<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>MoJomag &#187; Kommentarhabarber</title> <atom:link href="http://www.mojomag.de/tag/kommentarhabarber/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.mojomag.de</link> <description>Mischief. Mayhem. Motors.</description> <lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 11:29:25 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Frankreich: Kann das jetzt weg?</title><link>http://www.mojomag.de/2012/01/frankreich-kann-das-jetzt-weg/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2012/01/frankreich-kann-das-jetzt-weg/#comments</comments> <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 21:39:11 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3639</guid> <description><![CDATA[„Zielort: Bristol“ klang gut. „Fluggesellschaft: Air France“ klang zum Fürchten. Es war das Grauen. In Paris umsteigen. Auf dem Schild steht: „Alles tout bien.“ Am Gate steht dasselbe. Erst als der Flug boarden soll, steht da: „cancelled“. Warum? „Techneecal problems.“ Sie haben es also verkackt, wie sie alles verkacken. Allein dieser Flughafen! Die bescheuerten, weil [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>„Zielort: Bristol“ klang gut. „Fluggesellschaft: Air France“ klang zum Fürchten. Es war das Grauen. In Paris umsteigen. Auf dem Schild steht: „Alles tout bien.“ Am Gate steht dasselbe. Erst als der Flug boarden soll, steht da: „cancelled“. Warum? „Techneecal problems.“ Sie haben es also verkackt, wie sie alles verkacken. Allein dieser Flughafen! Die bescheuerten, weil französischen Konstrukteure des Aéroport Charles de Gaulle haben schon die Steinzeittechnik des Wegweisers nicht begriffen (denn es gibt nur fünf und die sind falsch), da muss es auch nicht wundern, wenn dem Flugzeug, wasweißich, die Flügel abrosten. Es hat nichts funktioniert. Dafür haben sie mit bunten Lampen die Decke angestrahlt: „Oo! Nous sommes voll die Künstlärr!“</p><p>Die französische Problemlösungsstrategie für Kritik ist die schlechtest denkbare. Ein kritisierter Italiener sagt „Du verstehst halt nicht, warum das geil ist“; ein kritisierter Deutscher will dir (mit Diagrammen) erklären, warum du im Unrecht bist. Mit beidem kann man arbeiten. Der Franzose dagegen ist einfach beleidigt, wenn man ihn kritisiert. Als Rossi Michelin kritisierte, weil ein Fehler im Reifen ihn mehrfach potenzielle Siege kostete, waren sie so beleidigt, dass er nach Japan zu Glitschstone ging. Michelin sagte mir später dazu: „Ja, das hätte Rossi anders sagen müssen, er hätte sie <strong>loben</strong> sollen.“ Loben! Dafür, dass sie es verkackt haben? Was für eine Nation von arroganten, verzogenen Kackbratzen. Ich war so froh, als ich acht Stunden später endlich in England war, wo die Franzosen traditionell „cheese-eating surrender monkeys“ heißen. Man kommentierte dort meinen Hass: „I completely understand you. We have been at war with them for more than 600 years and there’s plenty good reason for that.“</p><p>Wozu ist Frankreich <em>überhaupt</em> gut? Mir fällt nichts ein. „Essen“, sagen jetzt die Gänsesadisten, aber auch das stimmt nicht wirklich. Wenn man in Frankreich gutes Essen haben will, muss man danach genauso lange suchen wie in B-W-Schwaben, wo die Eingeborenen durch einen genetischen Defekt kein Geschmacksempfinden haben. Sie können schon kochen, die Franzosen. Sie haben nur keine Lust darauf. Sie haben irgendwie auf gar nichts Lust, deshalb gibt es aus Italien wirklich gute, auffindbare, leckere Küche, es gibt Ferrari, Lamborghini und Fiat 500, während die Franzosen ausschließlich hässliche, herzlose Warzen bauen, die nach drei Tagen verrosten. Mein Beweis sei der neue Twingo, dem ein Franzose, weil er keine Lust hatte, seinen Job als Designer zu tun, ein paar Hühneraugen ins Gesicht implantierte: „Fini. Isch ‚abä fertig und gäh Froschfotzenragout essän.“ Gebt Frankreich den Indern! Oder reißt wenigstens CDG ab. Ich will es brennen sehen.</p><div id="attachment_3641" class="wp-caption alignnone" style="width: 541px"><a href="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2012/01/Renault-Twingo_2012.jpg"><img class="size-large wp-image-3641" title="Renault-Twingo_2012" src="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2012/01/Renault-Twingo_2012-531x398.jpg" alt="" width="531" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Ich würde mich auch damit zufriedengeben, den Twingo brennen zu sehen. (Bild: Rönnoh)</p></div> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2012/01/frankreich-kann-das-jetzt-weg/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Die alte Garde</title><link>http://www.mojomag.de/2012/01/die-alte-garde/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2012/01/die-alte-garde/#comments</comments> <pubDate>Mon, 09 Jan 2012 23:46:36 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category> <category><![CDATA[Technik]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3633</guid> <description><![CDATA[Über die Weihnachtstage habe ich an einem Tisch die Jobs-Biographie gesehen, ein Geschenk an jemanden, der sich sicherlich nur darüber ärgert, weil er das Buch als Trostpreis statt eines neuen iPhones gekriegt hat. Medieninteressiert habe ich darin geblättert und begann kurz darauf zu lesen. Ich habe es erst am nächsten Morgen wieder weggelegt, als ich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Über die Weihnachtstage habe ich an einem Tisch die <a