Gelesen: Tausend Zeilen Lüge

“Tausend Zeilen Lüge“ beschreibt die Affäre um Profi-Lügner Claas Relotius aus Sicht der Person, die ihn endlich überführte: sein Kollege Juan Moreno. Das Buch liest sich wie ein Krimi, denn letztendlich ist es einer, nur eben ein wahrer. Juan Moreno musste seinem Kollegen hinterherermitteln, während niemand ihm glaubte. Claas Relotius war beliebt und saß in der Redaktion, während Juan als „fester Freier“ von außen arbeitet und jederzeit absägbar bleibt. Der Wechsel in den Präsens hier ist beabsichtigt. Juan Moreno bleibt fester Freier (schönes Oxymoron, gell?), trotz seiner Bemühungen, den Spiegel vor dem Fehler zu bewahren, „Jaegers Grenze“ zu veröffentlichen, ein Gemeinschaftswerk der beiden Spiegel-Reporter Moreno und Relotius. Das Stück handelt von der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Moreno begleitet einen Flüchtlings-Treck, Relotius trifft sich mit einer Bürgerwehr, die Flüchtlinge zurückschicken will. Schönes Drehbuch, Problem nur: Die Bürgerwehr erfindet Relotius aus so groben Versatzstücken, dass Moreno erst denkt, ein paar Hillbillies haben seinen Kollegen verarscht. Er kann, er will nicht glauben, dass jemand solche Geschichten einfach erfindet. Doch die bleibend drückende Beweislast stürzt Moreno in einen Kampf allein gegen seinen Arbeitgeber, den sich Hollywood nicht besser hätte ausdenken können. Hollywood hätte ein Happy End geschrieben. Das hätte die Geschichte aber versaut, weil komplett verfälscht.

Der Spiegel hat viel Übung darin, sich selbst öffentlich zu geißeln, bis alle betreten und mit blutigen Hautfetzen besprenkelt zu Boden blicken. Das Buch holt weit aus, um zu erklären, warum das so ist. So ging die Redaktion auch diesmal so hart mit sich selbst ins Gericht, dass für die Konkurrenz kaum etwas blieb, um draufzuschlagen. Mehr Geißelung forderte niemand. Im Gegenteil schien die Presseszene peinlich berührt vom Büßergang aus Hamburg. So zeigte sich der Spiegel zumindest der Öffentlichkeit. Hinter den Kulissen sieht es etwas anders aus. Moreno ist weiterhin fester Freier, kann jederzeit entfernt werden. Der Spiegel verhinderte zwar sein Buch nicht, half aber auch nicht bei der Aufklärung. Einige Äußerungen von Morenos Chefs sind regelrecht rufschädigend. Ullrich Fichtner spricht von „schmierigen Drohungen“, die Moreno geäußert haben soll. Konkret hatte Moreno gesagt, die Redaktion solle sich beeilen, weil eine US-Reporterin auf die falsche Story aufmerksam geworden war. Es bestand somit die Gefahr, dass US-Zeitungen den Skandal aufdecken, während der Spiegel noch fest glaubt, dass Claas Relotius der Messias des Journalismus‘ sei. Von Entschuldigungen gegenüber Moreno steht kein Wort im Text.

