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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung trollt Motorrad-Youtuber

Am Sonntag erschien in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) ein Artikel über Motorrad-Youtuber unter dem Titel „Klicks um jeden Preis“. Der Titel ist super, weil er auf den Artikel selbst so zutrifft. Ich habe mich daher um eine dazu passend reißklickerische Überschrift bemüht. Die FAS zeigt mit dem Text einmal mehr, was ich in meiner Arbeit als professioneller Troll jeden Tag bemerke: Trollen wirkt, weil niemand in der Lage ist, das Einzige zu tun, was wirklich hilft: schweigen, ignorieren. QED diese meine Reaktion. Einer der vielen Gründe, warum ein Troll es einfach hat, liegt nämlich schlicht darin begründet, dass die Rezipienten des Trolls das Trollen als alleiniges Datum zu einem Sachverhalt rezipieren könnten, was zu einer extremen Verzerrung der Realität führt. Denn der FAS-Artikel behauptet zwar sorgfältig nichts direkt Falsches (soweit ich das feststellen kann), aber es ist eben ein Werk des perfiden Spin Doctorings: Aspekten der Wahrheiten einen Dreh geben, der zu einer Implikation wird. Jemand behauptet, dass die alle problemlos 25.000 Euro im Monat verdienen können und sie schreiben einfach, dass das jemand sagt (was stimmt), obwohl der Fakt nicht stimmt. Ich kenne Jochen Vorfelder und ich kenne Walter Wille und ich mag sie beide, weil das (meistens) liebe Menschen sind, mit einem guten Herz. Das ändert aber nichts daran, dass ihre Kollaboration einfach unfair ist. Sören vermutet wie ich, dass  die starken Gefühle etwas mit Missgunst zu tun haben (siehe sein Video am Ende).

„GEFERLICH!“

Der Aufhänger des Texts: Der Youtuber Querly ist vor der Polizei geflüchtet und hat das nichtganzsoschlauerweise auf Video aufgenommen und veröffentlicht. Jetzt Ermittlungen, großes Halligalli. Die Ermittler finden eine Ducati Hypermotard in der Garage, die auf Ducati Deutschland zugelassen ist – also eine Leihgabe. Von Querly aus wird eine Szene skizziert, die schlechte Videos als „Clickbait“ produziert (natürlich ganz anderes Clickbait als das PREMIUM-Clickbait der FAS!), damit auf einfachste Weise viel zu viel Geld verdient (während die FAS für Pennies HART arbeitet), weil die Industrie ihnen das aus Ahnungslosigkeit zusammen mit viel Zucker unter Kompressor-Hochdruck in den Arsch bläst (statt es, sagen wir: der FAS zu geben). Namentlich genannt die Kanäle/Alias-Charaktere Bost, Blackout und Meddes. Darüber kann man sich dann aufregen.

Tauschen wir der Wahrnehmungs-Wissenschaft wegen einfach ein paar Namen, nehmen einen Fall der Print-Presse und tun dasselbe mit der Papierbuchstaben-Motorradszene:

„Jorge M. (Name der Redaktion bekannt) macht eine Arschbombe beim Wheelie für Foto/Film. Fast fährt er noch den Kameramann um. Die neue Ducati: Schrott. Das alles findet auf öffentlichen Straßen statt, wo die SZENE überdies ständig in großen Gruppen schlecht einsehbare Kurven für ihre aufgeilenden Schräglagenbilder belegt und den Verkehr gefährdet. Mit dabei auf der Tour: Jochen Vorfelder und Walter Wille. VERKEHRSVERSTÖSSE gehören zum Alltag. Die RASER kommen jedoch nicht nur größtenteils ungeschoren davon, sondern werden gar noch HOFIERT! Die Industrie pumpt große Mengen an Geld in diesen SUMPF, mietet schicke Hotels in der Nähe von Landstraßen, die zu RENNSTRECKEN umfunktioniert werden. Warum sie das tut, weiß der Autor zwar, insinuiert aber ein potenziell düsteres Geheimnis. Abends liegt das INFAME Duo „VW“ (Vorfelder-Wille) im Hotel-Whirlpool und behauptet, das alles sei ‚Arbeit‘. Bezahlen muss den IRRSINN am Ende der Motorradkäufer.