title="bei Amazon" href="http://www.amazon.de/Steve-Jobs-autorisierte-Biografie-Apple-Gr%C3%BCnders/dp/357010124X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1326152102&amp;sr=8-1">Jobs-Biographie</a> gesehen, ein Geschenk an jemanden, der sich sicherlich nur darüber ärgert, weil er das Buch als Trostpreis statt eines neuen iPhones gekriegt hat. Medieninteressiert habe ich darin geblättert und begann kurz darauf zu lesen. Ich habe es erst am nächsten Morgen wieder weggelegt, als ich fertig war. Das Interessante an diesem Buch ist nämlich gar nicht Steve Jobs (denn das der ein brutal anstrengender Firmendiktator war, weiß man auch ohne die Details), sondern die Zeit, in der es spielt. Alle wichtigen Jungs kommen darin vor: Bill Gates, Bill Atkinson, Jef Raskin, Steve Wozniak, Larry Ellison, Nolan Bushnell, Paul Terrell, Jony Ive, Andy Grove, Paul Ottelini, es sind Dutzende der Allerbesten. Das Buch beginnt mit den Anfangstagen des persönlichen Digitalen Zeitalters, das diese Pioniere fundamentiert haben, es geht um die Kindheit des Personal Computers. Dann wird diese generelle Geschichte zur Geschichte meiner Weltraumtechnikergeneration. Der erste Macintosh. Als ich den im winzigen Schaufenster des mürrischen Apple-Büdchens am Ort sah, wusste ich beim ersten Blick, dass er ein hoffnungsloser Fall ist. Ich wollte sofort einen haben. Grenzgeniale Produkte ohne jede Chance auf Verkaufserfolge haben mich schon immer genauso fasziniert wie komplett gestörte grenzgeniale Frauen. Ich war der einzige Mensch auf der Welt, der im vollen Bewusstsein des Untergangs dieser Plattform einen Atari Jaguar kaufen wollte, und ich habe Nächte wachgelegen, in denen mich der Wunsch nach gestörten Frauen und nach einem Apple Newton 2000 verzehrte. Dieses Buch ist also gar keine Geldmacherei mit Apple-Fanboys, sondern ein lesenswertes Stück Computergeschichte (die langweiligen Passagen sind gut als solche erkenn– und damit skip-bar). Und dann habe ich noch ein Buch gelesen, diesmal nicht über die alte Garde, sondern von einem der alten Garde, diesmal des Motorradfahrens:</p><p><a class="full-article" href="http://www.mojomag.de/2012/01/gelesen-zonko-auf-monden/">Zonko auf Monden</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2012/01/die-alte-garde/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Mit Hybrid ist alles doof: Audi Q5 &amp; BMW 7</title><link>http://www.mojomag.de/2011/12/mit-hybrid-ist-alles-doof-audi-q5-bmw-7/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/12/mit-hybrid-ist-alles-doof-audi-q5-bmw-7/#comments</comments> <pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:39:30 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category> <category><![CDATA[zwei Spuren]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3559</guid> <description><![CDATA[Die deutschen Ingenieure hatten ja nicht so recht Lust, Hybrid-Autos zu bauen. Und wisster was: Sie hatten schlicht recht. Ökologischer und finanzieller Vollhybridquatsch an den Beispielen BMW Activehybrid 7 und Audi Q5 Hybrid.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal vor langer Zeit, da schrieb ich <a href="http://www.mojomag.de/2010/03/hybrid-die-unelegante-losung/">etwas über Hybrid-Waffeln</a>, das beim nochmaligen Überfliegen immer noch stimmt. Dafür gab es von Hybrid-Fans etwas FlaK-Feuer, und weil ich einen der Kanoniere mochte, <a href="http://www.mojomag.de/2010/05/test-honda-cr-z/">setzte</a> ich mich zur Revidierung meines Hasses <a title="Test Honda CR-Z" href="http://www.mojomag.de/2010/05/test-honda-cr-z/">in den Honda CR-Z</a>. Das war ein sehr lustiges Auto, das allerdings nichts kann, was nicht auch dieselbe Lösung mit Turbo oder Kompressor gekonnt hätte, Sprit sparen nicht und wenig wiegen schon gleich gar nicht. Die Erfahrungen aus der Zwischenzeit zeigen darüber hinaus generell, dass die deutschen Ingenieure Recht hatten damit, keine Hybridautos bauen zu wollen.</p><p>Konkrete, aktuelle Beispiele sind der <strong>BMW Activehybrid 7</strong> und der <strong>Audi Q5 Hybrid</strong>. Beide kosten massiv mehr als der vergleichbare Benziner — klar: Die Technik, die Motoren, die Akkus kosten ja was. Sie sparen aber nix. Mein Scheißhausmagazin, die „ADAC Motorwelt“ hat das wie immer sehr nüchtern aufgerechnet am Q5: Glaubt man den offiziell erschummelten Verbrauchswerten, hätte der Käufer bereits nach schlanken 380.000 km seine Mehrausgabe wieder reingeholt. In der Realität, bei echten Verbräuchen liegt dieser Wert deutlich näher an der Million Kilometer. Selbe Chose beim 7er: Den Hybrid braucht kein Mensch. BMW baut derzeit die weltbesten Dieselmotoren. Wer bei gleicher Fahrzeuggröße in der realen Welt Sprit sparen will, sollte so einen kaufen.</p><div id="attachment_3562" class="wp-caption alignnone" style="width: 541px"><a href="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2011/12/Q5h100003_medium.jpg"><img class="size-large wp-image-3562" title="Audi Q5 hybrid quattro" src="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2011/12/Q5h100003_medium-531x375.jpg" alt="" width="531" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Dieses ganze Gewurschtel da auf dem Bild kostet nur Geld und bringt nichts. (Bild: Audi)</p></div><p>Jetzt könnte man sagen: „Aber dafür rettet mein Audi die Welt!