Leben auf dem Land

Zwei Gefühle: „Endlich! Die Versetzung ist genehmigt!“ Das Schulamt lässt meine Frau endlich ziehen. Sie wird ab dem neuen Schuljahr im Herbst in Tauberbischofsheim Schüler belehren. Das zweite Gefühl ist vage Panik: „O Gott! Wo sollen wir da wohnen?“ Der Hintergrund dazu: Ein Wohnhaus wird üblicherweise gebaut, damit dort Leute wohnen, die tagsüber arbeiten. Ein „Büro“ dort ist meistens ein Kellerraum oder ein ehemaliges Kinderzimmer mit einer Briefmarke von Dachfenster. Ich brauche aber ein „Büro“, wie es die Leute dort haben, wo sie tatsächlich die meiste Zeit arbeiten: mit riesigen Fenstern, denn ohne Licht wirst du irgendwann blöd im Kopp. Meine Frau braucht auch ein Büro für halbtags, denn wider die Volksmeinung hat ein Lehrer nicht frei, wenn er von der Schule kommt, sondern muss die Außenherum-Arbeiten erledigen. Wir suchen also Immobilien mit drei Schlafzimmern plus Wohnzimmer, eins davon mit sehr vielen Fenstern, eins davon mindestens auch hell. Es können auch Räume sein, in die man Fenster auf einer Lichtseite hineinschlagen kann, denn wir wollen ein Haus kaufen. Wohnfläche so ab circa 120 qm. Lage so, dass man mit dem Hund nahe Natur- oder Kulturgebiete erreicht, die nicht zur agrarindustriellen Produktion verwendet werden. Ansonsten ist alles interessant: Wir suchen in allen Baujahren, von sanierungsbedürftigen Oma-Häusern bis hin zu Grundstücken zum neu Bauen. Die Grundstücke eher flach, weil wir ohne Keller bauen wollen, wenn wir bauen müssen. Wenn ihr also irgendetwas wisst oder hört, sagt mir bitte Bescheid.

Kommentare:

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  • Volker meinte am 4. April 2019 um 12:07:

    OK, 4. April. Daher wünsche ich viel Glück. Der Mietspiegel in Tauberbischofsheim deutet so auf 10€/m^2 hin, da dürfte sich schon ab 200k€ was Passendes finden lassen. Oder Du verkaufst Deine Seele an „Zu Hause im Glück“, ich werde mit Dir weinen.

    • Clemens Gleich meinte am 4. April 2019 um 12:12:

      Wir suchen Sachen, die zur Not einer von uns stemmen kann. Dann ist es für zwei recht entspannt, und das „zur Not“ eingeplant. Wir haben ein Paar im Bekanntenkreis, die deutlich über 700.000 Euro zu zweit finanzieren. Die leben nur noch für das Haus. Alptraum.

      • Volker meinte am 4. April 2019 um 12:52:

        OK, gut. Dann hätten wir das geklärt. Ich war tatsächlich schon etwas besorgt.

        Die Schwierigkeit bei all den „die zehn Jahre Miete kann man ja auch in ein Eigenheim stecken“-Argumentationen ist ja, daß sich Miete z. B. durch Umzug schneller veränderten Lebensverhältnissen anpassen läßt als ein auf 30 Jahre geplantes Bauspardarlehen.

        Wer als Arbeitnehmer z. B. bei BMW, Siemens, der Telekom oder sonstwo lebt, wie die Made im Speck, dem mag das egal sein. Ich hingegen kann durchaus berichten, wie es sich am Rande einer Privatinsolvenz so anfühlt, nachdem ein Unternehmen pleitegegangen ist. Und keine Angela Merkel einen Rettungsschirm ausgebreitet hat.

  • Frank meinte am 4. April 2019 um 12:31:

    Guckt auch mal bei eBay Kleinanzeigen. Außerdem haben Banken, die vor Ort agieren, auch immer wieder Immobilien im Angebot. Das Blöde daran ist, dass da immer Makler-Courtage fällig wird, aber die könnte man ja notfalls rausverhandeln. Wir haben unsere Wohnung in AUX über Immoscout24 bekommen, maklerfrei und mit blitzartigem Zuschlag. (Und das bei mir, dem Generalschisser)

    • Clemens Gleich meinte am 4. April 2019 um 12:46:

      Ja, wir gucken auch bei ebay und anderen Kleinanzeigen. I24 ist ziemlich fest in Maklerhand mittlerweile. Ich hab auch kein Problem, sofort zuzusagen, wenn was passt (hab ich auch bisher so gemacht), aber es gab halt noch nix Passendes.

  • Karin Kühl meinte am 4. April 2019 um 13:21:

    Wenn ihr kaufen wollt, empfehle ich einen Besuch beim Amtsgericht und den Zwangsversteigerungen. Ich habe eine Wohnung zum Preis von 50% des Verkehrswert bekommen. Ob das heute noch so ist und ob es in dieser Gegend viel angeboten wird weiß ich leider nicht. Viel Glück

  • Ernie Troelf meinte am 4. April 2019 um 18:14:

    Ouha. Er kommt näher.

    • Clemens Gleich meinte am 5. April 2019 um 11:07:

      Bei dem Tempo hast zu Lebzeiten nix zu befürchten.

  • eugen meinte am 5. April 2019 um 11:35:

    das ist aber ein hübsches foto, wobei ich es wirklich lobenswert finde, beim warten auf den bus (und hoffentlich auch IM bus) die volle montur und den vollvisirhelm zu tragen, weil, sicherheit geht vor!

  • Alex meinte am 6. April 2019 um 9:03:

    Hallo Clemens,

    dann schon mal willkommen in meiner Nachbarschaft altes Landei. Ich lass dir nächste Woche eine Anzeige zukommen die auf der Arbeit aushängt.

    • Clemens Gleich meinte am 8. April 2019 um 10:04:

      Cool, danke!

  • Heiner meinte am 6. April 2019 um 17:19:

    Willkommen in der Nachbarschaft! Vielleicht klappt´s ja dann doch mal mit gemeinsamen Aktivitäten!?
    Viel Glück bei der Suche (es kann nur besser werden – nirgends ist die Wohnungssuche krasser als in Stuagert…)

    • Clemens Gleich meinte am 8. April 2019 um 10:04:

      Sehr gerne! Meld Dich auch, wenn Du Ideen für Kooperationen hast. Vielleicht könnten wir z. B. mal die Eignung der in Amerika beliebten Side-by-Sides auf deutschen Forstwegen testen. Ich befürchte ja, die sind meist zu eng und eignen sich eher für ein ATV.

  • Alex meinte am 8. April 2019 um 21:38:

    Leider alles nur Mietwohnungen bzw. Miethaus. Hast Bock auf ne Badass-Monkeybike-Gang mit so Affenohren am Helm, gerne auch mit Einschusslöchern usw.?

    • Clemens Gleich meinte am 9. April 2019 um 10:01:

      Zeig mir gern auch das Mietzeug. Es kann durchaus sein, dass wir kein Kaufhaus finden und vor Ort zur Miete wohnen müssen, bis wir eins haben.

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