
Während Deutschland seinem üblichen kopflosen Aktionismus frönt, bleiben die eigentlich betroffenen Japaner optimistisch, besonnen, pflichtbewusst, ruhig, zusammengefasst: positiv. „Wir werden Japan wieder aufbauen“, sagt zum Beispiel Japans Ministerpräsident Naoto Kan, trotz der „größten Krise der Nachkriegszeit“. Die japanischen Firmen schreiben Entschuldigungen (!) für Erdbeben, Tsunami und Kernschmelze und liefern, wo sie können, nach Vereinbarung, weil das ihre Pflicht ist. Und sie helfen sich selbst. Honda zum Beispiel stellte sofort Geld, Honda-Technik und Treibstoff für Notstromversorgung und Rettungstechnik zur Verfügung, und sie waren damit keinesfalls allein. Ich will gar nichts schönreden. Viele der Probleme mit Fukushima lassen sich direkt aus der japanischen Art ableiten. Aber ich will wie die Japaner positiv sein. Ich liebe diese Unbeugsamkeit, die sie als ihre unbedingte Pflicht ansehen. Und dieser absolute Wille zur Perfektion findet sich in den Maschinen, die sie bauen. Es sind selten die Vorreiter in Sachen Technikmenge. Dafür kann man sich sicher sein, dass alles, was an Technik dran ist, bis zur Vergasung getestet wurde. Mich hat auf meinen sehr umfangreichen Gewalttouren noch nie ein japanisches Motorrad im Stich gelassen — und ich hatte schon sehr viel Ausfallärger aller Art. Sie werden es auch diesmal hinkriegen. Und dann beim nächsten Motorradkauf vielleicht darauf achten, was man eigentlich will. Ich will fahren. Ich werde einen Japaner kaufen. Nippon banzai!
Hondas Statement zur Lage vom 14. 3.
…und das Statement von heute