“, wenn man sehr dumm wäre. Denn die Herstellung des elektrischen Antriebsstrangs, vor allem des Akkupacks, braucht derart viel Energie und Ressourcen, dass diese Gleichung über die Akku-Lebenszeit niemals aufgehen kann. Man kann nur weiter ins Ökofuzzi-Minus kommen. Das ist auch nicht deswegen, weil die Deutschen zu blöd wären, sowas in sinnvoll zu bauen, sondern es gibt das Konzept einfach mit der derzeitigen Technik nicht in sinnvoll, und die Dagegen-Ingenieure wussten das schon damals.</p><p>Sie wurden eben dazu gezwungen, gezwungen von der Armada dieser Ökofuzzis, mit denen ich zwecks Technikthemen jeden Tag zu tun habe. Diese schlimmen Menschen sind allergisch gegen Physikbücher und insgesamt weitestgehend nutzlos für die Gesellschaft, deshalb versuchen sie sich an politischer Arbeit, die echte Arbeiter mit genügend wichtigerer Arbeit zwingt, Quatsch für sie zu bauen. Jetzt kauft gefälligst auch diesen überteuren Q5, den ihr unbedingt wolltet, ihr Hippies!</p><p>Aaah… Es tut gut, wieder zurück beim hybriden Hass zu sein! Jetzt neu mit Begründung und Testzahlen! Übrigens hat mich die Tage jemand gefragt, ob ich in meiner Funktion als Umweltherrschaftswollender mal einen Sea-Doo mit 260 PS fahren möchte. Unbedingt! Und keine Sorge, liebe Körnerverwerter: Der rettet immerhin die Welt, wegen Wasser. Ne?</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/12/mit-hybrid-ist-alles-doof-audi-q5-bmw-7/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Reisegeschichten sind Scheisegeschichten</title><link>http://www.mojomag.de/2011/11/reisegeschichten-sind-scheisegeschichten/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/11/reisegeschichten-sind-scheisegeschichten/#comments</comments> <pubDate>Fri, 18 Nov 2011 22:34:40 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[eine Spur]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3383</guid> <description><![CDATA[Eigentlich wollte ich über diese Island-DVD schreiben. Dann schrieb ich einen Einstieg über Irland, dann fiel mir der Antichrist ein, und als ich mit Erläuterungen zur Reisegeschichtendimension fertig war, hatte ich vergessen, was ich eigentlich tun wollte.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Jahr war ich das erste Mal in Irland, <a href="http://www.mojomag.de/2011/08/test-kawasaki-z-1000-sx/">ausreiten auf einer Kawasaki Z 1000 SX</a>. Der Ausritt war jedoch gar nicht mein eigentlicher Auftrag, sondern der Auftrag des <strong><span style="font-variant: small-caps;">Herrn</span></strong> lautete vielmehr: „Mach mal eine Motorradreisegeschichte.“ Motorradreisegeschichten sind seltsam. Nach ausgiebigen Recherchen glaube ich, dass sowohl Schreiber als auch Leser dieser Artikelgattung in einer märchenartigen Parallelwelt leben, in der es ganz normal ist, alle drei Radumdrehungen beim Kaffee anzuhalten, „hausgebackene Leckereien“ zu fressen „wie bei Muttern“, zufällig ausgewählte Fakten über die Gegend (die <strong>Gegend</strong>!) statt über Grip zu präsentieren und mit „ordentliche Französisch-Kenntnisse“ die Sprache zu meinen. Ich habe außerdem herausgefunden, dass die Unterscheidung von Schreiber und Leser in der Reisegeschichtendimension nicht existiert, es gibt dort vielmehr ausschließlich sogenannte „Schreser“, die immer beides tun.</p><div id="attachment_3394" class="wp-caption alignright" style="width: 126px"><a href="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2011/11/JT4C4249.jpg"><img class="size-medium wp-image-3394 " title="JT4C4249" src="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2011/11/JT4C4249-116x155.jpg" alt="" width="116" height="155" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Pflanzen da hinten sind ein beliebtes Irland-Fotomotiv. (Bild: Chris Roberts)</p></div><p>Mich fasziniert diese Parallelwelt ungemein, bisher konnte ich sie jedoch ebensowenig betreten wie <a title="Wikipedia sagt, wo das ist" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Chroniken_von_Narnia">Narnia</a> durch meinen Motorradkleiderschrank und war daher froh, dass es in MO stattdessen die Rubrik „Erlebnis“ gab, in der es, soweit ich mich erinnere, um Saufen, Gripverhältnisse und (französischen) Geschlechtsverkehr ging — um Sachen also, die normale Menschen auch verstehen. Für diesen Auftrag schrieb ich mich allerdings doch in die Dimension der <strong>Gegend</strong>. Die Auftraggeberin sagte zum nüchternen Ergebnis: „Nein, ich will doch eine ganz <em>persönliche</em> Geschichte, wie das da war.“ Habe ich ihr dann gemacht. Meine persönliche Meinung zum Antichristen, der zufällig mitfuhr, zum Saufen, zum Rasen, zur Kombination beider Dinge und zu den Northern Ireland Crime Stoppers. Seitdem spricht sie nicht mehr mit mir. Ich habe den Text noch zwei anderen Leuten gegeben, die ebenfalls nicht mehr mit mir sprechen und glaube mittlerweile, der Text ist vom Teufel besessen oder vielleicht vom Antichristen verflucht. Das war bestimmt nicht mein bester Text, aber diese krassen Reaktionen machen mir abergläubische Angst. Deshalb steht der auch nicht hier, obwohl die Fotos nett sind. Ich sollte einfach keine Reisegeschichten machen.</p><p>Trotz allem betrachte ich mich seit dem <em>Ireland Incident</em> als Reisegeschichten-Schreser, als Experte gar, denn Auchschreserexperte Lars Wennersheide hat mich Dinge über seine Heimatdimension gelehrt, die ich hier nicht wiedergeben kann, ohne als gefährlicher Geistesgestörter zu gelten. Er hat außerdem gesagt: „Schau dir unbedingt die DVD von Erik und Sophie an, die sie über ihre Islandreise gemacht haben.