Das „System Relotius“

Viel wurde geschrieben über ein „System Relotius“, das eher klang wie ein „System deutsche Ernstreportage“. Moreno schreibt jedoch wirklich von einem System, das Claas Relotius selbst angewendet hat, um mit Lügen Geld zu verdienen: Er wollte unbedingt im Print arbeiten, wo die Stories nach kurzer Zeit aus dem Recherchegriff der Mehrheit ins Archiv verschwinden. Er arbeitete nur im Ausland, lehnte selbst Präsentierteller-Aufträge in Deutschland ab. Zu leicht könnte man ihm dort nachrecherchieren. Er reichte von Anfang an jeden seiner Texte bei den hunderten von Journalisten-Preisvergebern ein. Mit jedem Preisgewinn legitimierte er sich mehr in den Augen von Lesern und Redaktionen. Die viele nötige Zeit dazu hatte er, weil er erfand, statt zu recherchieren. Claas Relotius sagte selber einmal, er lebe davon, dass der Leser ihm vertraut – mit dem heutigen Wissen eine leserverachtende Aussage. Relotius konnte gut schreiben, aber nicht so gut, dass die Texte allein lesenswert wären (wie etwa in einem Krimi oder anderer erfundener Literatur). Sie lebten allein von diesem einen Versprechen: „Das ist alles wahr.“ Nur dann funktionieren die Artikel. Probier es aus. Lies Relotius im Wissen, dass nichts davon stimmt. Jeder Zauber fehlt. Relotius wollte in seinen Orientierungsjahren zum Fernsehen gehen, dort Geschichten erzählen. Er fand seine ideale Nische jedoch in der Pressereportage, denn er stellte schon im Studium fest: Fehler interessieren in der Branche erschreckend wenig. Wenn es passiert sein könnte, schaut kaum jemand genauer hin. Deshalb kam er so lange mit Texten durch, deren Fakten-Niveau in etwa auf dem mittelmäßig recherchierter Thriller lag. Doch vor allem kam er damit durch, weil Relotius‘ eigentliches Talent im Kollegenkreis unbekannt war: Er ist ein krankhafter, brillanter Lügner.

Er lehnte eine Spiegel-Anstellung zunächst ab wegen einer Erkrankung seiner Schwester. Claas Relotius hat aber keine Schwester. Er schrieb zu jedem Artikel ein Making Of, das er in der Redaktion herumschickte – also eine zweite Geschichte, die beschreibt, wie so eine unwahrscheinliche erste Geschichte zustande kommen konnte. Er log nicht nur, um Geld zu verdienen, sondern er log, weil er nicht anders kann. Wer je mit einem pathologischen Lügner zu tun hatte, weiß, wie schwer es ist, solchen Menschen mit selbst dem dichtesten Beweisnetz beizukommen. Sie haben für alles eine zunächst höchst plausibel klingende Erklärung. Vor Gericht überführen sie sich meistens damit, dass sie ihren Erklärungs-Output im Verhör so hochschrauben müssen, dass sie sich selber irgendwann in ihren Lügen verstricken. Moreno erfährt diese Problematik am eigenen Leib.

Das System deutsche Pressereportage

Für alle, die auch in der Presseszene arbeiten, hängt Moreno einen interessanten Part gegen Ende an: Liegt das Problem vielleicht in der Form der Reportage selbst? Diese Kritik kam häufig, auch von mir, weil sie so nahe liegt: Eine Reportage funktioniert nur als schlüssige, plausible Geschichte über schlimme Dinge (Reportagen über Gutes liest kaum jemand). Da existiert also ein Druck, die Realität mit Lügenkitt aufzufüllen, damit sich ein schönes Bild ergibt. Selbst manche Lehrbücher halten es für völlig legitim, komplette Protagonisten zu erfinden, damit die Geschichte rund wird. Verschönern mit Erfundenem ist (behaupte ich) Usus. Als ich zur Ausbildung auf der Hamburger Akademie für Publizistik war, habe ich meine Reportage gemacht wie Relotius: Ich ging an den Ort, schaute mich um, dann schrieb ich etwas Plausibles auf, was dort hätte passiert sein können. Ich tat das nicht mit böser Absicht, sondern ich dachte wirklich, so funktionieren Reportagen. So hatte ich schon der Schule meine „Erlebniserzählungen“ geschrieben. Das Resultat war viel zu schön, um wahr zu sein, zu glatt, zu geskriptet. Merkte keiner, sprach keiner an. Der Mensch nimmt als wahr wahr, was ihm plausibel scheint (darauf baut die ganze AfD auf). Mit dem Rotstift stand an einer Textstelle „Was sind ‚Sukkulenten‘?“, das Wort als falsch angestrichen. Ich wusste nicht, was ich dazu sagen sollte. Es bestätigte mich aber in etwas, das sich damals schon stark gebildet hatte: einer starken Abneigung gegenüber fast allen deutschen Reportagen.

