Come Fly With Me

Zu den Motorradthemen für 2019 will ich einmal eine kleine Änderung ausprobieren. Ich habe bisher bei allen Tests und den meisten anderen Formaten außer Magazin-Erlebnisberichten das Drumherum größtenteils weggelassen. Ich tat das nicht nur, weil ich es langweilig fand, sondern auch weil es mich persönlich nervt, wenn jemand mir sagt, er gurkt in Ronda in der Sonne herum, während ich mir hier meine blauen Parked-Motorcycle-Syndrome-Eier plattsitze oder mir die Finger abfriere. Ich habe jetzt allerdings eine Menge Influencer und Youtuber getroffen, die das genaue Gegenteil tun. Das Drumherum interessiert offenbar sehr viele Leute. Ganz realistisch muss man sogar sagen: Es interessieren sich mehr Leute für das Drumherum als für Themen. Da muss man ja jetzt nicht gleich Videos davon machen, wie viel Rührei man am Frühstücksbuffet gefressen hat (findest du auf Youtube), aber zwischen dem und gar nicht liegt ja ein weites Mittelfeld.

Wenn man sich Youtube anschaut, findet man das in extremo. Das liegt natürlich auch an Youtubes Algorithmen, die belangloses Beiwerk aufwerten, wenn es nur regelmäßig dazukommt. Es liegt aber wohl hauptsächlich in der menschlichen Natur. Wenn ich mir zehn Minuten „Gesicht labert was in die Kamera“ angucke, werde ich dieses Gesicht wahrscheinlich wieder angucken, wenn es in der Suche auftaucht. Irgendwann gehe ich explizit auf den Kanal dieses Gesichts.

Damit das Experiment für uns passt, interessiert mich vorab, was euch an Beiwerk interessiert, und „gar nichts, bitte kein Beiwerk“ ist eine genauso legitime Antwort wie „Ich will das Flughafenklo sehen“, weil ich es ja bisher genauso sah. Besser als das Klo passendes Beiwerk könnten zum Beispiel die gefahrenen Routen sein, die benutzten Klamotten oder Gelaber von Hersteller-Mitarbeitern, das ich bisher immer wegließ, weil ich „wir wollten mit diesem Design einen Viessmann-Verticell-Boiler zitieren, dessen gewagt-elegante, aber doch schlichte Linienführung blafaselrhabarber…“ langweilig fand. In den meisten anderen Publikationen finde ich allerdings solche textlichen Ballaststoffe. Vielleicht wollen es die Leser. Oder sie werden falsch eingeschätzt, das kann auch sein. Also frage ich lieber direkt: Wie hätten‘s das Schweinderl denn gern?

Kommentare:

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  • Zonengreis meinte am 25. Januar 2019 um 16:47:

    Vergiss die Damen nicht erwähnen, eventuell auch mit Bild. Falls das Licht nicht reicht, dann tut es auch eine Skizze.

    • Clemens Gleich meinte am 25. Januar 2019 um 18:58:

      Welche Damen? Die von der Eventagentur? Und die soll ich Dir aufmalen? Das ist ein sehr … spezieller Wunsch.

  • Erik meinte am 25. Januar 2019 um 16:52:

    Bitte mehr relotiieren!

    • Clemens Gleich meinte am 25. Januar 2019 um 19:00:

      Ich erfind Dir was Schönes über die KTM. Sie spielten „It‘s not Unusual“ von Tom Jones im Wald, durch den wir mit der Enduro brieten.

  • Anonymous meinte am 25. Januar 2019 um 17:48:

    Egal! Schreib was ueber Moppeds.

  • Susy meinte am 25. Januar 2019 um 17:52:

    Klar ist gerade das Drumherum das Interessante! Angefangen von der gefahrenen Route, über Meinungen und Tipps zur gewählten Übernachtungsbutze nebst Verpflegung, Speisetempel vor Ort oder gar die runtergekommene Pommesbude am Wegesrand, die die geilste Currywurst brutschelt. Tools und Gadgets, die unterwegs auf Tour helfen und und und. Kurzum: Alles, was die geneigte Leserschaft braucht, um sich für oder gegen was-auch-immer entscheiden zu können, ehrlich und ganz ohne Werbesprech.