“ Das schien mir genau richtig, um ins Schreser-Equilibrium zu kommen, ohne meine Netzhäute mit selbstgefressenen Kuchensätzen wie von Muttern zu peitschen. Also habe ich Sophie überfallen: Sie müsse mir unbedingt so eine DVD schicken! OMG! Antichrist! Kuchen!</p><p>Als die DVD schließlich kam, habe ich sie mir beim Fressen von Mutters Kuchen angeguckt und unentschuldbarerweise sofort vergessen, <em>warum</em> ich das überhaupt tat, weil mir jemand dieses <a title="Oh my fucking god! What is she doing?!" href="http://www.youtube.com/watch?v=PXRX47L_3yE">unglaubliche Katzenvideo</a> zukommen ließ. Dann rief das Finanzamt an, dann rief Berlin an, dann war es sechs Wochen später. Heute habe ich undeutliche Entschuldigungen nuschelnd die DVD zurückgeschickt und mir vorgenommen, <em>sofort</em> etwas darüber zu schreiben. Wie mir auffällt, hat dieser Vorsatz exakt so lange gehalten, bis ich oben „Irland“ geschrieben hatte und mich fürchterlich über die Erinnerungen an den Antichristen aufregen musste. Bevor ich jetzt wieder undeutliche Entschuldigungen nuschle, gelobe ich Besserung in Sachen <a title="Wikipedia erklärt dir das mal." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung">ADS</a> (habe meinen <a title="Monster trinken Monster" href="http://www.monsterenergy.com/">Monster</a>–Intake bereits halbiert) und schick‘ euch alle weiter auf Eriks Seite, auf der er traumhafte Bilder nebst einen Trailer zu dieser DVD zeigt:</p><p><a class="external" title="Heiß auf Eis und auf Islandreisen mittem Mopped" href="http://www.leistner-online.de/">Nette Leute fahren nach Mordor zur Weihnachtszeit</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/11/reisegeschichten-sind-scheisegeschichten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Deutsche Umwelthilfe (DUH): Wir petzen, ihr zahlt</title><link>http://www.mojomag.de/2011/10/deutsche-umwelthilfe-duh-wir-petzen-ihr-zahlt/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/10/deutsche-umwelthilfe-duh-wir-petzen-ihr-zahlt/#comments</comments> <pubDate>Wed, 26 Oct 2011 20:17:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[eine Spur]]></category> <category><![CDATA[Gott und die Welt]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category> <category><![CDATA[zwei Spuren]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3308</guid> <description><![CDATA[In der letzten Zeit lese ich einen Feed, der mir mehr Lacher bringt als alle LOLCats, als selbst perverse Affen. Ich rede vom Nachrichtenstrom der Deutschen Presseagentur (dpa). Da stehen dann Sachen drin wie: „Wenn man Reifen offen hinlegt, könnten die geklaut werden.“, „Vorsicht: im Herbst könnte man müde werden.“ oder „Flirt an der Ampel [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Zeit lese ich einen Feed, der mir mehr Lacher bringt als alle <a href="http://icanhascheezburger.com/">LOLCats</a>, als selbst <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qVE60zwXx1k&amp;feature=share">perverse Affen</a>. Ich rede vom Nachrichtenstrom der Deutschen Presseagentur (dpa). Da stehen dann Sachen drin wie: „Wenn man Reifen offen hinlegt, könnten die geklaut werden.“, „Vorsicht: im Herbst könnte man müde werden.“ oder „Flirt an der Ampel — das entspannt.“ Einige gute Lacher kommen über den Pressemitteilungsseitenstrom, und fast alle davon stammen von einer schrägen Organisation namens „<a href="http://www.duh.de/">Deutsche Umwelthilfe</a>“ (DUH). Die DUH ist eine Organisation, die Spendengelder dazu verwendet, harmlose Leute zu verpetzen. Vielleicht ist Deutschland in der glücklichen Lage, keine echten Umweltprobleme mehr zu haben, dass die großen Unternehmen ihren giftigen Schrott nicht mehr stumpf auf ihre Müllkippe Afrika entsorgen, dass die Chemie– und Pharmakonzerne nur noch Rosenduft als Abfallprodukt produzieren, dass die DUH also gezwungen ist, sich in Ermangelung der großen Dinge um die nichtigen zu kümmern. Aber wisster was? Für wahrscheinlich halte ich das nicht. Vielmehr halte ich die DUH für einen Zeck, für einen Systemparasiten, der die Schwachen aussaugt wie es irgendwie alle tun.</p><p><strong>Feed-Nachricht:</strong> „<a href="http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=2711">DUH verpetzt Leute mit falscher Staubplakette!</a>“ In Magdeburg und Halle übrigens, Deutschlands gesündesten Luftkurorten quasi. Als „positiv“ vermerkt die Mitteilung hierbei, dass sich selbst dort im Osten praktisch jeder an die sinnfreie Regelung hält. Well, D’UH! <strong>Feed-Nachricht:</strong> „<a href="http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=2714">Bischöfe fahren Mittelklasselimousinen, ohne die DUH zu fragen!</a>“ Manche antworteten gar nicht!!11einself! Diese Comedy-Texte führten mich auf die DUH-Website, in der Hoffnung auf mehr solches Material. Man wird dort nicht enttäuscht: „<a href="http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=2713">Wir verklagen den Hornbach wegen giftigen Leuchtmitteln.</a>“ Es geht hierbei wohlgemerkt um ein paar Milligramm Quecksilber hin oder her. Es geht allerdings nicht darum, dass diese giftigen, in der Herstellung energieaufwendigen Energiesparlampen ohnehin das Gegenteil von Umweltschutz sind. Der DUH findet die nämlich gut. Der vielleicht noch erträglichste Einsatz ihrer Petz-Skillz findet dann bei einer <a href="http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=2708">Klage gegen das KKW Philipsburg</a> statt. Es geht um schlampiges Arbeiten, wie es zwar täglich vorkommt, aber bei AKW durchaus verachtet werden sollte. AKW betreibt man am besten wie eine militärische Operation, aber nicht wie eine der Bundeswehr mit ihren gut so genannten „Katastropheneinsätzen“, sondern die einer richtigen Armee — der Israelis zum Beispiel: kalt, emotionslos, nüchtern, effizient, mit Equipment-Overkill und einem Schuss zielgerichteter Menschenverachtung.