Ich finde es erstaunlich, dass keiner des so infamen „Hamburger Trios“ (David Bost, Meddes, Blackout) zu Wort kommt, denn die Drei hängen ständig an ihren Jeejahs. Sie antworten üblicherweise: sofort. Sie sind üblicherweise: arschhöflich und entspannt. Jochen sagte mir, er habe gute Gründe, sie nicht kontaktiert zu haben, und das hinge mit „Ermittlungen“ zusammen. Ich bestreite blind, dass die Gründe besonders gut sind, und weil Jochen seine Gründe ja nicht darlegen will, muss diese Behauptung unwiderlegt bleiben. <- See what I did there? Erstaunlich ist das alles jedoch vor allem, weil gerade diese Drei ständig das Thema auf dem Tisch haben, wie sie öffentlich wirken, was man noch auf Video bringen kann und was nicht, wie der Einfluss auf junge Noobs sein könnte, wie das mit den Sponsoren klargeht und so weiter. Meddes hat sein Superbike-Zeug großflächig auf die Rennstrecke umgezogen. Die Print-Presse macht sich nicht halb so viele Gedanken, aus dem ganz einfachen Grund, dass sie ihre Arschlochaktionen einfach seltener als Video veröffentlicht. Die Arschlochaktionen finden aber genauso statt – sogar eher schlimmer, weil sich ja ohne Videobeleg niemand rechtfertigen muss. Wie immer nehme ich mich da nicht aus: Manchmal fährt man ein neues Motorrad auf einer Präsentation, steigt dann lachend ab und denkt sich: „Das war schön. Aber ein bisschen asi.“ Also, wenn man überhaupt reflektiert.

Wie dumm ist die Industrie?

Ich kenne Meddes; ich kenne Sören (Blackout). Woher kenne ich sie? Ich kenne sie von Fahrveranstaltungen, genau wie viele andere Motorrad-Influencer/-Youtuber. Diese Menschen werden dort eingeladen, weil sie (ja, wirklich) sehr professionell arbeiten. Genauso läuft deren Werbegeschäft. Es sind Menschen, mit denen du jederzeit Geschäfte machen kannst, und das tun die Hersteller. Querly ist bei diesen Leuten genauso ein Thema, weil seine Grenzüberschreitungen natürlich auf den Umkreis abfärben. Ich kenne Dominik (Querly) nicht. Ich kenne ihn nicht, weil er nicht auf solche Veranstaltungen eingeladen wird. Natürlich gibt es wie im Autobereich mal Situationen, in denen Gäste zu Events kommen, die eigentlich nicht so gut zu Marke/Produkt passen oder für Geschrei sorgen. Das ist so, weil Menschen Fehler machen. Das Wichtige aber: Menschen lernen auch. Falsche Gäste werden iterativ immer seltener. Querly ist seine Ducati-Unterstützung jetzt auch los. Ich zeige hier mal das aktuell neueste Video vom bösen, miesen Meddes, nur mal als Anti-Spin zur FAS:

Das pure Böse, oder? Ihr müsst euch nicht selber anstrengen: Anzeige ist längst raus!

Spin Up, Spin Down, Spin Flip

Was der Artikel geschickt kaschiert: Es gibt keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen diesen Multiplikatoren in jüngeren Medien (Video-Plattformen) und jenen älterer Medien (Text & Bild auf Papier oder im Web). Nein, wirklich nicht. Deshalb arbeitet „die Industrie“ (eine weitere SZENE? Wir werden berichten.) ja mit beiden Arten von Influencern zusammen. Ich verwende hier die Begriffe „Influencer“, „Redakteur“, „Journalist“, vielleicht sogar „Werber“ mal synonym, um meinen Punkt einzuhämmern: Das ist alles grundsätzlich grob derselbe Job. Print sieht sich gern als unabhängig an, ist aber abhängig von der Industrie – nicht nur für Testfahrzeuge, sondern auch von milden Werbegaben, die teils nur stattfinden, wenn es Berichterstattung gibt. Das Mem „Motorradschreiber müssen Motorräder verkaufen“ hat sich tief in die Hirne von Lesern wie Schreibern gegraben, zur Freude der Hersteller. Bis auf ein Feigenblatt unterscheidet sich das kaum von Test-Zuschüssen bei einem Youtuber. Eigentlich ist es bei der jungen, neuen Generation sogar besser, denn in deren Verträge schreibt der Kunde üblicherweise einen Verhaltenskodex rein, der bei Verträgen mit Verlagen fehlt. Außerdem weiß der Zuschauer immerhin, dass Youtuber Geld für Product Placement kriegen. Die Hintergründe einer Anzeigenschaltung dagegen sind stets intransparent. Das kann man also positiv sehen/spinnen: Der von mir sehr geschätzte Video-Redakteur Meddes erreicht viele junge Motorradfahrer, denen er Schutzausrüstung nahelegt. <- Klingt ganz anders, ne? Auch alles wahr, nur ein anderer Spin als in der FAS. Es spricht also nichts dagegen, dass deine PR-Abteilung mal mit ihm darüber spricht, ob ihr für ein PR-Projekt zusammenpasst. Alternativ könntet ihr auch die Influencer von der Motorpresse ansprechen – sehr liebe, hochprofessionelle Menschen, mit denen man ebenfalls jederzeit Geschäfte machen kann. Bei beiden wirst du Wheelies im öffentlichen Straßenverkehr finden, das muss also klargehen für dich.