  • Ben meinte am 25. Januar 2019 um 18:14:

    Hi,
    ich schaue Motorradvideos und lese Artikel in diversen Zeitschriften doch nicht als Entscheidungshilfe! In welcher Frequenz soll ich mir als regelmäßiger Leser denn bitte Neuanschaffungen zulegen? Eine Marktübersicht mit spannenden, fahrintensiven persönlichen Eindrücken geschätzter Journalisten und Trittbrettfahrern ist schon gut. Gerade im Winter dient der Kram aber vor allem mehr der Unterhaltung als der Information. Und unterhaltsam interessant kann der solidarische Rundgang um die Haustrecke mit Schneeschuhen oder auch Eventzeitpläne und Gepäckstress insbes. bei Flugreisen sein. Thematische Reiseberichte wie die Lost-Places-Reihe oder „Jacobsweg vorgespult“ kommen auch gut. Bastel und Frickelkram ob Monkeytuning oder an der Duke, und jeder verstrahlte Nonsens den Du aus ganz eigenem Vergnügen am Vergnügen so machst, ohne primär an eine Leserschaft zu denken wird von mir gerne angesehen – wie eine Wundertüte gelungener oder eben miratener Überraschungen.

  • Tom meinte am 25. Januar 2019 um 18:35:

    Manches Beiwerk würde mich schon interessieren. Und zwar das, welches Du mir erzählen würdest, wenn wir beim Bier bei‘nandersitzen. Und wenn‘s das Klo war, ist das verschissen war. Oder Dir der Sales-Heinz was von Design-Anleihen an die frühmittelalterliche Architektur hawaianischer Riesenpygmäen erzählt hat. Oder dass Dir die SaniFair-Rastplatznutte beim Suchen des Ventilkäppchens geholfen hat.
    Ich würde mich darüber freuen, weil du das sprachlich besser hinkriegst als die ZDJLAKK & Co. Zeilenschinder.

  • Clemens Gleich meinte am 25. Januar 2019 um 19:03:

    Hm. Es gibt schon jetzt einen deutlichen Unterschied zwischen Facebook und hier. Hier wollen mehr Leute Beiwerk. Auf FB gehts eher in die Richtung „weniger Beiwerk“. Ich denke, für mich müsste es *relevantes* Beiwerk sein, dass es Laune macht. Mal schauen, was die Veranstaltung hergibt. Bei eigenen geplanten Geschichten kann man da ja eh mehr machen.

  • Xir meinte am 25. Januar 2019 um 21:25:

    Ich mag gerade das Beiwerk.
    Die nackten (oder die gewollten) Tatsachen zeigt der Pressetext. Auch bei manchen Kollegen bei Heise habe ich das Gefühl das die Texte direkt aus der Werbeabteilung der Hersteller kommen.
    Beim Kommentar zu meist nicht.
    Bei Kommentaren von CGL ist mir der Titel und das Thema Egal, da könnte es auch über Arschhaarfrisuren gehen, es wäre Unterhaltsam.
    Schöne Beispiele: deine Ich-Reise-in-den-Outback reportage. Es geht um persönliche Erlebnisse, um das Erleben und den Umständen der Reise. Das Auto und das Fahren sind nur Beiwerk.
    Ähnlich der Citroen-als-Bergziege Text. Herrlich.

    Auch deine kurzen Technikerklärugen, wieso zerbröseln Navihalterungen? Wieso funktioniert dies oder das nicht?
    Ich frage mich oft wie die Industrie Ihre Produkte testet (du sicher auch).
    Ich bin mir inzwischen sicher das der Durchschnittliche Wohnmobildesigner noch nie mehr als eine Nacht in seinem Werk verbracht hat.
    Bei dir habe ich das Gefühl du sprichst Klartext.

  • rudi rüpel meinte am 26. Januar 2019 um 8:47:

    INFLUENZA?

    Wie groß ist eigentlich die Ansteckungsgefahr? Es geht garnicht so sehr darum was erzählt oder geschrieben wird, sondern wer es erzählt und wie es geschrieben wird. Wenn der Autor Humor hat, intelligente Gedanken, gerne quer gedacht rüberbringen kann, wenn er authentisch ist, dann weckt er damit meine Aufmerksamkeit. Dann „darf“, oder besser, soll er gerne von seinem eigentlichen Thema abschweifen. Und wenn der Schreiber Rückgrat hat dann läßt er unbequeme, oder auch schräge Kommentare zu. Denn der Kommentarbereich ist oftmals sowas wie das Salz in der Suppe. Nä was habe ich gelacht als ich den Wunsch vom Zonengreis gelesen habe. Und was Tom da meint, stimmt für mich auch.
    Also Herr Clemens, bleib deinem Stil treu, mach weiter so, oder so, vielleicht noch ein paar Filme (der Raser Beitrag ist legendär: https://www.youtube.com/watch?v=qdgiqGBKgkg)
    Für mich gibt es nur etwas mehr als eine Hand voll guter Kanäle/Blogs (deutschsprachig).
    DANKE und LIEBEn Gruß
    rudi rüpel

