Der große Bruder fährt mit

Heute entschieden von Seiten der EU: Ab 2022 (Typzulassung) bzw. 2024 (jede Neuzulassung) müssen in Autos gut 30 Assis gesetzlich verpflichtend verbaut werden, darunter ein City-Notbremssystem, ein Alkohol-Schnüffler, der das Auto nicht startet, wenn er was riecht und ein automatischer Speed-Limiter, der dir bei jeder Überschreitung der zugelassenen Geschwindigkeit so lange die Motorleistung kappt, bis es passt. Man kann das System zu Notfällen übersteuern, es wird aber alles aufgezeichnet. Im Hinblick darauf, wie viele Fehler die Geschwindigkeitsleseanlagen immer noch machen, eine eher verheerende Entscheidung. Die EU hat da grad einen Lauf …

Kommentare:

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  • Jürgen 'JvS' Theiner meinte am 26. März 2019 um 11:43:

    oh Klasse .. Automatischer Speed-Limiter, darauf hat die Welt gewartet. Ich sehe schon die Dramen in Ortschaften, durch die ansonsten brave Bürger mit 80 durchbrettern, weil der Speed-Sensor das nicht gut lesbare 50er Schild nicht erkennt hat 😉

  • Volk"Gebrauchtwagenkäuf"er meinte am 26. März 2019 um 11:46:

    Ah. Supi.

    Nachdem es bis zum 1. April noch eine Weile hin ist: Könntest Du mit Belegen für diesen Rundumschlag der wildgewordenen EU-Kommissare dienlich sein? Den Heise-Link https://www.heise.de/autos/artikel/EU-macht-City-Notbremsassistenten-zur-Pflicht-4307023.html kenne ich, und daß jemand was gesagt haben soll.

    Nicht, daß das jetzt nicht perfekt ins Bild passen würde und daß ich auch nur eine Sekunde an der Umsetzung zweifelte. Nur wegen der geregelten Verhältnisse.

  • richie meinte am 26. März 2019 um 12:54:

    Ôh meinefickendeGöttin,
    ja, die Welt wird untergehen, wenn versucht wird, des Menschen Dummheit durch ebenso dumme Systeme in Schach zu halten.

    Was ist los? Angst, nicht mehr schneller als erlaubt fahren zu können? Angst, dass euer Rasierwasser zu stark dünstet?

    Dieses „weiter so, ist doch alles in Butter“ geht mir so auf den Sack. Meine Güte, lauter Sissies.

    Hoffentlich stirbt das Auto bald.

    • 1998 620 SC meinte am 26. März 2019 um 13:04:

      Angst? Wozu Angst? Rasierwasser? Wozu Rasierwasser? Autos? Wozu Autos? Könnte mir nicht egaler sein, weniger Blech das mir im Weg rumsteht. Das Brot-und-Butter-Quartett gewinne übrigens immer noch ich, mit der Trumpfkarte für die wenigsten Steuergeräte und Fahrspaßbeeinflussungssysteme in meinen Methusalem. „11:00!“ hätte man damals zu de.rec.motorrad-Zeiten gesagt, keine Ahnung ob Du verstehst, was ich meine.

      • richie meinte am 26. März 2019 um 13:11:

        Mir sind mittlerweile die 11:00 Arschlöcher egal. Irgendwann wird man erwachsen. Manche jedenfalls.

        https://youtu.be/a9UFyNy-rw4?t=131

        Vielleicht verstehst du ja die folgenden gut 2 Minuten, wenn nicht ist es mir auch egal.

        • Volker meinte am 26. März 2019 um 14:16:

          Interessant, daß Du mit Erwachsenwerden/-sein die Einführung von weitgreifenden Kontrollmechanismen das Wort redest, die genau darauf zielen, den sonst an Erwachsene gestellten Anspruch von Verantwortungsbewußtsein zu hinterfragen. Ich verstehe durchaus, was der mäßig komische Mann auf Youtube sagt, die Relevanz für das von Clemens beschriebene Ansinnen der EU nach weitestgehender Entmündigung erschließt sich mir nicht unbedingt.

          Du solltest außerdem an Deiner Ausdrucksweise und Diskussionsfähigkeit arbeiten, wenn Du ernstgenommen und nicht als ältlicher Rocker – von dem Du Dich ja lieber distanzierst – wahrgenommen werden willst.

