Comms are online

Nach der letzten Kolumne hat die EnBW sich gemeldet und nicht nur Allgemeinplätze ausgepackt, sondern normal geredet. Das hat jetzt fünf Jahre harscher Kritik gebraucht, aber spät ist immer besser als nie. Dieser Umstand auch zum Beleg meiner Arbeitshypothese „Kritik ist nötig, denn ohne ändert sich gar nichts“. Ich hege Hoffnung auf Verbesserung – vor allem, weil wir ja miteinander leben müssen. Ich teste ab Ende April einen Kia e-Soul für drei Monate. Projekt Laternenparken:

Über das Laden in Stuttgart

Kommentare:

ältere
  • Volker meinte am 26. März 2019 um 11:38:

    Servus Clemens!

    Netter Artikel über die elektrische Realität im Schwabenländle. Keine Ahnung, ob es hierzumünchens anders aussieht, ich sehe hie und da schon Ladesäulen und Blechdosen, die dort dranhängen. Von den Stadtwerken, von Aldi und von anderen Dienstleistern, habe mich dafür aber bislang noch nicht so recht interessiert.

    Interessant ist ja das seit Jahren bestehende, offensichtlich unüberwindbare Problem, eine funktionierende Ladesäule irgendwohin zu stellen, so, daß sie Kunden auch finden. Was hätten wir denn da im Vergleich zur regulären Fossilzapfsäule…?

    Ich brauche einen Blechkasten mit Betonfundament in Parkplatz oder Fahrbahnnähe. Dadrinnen brauche ich Ladeelektronik, Kartenleser und ein GSM- bzw. Powerline-Interface für die Abrechnung. Eine schnarchige Typ-2-Ladestation mit 11kW dürfte neuerdings jeder bessere Hausanschluß abkönnen, ein Supermarkt oder andere Industrie in der Nähe ist für ganz andere Leistungsklassen gut.

    Die Sprittankstelle? Doppelwandige Erdtanks mit Hebesicherung für alle Kraftstoffarten, Entlüftung, Grundwasserschutz, vielleicht noch ein oberirdischer Autogastank, flüssigkeitsdichter Abfüllplatz mit Ortbeton, Zapfsäulen mit Anfahrschutz, Billingsystem, Nachfülllogistik, Aufpasser.

    Das mag jetzt naiv klingen, aber ich sehe jetzt konkret die besonders schwierige Herausforderung nicht, die für eine Errichtung und den Betrieb funktionierender Ladeinfrastruktur zu bewältigen wäre, angesichts der Tatsache, daß das bei den fast 15‘000 Tankstellen in Deutschland (Statista, Jahr 2018) offenbar ganz gut klappt.

    Also muß es mehr mit dem „nicht wollen“ zu tun haben als mit dem „nicht können“.

    Meine bessere Hälfte würde ich in den billigsten Zoe (Life R90) für 22k€ zzgl. 59€ Batteriemiete/Monat setzen. Ohne Hybrid. Ohne 300de. Eigentlich ist sogar dessen Batterie schon zu groß, angeblich um die 150km nutzbar. Nein, ein Twizy ZE ist nicht kommunizierbar. Da reichts mir dann auch langsam mit dem Downszing, soll sie bitte die Yamaha WRX nehmen, wenn es eh keinen Kofferraum gibt.

    Mit Aufladen zu Hause (Tiefgaragenstellplatz, auf die Wallbox warten wir wohl, bis die Hölle zufriert) oder in/an der Schule ist es aber Essig. Außer, man hat ein gaaaaanz langes Verlängerungskabel und viel Geduld.

    Kannst mich ja mit Deinem e-Soul mal besuchen kommen, vielleicht schafft er es mit seiner „maximalen Reichweite: 452 Kilometer“ bis nach München.

    • Clemens Gleich meinte am 26. März 2019 um 11:46:

      Überland schafft er es bis München. Autobahn wohl eher nicht, bzw. nur mit Nachladen. Das Hauptproblem hast eh schon gesehen: Die Leute brauchen Ladung am Übernacht-Stellplatz. Das geht im Speckgürtel-Eigenheim sehr gut, im Mieterblock wird es sozial (nicht technisch) komplizierter. Da hat es den größten Nachholbedarf, nicht bei den öffentlichen Ladesäulen für unterwegs. Es finden immer noch über 95 Prozent aller E-Auto-Ladevorgänge zuhause statt. Deshalb ja immer meine Maßgabe: Ohne Daheimlader nix kaufen.

Schreibe einen Kommentar zu Volker Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.