  • Kirk meinte am 26. Januar 2019 um 20:07:

    Das Interessanteste hast Du bereits selbst herausgefunden…es kommt drauf an wo und wen Du fragst. Selbstverständlich. Daraus resultiert aber eine viel wichtigere Frage. Wen willst Du denn überhaupt ansprechen. Ich selbst z.B. lese hier weil ich YouTube und Co, also diese ganzen Influencer etc nicht mag. Ich brauche keine bewegtes Bild und kein dazugehöriges Gesicht für eine gute Geschichte. Ich brauche die Geschichte! Und die steht hier oder bei heise oder einem Printmedium. Warum gefallen uns die Bücher so oft viel besser als die Filme?! Abgesehen von schlechten Umsetzungen doch weil wir in unserem Kopf mit der Geschichte spielen. Das wird mir beim Influencer abgenommen…es verkommt zu belanglosem Einheitsbrei.
    Ich ich schweife ab. Ein bisschen drumherum bedarf es halt. Die Leinwand soll nicht weiß sein, sie muss aber noch Platz haben für meine Farben.

    • Clemens Gleich meinte am 27. Januar 2019 um 14:05:

      Naja, ganz konkret überlege ich mir das, weil das klassische Modell „Text mit Bild“ so seine Schwierigkeiten im Verkauf hat. Es hilft uns ja nix, dass uns das gefällt, wenn es sich mangels Masse nicht trägt. Das ist halt die Frage. Ich stehe zum Spezialistentum, sonst gäbe es ja nur einen Weg. Die Nische muss nur ausreichend groß sein. Da betreibe ich schon seit fast immer einen Mischweg. Wenn ich nur schrübe, was mich grad interessiert, würden die Themen EXTREM schwanken, siehe zu Anfangszeiten dieser Seite. Jahrtausenduhr. Spionagejäger. Ulle kommt zu Besuch. Eben war ich in Vegas, KI-Technik anschauen. Jetzt danach blättere ich durch mittelalterliche Manuskripte. So einen bunten Salat hinwerfen funktioniert leider nicht, weil Besucher schon ein bisschen wissen wollen, was sie erwartet.

  • Volker meinte am 26. Januar 2019 um 20:59:

    @Clemens: Bei Youtube (und anderswo auch) heißt es: „Länge läuft“. Irgendwo habe ich auch noch gelesen, es würde zünden, wenn am Beginn eines Podcasts „You“ sagt (momentan scheint ja eher „hey guyz watsup“ zum guten Ton zu gehören) . Außerdem gibt es ja YouTube Analytics, die durchleuchten Dich doch sowieso von vorne bis hinten.

    Also, was an „Beiwerk“ würde ich erwarten? Bestenfalls noch das, was Du in ein „Making Of“ tun würdest. Ein paar Hintergründe, interessante Begebenheiten, Randnotizen, Infos zur Technik, witzige Outtakes. Nein, keine Flughafenklos – außer, sie haben nicht verriegelbare Westerntüren, Clemens sitzt in Abfahrtshocke mit heruntergelassenen Hosen drinnen und während er mit Reiseverstopfung kämpft, kommt die Putzkolonne mit dem Hochdruckreiniger.

    Das wäre gerade noch akzeptabel.

    • 3-plus-1 meinte am 30. Januar 2019 um 17:05:

      Und was soll das dann werden? Der Einlauf des Gladiatoren?

      Ok, mit Vangelis unterlegt ergibt sich ein rundes Bild …

  • Volker meinte am 26. Januar 2019 um 21:28:

    Ach ja, einen habe ich noch. Bevor ich es vergesse:
    https://www.youtube.com/channel/UCm9K6rby98W8JigLoZOh6FQ Der Channel hat mehr als 350‘000 Abonnenten. Preisfrage: Warum? Meistens sieht man nur die Hände des Typen. Wie er Schlösser aufmacht. Ohne Schlüssel. Manch einer sagt: „Pah. Das ist doch genauso langweilig, wie Deutschlands schönste Bahnstrecken, nachts im bayrischen Rundfunk.“.

    Mag sein. Ich würde den Lockpicking Lawyer JEDERZEIT vorziehen. Aber sowas von.

    https://www.youtube.com/user/DemolitionRanch schaue ich auch gern. Und https://www.youtube.com/user/colinfurze.