Eines müssen die Beteiligten nämlich schlucken: Alle diese Journalisten von Blackout bis Jochen Vorfelder begehen ständig „kleinere Verkehrsverstöße“. Das ist schlau, weil die selten geahndet werden, steht in der FAS. Stimmt ja. Der Spin, dass das eine Besonderheit der Youtube-Journalisten sei, entsteht in der FAS durch dezente Kaschierung. Nur in einem Satz kommen Print-Wheelies vor, dann gehts sofort zurück zum BÖSEN Anderen. Es hat sich allerdings noch nie jemand im Print groß darum geschert, ob eine Strecke abgesperrt ist, wie die FAS es von den Youtubern fordert. Die meisten Fotos entstehen auf öffentlichen Straßen, mit Wheelies in Stoffhöschen und allem. Manchmal steht als dreiste Lüge dran, das sei eine Weltraumjeans und eine abgesperrte Strecke. Das ist so, weil es billiger ist. Der Kapitalismus mal wieder. Eine komplett legale Motorradpublikation wäre entweder auf dem Unterhaltungs-Niveau des BMW-RT-Forums (nicht gänzlich ohne Lesewert, aber eher für ein kleines Publikum früherer Jahrgänge) oder in geil bebildert ruinös aufwendig. Die Zum-Spaß-Fahr-Motorradgesellschaft steht nicht wie die FAS behauptet seit Kurzem, sondern seit jeher im folgenden Konflikt: Niemand braucht diesen übermotorisierten Fahrspaß, und wenn man zeigt, was ihn so geil macht, ist das entweder teuer oder potenziell illegal. Ja, wirklich. Schon „ich mache ein Kurvenfoto“ ist nach dem schwer fassbaren § 30 Abs. 1 Satz 3 StVO schwierig. Ist die Krawalltüte „unnötig“ laut oder muss das so für den Test? Streiten wir lange und laut darüber! Haben Sie eine Drehgenehmigung? Öhm. Nein?

The Original Troll

Achtung, jetzt kommt mein eigener, genauso unfairer Spin anhand komplett korrekter Daten: Da das Geschäft von Motorrad-Schreibern und Motorrad-Youtubern sich überschneidet, sind das doch Verteilungskämpfe der alten Generation (hier gespielt vom infamen Duo „VW“) gegen die neue Generation (gespielt vom infamen Trio Meddes, Blackout, Bost). Das ist das, was vom Inhalt der FAS übrigbleibt, wenn man die kaum erträgliche Selbstgerechtigkeit der Zeitung heraussiebt. Ich habe Events gesehen, auf denen sich die Generation P (u. a. für „Print“, „Pathos“) und die Generation Y (u. a. für „Youtube“, „Youngsters“) anzickten, als wären wir am Set der Bachelorette bei RTL. Gute Güte, denke ich dann immer, das ist doch eh alles der gleiche Rotz. Lieber Hersteller: Mach deine Recherche vorab und entscheide, wer am besten passt. Persönlicher Tipp: Im Zweifel lade lieber Meddes ein als Clemens Gleich. Meddes ist noch jung und knackig und fährt viel fotogener. Ich meine das ernst. Schau dir Fahrfotos von Meddes an. Schau dir Fahrfotos von Jochen an. Der Fall ist doch klar. Vielleicht könnte man statt sich anzuzicken auch kooperieren: Meddes fährt die Fotos, Jochen schreibt den Text – jeder, was er kann. Nach meiner eher unfotogenen Arschbombe bei Husqvarna habe ich mir eine Journalinflutuberin geschnappt und ihr gesagt: „Wie wärs, wenn du das nächste Mal einfach für uns fährst? Das wäre für alle inklusive der Leser viel schöner. Ich bleibe daheim und schreibe den Text.“

Zurück zur Eingangsthese: Trollen wirkt. Der Originaltroll war jedoch Querly. Die FAS verschafft ihm wieder einmal kostenlos Aufmerksamkeit, die er als geschickter Vermarkter in den Verkauf seines „Grenzgänger“-Merchs umzumünzen weiß. Der Troll gewinnt die Verteilungskämpfe, ohne sich daran zu beteiligen.

