Übersichtstabelle Navi-Vergleich

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 16.09.2010

BMW-Manfred und ich haben bei unse­rem Navi-Vergleich ein paar Daten gesam­melt, die kei­nen Platz in MO 10 gefun­den haben, das jetzt am Kiosk liegt. Einen Aus­zug die­ser Daten hab ich als Excel-Tabelle bei MO ein­ge­pflegt. Wer das als Grund­lage für einen Wiki-Eintrag neh­men will: you are wel­come. Kor­rek­tur­vor­schläge, Anträge, Ähnli­ches zu mir. Ich hab auch noch Bil­der, die man dafür ver­wen­den kann. Das Teil gibt es hier:

Tabelle Navi-Vergleich

On the Road Again…

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 14.09.2010

Zwo, drei, vier…

And I can’t wait to get on the road again
On the road again
Goin’ pla­ces that I’ve never been
Seein’ things that I may never see again,
And I can’t wait to get on the road again.

On the road again
Like a band of gyp­sies we go down the high­way
We’re the best of fri­ends
Insis­ting that the world be turnin’ our way
And our way
Is on the road again.

Wer hat das gesun­gen? Wil­lie Nel­son. Wer ihn nicht kennt: Er ist nach der Ther­mos­fla­sche voll war­mem Mett der wohl beste Freund des Fern­fah­rers, und er hat recht. Ich habe schon so viele Road Trips hin­ter mir, und nach jedem ist der beherr­schende Gedanke: Was fahre ich als nächs­tes ab? Es war wider Erwar­ten eine groß­ar­tige Tour mit tol­len Leu­ten. Ich habe so viele Impres­sio­nen mit so vie­len ver­schie­de­nen Gerä­ten fest­ge­hal­ten (das wich­tigste davon das soge­nannte „Gehirn“), dass ich gar nicht weiß, was ich damit machen soll. Eines jedoch weiß ich: Meine These, dass der klas­si­sche Sport­tou­rer für diese Art Lang­stre­cken­fah­ren das beste Fahr­zeug ist, sehe ich bestätigt.

Die VFR punk­tet mit den tra­di­tio­nel­len Sporttourer-Tugenden: Sie hat einen nen­nens­wer­ten Motor. Sie hat ein nen­nens­wer­tes Fahr­werk. Sie hat einen guten Sitz. Sie hat per­fek­ten Wind-/Wetterschutz. Sie legt auf die­ses bewährte Rezept oben­auf: ein Kof­fer­sys­tem, das bis Top­speed Auto­bahn ruhig im Wind liegt und das optio­nale Dop­pel­kupp­lungs­ge­triebe, das man auf Auto­ma­tik schal­ten kann. Ich habe über 1500 km kein­mal geschal­tet, weil wir über 1500 km keine Kur­ven­stre­cken gefah­ren sind. Und im Spes­sart dann fand ich mit der Hand einen exakt sau­be­ren Schalt­vor­gang befeh­len tat­säch­lich bes­ser als ihn sel­ber sau­ber aus­zu­füh­ren, ich faule Diktatorsau.

Es ist schade, dass sich die VFR nicht unmit­tel­bar erschließt. Als ich sie das erste Mal im MO-Hof sah, wollte ich mich nicht­mal drauf­set­zen, was ich sonst bei jedem neuen Mop­ped mache. In Erlen­bach hat mich nur das Dop­pel­kupp­lungs­ge­triebe als tech­ni­sche Errun­gen­schaft inter­es­siert. Die VFR fah­ren war Pflicht­pro­gramm und auf den fünf Metern hat es auch kei­nen Spaß gemacht. Es ist eines die­ser Motor­rä­der, des­sen Tugen­den sich erst bei jener Tätig­keit erschlie­ßen, die meine per­sön­li­che Maß­gabe für jedes Motor­rad ist, um es ken­nen­zu­ler­nen: min­des­tens 1000 km fah­ren. Dabei ent­deckt man gra­du­ell das Poten­zial, Anreise, Sozia, Gepäck und Kur­ven­stre­cke unter eine Spaß­kappe zu brin­gen. Sport­tou­rer halt. Wer die Zeit hat: aus­pro­bie­ren, min­des­tens 1000 km lang. Das wer­den wenige tun (wol­len), des­halb bleibt die VFR wohl im illus­tren Kreis der schwer zugäng­li­chen, aber guten Motor­rä­der in bes­ter Gesell­schaft bei ande­ren Per­len wie Apri­lia Mana und Moto Guzzi Griso 1200.

