Kawasaki-Neuheiten 2011

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 06.10.2010

Was so alles auf der Inter­mot in grün rum­steht: eine schön gemachte Ver­sion der 750er zum Bei­spiel, die Kawa­saki Z 750 R. Es steht auch eine neue VN 1700 Voya­ger Custom mit ABS dort rum, nur damit das auch gesagt ist. Vor allem jedoch steht die neue ZX-10R dort rum, die ver­klei­dete Z 1000 SX und eine Neu­auf­lage der W 650, die W800:

Neue Kawa­saki ZX-10R

Neue Kawa­saki Z 1000 SX

Neue Kawa­saki W 800

Neue Kawasaki Z 1000 SX und Alte im Test

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 05.10.2010

Gerade stellt Kawa­saki seine neuen Modelle für 2011 vor. Dar­un­ter ein Modell, das in Deutsch­land bestimmt gut gehen wird, die ver­klei­dete Vari­ante der Z 1000 mit Anhäng­sel „SX“. Außer bes­se­rem Wet­ter­schutz hat das Teil vor allem einen grö­ße­ren Tank (19 statt 15 Liter), damit man auch mal wochen­ends in die Voge­sen fah­ren kann, ohne Angst haben zu müs­sen. Vor den Brem­sen muss man jetzt schon keine Angst haben, die sind alle mit ABS.

Gerade lie­gen hier Sachen herum, die ich im April für die Fast­bike gemacht habe. Da das Heft nur alle drei Monate raus­kommt und wir immer eh rotie­ren, was da rein­soll, lohnt es sich wie bei MO nicht, irgend­was früh­zei­tig fer­tig­zu­ma­chen, weil sich eh alles noch fünf­mal ändert. Die Z 1000 war so früh fer­tig, dass sie jetzt nach mehr­ma­li­gem Schie­ben zu alt ist fürs Heft. Ganz umsonst des­halb hier noch­mal mein Ein­zel­test. Das mit dem kal­ten Feder­bein liegt halt daran, dass der Test irgend­wann war, als sie in mei­ner Straße noch die Hei­zun­gen anhat­ten (ging ja bis in den Juni).

2010er Kawa­saki Z 1000 (Test)

2011er Kawa­saki Z 1000 SX (Neu)

Mattschwarz regiert

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 02.10.2010

In Stutt­gart ist die Hölle los. Ges­tern hat die Poli­zei mit Was­ser­wer­fern einem alten Mann ein Auge aus­ge­schos­sen, meh­rere wei­tere schwere Augen­ver­let­zun­gen sowie Trom­mel­fell­risse ver­ur­sacht, Reiz­gas auf demons­trie­rende Schü­ler gesprüht und aggres­siv Schwä­chere ver­prü­gelt, obwohl die Demons­tra­tion gera­dezu vor­bild­lich fried­lich ablief. Die Kran­ken­häu­ser waren teils über­las­tet, sofern die Leute da hin­ge­fun­den haben, denn auf dem Boden lie­gen­den Mit­men­schen haben die Beam­ten nicht gehol­fen — außer viel­leicht mit wei­te­ren Trit­ten oder mehr Was­ser. Ich habe mich nicht per­sön­lich ver­prü­geln las­sen, son­dern lie­ber mei­nen Assis­ten­ten Toby ver­prü­geln las­sen. Dem haben sie ins Auge gedrückt (Kon­takt­linse raus), was ein bewährt bescheu­er­ter Poli­zei­trick zur Koope­ra­ti­ons­er­zwin­gung ist. Sie haben ihn zu dritt in vol­ler Pan­ze­rung ver­mummt ver­prü­gelt. Sie haben sei­ner klei­nen Schwes­ter Reiz­gas ins Gesicht gesprüht.

Es ist dabei voll­kom­men egal, was man über den neuen Bahn­hof („Stutt­gart 21″) denkt, die­ses Vor­ge­hen ist eine Schande für einen frei­heit­li­chen Rechts­staat. Wer als aus­ge­bild­te­ter Poli­zist in vol­lem Kampf­an­zug auf eine ange­kün­digte Demo geht, der muss die Cha­rak­ter­stärke haben, Nach­sicht mit Schwä­che­ren wal­ten zu las­sen. Es gibt keine Ent­schul­di­gung dafür, alte Män­ner, Frauen und Schü­ler so zu miss­han­deln, wie es pas­siert ist. Die betref­fen­den Beam­ten soll­ten sich was schä­men. Eine oft geäu­ßerte Aus­rede war: „Es gab unmiss­ver­ständ­li­che Befehle von oben.“ Super. Und wenn Hit­ler oder Schäu­ble befeh­len, alle Erst­ge­bo­re­nen zu erschie­ßen, dann machen wir das auch, oder was? Selbst ein Poli­zist im Ein­satz unter Adre­na­lin ist zudem in der Lage, seine Ein­satz­be­fehle (er ist ja hier wei­sungs­ge­bun­den) inner­halb ihres Spiel­raums zu inter­pre­tie­ren. Die Befehle lau­te­ten näm­lich sicher­lich nicht kon­kret „schießt dem Opa da das Auge aus, der hat uns dumm ange­glotzt“. Wo ist eigent­lich diese enthu­si­as­ti­sche Kampf­be­reit­schaft, wenn es gegen wehr­hafte Rechts­ra­di­kale mit Base­ball­schlä­gern geht? Die Beam­ten soll­ten sich was schä­men. Die Ver­ant­wort­li­chen erst recht. Warum über­haupt Was­ser­wer­fer an den Start brin­gen? Soll es doch drei Tage dau­ern, bis man, wenn es sein muss, jeden ein­zel­nen Demons­tran­ten von der aktu­el­len Arbeits­stelle abpflückt. Ja, das kos­tet mehr Geld. Aber lie­ber Geld als Menschenleben.