    “Smarter Every Day“ (https://www.youtube.com/user/destinws2) hat meine Geduld langsam etwas überbeansprucht. Einerseits zensiert Destin gnadenlos Kommentare, er wird langsam etwas unsachlich und recherchiert schlampig. Bei der Dauerwerbesendung „How to Build a 4K Editing Computer“ hat er mich dann verloren.

    • Clemens Gleich meinte am 27. Januar 2019 um 14:14:

      Colin Furze gehört eh in jedes YT-Abo.

    • rudi rüpel meinte am 28. Januar 2019 um 9:23:

      DANKE, Volker! Colin Furze, yeah! LIEBEn Gruß

    • Clemens Gleich meinte am 28. Januar 2019 um 10:37:

      “Zombie Go Boom“ ist auch sehr … lehrreich.

  • eugen meinte am 28. Januar 2019 um 9:36:

    Also, ich mag deine Berichte und diese Seite sehr gern. Und zwar deswegen, weil du immer grade Sätze mit Inhalt schreibst (ist nicht selbstverständlich) und weil du zumindest ab und zu bei Motorrad-Themen auch ein wenig Kritik zulässt. Und, für mich ganz wichtig, auch einen guten Witz hast! Und das ist nicht nur überhaupt nicht selbstverständlich, sondern fast schon einmalig! Weil, wir Moppedentreiber (und alle Hefteln, die ich trotz allem nach wie vor lese) verlangen zwar, und das immer und grundsätzlich vollkommen humorlos von jeden und allen da draußen, gefälligst tolerant und verständnisvoll zur Kenntnis zu nehmen, dass wir tatsächlich weit über 100 PS nie und nimmer brauchen, aber wollen, jedes Jahr, so wie alle, was Neues haben wollen und die Strecken dieser Welt gefälligst und vor allem gratis verstinken wollen. Dass das aber eventuell durchaus Potenzial zum hinterfragen hätte und jetzt schön langsam auch die Zeit dafür wäre (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Thunberg, na habetere, die hat Eier, da schau ich aber!) das wär für mich (grad als geradezu süchtiger Motorradfahrer) schon spannend. Weil, niemand bräuchte sich deswegen gleich in die Hose zu machen, verbieten wäre gar nicht notwendig, es gäbe X gute Ideen. Aber da wir Motorradfahrer (und jedenfalls ALLE Hefteln) großteils gestrige und leider auch vorgestrige Bewahrer von der Vorstellung unserer Männlichkeit sind (die schon immer großteils einfach lächerlich waren) wie zum Beispiel das die Länge wichtig ist, schmeißen wir leider meist einfach sofort die Nerven weg, wenns ein wenig darum geht, dass vielleicht doch nicht nur alle anderen falsch liegen.

    Jedenfalls, vielen Dank für diese Seiten, egal, wie du sie in Zukunft inhaltlich befüllen wirst, ich bleib ein treuer Leser!

    • Clemens Gleich meinte am 28. Januar 2019 um 10:46:

      Ja, da sagst was. Die Motorradhersteller werfen in ihren Büros seit vielen Jahren Ideen durch die Gegend, wie Motorradfahren auch in Zukunft gesellschaftsfähig bleiben könnte. Wenn man sowas aber mit FAHRERN anspricht, geht sofort der Puls hoch: „Ich will das genau so wie jetzt und drüber reden ist mir schon zu schlimm!“ Ich meine: Reden tut doch ned weh, oder? Scheints aber schon.

      Und deshalb haben wir die Situation, dass die Hersteller immer wieder Sachen anbieten (Kurven-ABS, Totwinkel-Warner, abknickbarer Zündschlüssel), und der Kunde nimmt es im Trial and Error mal an und mal ragerantet er dagegen. Das Problem ist halt: Die wenigsten Menschen können sich was vorstellen, das sie noch nicht kennen. Wenn das Unbekannte dann unter sie kommt in ein Motorrad, nehmen sie es dennoch oft begeistert auf (erinnern wir uns an ABS in Superbikes, das war früher ein großes Tabu).