          Letztmals zurück zum Thema:

          Wie ich anderswo schon geschrieben habe, bedingt das Wesen von Metriken wie dem Intelligenzquotienten daß sich Abseits von +/-2 eben ca. 2.5% Blitzmerker und 2.5% Idioten befinden. Das ist nicht etwa fies, hochmütig oder politisch inkorrekt, sondern Mathematik rings um die Normalverteilung. Wenn einem als Gesetzgeber alles abseits von Blitzmerkern nicht egal sein darf (z. B. weil Wähler), dann muß man leider zugunsten der Allgemeinheit Regeln aufstellen und Zwangsmaßnahmen einführen, weil man nicht auf Einsicht und/oder Kooperationsbereitschaft der Blindschleichen hoffen kann. Das ist schön und gut, wer damit nicht kann, der darf gerne anderswo wohnen.

          Wie so oft bei solchen Maßnahmen müssen Sinnhaftigkeit, Angemessenheit und Wirksamkeit geprüft werden – idealerweise vorher, zwingend aber regelmäßig nach Etablierung. Clemens kritisiert die Wirksamkeit, ich kritisiere die Angemessenheit, d. h. die Notwendigkeit, schätzungsweise 3 Millionen Halter neuzugelassener PKW pro Jahr mit einer Phalanx von 30+ Assistenzsystemen zu behelligen, angesichts einer maximalmöglichen Zahl von 3‘000 vermeidbaren Verkehrsunfalltoten.

          Klingt misantropisch und zynisch – aber das sind die o. g. Zwangsmaßnahmen ebenfalls.

          Zur Wirksamkeit:

          Ich habe in der Vergangenheit erhebliche Anstrengungen unternommen, belastbare Statistiken zu finden, die in der Wirksamkeit zwischen rein administrativen Maßnahmen (darunter: Tempolimits, Streckensperrungen, bauliche Maßnahmen wie Kreisverkehre, verkehrsberuhigte Zonen, Sichtsperren, Promillegrenze, Führerschein auf Probe, begleitetes Fahren, Intensivierung von Polizeikontrollen), impliziten Entwicklungen (Zunahme der Verkehrsdichte, besseres Wegenetz, usw.) und technischen Errungenschaften (Einführung Sicherheitsgurt, Airbag, ABS, ESP, diverse Assistenten) differenzieren können.

          Zumindest etwas informativ war https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Von-1906-bis-heute-Warum-die-Zahl-der-Verkehrstoten-sinkt-id40666871.html, natürlich eine Metaanalyse. Dort darfst Du neben den vorhandenen Markern für „Tempo 50“ (1957), „Helm- und Gurtpflicht“ (1980/84) und Promillegrenze (1988) gerne noch „Autobahn-Richtgeschwindigkeit“ (1978), „ABS-Pflicht PKW“ (2004), „ABS-Pflicht Krad“ (2017), „Winterreifenpflicht“ (2010), „ESP“ (2011), „eCall“ (2018) eintragen und das mit den saisonalen Schwankungen (beispielsweise aus https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161724/umfrage/verkehrstote-in-deutschland-monatszahlen) vergleichen.

          Da dürfen schon Hypothesen erlaubt sein, wie die von der EU-Kommission für 2022 geforderten, hochkomplexen Systeme die Unfallstatistiken beeinflussen werden, bei denen im Vergleich ABS, ESP und eCall wie Kinderfasching dastehen. Datenschutzbelange, die offenbar in der Allgemeinheit von deutlich nachrangiger Relevanz sind, ganz außen vor.

          So, und damit isses jetzt auch wieder gut. Von meiner Seite jedenfalls.

          • Richie meinte am 26. März 2019 um 14:54:

            Ob du mich ernst nimmst geht mir Panzer weit am Arsch vorbei. über die Metadiskussion von RRR ist man hier anscheinend seit 20 Jahren immer noch nicht hinaus.

    • Clemens Gleich meinte am 26. März 2019 um 13:27:

      30+ Systeme, die alle mit Aufzeichnung vorgeschrieben sind und den Behörden offenzulegen sind, und das stört Dich als Demokraten so überhaupt nicht?

      Dazu kommt, dass die verlangten Systeme derzeit noch ziemlich schlecht funktionieren. Die erhoffte Wirkung auf die Verkehrstoten wird damit mit einiger Wahrscheinlichkeit ganz ausbleiben, die Probleme mit der Überkomplexität aber nicht.

      • richie meinte am 26. März 2019 um 14:51:

        nein , das stört mich als Demokraten gar nicht , weiß ich doch , dass die Unfälle der Berliner Verkehrs Polizei dramatisch zurückgegangen sind , seid solche Aufzeichnung System an dem Fahrzeugen existieren.

        • Volker meinte am 26. März 2019 um 22:35:

          Die Freiheiten von 80 Mio Bundesbürgern einzuschränken und Erwachsene wie kleine Kinder zu überwachen um Verkehrsunfälle zu reduzieren ist genau das Bild was ich von Leuten die sich selbst Demokraten nennen habe.