Zum Abschluss ein Experiment. Im folgenden Embed liegt das Video von Kevin Gallas, das auch die FAS einbettet. Es zeigt eine Werbeaktion von Touratech und anderen Firmen, die mich nicht interessieren. Je älter der Zuschauer, umso stärker ziepelt es an der Hutschnur. Aber dass sowas jungen Menschen Lust auf Motorrad macht, ist doch bitte klar. Jetzt die Aufgabe: Betrachten Sie dieses Video. Betrachten Sie es vorverurteilend als Trollversuch. Schweigen Sie fürderhin für immer darüber. Ich wette gegen Sie.

Update: Sören kommentiert den FAS-Artikel

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Kommentare:

ältere
  • Marcus Lacroix meinte am 12. April 2021 um 17:02:

    Schöne Gegen-Betrachtung.
    Statt Schnittchen bei Presseevents – zu denen wir i.d.R. ja nicht mal eingeladen werden (mimimiiii) – wären mir ein paar Kompressor-Euronen auch ganz lieb 😉

  • Kai meinte am 12. April 2021 um 17:02:

    Ach herrlich. Es ist und bleibt das alte Thema. Eins, das ich schon vor 8 oder 9 Jahren ausgefochten habe. Eins, das ich heute nicht mehr ausfechten muss/will/kann, weil ich einfach auf dem Absatz kehrtmachte.

    Ich erinnere mich an eine Beschwerde einer großen Hamburger Redaktion bei einer Premium-Marke, weil die diesen halbstarken Großstadtkids eines ihrer Autos unverschämt lange gaben. Ich erinnere mich an zahllose Fragen der Generation P zum Internet und warum die Generation Y denn relevant sei für Marken. Ich erinnere mich an wirklich viele kleine und große Coups und Kämpfe, die vornehmlich Kraft kosteten statt Möglichkeiten zu maximieren. Eben nur, um Reviere zu markieren.

    Am lustigsten daran ist eigentlich, dass alle diese Erinnerungen schon jetzt so klingen, als würde Opa aus dem Krieg erzählen. Nun, ich bin ja auch schon Mitte 40, aber keine der Geschichten ist älter als 10 Jahre.

    Dich, lieber Clemens, mochte ich von Anfang an. Weil Du keine Reviere markieren wolltest, sondern dein persönliches Nerdtum zur Berufung gemacht hast und der Blick über den Tellerrand sicher nicht immer Deinen Geschmack trifft, aber Du eben andere Perspektiven, andere Ansprüche, andere Zielgruppen, andere Herangehensweisen siehst und respektierst.

    Wir haben nur eine gemeinsame Motorradfahrt in unsere Kalender bekommen und da war das Wetter sehr Clemens. Diesen ultrafiesen Hagelschauer in den Alpen werde ich niemals vergessen. Und was ich irgendwie niemals zu Dir sagte: Ich mag Deinen Fahrstil, das hat Riesenspaß gemacht auf der Ninette.

    Keep on trolling, mache die anderen ja auch.

    • Clemens Gleich meinte am 12. April 2021 um 17:11:

      Da heule ich doch gleich, du alter Ramontiker. Gerne mal wieder eine Ausfahrt. Wären „kleinere Verkehrsverstöße“ okay?

      • Kai meinte am 12. April 2021 um 17:17:

        Kleinere Verkehrsverstöße sind mir ein persönliches Anliegen. Wie sonst hätte ich denn das weltallererste Burnout-Foto des W222 ins Internet bekommen? <3
        Ausfahrten kann ich derzeit aber nur in und um die Hauptstadt herum anbieten, falls Du also irgendwann mal keinen Bock mehr auf Kurven hast, ich kenne hier die richtigen Strecken dafür.