      Das Problem mit dieser Herangehensweise: Wenn du keine eigenen Ideen bringst, musst immer auf die der Anderen reagieren. Also haben wir Euro 4 und 5, die man fürs Motorrad einfach hätte weglassen können, weil sie so wenig Effekt haben. Wir haben Streckensperrungen, die nie mehr aufgelöst werden, weil nach dem Inkrafttreten keiner mehr sich dafür interessiert. Und wir haben eine nicht zu unterschätzende Strömung, die Motorradfahren komplett verbieten will, weils gefährlich ist und man die Leute schützen müsse. Die Motorradseite muss von sich aus Gegenvorschläge für die Zukunft machen. Wenn das nur die Hersteller tun, kommt das zehntausendste Assistenzsystem raus oder bestenfalls ein Trainingsprogramm (BMW, KTM). Aber wir sollten uns wirklich mal überlegen, was wir wollen außer „alles wie immer so weiter“.

      • Xir meinte am 28. Januar 2019 um 13:56:

        Die Lösung der Hersteller tendiert allerdings eher dahin, das bisher gebotene mit „mehr Gimmicks“ noch schwerer für noch mehr Geld an zu bieten. Wenn sich die Karre nicht verkauft, macht man Ihn halt 2000€ teurer, wird schon klappen.
        Klar, anbindung des Handy an‘s Display, ja daran wirds gefehlt haben das sich deer 15000€ Hobel schleppend verkauft.
        Der arme Herr Honda, die blöden Europäer kaufen EINFACH keine Innova, dabei verkaufen wir die in Asien wie geschnitten Brot. Das Sie in Europa das dreifache kosten sollte hat mit der konsumverweigerung
        natürlich über-haupt-nichts zu tun.
        Dasselbe Schicksal droht der CUB.

        Wie sind die Steigerungsrate 2018 bei Royal Enfield bei ihren <5000€ Neumaschinen? 200-300%? (von einem zugegebermassen bescheidenen Ausgangsniveau)

        Aber Pfui, wer spricht schon über den Preis.

        • Clemens Gleich meinte am 28. Januar 2019 um 14:56:

          Ja, die ständig steigenden Preise für die fetten Brummen machen es nicht bessser. Ich meinte aber nicht die Produkte, sondern das Hobby an sich. Da machen sich die Hersteller Gedanken von Elektrokrädern über Park-Angebote (Enduro) bis hin zu technischen Gremien wie V2X, das auch Schräglage berücksichtigt.

          • 3-plus-1 meinte am 30. Januar 2019 um 17:57:

            An sich schon, aber die, die das Motorradfahren als Ganzes Verbieten wollen, denen geht es nicht um deine Bedürfnisse, die wollen dich in Bus oder Bahn sehen, um Kosten zu optimieren (und ein paar ist aus ideologischen Gründen die persönliche Freiheit Anderer ein Dorn im Auge).

            Mit denen darfst du das Argumentieren gar nicht erst anfangen, sonst wird der Dialog gehört, landet in den Medien und sie gewinnen und freuen sich mit Verbot über dein Leben zu herrschen. Das geht nicht gut aus.

            Darum grummelt mir – als Sommerradfahrer – auch der Magen bei der Tempolimitdiskussion. 130 ist der Einsteg und wenn man Links-Grün ließe wären es dann am Schluß 80 km/h auf der Autobahn (macht den Politikern ja nichts, die haben entweder die Bahncard 100 erster Klasse oder sie fliegen). Damit das Verhältnis gewahrt bleibt führt so etwas dann zu 50 km/h auf der Landstraße, 30 km/h auf Ortsdurchfahrten und Schrittgeschwindigkeit auf allen anderen Wegen.

            Mittelfristig wird das dann auch überwacht und zwar von einer als Cost-Center geführten Polizei. Das bedeutet die greift da zu, wo keine kostenintensive Gegenwehr zu erwarten ist. Also ich dann auf dem Rad nur mit sieben km/h bummeln oder werde abkassiert.

            Kommt aber nicht vor, denn nach dem Verbot des Motorradfahrens haben die „Zu gefährlich!“-Schreier schon längst Schutzkleidungs- und Styroporhütchenpflicht auf und OBU und Steuerkennzeichen am Fahrrad verpflichtend eingeführt.

          • Xir meinte am 30. Januar 2019 um 22:01:

            Stimmt, aber wenn die Unternehmen über Elektrokräder (die ja in der Innenstadt echt sinn machen) reden sind wir wieder bei den Überteuerten Wuchtbrummen, die am besten mit WLAN-Hotspot und THX-Sound ausgestattet sind.
            In China fährt sowas wie der NIU für <400€ rum (und ist den Chinese schon zu Teuer, da die meisten hässlichen Elektroroller irgendwas ~250€ kosten).
            In Deutschland sagen wir dann, „da gbt es keinen Markt“,
            Nee, für eine Pendlerlösung wie der C-Evolution ab 16.000€ aufwärts gibt tatsächlich nur nen Nischenmarkt.
            'ne 400€ Möhre stellst du dir halt auch als Fünftfahrzeug hin, aber das ist irgendwie nicht gewollt.

