Aluhut Snackbar! *BOOM!*

Leser beschweren sich über die „KTM-Taliban“ in einer Bildunterschrift. Mei, wir leben in empfindlichen Zeiten. Der Begriff stammt übrigens nicht von mir, sondern ich hörte ihn das erste Mal von Kutti. Er passt sehr gut zur alten, harten Garde bei KTM, deshalb verwende ich ihn. Ich werde ihn weiterverwenden, denke ich. Man kann nicht auf jede Empfindlichkeit eingehen. Also man kann schon, aber man sollte es nicht und ich will das auch nicht. Es haben sich ja nicht einmal die echten Taliban beschwert als Betroffene!

Kommentare:

ältere
  • Gonzo meinte am 15. Februar 2019 um 19:27:

    LoL, bestimmt Bruchstrich-Muschis die jetzt beim schönen Wetter nicht unterwegs sein können weil ihre KTMs nach Nachtfrost eh nicht starten 😀

    So, Rundumschlag! >:)

  • rudi rüpel meinte am 16. Februar 2019 um 9:02:

    Muhkuh Haram

    hahahaha,
    ich kenne einen der einen kennt und der nennt seine alte Gummikuh genau so.
    LIEBEn Gruß
    vom rudi rüpel

  • Volker meinte am 16. Februar 2019 um 16:05:

    KTM-Taliban ist aber auch wirklich schlimm. Ich würde die ehrenwerten Mitglieder der Islamische Talibanbewegung Afghanistans, der wir soviele politische und gesellschaftliche Anregungen verdanken, nicht mit diesem negativ konnotierten Akronym in Verbindung bringen. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, daß empfindliche Leser da protestieren. Vielleicht eine neue Anzeige beim Deutschen Presserat? Clemens, Clemens, was kommt als Nächstes? Die Aussage, daß Du nicht alle DVDs in Deiner Videothek mit Kevin Spacey und Dustin Hoffman als Schauspieler oder von Harvey Weinstein produziert sortenrein geschreddert und dem Wertstoff zugeführt hast?

    Hierzubayerns hat man sich dieser moralischen Verantwortung bereits gestellt: Vor einiger Zeit klebten Werbeplakate für die Brückenschlag-Ausstellung des Gerlinger + Buchheim Museums überall in München (https://www.buchheimmuseum.de/aktuell/2017/brueckenschlag-ausstellung.php). Die Plakate zeigten das leidlich bekannte Gemälde einer nackten Frau mit entblößtem Schritt. Inzwischen wurden alle Plakate durch visuell weniger entwürdigendes Material ersetzt – bis auf ein einsames, offenbar vergessenes Exemplar, das an der Bushaltestelle in der
    Wasserburger Landstraße der Dupublizierung per Zahn der Zeit ausgesetzt ist.

    Dir wird Dein „BobbyCarStuckGirls“ (https://www.youtube.com/watch?v=o3Nfp7R0pEs) schon auch noch auf die Füße fallen, verlaß Dich drauf. PFUI! Sag ich da nur.

    Meine KleineTechnischMimose nenne ich genderneutral „EisenschweinIn“.

    • Clemens Gleich meinte am 16. Februar 2019 um 17:48:

      Beschwerde beim Presserat hab ich ja auch schon durch, damals für das geradezu Goebbler-esque „Angela Merkel, dieser Schädling an der Eiche Deutschlands“. Der Presserat hat dem Mann halt dann erklärt, dass es in Deutschland Pressefreiheit gibt, auch wenn die ihm nicht gefällt.

      Meine Duke heißt derzeit nur noch „Scheißding“. Aber wenn sie fährt, werde ich sie wieder lieben, denke ich.

  • Volker meinte am 16. Februar 2019 um 20:08:

    KTM ist in Sachen „fahrbare Einzylinder“ ja eh quasi das Einhorn. Die Hot-Crazy-Matrix (s. https://i.redd.it/2rlvihpv2wi11.jpg) kennst ja eh. Obwohl mir da jetzt Zweifel wegen der Danger Zone kommen, auch wenn ich mit meiner SC quasi verheiratet bin, was aber rein gar nichts mir „Hot“ zu tun hat. Eher mit „Crazy“.