  • P. Hopkims meinte am 12. April 2021 um 17:44:

    Lieber Clemens,

    Ich danke dir für diesen großartigen Beitrag.
    Es gibt so unendlich viel zu diesem Thema zu sagen, doch als Hersteller hat man oft einen politischen Maulkorb auf. Ich möchte dem ganzen nur hinzufügen, dass auch wir nie um eine Stellungnahme gebeten wurden. Wir haben keine Emails unbeantwortet gelassen, weil es nie Emails gab. Es ist furchtbar traurig und ja fast schon gleichzusetzen mit einer Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Digitalisierung. Falsche Berichterstattung bleibt einfach so im Netz stehen und verleitet Menschen wie mich ihren Senf dazu abzugeben. Alles zu gunsten der Verfasser. Es ist als würde man bei einem Grillfest die Gäste fragen, wie sie Veganer finden und sich dann über den Shitstorm bestätigt zu fühlen.

    • Clemens Gleich meinte am 12. April 2021 um 17:53:

      Ich glaube Jochen schon, dass er eine Mail geschickt hat. Aber eine Mail fällt schnell zwischen die Ritzen. Dann muss man halt das Telefon nehmen oder was weiß ich. Dich zum Beispiel erreicht man ja auf anderen Kanälen (z. B. Facebook Messenger) recht gut. Und dieses Mindestmaß an Fairness fehlte mir im FAS-Artikel einfach.

  • Sebastian meinte am 12. April 2021 um 17:57:

    Ich weiß noch, wie irritiert ich geschaut habe, als ich von allen Seiten (sprich: Generation P) angegangen wurde, weil ich Fotos von querfahrenden Autos veröffentlicht habe. „Unverantwortlich“ und „Möchtegern-Harris“ schallte es mir entgegen. Von Menschen, die erst wenige Monate zuvor einen Testwagen zerlegt haben. Beim Querfahren.

    • Clemens Gleich meinte am 12. April 2021 um 18:02:

      Know your place, Internetling!

    • Kai meinte am 12. April 2021 um 19:01:

      Au ja, die vielen zerlegten Fahrzeuge, die undokumentiert und unkommentiert auf Fahrveranstaltungen starben und noch sterben werden, bekommen nie eine Erwähnung. Neues YouTube Konzept: So lange wie möglich auf Fahrveranstaltungen geladen werden und/oder Pressefahrzeuge anfordern, wie es geht, obwohl man die jedes Mal beschädigt.

      • Clemens Gleich meinte am 12. April 2021 um 19:30:

        Roy Lanchester in real!

  • Mo meinte am 12. April 2021 um 19:35:

    Auch ne Sichtweise … 🙂
    Mir kommt‘s vor wie Generationsgerangel unter Jungs.
    Print gegen Digital. Alt gegen Jung – das Übliche halt.

    • Clemens Gleich meinte am 12. April 2021 um 19:44:

      Steht ja genau so drin.

  • Marco meinte am 13. April 2021 um 12:39:

    Von Herstellerseite bin ich froh, dass es Menschen gibt, die eines sehen: Journalismus ist nicht abhängig von der Plattform. Außerdem ist Journalist/in ein freier Beruf. Diesen Status wollen einige Print-Journalisten den Youtubern/Influencern ja gerne absprechen. Ein studierter Diplom-Ingenieur o.ä. ist aber eben auch nicht zwangsläufig ein guter Journalist, nur weil er in einer Redaktion arbeitet. Dass die angesprochenen Jungs oft illegal (Stvo) unterwegs sind und dies das Geschäftskonzept ist, sollte jeder schnell sehen. Schlecht, wenn man dann den Finger erhebt und es selbst nicht besser macht. Siehe Video Blackout. Was ich dennoch nicht verstehe, ist die Blauäugigkeit einiger Hersteller. Es gibt die Stvo und es gibt die ACEM. Wer beides nicht kennt, direkt für einen Motorradhersteller arbeitet und Bikes an Leute gibt, die sich nicht daran halten und so tut, es nicht zu sehen, ist eventuell fehl am Platze. Ein ehemaliger Chef meinte immer „Rechtfertigungen machen alles noch schlimmer“. Den betroffenen Personen keine Bikes mehr zu geben, löst aber nicht das Problem, da es eine lange Liste von Zubehörherstellern gibt, die wesentlich bessere Geschäfte machen als die Motorradhersteller. 15 oder auch 50 Euro hat man schneller ausgegeben als 10 oder 20k für ein neues Bike, das jemand fährt, dem ich folge, Da kauft die Zielgruppe eher den Merch als ein Bike. Die Links sind unter jedem Video. Wenn es anders wäre, würden die Zahlen vom KBA etwas anders aussehen bei bestimmten Modellen. Schade, dass ein an sich guter Artikel durch sehr persönliche Gefühle und nicht optimale Recherche (ich nenne es Mal so) leider an Wirkung stark einbüßt, denn Motorrad-Influencer können niemals mit anderen Influencern auf eine Stufe gestellt werden, da es 1. ganz klare Regeln der Industrie und des Gesetzgebers gibt und 2. das Imageproblem von uns allen, den Motorradfahrern andauernd auf dem Spiel steht. Das als Influencertum abzutun, wie es woanders eben auch funktioniert, ist gefährlich naiv. Gute sogenannte Motorrad-Influencer sind nichts anderes als Online-Journalisten. Und zum Glück gibt es davon einige und die glänzen nicht durch illegale Auspuffanlagen und waghalsige Manöver auf öffentlichen Straßen, sondern mit Kompetenz. Da gibt´s übrigens noch mehr als Jens Kuck.