            Sich an einer Chinesische Kreuzung zu stellen, und alle rollen fast Lautlos los….das kann man sich hier gar nicht vorstellen.

          • Clemens Gleich meinte am 31. Januar 2019 um 11:13:

            Ich fand auch, dass die interessantesten Elektrokrad-Produkte zur Eicma dieses Jahr aus China, Taiwan und Korea kamen. Aus dem Westen nichts Neues, nur Teures.

    • 3-plus-1 meinte am 30. Januar 2019 um 17:43:

      Zitat:
      “Dass das aber eventuell durchaus Potenzial zum hinterfragen hätte und jetzt schön langsam auch die Zeit dafür wäre (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Thunberg, na habetere, die hat Eier, da schau ich aber!) das wär für mich (grad als geradezu süchtiger Motorradfahrer) schon spannend. Weil, niemand bräuchte sich deswegen gleich in die Hose zu machen, verbieten wäre gar nicht notwendig, es gäbe X gute Ideen. Aber da wir Motorradfahrer (und jedenfalls ALLE Hefteln) großteils gestrige und leider auch vorgestrige Bewahrer von der Vorstellung unserer Männlichkeit sind (die schon immer großteils einfach lächerlich waren) wie zum Beispiel das die Länge wichtig ist, schmeißen wir leider meist einfach sofort die Nerven weg, wenns ein wenig darum geht, dass vielleicht doch nicht nur alle anderen falsch liegen.“

      Wenn du das wirklich glaubst, dann sei aufrichtig und höre mit dem Motorradfahren so bald wie möglich auf. Andernfalls verkommst du und wirst ein Prediger für das was ANDERE gefälligst zu lassen haben, wie es gerade kalifornien-, anden- oder skandinavienurlaubende Grünenpolitiker vormachen, die sich anschicken der Krankenschwester ihren Golf-II-Diesel zur Fahrt zum Schichtdienst zu verbieten.

      Fakten werden nicht dadurch schwerer, dass sie von minderjährigen Personen vorgetragen werden, die sich von Erwachsenen haben Instrumentalisieren lassen. Hektisch Aktionismus zeigen, weil die große Emotionskeule geschwungen wird? Ich bitte dich.

      Ich fahre Motorrad wegen der Freiheit. Klingt abgedroschen, ist aber so, denn alles andere (Auto – selbst der Familienwagen – ÖPNV, Flieger, etc.) ist drastisch auf Durchschnittsgröße gebaut. Mein Motorrad ist aber die gelebte Diskriminierung mit seinem Umbau auf meine 2m Körpergröße. Natürlich will ich da Männlichkeit, denn Männlichkeit bedeutet für mich sich nicht ständig ducken zu müssen und die Haxen einzuziehen. Darum fühlt sich schon das Aufsitzen gut an. So muss das sein.

      Tja und was die tollen neuen Lösungen betrifft, sind die nur toll und neu für eine Politik, der Individualmobilität ohnehin ein Dorn im Auge ist. Das sieht man schön am aktuell gestarteten Audi E-Tron. Der geht bei 80.000 EUR los. So stellen sich das grüne Lenkungs- und Nudgingpolitiker nämlich vor. Unser Familienkombi hat vor zehn Jahren 15.000 EUR gekostet (auch neu, aber nicht Audi). Das will ich nicht auf‘s Motorrad übertragen, denn meine Maschine (Gebraucht und mit Umbau) hat zusammen etwa 10.000 EUR gekostet und dann wäre ein Elektro-“Ersatz“ – so wie sich das der staatlich ernannte „Klimaretter“ vorstellt – eben beim Preispunkt von 40.000 EUR (und 180 km Reichweite).

      Damit wäre für mich in jeder Hinsicht das Motorradfahren gestorben und die Zukunft bestünde nur noch und ausschließlich auf warten auf den ÖPNV (der dafür ab 2038 ohne Kohlestrom natürlich auch noch mal drastisch teurer wird).