Moreno beschreibt, wie die „Erzählmethode“ (denglisch: das „Storytelling“) Texte erfolgreicher macht, und nicht nur Texte: Auf Ebay verkaufte Dinge erzielen deutlich höhere Kaufpreise, wenn in der Beschreibung eine interessante, plausible Geschichte steht (die der Käufer als wahr hinnimmt). Damit habe ich jedoch gar nicht mein Problem. Ich lese auch gern gut gemachte Reportagen. Mein Problem ist explizit dieser deutsche Reportagen-Stil: schwer, langatmig, unfassbar bedeutungsschwanger Sinn suchend, irgendwie alle wie Heinrich Böll (sorry, Böll-Fans). Dieser Stil hat sich durchgesetzt. Er gewinnt die Preise. Also verbreitet er sich. Ich hasste diesen Stil schon in der Schule, und ich behaupte, dass der Stil an sich das Lügen befördert. Ein bei der Wahrheit bleibender Reporter knetet aus der Recherchemasse, die er nun einmal hat, das Beste, was ihm einfällt. Dann kommen diese wirren Geschichten heraus, die das Leben schreibt, zum Beispiel jene mit Leonora, die zum IS geht. Kein rundes Ende. Alles offen. Das Kind lacht darüber, dass ihr Vater vor Gram stark gealtert ist, wirkt seltsam unbeschwert. So etwas würde einem kein Filmemacher abkaufen, schriebe man es in ein Drehbuch. Vielleicht kann die deutsche Presseszene etwas von US-Reportagen lernen, bei denen es nämlich eine Kultur gibt, Fehler öffentlich einzugestehen: „Ich wollte über X schreiben, aber heraus kam Y. But please bear with me!“ Fehler eingestehen und sich selber nicht immer so furchtbar ernst nehmen kann uns Deutschen nur guttun, denn wir können beides im internationalen Vergleich nur sehr schlecht. Sorry für den Abschweif, ich wollte hier eine Gegenposition zum Buch einnehmen. Moreno liebt die Reportage. Ich hasse den bei uns vorherrschenden Böll-Stil und halte ihn für Lügenhumus. Ich glaube aber, dass unsere Positionen gar nicht so weit auseinander liegen. Morenos Reportagen lese ich gern. Er nimmt sich nicht superernst und gesteht Schwächen oder gar Fehler ein. Wenn er durch die Affäre jetzt ein Vorbild für künftige Reportertexte wird: super.

Das System Presse

Juan Moreno spricht jedoch noch einen anderen Punkt an: “Das wahre, strukturelle Problem für einen unabhängigen, soliden Journalismus, der seine Aufgabe als Kontrollorgan erfüllt, ist die Bezahlung.“ Juan weiß das gut, denn er versorgt vier Kinder. Das Buch stellt also einer breiten Öffentlichkeit die Tatsache vor, dass die meisten Journalisten außer Pressearbeit auch Agenturarbeit machen, das heißt: PR-Texte schreiben (ohne dass ihr Name daran steht). Wer hier mitliest, weiß, dass ich auch Agenturarbeit mache. Ich mag sie sogar. Ich mache nur keine Schleichwerbung, weil ich die für zu Recht verboten halte. Viele Journalisten sehnen sich danach, Pressesprecher zu werden – nicht, weil das so ein toller Job wäre, sondern weil man davon besser leben kann. Die Auflagen schrumpfen, die Verlage sparen sich kaputt. Moreno stellt diesen Hintergrund vor die Anhimmelung von Claas Relotius als Print-Messias. Seine Texte verkauften sich. Leser liebten sie. Chefs liebten sie umso mehr. Er brachte Top-Reportagen wie ein Uhrwerk, was kein Anderer schaffte, weil die Anderen darauf hoffen mussten, dass etwas Interessantes passiert. Claas erfand das Interessante einfach, häufig schon vor der Recherchereise. Er tat das, damit die Geschichte in sich schlüssig ist, denn das liest sich besser. In Relotius-Reportagen folgen Dinge plausibel auf Ursachen. Alles hat seinen Grund. Chris Jaeger hasst Einwanderer, weil die seiner Tochter Drogen vercheckt haben – verständlich (aber ausgedacht)! Damit das funktioniert, enthalten Relotius-Reportagen kaum etwas, das der Leser nicht schon ahnte. Sie schmeicheln seinem Weltbild als Mensch, der weiß, wie es ist – eine weitere Lüge, eine Metalüge. Es ist, wie ich es hier schon oft gesagt habe: „Schreiben, was ist“, das will keiner lesen. Deshalb hat der Spiegel das als wohlklingendes Leitbild, tut es aber natürlich nicht, tat es nie. Wir können alle sehen, was ist: wirres Chaos. Wir wollen eine plausible Erklärung, einen Sinn.