</p><p>Apropos zielgerichtete Menschenverachtung: <em>„Der jährlich durch KYOCERA verliehene KYOTO-Preis in Japan gehört nach dem Nobelpreis zu den höchsten Ehrungen“</em>, <a href="http://www.duh.de/1719.html">schreibt</a> die DUH da eiskalt, weil Kyocera Deutschland seit 20 Jahren ihr „Partner“ ist. Ich habe jetzt nichts gegen Kyocera persönlich, aber das ist so, als würde eine Frauenrechtsorganisation osteuropäische Youporn-Accounts featuren, weil sie fünf Cents pro Klick kriegt. Ich könnte hier noch Stunden auf die DUH einschlagen, but you get the drift. Es ist eine Organisation, die aus haltlosen Schuldgefühlen motivierte Spendengelder in Klagen oder Quatsch verwandelt, die nichts ändern, aber einen gewissen Unterhaltungswert haben. Wer also diese konkrete Unterhaltung langfristig für seine Comedy-Feeds erhalten wissen möchte, sollte die DUH finanziell unterstützen. Der Rest sollte sie verachten.</p><p><a class="external" title="Gramm CO2: die Währung der Dummen" href="http://www.heise.de/autos/artikel/Klartext-Reden-wir-ueber-CO2-1362801.html">Mehr Material zum Verachten: CO2-Fußabdrücke und –Aufkleber</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/10/deutsche-umwelthilfe-duh-wir-petzen-ihr-zahlt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kampfjet oder Cessna?</title><link>http://www.mojomag.de/2011/10/kampfjet-oder-cessna/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/10/kampfjet-oder-cessna/#comments</comments> <pubDate>Tue, 18 Oct 2011 14:18:43 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[2011]]></category> <category><![CDATA[Ausgabe 04]]></category> <category><![CDATA[Ausgaben]]></category> <category><![CDATA[eine Spur]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category> <category><![CDATA[Technik]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3268</guid> <description><![CDATA[Mit jeder neuen Technik flammt die alte Diskussion über technische, meist elektronische Fahrhilfen wieder auf. Verderben die nicht den Charakter beziehungsweise die Fahrtechnik? Außerdem: Noch ein System, das kaputtgehen kann. Simplicity rules. Dann kann man auch selber reparieren.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit jeder neuen Technik flammt die alte Diskussion über technische, meist elektronische Fahrhilfen wieder auf. Verderben die nicht den Charakter beziehungsweise die Fahrtechnik? Außerdem: Noch ein System, das kaputtgehen kann. Simplicity rules. Dann kann man auch selber reparieren.</strong></p><p>Alle drei Argumente sind für sich genommen ignorant, weil sie den großen Gesamtzusammenhang außer Acht lassen, das Gesamtfahrzeug. Klar kann man Motorräder einfacher bauen. Man sollte es sogar. Denn praktisch alle Vorwürfe, die Elektronik betreffen, entstehen eigentlich aus zu hoher Gesamtkomplexität des Fahrzeugs. Das moderne Auto ist dazu das warnende Beispiel. Es gibt ein Optimum zwischen einfachem Aufbau und hilfreicher Technik. Der wird Puristen jedoch nicht reichen. Die wollen das Krad noch viel einfacher. Nur: dann wird es eben auch langsamer. Es wird außerdem weniger zuverlässig, wartungsintensiver und aufgrund der heutigen Industriezusammenhänge bietet es insgesamt weniger Leistung pro Preiseinheit. Vielen Leuten ist das aber egal, weil sie ihren zusätzlichen Spaß mit reinrechnen, den sie dabei haben, das Ding überhaupt ans Laufen zu bringen oder es unterwegs am Laufen zu halten. Alte Italiener. Oder noch besser: alte Engländer. Und das Fahren ohne alle Elektronik erst! Mit freudig glitzernden Augen erzählen solche Fahrer, wie sie drei Kurven lang Dampf hinter dieser einen Fireblade machen konnten, bevor ihnen das Getriebe explodiert ist oder sie in den Wald detoniert sind, weil der Motor ein Ansprechverhalten mit Tourette-Syndrom hat. Aber waren schöne zehn Stunden da am Straßenrand zur Reparatur, ne, nur Mensch und Maschine, ölige/blutige Finger, echtes Leben, Klischee, Pathos, Klischee, gibtsjaheutallesnimmer.</p><p>Ich verstehe diese Leute gut. Ich gönne ihnen ihren Spaß. Nur umgekehrt hapert es oft am Verständnis. Sie finden Techniktiefflieger wie mich meist emotional beschränkt, womit sie sich eben diesen ihren Vorwurf selber gefallen lassen müssen. Vergleichen wir das mal mit der Luftfahrt, weil dort die Unterschiede noch klarer sind. Der Purist fliegt eine alte Cessna. Ein Mann, ein Motor, zwei Räder, äh, Flügel — fertig. Ich fliege dann einen modernen Kampfjet. Die fallen nämlich ohne Regelelektronik aus dem Luftraum wie ein ziemlich teurer Stein. Dutzende von Regelkreisen flattern mit Dutzenden von Stellklappen, damit das aerodynamisch instabile Flugobjekt überhaupt geradeaus fliegt. Kein Mensch schafft das von Hand. Der Cessna-Pilot freut sich über seine saubere Steilkurve oder seinen gelungenen Slip vor der Landung. Ich stelle derweil meinen Kampfjet senkrecht auf seine Schubdüsen, bremse mit Anstellwinkeln, die dem Cessnesen nichtmal im Traum einfallen, tanke in der Luft am Stratotanker nach und geh dann auf die Überschallautobahn im Anflug auf ein schönes Zielgebiet, in das der Cessnese drei Tage und gutes Wetter braucht. Klar: Der Mann in seiner Cessna hat seinen Spaß. Nur: glaubt irgendjemand, ich hätte weniger? Gut, die Cessna ist vielleicht ein unfairer Vergleich. Nehmen wir stattdessen eine Ikone der Ingenieurstechnik, nehmen wir die Spitfire. Der Vergleich hält trotzdem. Elektronische Assistenz hebt schlicht das Niveau, auf dem der Spaß passiert. Passieren tut er in jedem Fall. Beim derzeitigen Level der Serienfertigung weine ich einer „guten alten Zeit“ ohne alle Elektronik also keine Träne nach. Eines sollten Tränennachweiner auf BSA/Spitfire deshalb verstehen, wenn ich auf F22/BMW S 1000 RR mit Überschallschockwelle an ihnen vorbeiziehe: Ich habe genausoviel Spaß. Wahrscheinlich sogar mehr.