tet wurde. Mich hat auf mei­nen sehr umfang­rei­chen Gewalt­tou­ren noch nie ein japa­ni­sches Motor­rad im Stich gelas­sen — und ich hatte schon sehr viel Aus­fal­lär­ger aller Art. Sie wer­den es auch dies­mal hin­krie­gen. Und dann beim nächs­ten Motor­rad­kauf viel­leicht dar­auf ach­ten, was man eigent­lich will. Ich will fah­ren. Ich werde einen Japa­ner kau­fen. Nip­pon banzai!

Hon­das State­ment zur Lage vom 14. 3.

…und das State­ment von heute