          Das einzige was in deiner Argumentationskette noch fehlt ist der Aufruf doch an die Kinder zu denken…

          Das das alles nur vorgeschoben ist um an Bewegungsprofile zu kommen ist natürlich „Fake News“, gell?

          Wozu dann bloß der Rückmeldungskanal der Daten?

  • Xir meinte am 26. März 2019 um 16:01:

    Heute entschieden von unseren eigenen gewählten Politikern, ungesetzt durch die EU.
    “Heute entschieden von Seiten der EU“…ist mir zu fremdbestimmt.

    • Clemens Gleich meinte am 26. März 2019 um 16:49:

      Da das Europaparlament traditionell von einem erschreckend kleinen Teil der Wählerschaft legitimiert wird, halte ich meine Formulierung für statthaft.

      Möge Dein Einwand jedoch zu höherer Wahlbeteiligung bei EU-Wahlen führen!

    • Clemens Gleich meinte am 26. März 2019 um 16:52:

      Und noch eins: Wenn man sich darauf verlassen könnte, dass eine Partei das macht, was sie verspricht, hätten wir nicht so eine enorme Politikverdrossenheit. Bildung. Infrastruktur. Lebensraum. Alles Versprechen. Taten dann häufig gegenteilig. Die Schüler stehen demonstrierend auf der Straße. Die Politik entscheidet sich gegen verbindliche Klimaziele. JEDER verspricht „mehr Bildung“, um genau die dann sofort im Budget zusammenzustreichen, wenn der Haushalt ansteht. Das Versprechen der Wahl als Einfluss stimmt einfach nicht mehr, und damit ein zentrales Versprechen der Demokratie.

      • Xir meinte am 27. März 2019 um 10:50:

        Ist richtig, trotzdem wählen wir Sie, bzw. wir Wählen die die die wählen.
        Mich stört mehr das die Politiker die wir Wählen und die dann selbst bestimmen wer nach „Europa“ geht und wer nicht DANN bei allen möglichen Gelegenheiten rumheulen, Ja da wäre ja das böse Europa drann schuld mit dem Sie nichts zu tun hätten.

        Was Quatsch ist.

        Politikverdrossenheit und leere Versprechungen.
        Seit dem Wahlthema Mehrwertsteuererhöhung: CDU:“Wir wollen 0%“ SPD:“Wir wollen 2 %“ dann Groko: Kompromiss: okay, wir machen 3%.
        Seitdem glaub ich auch keinem Politiker über der Dorfebene mehr….leider.

        Wählen geh ich trotzdem und die größten Pro-Europäer kriegen mein Kreuz, aber pffff dran glauben das es was bewirkt tu ich schon lange nicht mehr.

        • Clemens Gleich meinte am 27. März 2019 um 11:15:

          Ja, und das ist doch tragisch. Kein Wunder stehen die Schüler auf der Straße. Ich stelle mich, glaube ich, demnächst einfach dazu.

          • Xir meinte am 29. März 2019 um 11:08:

            Naja….ich erinnere mich noch gut an die Schülerdemos zu Zeiten des Ersten Irakkrieges.. „Kein Blut für Öl“
            Ganz vorne mit dabei die die mit ‚nem /8er Diesel in die Schule kamen. 😉
            Das sind Heute die SUV-Muttis.

  • Thorsten meinte am 27. März 2019 um 8:30:

    Spannend ist immer die Frage: WARUM? Warum will eine kleine Schar sogenannter Volksvertreter uns alle Entscheidungen abnehmen und zieht die elektronischen Diktatoren der Handlungsfreiheit des Individuums vor? Die Antwort ist banal und einfach: KONTROLLE. Leider sind solche Entscheidungen nur Wasser auf die Mühlen der Anti-Europäisch gesinnten…

  • 3-plus-1 meinte am 27. März 2019 um 21:46:

    Alkomat in JEDEM Auto? Das ist deren Ernst? Für mich nur eine Handbreit von der prophylaktischer Fußfessel für jeden EU-Bürger entfernt.

    Welches Argument hat man nun gegen extrem Rechts wählende Bürger, die wollen, dass DIESE EU* so schnell wie möglich zerbricht? Ich habe keins mehr. Kein Einziges.

    *Diese EU: Das ist die, wo Deutschlands gegen alle Widerstände den Uploadfilter durchgeprügelt hat, weil Frankreich sonst der Gaspipeline nicht zustimmt (und damit sowohl Klimademonstranten, als auch Anti-Uploadfilter-Demonstranten mit Lächeln ins Gesicht trat)

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