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/10/kampfjet-oder-cessna/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> </item> <item><title>Freiheit: wurde wieder abbestellt</title><link>http://www.mojomag.de/2011/09/freiheit-wurde-wieder-abbestellt/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/09/freiheit-wurde-wieder-abbestellt/#comments</comments> <pubDate>Thu, 29 Sep 2011 11:10:19 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[eine Spur]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3227</guid> <description><![CDATA[Als vager Wunsch steht „Freiheit“ meistens in den Top Five der vagen Dinge, die Leute mit dem Motorradfahren verbinden. An diesen Umstand denke ich in letzter Zeit öfter, wenn ich sehe, wie der gute Jens Wiedenmann aus Berlin behandelt wird für seinen Wunsch der Wahlfreiheit, seinen Wunsch, auch künftig Motorräder ohne ABS, ja: ohne elektronische [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Als vager Wunsch steht „Freiheit“ meistens in den Top Five der vagen Dinge, die Leute mit dem Motorradfahren verbinden. An diesen Umstand denke ich in letzter Zeit öfter, wenn ich sehe, wie der gute Jens Wiedenmann aus Berlin behandelt wird für seinen Wunsch der Wahlfreiheit, seinen Wunsch, auch künftig Motorräder ohne ABS, ja: ohne elektronische Regelsysteme zur Fahrzeugstabilisierung überhaupt kaufen zu dürfen. Selbst junge, intelligente Leute, die ich fast schon als des selbständigen Denkens fähig vermutete, äußern sich öffentlich über Jens, als wäre er ein geistesgestörter Kinderfresser. Er ist ein Paria geworden, keiner mag sich so recht mit ihm beschäftigen. Wohlgemerkt, es geht ihm nicht darum, ob ein bestimmtes oder alle ABS <a title="manchmal tut es das eben nicht" href="http://www.mojomag.de/2011/01/abs-ist-gefahrlich/">gut funktionieren</a>, ob solche Systeme irgendwann technisch perfekt daherkommen, nein: <em>„Um all das geht es nicht. Sondern darum, selbstbestimmt auf die Schnauze fallen zu dürfen.“</em> Es geht also, kürzer gesagt, um Freiheit, denn die Freiheit, etwas Dummes zu tun ist die Freiheit an sich. Um etwas Gesellschaftsgefälliges, etwas „Richtiges“™ zu tun, braucht man keine Freiheit. Ich finde es bedenklich, dass so vielen Leuten ein Grundbedürfnis nach Freiheit nichteinmal mehr verständlich ist, sobald es um die <a title="Glossar: ABS" href="http://www.mojomag.de/glossar/abs/">Gottheit ABS</a> nebst ihren himmlischen Heerscharen (ausgerüstet mit Traktionskontrolle) geht. Und deshalb hätte ich gerne, dass ihr lest, <a title="Darum geht es Jens" href="http://www.antifah.de/darum-geht-s/">was Jens eigentlich will</a> und das versteht. Ihr könnt seine heute antiquiert wirkende Haltung, seine starke Motivation, seine Wünsche generell ruhig alle scheiße finden, ruhig mehr Technik, mehr Regelung wollen. Ich bin ja selber ein Technofreak. Aber wer seinen aus all dem sprechenden Wunsch nach Freiheit nicht versteht, dem sollte das zu denken geben. Vielleicht lernen die Nichtversteher etwas mehr verstehen, indem sie von einem anderen Fall lesen:</p><p><a class="full-article" href="http://www.mojomag.de/2011/09/auserhalb-der-zeit/">vom getriebenen Weltenbummler Hubert</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/09/freiheit-wurde-wieder-abbestellt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>19</slash:comments> </item> <item><title>Ihr seid die Besten.</title><link>http://www.mojomag.de/2011/09/ihr-seid-die-besten/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/09/ihr-seid-die-besten/#comments</comments> <pubDate>Wed, 21 Sep 2011 10:22:10 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[eine Spur]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3174</guid> <description><![CDATA[Das Standardmodell des publizistischen Geldverdienens hofiert den Werbekunden, weil der die großen Beträge bringt. Leser sind nur als quantifizierbare Masse interessant. Warum es sich trotzdem lohnt, Leser als Kunden gut zu behandeln.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Das Standardmodell des publizistischen Geldverdienens hofiert den Werbekunden, weil der die großen Beträge bringt. Leser sind nur als quantifizierbare Masse interessant. Im Internet hat sich hierzu der eindeutig beschreibende Fachbegriff „<a title="Genauere Worterklärung" href="http://szenesprachenwiki.de/definition/klickvieh/">Klickvieh</a>“ herausgebildet. Das erklärt auch, warum anderswo so viel Quatsch steht (hier steht natürlich <em>niemals</em> Quatsch). Es gibt jedoch am Rande verschiedene Formen der Menschlichkeit, der Leserwertschätzung. So hatten wir damals bei der c’t zum Beispiel jeden Tag eine kostenlose Hotline-Fragestunde, in der jeder Redakteur verpflichtet war, Leserseelsorge zu leisten. Was haben wir nicht für Menschenmengen getröstet (denn machen kann man da nichts Billiges mehr), die kein Backup, aber einen <a title="Wikipedia erklärt das den Glücklichen, die das nicht kennen." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Head-Crash">Head Crash</a> hatten. Ich erinnere mich ebenso an einen Fall, als Dr. psych. Gleich eine arme Mutter tröstete, deren pubertierender Junge die ganze Nacht zockte und unterm Tisch neben dem aufgesägten Rechner schlief.</p><p>Diese gelernte Leserversorgung nahm ich — zusammen mit feuerverzinkten Recherchetechniken — mit in die Motorradwelt. Was habe ich am Telefon alles für Motorräder verkauft durch ebenso persönliche wie nette Beratungsgespräche! Außerdem war es Ehrensache, jede einzelne E-Mail wenigstens einer kurzen Antwort zu würdigen. Das scheint dem Ökonom nun vielleicht herausgeworfene Zeit, die ja Geld ist. Nur hat er Unrecht. Denn die investierte Nettigkeit kommt allerweil mit Zinsen zurück. Ich habe aus ganz Deutschland Einladungen ans Lagerfeuer zu einem Bier, wenn ich eine meiner Gewalttouren mache. Leser ermöglichen mir Dinge. Leser haben mir schon direkt bei der Arbeit geholfen, Leser haben mir Alkohol und Geräte zu meinem puren Vergnügen gegeben, Zuspruch, und selbst hassende Geiferer geben gelegentlich etwas sehr seltenes: die Wahrheit. Fast muss man den Ökonomen bemitleiden, der die Zusammenhänge nicht sieht, denn es geht um basale Bausteine der Zwischenmenschlichkeit.</p><p>Jetzt haben mir Leser schon wieder etwas Gutes getan (you know who you are). Und diese Herdenstimmung, die ihr vermittelt („Wir sind die Guten! Yeaaah!“), die macht Mut, dass es — vor allem im um– bis wegbrechenden Werbemarkt — künftig mehr echte Leser-Publikationen gibt, also solche, bei denen zuerst der Leser kommt und dann erst die Werbung. Viel wichtiger jedoch: Selbst wenn alles zusammenbricht, dann können wir nach der Apokalypse immer noch am schwelenden Reifenfeuer sitzen, aus verlassenen Aldi-Filialen erbeutetes Dosenbier in der Hand, und glücklich den nächsten vollkommenen Quatsch planen. Wir wären immer noch die Guten. Und: Ihr seid die Besten.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/09/ihr-seid-die-besten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Testbetrieb: 2x Kawasaki, 1x KTM</title><link>http://www.mojomag.de/2011/08/testbetrieb-2x-kawasaki-1x-ktm/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/08/testbetrieb-2x-kawasaki-1x-ktm/#comments</comments> <pubDate>Wed, 17 Aug 2011 10:57:30 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[eine Spur]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=3075</guid> <description><![CDATA[Ich mach jetzt erstmal nix mehr für MO.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser, spezifischer: liebe MO-Leser! Immer wieder schreibt ihr mir auch heute noch liebe Briefe, worüber ich mich sehr freue. Viele haben in der letzten Zeit gefragt „Wann machst du mal wieder was für MO?“, und als selbst der MO-Finanzhäuptling mich angeregt hat, doch wieder mehr zu machen, bin ich diesem Ruf endlich nachgekommen. In der aktuell am Kiosk liegenden Ausgabe 9 steht daher ein ultimativ ehrlicher Vergleich drin zwischen der <strong>Kawasaki ZX-10 R</strong> und der <strong>KTM RC8 R</strong>. Nach ersten Panel-Erhebungen entspricht der Artikel genau den Wünschen. Jetzt habe ich zusätzlich <a title="Alexanders Weblog" href="http://abgeschweift.de/">Alexander „@Pistonpin“ Mayer</a> angespitzt, was über die <a title="Trailer der Tour" href="http://abgeschweift.de/2011/08/07/alpen50-trailer/">Alpenüberquerung mit den 50ern</a> zu machen, das ich dann mit meinem <a title="Projekt WWF: die Sichtberheit" href="http://www.mojomag.de/2011/08/projekt-wwf-part-ii-die-sichtberheit/">gut vorbereiteten</a> Touring-Test des <strong>Honda Zoomer</strong> garnieren und dieses Paket bei MO zumindest vorschlagen werde.</p><p>Danach mache ich erstmal nichts mehr für MO. Ich werde auch weiterhin meine Print-Geschichten zu Motor-Themen ankündigen, Feed-Leser wissen also um die. Es gibt Motorradtexte von mir hier online kostenlos zu lesen, und wer was fürs „Häusl“ auf Papier will, für den drucke ich auch gern eine Compilation, wenn er (ggf. zusammen mit seiner Wunschgruppe) das vorbezahlt. Es gibt außerdem eine wirklich richtungsweisende Geschichte in der nächsten <a href="http://www.fastbike.de">Fastbike</a>. Die ist ja auch aus Papier. Wünscht mir Glück, dass es auch weiterhin das herzblutige Einspurthema dominant in meinem Leben gibt. Ich mag die Dinger. Vor allem das hier:</p><p><a class="full-article" title="Test Kawa Z 1000 SX" href="http://www.mojomag.de/2011/08/test-kawasaki-z-1000-sx/">Die Kawasaki Z 1000 SX in Irland getestet</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/08/testbetrieb-2x-kawasaki-1x-ktm/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Die Guten sagen die Wahrheit</title><link>http://www.mojomag.de/2011/06/die-guten-sagen-die-wahrheit/</link> <comments>http://www.mojomag.de/2011/06/die-guten-sagen-die-wahrheit/#comments</comments> <pubDate>Sat, 18 Jun 2011 12:44:15 +0000</pubDate> <dc:creator>Clemens Gleich</dc:creator> <category><![CDATA[Newsarchiv]]></category> <category><![CDATA[Startseite]]></category> <category><![CDATA[eine Spur]]></category> <category><![CDATA[Kommentarhabarber]]></category> <category><![CDATA[Lebensabschnittsgefährte]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.mojomag.de/?p=2827</guid> <description><![CDATA[Der