  • Ben Pütz meinte am 13. April 2021 um 21:09:

    So gelogen dieser Artikel.
    Klar machen Blackout, David und Meddes nicht immer alles richtig aber Blackout, David und Meddes, dann so darzustellen ist einfach erbärmlich. Selber seid ihr reinste Razer.
    Richtig Peinlich was ihr abzieht.
    Blackout, David und Meddes haben einen Beruf und gehen im nach und so wie sie es machen machen die 3 es richtig. Die 3 fahren auf der renne schnell aber auf der Straße halten sie sich an alles bis auf an die Sachen die jeder mal verkehrt macht wie zum Beispiel mal paar km/h zu schnell.
    Aber die 3 sind Menschen genauso wie ihr Menschen sie machen Fehler aber sie sind super Vorbilder sie klären auch auf das man wheelis machen darf aber man darf keinen gefährden darf aber euer größter Fehler war so Lügen in die Zeitung zu setzen.

  • Peter M. meinte am 14. April 2021 um 14:23:

    Moinsen!
    Zu den Deppen, die auf dem Hinterrad auf öffentlichen Straßen herum fahren, in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen werde ich mich nicht äußern.
    Das erledigt sich von allein: Alpi fährt, Alpi crasht, Alpi geht in den Knast!
    Auf YouTube wird jede Menge an Motorrad-Videos angeboten.
    Der kleine fette alte Mann im AntiFa-Shirt, der im Vorführer 2x übern Deich fährt und das einen „motorradtest(.de)“ nennt… Ich nenne das Product-Placement… Werbung!
    Der GröMaZ, der mit TV-Team im Tour Bus und Motorradanhänger „die wüstesten Gegenden“ bereist um da dann publikumswirksam seine Motorrad-Abenteuer-Filme zu produzieren… Beim MRT lachen die jedes mal, wenn man seinen Namen nur erwähnt!
    Fake-TV bei Phönix, BR-Alpha und 3-Sat. 😉
    Dann noch die ganzen Amateure, die ihre „Reise-Enduro“ (mit Adventure auf dem Tank) per Spedition oder Anhänger transportieren lassen um dann ihre Motorrad-Abenteuer-Reise Videos zu produzieren. GoPro9 vorne am Motorrad und dann 2h Straße abfilmen…
    Am ehrlichsten war noch der dicke Produzent/Kameramann/Cutter, der bei adventurbike.tv einfach gesagt hat: Erfolgreiche Videos für YouTube zu produzieren heißt „FAKEN“!
    adventurebike.tv läuft jetzt übrigens bei Amazon-Prime… leider nur in GB und nicht bei uns…
    Wirklich überzeugen können mich nur:
    Die Grabvagabunden
    Erik Peters
    Pedro Mota

  • maehsi meinte am 19. April 2021 um 11:48:

    Bei dem Thema muss ich den kanadischen Youtubekanal Fortnine rauskramen. Unglaublich gute Produktion, technisch interessant, ich freue mich jedesmal wenn die Jungs ein neues Video hochladen. Möglich macht‘s die Festanstellung beim kanadischen Louis.

    • Clemens Gleich meinte am 19. April 2021 um 15:50:

      Den schau ich auch immer an. Vor allem hat der halt richtige Magazinthemen und nicht immer nur „ich teste ein neues Modell, boah, geil, nächstes, bitte“.

  • Immer der Ärger mit den Influencern • Kettenritzel.cc meinte am 25. April 2021 um 21:39:

    […] Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung trollt Motorrad-Youtuber […]

  • Volker meinte am 28. April 2021 um 19:55:

    Alter!!! Wo hat die FASoZ das Bild von mir her? Frechheit! Verklagen werde ich die Bande!

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