Immer bis was passiert! Wir fahren die KTM 690 Enduro R so lange für Fotos durch Furten, bis 5 von 7 Airboxen Wasser geschluckt haben. Dann erstmal mit Vollgas freipusten. Ein Teilnehmer fährt zum ersten Mal im Leben Offroad. Der wird heute Abend gut schlafen.

Bilder von der Fotofurt reiche ich nach, die kommen eh in den Test.

Die 690 Enduro bleibt meine liebste ReiseENDURO. Jetzt mit Bordwerkzeug, mehr Lenkeinschlag, größerem Tank und einer erstaunlichen Offroad-Traktionskontrolle.

Kommentare:

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  • Sebastian meinte am 2. Februar 2019 um 18:31:

    Für mich, so als Nicht-Offroadisten: was heißt denn „mit Vollgas freipusten“? Im Brennraum will man das Wasser ja nicht haben…

    • Clemens Gleich meinte am 2. Februar 2019 um 19:50:

      Du stellst es Dir schon richtig vor. Wenn der Motor durch die Wasserfalle Wasser in die Airbox saugt, gelangt Spritzwasser in den Ansaugtrakt. Es verdampft dann im Brennraum, aber so ein Gemisch zündet halt schlecht. Der größte Teil des Wassers läuft über den Ablauf wieder raus, es geht da wirklich um ein paar Flecken. Wovor Du zu Recht Angst hast, ist: Airbox läuft bei Vollgas komplett unter Wasser, bis relevante Wassermengen in den Brennraum gelangen und man herausfindet, dass Pleuel sich biegen können (Wasserschaden).

  • Volker meinte am 3. Februar 2019 um 16:53:

    Ich weiß nicht, wie tief die Furten und wie hoch die Ansaugöffnungen der neuen Airboxen so sind. Fakt ist, daß damals, anno 2009, als KTM noch Enduros bauen konnte, wir in Antalya sowas hier gefahren sind:

    http://bartheld.net/antalya/slide021.html
    http://bartheld.net/antalya/slide022.html

    Dort mußte man sich wegen der Strömung durchaus überlegen, wie man jetzt das Gewässer überqueren will, damit man nicht abdriftet und sein Murl von an der nächsten Sandbank ziehen muß. Nach dieser Aktion waren zwar meine Schuhe vollgelaufen:

    http://bartheld.net/antalya/slide023.html

    , nicht aber die Airbox. Naja, OK: Ein bisserl hängt es wohl auch vom Fahrer ab. Den Luftfilterkasten mit Vollgas frei*saugen* – so doch mal ein Hoppala passiert ist – nenne ich eine vergleichsweise dämliche Idee und ignoranten Materialmord. Auch ohne Wasserschlag im Brennraum gelangen allerlei unangenehme Dinge zuerst in den Luftfilter und dann an die Ventilschäfte, Kolbenringe und -laufbahn, die man dort überhaupt nicht haben will.

    Mei, wenns nix kost und morgen eine neue 690 Enduro R vom Band läuft…

    • Clemens Gleich meinte am 3. Februar 2019 um 20:04:

      Naja, ich hab den KTM-Techniker gefragt, und der hat das Durchblasen empfohlen. Ich hätte jetzt auch kurz die Airbox ausgeleert, vor allem, weil du da innert 15 Sekunden dran bist: Sitzbank runter (2 s), 2 Schrauben lösen, fertig. Wie gesagt werde ich noch Bilder von der Furt posten. Zwei Mal durchfahren war auch kein Thema. Die Wasserfalle an der 690 funktioniert gut. Aber nach dem x-ten Mal hat sie halt doch mal irgendwann was eingeschnorchelt.

  • Volker meinte am 4. Februar 2019 um 13:55:

    Nochmal: Der Euphemismus „Durchblasen“ bedeutet, daß Du Dir den Kram durch den Motor saugst. Ich weiß schon, warum ich meine KTM nicht in die Obhut von KTM-Technikern gebe.

    Damals im Flußbett des Tagliamento Nähe Gemona haben wir übrigens die Moppeds senkrecht aufs Hinterrad gestellt, damit das Wasser zum Auspuff rauslaufen konnte anstatt beim Abstellen des Motors durch ein potentiell geöffnetes Auslaßventil zurück. Luftfilterschwamm auswringen und Airboxbelüftung waren Pflicht, trotzdem hatte IIRC eine XR600R schaumiges Öl im RVFC-Zylinderkopf, was der gar nicht gut vertrug.

    Ich habe, glaub ich, auch noch ein paar Videos von der Aktion.

    • Clemens Gleich meinte am 4. Februar 2019 um 15:09:

      Ja, schrieb ich doch in der anderen Antwort. Das Wasser wird durch den Motor gezogen. Die vollste Airbox dampfte also in einer großen Wolke hinten raus. Und auch wie beschrieben: Das hätte ich nicht so gemacht. Wenn es aber der Besitzer will, aus welchen Gründen auch immer, dann soll er halt.

      • Volker meinte am 6. Februar 2019 um 12:22:

        … übrigens können Einspritzer diese Art der Mißhandlung etwas besser ab, als Motoren, die noch per Vergaser beatmet werden. Aus dem vielleicht nicht unbedingt offensichtlichen Grund, daß sich auch in der Schwimmerkammer Wasser ansammeln kann und, da das Benzin obenauf schwimmt, nicht ganz so einfach durchgerotzt werden kann.

        Von der Symptomatik her gibts schwer zuzuordnende Makcne wie sporadisch derbe Aussetzer bei Last (die Hauptdüse reicht weiter runter) und Fahrwerksbewegungen, Startprobleme, usw.

        Beim Einspritzer müßte das Wasser statt über die (nicht vorhandenen) Entlüftungsschläuche durch den hochgelegenen Tank eindringen und würde dann via Spritpumpe quasi „zwangsentsorgt“.

        Was der Luftmassenmesser oder ein Unterdrucksenmsor zur Dusche sagt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Ist halt kein Jetski, so eine Enduro.

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