      Ne sorry, aber ich ziehe mir den Schuh nicht an, dass ich als ohnehin schon lohnsteuerzahlender Bürger – und damit in der Minderheit in der Bevölkerung hierzulande – angeblich für den weltweiten Klimawandel allein verantwortlich sein soll und meine Fahrt zu dieser Arbeit – die dann wieder Steuern erwirtschaftet, um die spinnerten politischen Ideen zu finanzieren – mal extra hoch besteuert werden soll, um mir meine „Bosheit der CO2-Abgabe vor Augen zu führen“ (wie auch der Krankenschwester, die mit ihrem Golf-II-Diesel von der Schicht, zur Kita und dann noch mal zu den pflegebedürftigen Großeltern hastet).

      Ne, wenn du WIRKLICH der Meinung bist, du musst – statt vernünftig Umweltschutz zu betreiben – der Klimakirche opfern, dann mach das nicht mit Aufrufen an Andere, sondern schränke dich selbst mal ein und hör auf mit dem Motorradfahren … und wenn du das nicht so meinst, überleg mal mit welchem Recht du das dann von Anderen fordern kannst.

      Ich habe für mich jedenfalls entschieden, dass ich nicht mit ins Horn der leistungsträgerbashenden Transferleistungsempfänger einstimme, die damit freiwillig auf die verspätete Umsetzung des Morgenthau-Plans in Deutschland hinarbeiten. Dafür gefällt mir das heutige Umweltschutz- und Industrialisierungsniveau in Deutschland einfach zu gut.

      • eugen meinte am 2. Februar 2019 um 14:14:

        sorry, jetzt erst gesehen und gelesen. Na, dann nehm ich meinen Text vollinhaltlich zurück.

  • eugen meinte am 28. Januar 2019 um 12:39:

    Na ja, sooo schwer is das (zumindest für mich) beim Motorradfahren nicht.

    einfach halt weniger.

    Grad bei diesem doch recht überschaubaren Bereich hätten wir (die MotorradfahrerInnen) dadurch (meiner Meinung) die Möglichkeit, zu zeigen und auch zu er-fahren, dass durch bewussten Verzicht auf etwas (in diesem Fall eh nur PS, Gewicht, Verbrauch und Verzicht auf immer was „Neues“) der Sinn der Sache UND VOR ALLEM DER SPASS (in diesem Fall Fahren mit einem Motorrad) bestehen bleibt. Wir (die dann modernen MotorradfahrerInnen) zeigen dann allen, wie wenig bis gar nix da verloren geht beziehungsweise wir sogar mit Gewinn dastehen, das wär was! (so nach der Fomel: 50% der bisher benötigten Ressourcen, aber dafür 100% mehr Spaß)

    Wegen dem Herumwerfen der Ideen: ist klar, die Werke müssen das, ist ja zwingend im System notwendig und verdanke ich diesen Werken meine KTM Duke 690 R. Aber von denen zu verlangen: Stopp, das wars, ab morgen, liebe Ingenieure, gibts andere, dringende (siehe Greta Thunberg) Probleme zu lösen, Motor, Bremse, Fahrwerk usw. wären jetzt doch ziemlich zu Ende gedacht, das wird seit Jahren trotz irrem Aufwand kaum noch besser, das wirds wahrscheinlich nicht spielen. (eh schon wissen: Fortschrittsglaube um jeden Preis nach dem Motto, „wo kommen wir denn da hin, wenn wir plötzlich nicht mehr alles aus dem einzigen Grund machen dürfen, weils wir halt können“)

    Das ist aber nur meine sicherlich unausgegorene Sichtweise, es gibt da draußen aber noch X andere, das wär halt spannend.

    Und drum schau ich regelmäßig hier rein.

    • 3-plus-1 meinte am 30. Januar 2019 um 18:07:

      Ach, und wie soll das mit der Parole „50% weniger für alle“ funktionieren, wenn man heute schon das perfekt auf sich zugeschnittene Motorrad fährt?

      Mein Anspruch war „Leichter Sporttourer für einen Riesen“ und bin bei einer heftig umgebauten 650er V-Strom gelandet. Finde ich toll, aber 50% weniger geht überhaupt nicht. Weder mit den dannn 33 PS noch mit kürzer, niedriger und kleiner. Da gibt‘s nichts „umzudenken“, da gibt es nur „unpassend“ und „Verzicht“, wenn das Verbotsgetrommel greift.

      Gerade im Reiseendurobereich kommen jetzt ja die Kleinstmodelle aus Asien mit den kleinen Hubräumen und es verkauft sich jetzt schon kaum, weil der europäische, männliche Motorradfahrer eben nicht 1,60m groß ist (so wie der Fahrer auf dem Heimatmarlt dieser Modelle).

      Das kann man natürlich politisch verordnen aber dann haben wir DDR-Verhältnisse, wo die Fahrer wie der Affe auf dem Schleifstein auf ihrer MZ fuhren. Soll DAS unser Ziel sein?