Rennfahrer an sich ist gern ein arroganter Schnösel. Auf der Habenseite steht jedoch: Die Stoppuhr trainiert ihm systematisch ab, verquasten Bullshit abzusondern. Andreas Werth (aka „Berzerk“), Chef vom Motorradmagazin „Reitwagen“, mag ein Schreiber sein, aber sein angenehmer Pluspunkt ist, dass er gern denkt wie ein Rennfahrer. Immer wieder findet man diesen Klartext auch im [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Rennfahrer an sich ist gern ein arroganter Schnösel. Auf der Habenseite steht jedoch: Die Stoppuhr trainiert ihm systematisch ab, verquasten Bullshit abzusondern. Andreas Werth (aka „Berzerk“), Chef vom Motorradmagazin „Reitwagen“, mag ein Schreiber sein, aber sein angenehmer Pluspunkt ist, dass er gern denkt wie ein Rennfahrer. Immer wieder findet man diesen Klartext auch im Hefterl. Man findet ihn genauso in seinen Mails. Ich erinnere hier an seine klaren Worte zum Thema „<a title="ABS ab 2017" href="http://www.mojomag.de/2011/01/abs-ist-gefahrlich/">bescheuerte ABS-Pflicht</a>“. Genauso klar hat er sich gegenüber Alfred Kirchsteiger von <a title="r4f Österreich Homepage" href="http://www.racing4fun.at">racing4fun.at</a> geäußert:</p><blockquote><p>Man kann mit gut vorbereiteten Serienmaschinen auf gut abgestimmten käuflichen Fahrwerken alle Alpe Adria-Klassen gewinnen, wenn die Technik ordentlich funktioniert und der Fahrer ordentlich reinhält.</p></blockquote><p>Das erinnert mich an die Tage in Oschersleben (bei <a title="Homepage Doc Scholl Fahrertraining" href="http://www.doc-scholl.de/">Doc Scholl</a>), an denen wir mit der <strong>Honda CBR 600 RR</strong> unsere Recherchen der Geheimnisse des Rasens für die Fastbike angingen. Nach ein paar aufwärmenden Runden zeigte der Lap-Timer unter Dirk Schnieders eine ordentliche 1:35 — trotz dem zehn kg schweren ABS, mit dem man alles in allem einige Meter früher bremsen muss. Wir haben nichtmal was am Fahrwerk rumgedreht, wir haben einfach <strong>Continental Race Attack</strong> aufgezogen und sind serienmäßig ausgerückt. Denn beim Rasen geht es zu näherungsweise 100 Prozent nur um eines: den Fahrer. Der statistisch vernachlässigbare Teil dreht sich dann um die Rennfahrer auf IDM-Niveau und drüber. Wer durch die Gegend graupt, der tut das auch auf einem Öhlins TTX-Hinterbein. Er freut sich darüber vielleicht mehr.</p><div id="attachment_2829" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2011/06/600RR.jpg"><img class="size-large wp-image-2829 " title="600RR" src="http://www.mojomag.de/wp-content/uploads/2011/06/600RR-531x354.jpg" alt="" width="425" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Die Wahrheit: Das ist ein richtig gutes, schnelles Motorrad.</p></div><p>Berzerk:</p><blockquote><p>Alte Racing-Regel: Der Erste muss gar nix erklären. je weiter hinten, um so länger werden die Ausreden und die Presseaussendungen.</p></blockquote><p>Diese Ausreden gibt es überall von der MotoGP bis runter auf die Hausstrecke. <a title="Wikipedia über Doohan" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mick_Doohan">Mick Doohan</a> sagten die Langsameren genauso wie <a title="Wikipedia über Rossi" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valentino_Rossi">Valentino Rossi</a> zu seinen Hochzeiten nach, Honda gebe ihnen physikalisch unmögliche Weltraumteile und setze tausend kleine Japaner mit Tretmühlen zusätzlich vors Getriebe. Die Wahrheit war jedoch: Die beiden fuhren schlicht schneller, wie <a title="Wikipedia über Burgess" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Burgess">Jeremy Burgess</a> Rossi einmal sagte, wie Rossi sich selbst und allen mit seinem Wechsel zum damals geradezu graupigen Yamaha-Team demonstrierte. Genauso kam in Oschersleben zum Abendessen ein Kollege aus der <a title="Homepage Superduke Battle" href="http://conti-battle.de/">Superduke Battle</a> an unseren Tisch, um zu fragen, welche schwarze Magie mit welchen Tretmühlenösterreichern denn in Dirks Motor am Werk sei, denn der klinge auf diesem (vollkommen übersteuerten) Video so komisch. Dirk: „Komm kurz vor dem Rennen zu mir, dann tauschen wir die Maschinen. Ich baue nur mein Federbein und meine Gabel um, beim Rest nehme ich gern dein Motorrad.“ Der Mann ging dann leise ins Bett.</p><p>Solche schlichten Wahrheiten sind für mich so entspannend, weil ich jeden Tag Pressemitteilungen und Fahrzeugtests lese. In beiden steht ja meist plusminus derselbe verquaste Rotz drin. Die 600er Hondas wurden in der Presse gern als etwas „langweilig“ oder „in die Jahre gekommen“ abgetan. In der Realität standen zur selben Zeit gern sieben dieser in die Jahre gekommenen Langweiler in den Top Ten der schnellen Rennklassen. Dagegen Dirk: „Das ist ein gutes Motorrad.“ Und das ist: die Wahrheit.</p><p><a class="external" title="Andreas Werth zu Alfred Lockinger über Racing" href="http://www.racing4fun.at/beitrag-detailansicht/datum/2011/06/16/reitwagen-boss-andreas-werth-zu-r-resch-ioem-und-racing-im-allgemeinen.html">Berzerks kompletter Brief bei Racing4fun.at</a></p><p><em>PS: Man beachte die weitere Ausführung des Themas in den <a title="Kommentare zum Artikel" href="http://www.mojomag.de/2011/06/die-guten-sagen-die-wahrheit/#comments">Kommentaren</a>.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mojomag.de/2011/06/die-guten-sagen-die-wahrheit/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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