In Ber­liin kann man so viel erle­ben, in Bran­den­burg … soll es wie­der Wölfe geben…“ (Rai­nald Grebe)

Ein ernstes Wort

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 09.09.2010

Wir fah­ren dann mal los. Es ist geplant, von unter­wegs Laut zu geben, wobei ich mir dazu wohl Band­breite von Ande­ren schnor­ren muss, weil meine Mobil­funk­aus­rüs­tung nicht dazu aus­ge­legt ist, das zu tun. Meine Mobil­funk­aus­rüs­tung ist dazu aus­ge­legt, sie bei hohen Geschwin­dig­kei­ten beim Motor­rad fah­ren zu ver­lie­ren. Viele Dinge haben nicht geklappt. Ich wollte zum Bei­spiel mei­nen neuen Shark Smoke da ein­wei­hen, den ich mir extra auf­ge­spart habe, nur haben wir jetzt X-Lites für die Tour, X-Lites mit Bluthusten-Zeug. Ich wollte dann ein paar Spidi-Sachen aus­pro­bie­ren auf der Tour, das war aber zu knapp. Immer­hin haben die freund­li­chen Jungs von xsportfilms.de die Test-GoPro (Test in MO 11) so ver­län­gert, dass sie jetzt mit­kann. Sonst könnte ich beim digi­tech­ni­schen Schwanz­ver­gleich gar nicht mitmachen.

Wenn ich zurück­komme, müs­sen wir mal ein erns­tes Wort wech­seln, viel­leicht auch meh­rere. Der nicht so liebe Onkel Dok­tor Cle­mens wird dann näm­lich zum Vor­trag über Medien und Kom­pe­tenz darin anset­zen, weil ihn die gras­sie­rende Medi­en­in­kom­pe­tenz so zum Bro­cken kot­zen bringt. Der sehr liebe Vor­stands­vor­sit­zende Cle­mens wird außer­dem die­ser Tage sein Publi­kum auf „grö­ßer als die größte Motor­rad­zeit­schrift“ auf­sto­cken, wozu mein Oschers­le­ber Agent René gerade ein paar tech­ni­sche Klemp­ner­ar­bei­ten in den Tie­fen der Mojo­ma­schine vor­nimmt. Ein klei­nes Neben­sch­man­kerl der Aktion ist, dass es ab sofort die vol­len Arti­kel in den Feed-Kanälen gibt, so für die Con­ve­ni­ence mei­ner Feed-Leser. Auch zu die­sem The­men­kreis wird unser Vor­stands­vor­sit­zen­der eine ent­spre­chende Rede hal­ten — wie immer kurz, damit wir alle schnell ans Scotch-Buffet können.

Schließ­lich möchte ich noch vom Nür­burg­ring erzäh­len, den ich mit einem Ducati-Stealthfighter befah­ren habe. Die neue 848 Evo ist ein groß­ar­ti­ges Motor­rad gewor­den. Beide Test­fah­rer, Rai­ner Kopp und Cle­mens, beide wol­len unbe­dingt eine und fan­gen schon an, flei­ßig aufs Samen­bank­konto ein­zu­zah­len. Rai­ner kann auch wie­der ein, zwei sei­ner Kin­der ver­kau­fen. Es wird ganz klas­sisch gedruckte Tests in MO und in Fast­bike geben, ich habe mit Rai­ner aber auch ein paar Film­auf­nah­men gemacht, für die er unter Ein­satz sei­ner Gesund­heit (Ducati hätte ihn auf­ge­spießt, wenn er die 848 ein­ge­wor­fen hätte) gerast ist, wäh­rend ich einen gründ­li­chen Test der Espres­so­ma­schine im Ducati-SBK-Zelt vor­ge­nom­men habe.

…aber das bin dann doch ich auf mei­ner Ein­füh­rungs­runde. Danach ist der Foto­graf heimgegangen.