      • eugen meinte am 2. Februar 2019 um 14:23:

        auch erst jetzt gelesen und wollt ich dir keinesfalls auf die Zehen steigen.

  • Dre meinte am 29. Januar 2019 um 9:00:

    Ich finde deine Art der Berichterstattung schon ziemlich auf das wesentliche beschränkt, was ich immer gut fand, weil du auf den Punkt kommst ohne zu weit auszuholen.
    Anders als die meisten Vorgesetzten die sich gerne selbst reden hören, und trotzdem soviel beiwerk das man über deine Geschichten schmunzeln kann wenn du deine Vergleiche ziehst.
    Ich kann mich noch an den ersten Artikel von dir erinnern mit den ich auf dich aufmerksam geworden bin.
    Das war damals in der Motorrad mit 300 über die Autobahn, schön politisch unkorrekt mit viel drin was sicher einer Menge Motorradfahrer aus der Seele gesprochen hat.
    Und die Aufregung in der darauf folgenden Ausgabe bei den Leserbriefen von den Warnwestenfahrern, herrlich.
    Zurück zu YT, ich favorisierte Ems Nordschleife um sein eigenen fahrstil von außen zu betrachten oder auch gerne die Crash-Compilation.
    Und Buddy Ogün. 😉

  • Dennis Richter meinte am 30. Januar 2019 um 12:42:

    Ich finde, der Jamie Robinson macht das auf seinem Youtubekanal total super (Motogeo).
    Es geht grundsätzlich eigentlich immer um irgendein interessantes Motorradthema (Reine Fahrzeugtests mal ausgenommen), aber es wird immer auch gezeigt wo entlang gefahren wird, was es leckeres zu futtern gibt, welche schicken Plätze/Orte besucht werden und selbstverständlich wird auch mal die Kamera recht deutlich auf Produkte geschwenkt die benutzt werden.

    Das ist aber eine Art von Product-Placement, die ich richtig gut finde. Und sonst rolle ich IMMER mit den Augen weil sonstige Product Placements eigentlich immer total lame sind. „Ich mache gerade XY und – ACHJA! wenn ihr den selben Energy-Drink trinkt wie ich werdet ich genau so gut!!!“.
    Bei Motogeo seh ich halt halt genau was dieser Kriega Sack alles an Inhalt aufnimmt, wie gut man den verstauen kann und beginne gedanklich diesen an mein Moped dran zu schnallen und bin quasi kurz vor Kauf.

    Ein anderer Aspekt is auch das finden von Routen. Ich hab jetzt vor 2 Wochen eine KTM 640 Adventure gekauft und will damit auch mal bei ner Rally/Raid mitfahren und sowieso mal Tunesien/Marokko die Sanddünen mit dem eigenen Moped fahren.
    Aber auch weniger extremes will ich damit mal machen. Diesen Kalle Sommelier oder wie der Kollege heißt mal hoch fahren. Wird aber schwierig sonst öffentlich befahrbare Schotterwege zu finden – da sind Youtubevideos immer ganz spannend mit der Fragestellung „Wie weit ist das von mir weg?“ usw…

    Wichtig is halt dass es auch irgendwie natürlich rüber kommt und nicht son corporate-shit is.

    Weisse Bescheid

  • 3-plus-1 meinte am 30. Januar 2019 um 18:14:

    Also ich kann nur schwammig formulieren, was du (weiter) machen solltest, weil ich nicht erklären kann woran es bei dir liegt, dass es funktioniert.

    Du nimmst die Leute mit an den Ort, wo du bist und man kann sich vorstellen auch dort zu sein, obwohl man das Land noch nie bereist hat. Das hat z.B. bei den Schottlandtouren wunderbar funktioniert.

    Mach also bitte weiter so viele zusätzliche Worte, bis sich diese (deine) Realität auch im Kopf des Lesers aufbaut. Das muss einfach sein. Es wäre schade, wenn du von einer Tour durch Spanie schreibst und in meinem Kopf könnte das auch rund um den Deister sein.

  • Eintopf meinte am 10. Februar 2019 um 16:13:

    Ich folge vielen dieser Youtuber, würde mir aber für dich wünschen: mach das worauf DU Lust hast. Ich finde, das reicht schon, um aus dem Einheitsbrei mehr als positiv hinauszustechen. Um die finale Form mache ich mir kaum Sorgen, das passt bei deinen Beiträgen immer erstaunlich gut.

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