    Die Haßliebe, die Du beschreibst, habe ich vor nurmehr 13 Jahren im Essay „Kreiselkräfte“ zusammengefaßt. Hier isser, viel Vergnügen. Vielleicht schaffen es die literarischen Ergüsse doch irgendwann mal in ein Buch.

    ——————————————————————————-

    Wer hat nicht schon mit seiner LC4 unglaublichen Spaß bei normalen Touren gehabt, und genauso das Gefühl vernichtender Substanzlosigkeit und Ödnis verspürt, ohne daß es dafür die geringste technische Erklärung gab?

    Ich erinnere mich noch zu gut an den mißlungene Versuch, die neuen Kolbenringe der KTM ein bißchen „einzufahren“; der Weg führte mich von Dachau Richtung Kesselberg. Schon vor Starnberg versacke ich hinter irgendwelchen Käfigfahrzeugen, dirigiert vom Familienvater mit Kopfbedeckung, die umhäkelte Klorolle auf der Hutablage und die krakeelenden Blagen auf der Rücksitzbank in heiterer Folge mit oben offenen Cabriofahrern, die einfach nur dahingleitend die malerische Landschaft genießen wollen.

    Ein wildes Aufbäumen mit wüster Beschleunigungsorgie beschert mir eine Vollbremsung bei 150km/h und bei x-tausend Umdrehungen wild kreischendem Motor weil sich gerade ein Trecker aus der Feldwegeinfahrt schält, Blinker und sonstige Rücklichter natürlich eingesaut. Plopp, aus ist der Motor. Gut, daß sie sich für ein Produkt aus dem Hause Dellorto entschieden haben. Klorolle und oben ohne gleiten selbstverständlich an mir vorbei, während ich genüßlich und entspannt kicke.

    Spätestens nach dem dritten Stau am östlichen Seeufer (die Route hatte ich wohlweislich gewählt um ebendiesem zu entgehen) bin ich hin und hergerissen zwischen Axtmord und Suizid, letztendlich überhole ich entweder unter Aufbietung aller Kräfte, ohne Handschuhe könnte man wohl die Fingerknöchel der Gashand weiß hervortreten sehen – oder trotte gelangweilt, quasi innerlich entseelt hinter der Blechlawine her, mit schleifender Kupplung damit das Standgas in der zweiten Fahrstufe trotz ruckgedämpftem Hinterrad nicht zum beliebten Dellorto-Jojo ausartet. Warum muß am Samstag um 9 Uhr auch wirklich jeder einkaufen.

    Dann, nach weiteren nervtötenden Geradeauskilometern ist man mit leicht vibrierendem Hintern und – dank Sportsitzbank – pelzigem Genital endlich am Kochelsee angelangt, schaltet mental einen Gang zurück und… … klebt kaugummiartig hinter ortsunkundigen holländischen Zugfahrzeugen die ebenso ortsunkundige holländische Wohnwagenanhänger hinter sich herschleifen. Knapp über Schrittgeschwindigkeit grübelt man über physikalischen Sinn und Unsinn der Kreiselkräfte einer 17-Zoll Supermotofelge nach und die Möglichkeit, sich bei Unterschreiten der Stabilitätsgrenze einfach umfallen und möglicherweise überrollen zu lassen. Dann würde einem der Notarzt stimmungsaufhellende Schmerzmedikamente spritzen, die einen über das Elend dieser „Ausfahrt“ hinwegtrösteten.

    Einige Kilometer Schleichfahrt später, gepaart mit wüstem Rühren in der Schaltbox und Leistungseruptionen, reift der feste Gedanke, die Supermotofelgen einer mildtätigen Einrichtung für psychisch instabile, bayerische Sporttourerpiloten zu vermachen und für jetzt und immerdar den geländekompatiblen 21″/18″-Radsatz mit den famosen und gut abgehangenen Mefo-Sandmastergummis aufzuziehen um weitab vom asphaltierten Gleichschritt, sozusagen „offroad“ neue Erlebnisse aufzusaugen.

    Aber dafür wäre ja eigentlich die Yamaha (die Rede ist von einer YZ426F, Begründerin des 4-Takt-Siegeszugs im Motocrosszirkus) das geeignetere Gerät. Naja, letztlich kann man ja auf der Heimfahrt immer noch auf der Leopoldstraße einen Wheelie reißen, wozu ist die KTM denn sonst da?