Messen messen

Clemens Gleich - 02.09.2010

Die Tage habe ich ver­bal ein biss­chen auf die Inter­mot ein­ge­dro­schen. Dafür möchte ich mich nicht ent­schul­di­gen. Ich möchte viel­mehr fest­stel­len, weil ich es am Tele­fon gerade fest­stelle, dass der­zeit noch andere Mes­sen statt­fin­den, auf die arme (und zum Glück andere) Men­schen hin müs­sen. Die IFA zum Bei­spiel. Oder der „Cara­van Salon“ in Düs­sel­dorf. Hierzu habe ich ein neues Skalen­sys­tem ent­wor­fen, ähnlich mei­ner „Gladius“-Skala für die objek­tive Häss­lich­keit eines Motor­rads: das Inter­mote­ther, das in der Ein­heit „Inter­mot“ misst. Die IFA schlägt dar­auf mit exakt 1,52 Inter­mot an. Der Cara­van Salon in Düs­sel­dorf schlägt bei etwa 0,8 Inter­mot aus, bedingt durch die Funk­fern­mes­sung nach Düs­sel­dorf ist diese Mes­sung weni­ger genau. Und wenn ich es recht erin­nere, liegt die CeBit bei gefühl­ten 500 Inter­mot. Das ist Wis­sen­schaft! Einen wei­te­ren neuen Indus­trie­stan­dard habe ich zum Thema Motorrad-Jeans und abge­trennte Beine ges­tern beim Kaf­fee entworfen:

Auf Jeans einschlagen

Ich packe meine Sachen: Kleidung

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 30.08.2010

Mit der VFR eine Gewalt­tour fah­ren, das fiel mir damals so ein. Jetzt bie­tet sich mit Hon­das VFR-Roadtrip eine an. Eine Gewalt­tour muss gut vor­be­rei­tet sein, des­halb bin ich immer vor­be­rei­tet, weil ich so oft gewalt­tä­tig fahre. Ich lebe hier prak­tisch aus mei­nem Kul­tur­beu­tel, was es mir auch erspart, Zahn­bürs­ten in den Bade­zim­mern der Stadt zu ver­tei­len, wie es die Klein­geld­prin­zes­sin emp­fiehlt. Ich kann immer los­fah­ren. Allein. Und das ist der Punkt: Dies­mal bin ich nicht allein, son­dern wir sind zu acht. Ja, Grup­pen kön­nen gut funk­tio­nie­ren, wenn sie ein­ge­spielt sind. Doch aus unse­rer Gruppe kenne ich exakt 1,42 Leute persönlich.

Warum das ein Pro­blem ist, erklärt der For­scher (in die­sem Fall: ich) damit, dass eine hohe Belas­tung zu ent­spre­chen­dem Stress führt. Stress wie­derum führt zu Hass. „The hate is very real“, sagte Sir Ranulph Fien­nes den „Worst Explo­rers in the World“, als sie mit dem Auto zum Nord­pol fah­ren woll­ten. Es fängt aller­dings meis­tens schon weit vor dem Nord­pol an, viel­leicht schon im Oden­wald. Des­halb grüble ich bereits jetzt über die Basics. Leder oder Tex­til fah­ren im Sep­tem­ber? Boxer oder Bra­zi­lian String? Wohl­füh­len ist gut gegen Stress ist gut gegen Hass. Die Stan­dard­lö­sung wär ja gewe­sen, in mei­ner BMW-Kampfkartonjacke zu fah­ren, aber die wider­setzt sich aktu­ell allen Ver­su­chen, sie für Fotos sau­ber zu krie­gen. Ein Hil­fe­ge­such an BMWs Beklei­dungs­ab­tei­lung ist soeben raus. Viel­leicht wis­sen die was. Tou­ren­le­der fände ich ja für Fotos am schöns­ten, aller­dings wird der eis­kalte Regen wie es aus­sieht schon heute nacht in Schnee über­ge­hen, also wird das wohl zu kalt sein.

Wasch­ma­schine nutz­los, Bürste erfolg­los, Cle­mens ratlos

Und dann eben Equipment-Masturbation. Wir wer­den Foto-Objektive aus geschlif­fe­nen Roh­dia­man­ten mit­neh­men, eine Bat­te­rie von abstrus auf­lö­sen­den Film­ka­me­ras, genug Mikro­wel­len­funk­sys­teme, um ein klei­nes Huhn zu garen und genug Navis, dass sie uns vom Hass ablen­ken, indem sie uns wahn­sin­nig machen. Es geht über­haupt gene­rell um etwas Ablen­kung in der Arbeit. Meine Liste umfasst bis jetzt eine falt­bare Rei­se­schreib­ma­schine, einen mono­li­thi­schen MP3-Player, das Gesamt­werk von Samuel Lang­horne Cle­mens, ein Feu­er­zeug, ein Sack Kabel­bin­der, ein Fall­mes­ser und zwei Fla­schen Talis­ker, mög­lichst in Fassstärke.

Das mag jetzt über­trie­ben erschei­nen. Doch das haben meine Beglei­ter auf der letz­ten Tour auch gesagt, und dann ist diese unschöne Sache mit den Flei­scher­ha­ken und den „Brigitte“-Heften auf dem Lin­ole­um­bo­den pas­siert. Lie­ber Vor­sicht als Nachsicht.