Ich könnte mich da ohne Ende auf­re­gen, vor allem über die haar­sträu­ben­den Äuße­run­gen der Stutt­gar­ter Poli­ti­ker zur Sache. Im ZDF hat ges­tern eine Polit­papp­nase impli­zit gedroht, das im Grund­ge­setz ver­an­kerte Ver­samm­lungs­recht angrei­fen zu wol­len, wenn sich seine Bür­ger sei­ner Streit­macht nicht erge­ben. Super. Voll demo­kra­tisch und so. Genauso der Herr Map­pus. Redet ja gern über den „demo­kra­tisch gesche­he­nen Ent­schei­dungs­pro­zess“ des Pro­jek­tes (er hat sich hier ver­spro­chen, er meint natür­lich „lob­by­kra­tisch“). Dabei ist er nicht­mal demo­kra­tisch gewählt. Er ist nur ernannt, weil sein Vor­gän­ger nach Brüs­sel ging, weil man da für mehr Geld mehr schla­fen darf. Jetzt eska­liert mein Blut­druck schon wie­der, des­halb biege ich schnell den Bogen zu etwas Wah­rem, Schö­nen, Guten, Mattschwarzen:

der Ducati 848 Evo

BMW/Mini bringt Elektroroller

Clemens Gleich in Kategorie(n) , , - 23.09.2010

Das Reser­vat für aktu­ell taug­li­che voll­elek­tri­sche Vehi­kel ist die Stadt. Das­selbe gilt für den guten, alten Rol­ler, des­halb gibt es mehr und mehr elek­tri­sche Vari­an­ten davon, zumin­dest in der Ankün­di­gung. Die BMW-Gruppe will auf der Paris Motor Show einen Elek­trorol­ler unter der Marke Mini vor­stel­len, der in der Tacho­mitte sehr zeit­geis­tig eine Ple­xi­glas­klappe hat, unter der man sein Smart­phone ver­stauen soll (im Bild: Apple iPhone). Das Tele­fon soll als „Schlüs­sel, Anzeige und zen­tra­les Kon­trol­l­ele­ment“ die­nen. Die Idee passt in diese Träume vom in den digi­ta­len Life­style ein­ge­bun­de­nen Fahr­zeug, ob sich ein Fahr­zeug­her­stel­ler jedoch de facto die Kon­trolle über ein zen­tra­les Ele­ment (Dieb­stahl­si­che­rung, Weg­fahr­sperre, etc.) weg­neh­men las­sen will, finde ich jetzt frag­lich. Ich per­sön­lich möchte kein Fahr­zeug, das lie­gen­bleibt, wenn das zickige Smart­phone seine Tage oder keine Bat­te­rie­span­nung mehr hat. Ansons­ten glaube ich, der Rol­ler fin­det eine Ziel­gruppe. Er hat das­selbe krank­haft ver­schwol­lene Design, das den Leu­ten auch am Mini so gut gefällt, und natür­lich, am wich­tigs­ten: eine Marke, mit der sie sich schmü­cken können.

Ja, und Daimler/Smart bringt das­selbe auf schwä­bisch, aber das soll jetzt Spie­gel online erzäh­len.

Die Kund­schaft soll das Teil wie ihr iPhone auch als Fashion State­ment wol­len. (Bild: BMW)

Das Smart­phone als zen­tra­ler Cockpit-Bestandteil. Ob das Serie wird? (Bild: BMW)

Einmal Road Trip zum Mitnehmen, bitte

Clemens Gleich in Kategorie(n) , , - 20.09.2010

Road Trips sind die spi­ri­tu­elle Reise des Pro­los, dem der Wee­kend Retreat zu muschi­mä­ßig ist. Er bewegt sich dabei in einem limi­na­len Fluss, in dem er zwar keine neue Per­son ist, aber auch nicht die­selbe, die zuhause Frauen auf den Popo schlägt. Ja, es geht gerade um mich. Es geht aller­dings auch um das Zube­hör, das ich mit­ge­nom­men habe, nament­lich meine Kampf­kar­ton­ja­cke. Die habe ich nicht sau­ber­ge­kriegt und musste zu extre­men Maß­nah­men grei­fen: Ich gab sie einer Frau. Selbst das hat nichts gehol­fen, trotz Bürste, Gall­seife, Ein­wei­chen, Wasch­ma­schine. Eine 750 Euro teure Jacke, die nicht mehr sau­ber wird, obwohl sie unter 10.000 km auf dem Tacho hat, finde ich schon ein biss­chen scheiße. Von BMW, die ich um Hilfe zur Rei­ni­gung gebe­ten habe, noch keine Ant­wort. Außer­dem ist der Reiß­ver­schluss auf unse­rer Honda-Tour unten kaputt­ge­gan­gen, obwohl wir nur zum Tan­ken und Twit­tern ange­hal­ten haben. Aus die­sen Grün­den habe ich einen Schlä­ger­ty­pen ver­pflich­tet, der sich freu­dig bereit­er­klärt hat, mit Baseball-Schlägern auf mich ein­zu­dre­schen. Nach­dem ich hier ihre Nach­teile dar­ge­legt habe, wird das die Vor­teile des Street Guard III zei­gen, sofern ich die Behand­lung über­lebe. Zwi­schen­zeit­lich hier das Video­log­buch der Tour, die den Reiß­ver­schluss zer­stört hat:

Road Trip­ping mit Honda VFR 1200 DCT