    Selbstredend, hat man jedesmal an der Feineinstellung des Vergasers gearbeitet, präzise analysiert, Verdächtigungen ausgesprochen. Neulich fand ich doch tatsächlich eine kleine Setupänderung, die evtl. den Spaß erhöht. Aber mir deucht, das ist alles total sinnlos, in Wirklichkeit.

    Aber das Schrauben am Kraftrad hat schließlich auch meditativen Charakter – sagt schon Robert M. Pirsig in seinem Buch „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“, und der muß es ja wissen, schließlich hat er seinen pychischen Kollaps höchstwahrscheinlich auf einer Paßstraße hinter holländischen Wohnmobilen erlitten.

  • eugen meinte am 18. Februar 2019 um 9:47:

    jo eh, aber eine schlechte wuchtel und fader witz (taliban ist halt in jeder hinsicht eine schlechte wuchtel und fader witz) wird dadurch auch nicht besser, wenn mittelalterliche männer sich gegenseitig auf die schulter klopfen und sich bestätigen müssen, dass sie sich sowas von nix scheissen.

    • Clemens Gleich meinte am 18. Februar 2019 um 10:53:

      Deshalb stell ich es ja hier zur Diskussion, dass Du sagen kannst, der Witz ist fad. Dann wär halt noch eine Begründung interessant. Das ist schon ernst gemeint, und ich ändere durchaus Dinge über die Zeit für Leser, egal wo sie lesen. Nur halt ned für einen Einzelnen, dem was quersitzt.

  • eugen meinte am 18. Februar 2019 um 11:26:

    danke für die antwort, das find ich nett.

    zu „taliban“. nicht das ich den humor erfunden habe oder definieren möchte oder gar jemanden vorschreiben will, über was zu lachen ist. aber grad halt die taliban stehen für ein wertesystem, das derart grausig, geschmacklos und unerträglich ist, dass ich schon aus respekt für personen, die da drunter leiden müssen (eh meist wieder nur die frauen und kinder, wie so oft) nie auf die idee kommen würde, diesen begriff für irgendetwas, was mich nervt, zu verwenden. und wenn dann noch „huch, das ist jetzt aber politisch korrekt, da mach ich nicht mit“ höre, weiß ich eh schon (ja, auch ich bin, zumindest ab und zu, von mir überzeugt), dass ich richtig liege.

    weil ich find dann halt wieder die typen zum lachen (meist halt wieder männer), die bei tollen errungenschaften (z.B. politische korrektheit), auf die wir durchaus auch z.B. stolz sein könnten, glauben, diese, obwohl nix dazu beigetragen, auf eine wehleidige art wieder runterzumachen.

    und wehe, ich lach so einem ins gesicht und sag, er ist ein fester trottel, na da gehts richtig los mit mimimi, wie gemein, wie „intolerant“ usw usf, ein heuler nach dem anderen, weil ein wesen grad von uns moppedentreiber: stark beim austeilen, glaskinn beim einstecken.

    • Clemens Gleich meinte am 18. Februar 2019 um 14:01:

      Danke für die Ausführlichkeit. Weil die Argumentationen sehr ähnlich sind: Warst Du dieser Leser? Es ist interessant für mich, wie weit eine bestimmte Ansicht zu sowas verbreitet ist.

      Grundsätzlich finde ich nämlich auch, es schadet keinem, wenn er über einen Witz länger nachdenken muss als früher bei „haha, Frauen sind halt dumm“. Dann kannst dich ja entscheiden, den Witz trotzdem zu bringen, weißt aber vorher, was du tust. Das war auch bei mir, wenn ich zurückschaue, früher eben nicht so. Man hat halt rausgehauen und war dann bass erstaunt, wenn sich ein Betroffener über etwas beschwert hat, das man als eine selbstverständliche Formulierung ansah. „Ich hab ja nicht DICH gemeint mit ‚blöde Schwuchtel‘, sondern halt generell irgendwie irgendwas.“ Ich fand wirklich, die Randgruppen sollen sich ned so anstellen, wie im Lehrbuch. Heute sagen auch nicht Betroffene Bescheid, und ich empfinde das als Fortschritt. Jetzt können wir BEWUSST nett oder arschig sein.