Nach dem Skandal rollten die Köpfe der Bauernopfer, doch ich glaube, dass jemand wie Relotius jederzeit wieder Traktion finden könnte, trotz der verschärften Kontrollen beim Spiegel. Was zum Beispiel, wenn ich nur ein bisschen weniger offensichtlich aus anderen Werken zusammenklaue, ein bisschen mehr wirklich mit Menschen spreche, vielleicht sogar einfach diese Menschen etwas manipuliere, damit sie meinem Drehbuch entsprechen? Wenn ich nur ein bisschen mehr soziales Chamäleon wäre als der scheue Claas? Ich wäre sehr schwer fassbar. Man könnte mir nach langer Ermittlung schlechte Arbeit vorwerfen, nie aber die Lüge. Der fortgeschrittene Lügner braucht nichts als die Wahrheit, die reine Wahrheit, und zwar sehr viel davon, denn er erzählt schlicht nicht die komplette Wahrheit. Für mich liegt die Hoffnung also eher im Informationszeitalter, in dem jeder viel einfacher als früher Fakten und Tendenziöses nachprüfen kann (genau deshalb wollte Claas seine Texte nur im Print sehen und verhinderte sogar Übersetzungen). Lügen wird es immer geben. Jetzt gibt es aber zusätzlich Maschinen wie Google.

Am Ende des Buches ein Lebenszeichen von Claas. Er sei in Behandlung, in Süddeutschland. Ihm werde dort geholfen. Er behauptet, es sei ihm nur darum gegangen, die Menschen nicht zu enttäuschen. Wie immer eine Lüge. Am Folgetag wird Claas Relotius auf dem Fahrrad in Hamburg gesehen. Dieser Schluss des Buches ist fast zu passend, um wahr zu sein. Aber ich glaube, Claas hat so viel gelogen, dass sicher eine passende, wahre Lüge fürs Ende auf dem Faktenhaufen lag.

Kommentare:

ältere
  • Volker meinte am 18. Oktober 2019 um 17:57:

    Servus Clemens!

    Fühle mich gerade ein wenig an Michael Born erinnert. Wer den nicht kennt: Der Kerl war möglicherweise Erfinder der modernen „Fake News“, die er in den 90er Jahren fürs Fernsehen produziert hat. Anti-Nazifilme, über den Ku-Klux-Klan, Kindersklaven bei IKEA, Bomben an der türkischen Küste, Drogenjunkies, die an Kröten lecken (no shit!).

    Unter den Kunden: Die SZ, RTL (stern TV mit Günther Jauch als Chefredakteur). Gib Dir den Streifen aus der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEwNjM1MjM/. Irre.

  • Volker meinte am 18. Oktober 2019 um 18:28:

    Nachtrag: Der Spiegel hostet nur noch ein kommentiertes PDF zu dem (allen?) Relotius-Artikeln, wo es nur das Titelbild und dann reinen Fließtext zu lesen gibt. Leider haben sich PDF-Bookmarks zur Kapitelauswahl auch noch nicht bis in die Redaktion herumgesprochen.

    Wer „Jaegers Grenze“ in der ursprünglichen Fassung lesen will, sollte auf http://web.archive.org/web/20190107170459/https://www.spiegel.de/plus/buergerwehr-gegen-fluechtlinge-in-arizona-jaegers-grenze-a-00000000-0002-0001-0000-000160834460 zurückgreifen.