      • eugen meinte am 18. Februar 2019 um 17:21:

        nö, ich wars nicht, ich weiss auch nicht, wo du es verwendet hast. (wär jetzt aber echt neugierig).

        viele grüße

        • Clemens Gleich meinte am 18. Februar 2019 um 17:30:

          Bei einem Foto, auf dem KTMs wilde Testfahrer mit der 790 Adventure durch ein Wasserloch heizen.

  • 3-plus-1 meinte am 18. Februar 2019 um 15:38:

    Ich weiß, du siehst dich eher links, Clemens, aber ich fürchte das wird nicht helfen, wenn dich die hyperempfindlichen SJW auf den Kieker bekommen.

    Meinereiner liebt dich ja dafür, wenn du auch mal defitig in den Wortschatz greifst, aber vielleicht wirst du dann damit bald keine Artikel mehr an einen Verlag in der Stadt des galoppierenden Wahnsinns verkaufen können.

    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Gender-Sternchen-in-Hannover-Das-denken-die-Einwohner

    Und was dann Taliban betrifft, gerade noch mit negativer Konotation, wird das bei Heise sicher auch nicht mehr gerne gesehen. Was haben wir alle gelacht, als Alarmisten meinten mit dem Migrationspakt verpflichtet sich Deutschland Migration immer und überall als positiv darzustellen.

    Jaja, Spon und TAZ machen das ja eh schon, aber unsere kritischen Fachmagazine, die bleiben uns in der Nische erhalten. Was soll sich da denn ändern? Die sind bestimmt nicht gemeint. Hm, und dann laciert der Heise Newsticker so etwas:

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Missing-Link-Migration-in-die-Industrie-4-0-Fluechtlinge-als-Software-Entwickler-gegen-4310106.html

    Ich frage mich, könntest du das dann unterschreiben, der du selbst mal als Coding-Monkey „angeschafft“ hast?

    • Clemens Gleich meinte am 18. Februar 2019 um 16:13:

      Was stört Dich am verlinkten Artikel denn? Der ist doch ganz gut. Was soll ich da „unterschreiben“ oder nicht unterschreiben?

      • 3-plus-1 meinte am 18. Februar 2019 um 16:31:

        Nun ja, dieses sich selbst Belobhudeln eines Startups von geisteswissenschaftlichen Nichtprogrammierern, die da mit einem Brustton der Überzeugung meinen in drei Monaten Personen, die weder der englischen noch der deutschen Sprache mächtig sind, zu Programmierern auszubilden (und nebenher überhaupt nicht verstanden haben was „agil“ bei agiler Softwreentwicklung bedeutet).

        Das missfällt nicht nur mir sondern auch der überwältigenden Mehrheit der dortigen Forenposter. Offensichtlicher kann man schon fast nicht antreten, um Fördergelder abzugreifen. Doch was schreibt Heise dazu? Kritik? Iwo, das wird einfach ganz unkritisch durchgereicht und der Chefredakteur findet die Protagonistin dahinter geich ganz tofte.

        Wo ist der Heise-Verlag hin, der Betrugsmaschen journalistisch zerschmetterte (wir erinnern uns an SoftRAM) und nicht goutiert, weil es das politische Paradigma stützt?

        • Clemens Gleich meinte am 18. Februar 2019 um 17:29:

          Ich hab jetzt nochmal alles gelesen. Ich finde den Artikel nicht „unkritisch“, er beleuchtet die wesentlichen Aspekte, darunter auch, dass die Schulen Einheimischen genauso offenstehen, was ich wichtig finde, damit Chancengleichheit herrscht. Die Schulen sind privatwirtschaftlich finanziert, die Firmen erhalten Bewerber für ihre Assessment Center. Es engagieren sich Leute in einem sozialen Projekt ehrenamtlich. Eine „Betrugsmasche“ schaut anders aus. Die Autorin beleuchtet dennoch in Überlänge jeden noch so kleinen Furzaspekt des Themas. Ich kann Deinen Missmut also kurz gesagt nicht ganz nachvollziehen. Dass ALLES mit Flüchtlingen oder Frauen auf Heise sofort tausend fiese Kommentare hat, ist nix Neues.

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