  • 3-plus-1 meinte am 7. November 2019 um 18:52:

    Ich glaube Claas Relotius kam beim Spiegel so gut an, weil dort schon länger nicht mehr erzählt wird was ist, sondern Haltungsjournalismus auf dem Programm steht, wo Nudging oberste Prioriät hat, um dem Leser unterzujubeln was er zu glauben hat. Man war also nicht erschreckt über die Tat sondern beleidigt über deren Aufdeckung. Nach etwas unvermeidlichen Krokodilstränen geht es jetzt im höheren Gang weiter wie bisher und die Redaktion wurde um abweichende Meinungen komplett bereinigt. Darum ist ja auch Fleischhauer nicht mehr im Stall und man hat noch eine Hand voll Feministinnen in das Blogger-Ensamble aufgenommen, die den verbliebenen, männlichen und weißen Lesern erzählen wie widerwärtig sie doch sind.

    Will man heute lesen wie der Spiegel noch vor zehn Jahren geschrieben hat, schaut man besser in den Standard. Ein Blick in SpOn ärgert nur, zeigt aber auf, welche aktuelle Sau wieder in das Hirn der Untertan massiert werden soll. Doppelte Standards gehören da natürlich zum täglichen Handwerk und wenn damit tagtäglich hantiert wird, dreht schon mal ab und zu einer durch. Das ist wie mit dem Hate-Speech-Bekämpfer Sebastian Pertsch, der ganz aktuell quer durch Twitter eine Schneise der Beleidigungen hinterlässt wie Wowbagger im Anhalter (nur als Vergleich, er hat meines Wissens nicht für den Spiegel geschrieben).

    Wundern tue ich mich hingegen nur über deine Einschätzung zu erzielbaren eBay-Preisen. Ich dachte da geht es allen wie mir und die Qualität der Fotos ist ausschlaggebend. Also selber erstellt und in so gutem Licht und Winkel geknipst, dass man einfach haben will. Text ist unwichtig und man liest ihn nur bzgl. der Versandkosten.

    Aber ein Fazit steht: Hauptsache du bleibst bei deiner rotzigen Ehrlichkeit, Clemens. Es tut immer wieder gut die zu lesen. Weitermachen!

    • Clemens Gleich meinte am 8. November 2019 um 11:01:

      Es gibt tatsächlich Studien dazu, die belegen: gute Geschichten erzielen höhere Preise. Das ist auch im Gesamtkontext wenig verwunderlich, denn der Mensch denkt seine Zusammenhänge in Geschichten. Deshalb lässt er sich ja auch von einer anekdotischen Einzelgeschichte stets mehr beeindrucken als von der Statistik, der er misstraut.

  • Michael Bergheim meinte am 9. November 2019 um 10:18:

    Hallo Clemens,
    vor einigen Jahren bin ich übers Motorradfahren auf MoJoMag gestoßen und war immer fasziniert von Deiner erfrischenden Art des Schreibens und vor allem des Denkens! Und das gefällt mir besonders! Dieser Relotius Artikel spricht mir aus der Seele. Ich behaupte schon viele Jahre, dass es nur sehr schwer möglich ist den Tatsachen in den Medien auf den Grund zu gehen, und der Mensch braucht ab und zu Bestätigung :-). Eine Suchrichtung zu den Tatsachen ist die Spur des Geldes und das gilt wohl seit tausenden von Jahren. Die meisten Produkte haben ihren Zweck erfüllt wenn sie verkauft worden sind, gilt auch für die Produkte des Journalismus. Alles menschlich, auch da nix Neues.
    Verzeihe das traute Du, aber auch das ist eine Zeiterscheinung die sich in der deutschen Gesellschaft durchsetzt. Ich habe mich als Führungskraft in einem großen deutschen Konzern auch mit meinen 60 Lenzen angepasst, tut nicht weh. Was aber täglich weh tut ist unser leben in „postfaktischen“ Zeiten. Und deshalb erfreuen mich Deine Beiträge jedesmal.
    Keep rockin‘ !!
    Michael

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