Ihr müsst mir helfen.

Wir unterbrechen die Stille der ruhenden Website mit einem Nebenher-Herzprojekt. Ich habe neben meiner anderen Textarbeit ein weiteres Buch geschrieben über die Zeit nach dem Ende der Welt: „Gottes Mörder“ Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere, weils mal im ARD Nachtmagazin war, als ich mir dachte, das mit Crowdfunding zu finanzieren. Das Manuskript ist jetzt soweit fertig. Es passt leider nur aneckend zum aktuellen Markt. Es ist etwa 150 Seiten lang (Normseite von 1800 Zeichen vorausgesetzt), während bei Verlagen gerade gilt: unter 250 Normseiten kann man ein Buch nicht vermarkten. Ich könnte sicherlich noch 100 Seiten dazuschreiben. Ich habe es aber absichtlich kurz gemacht, damit die Handlung schnell voran geht, weil mich das zähe Vorankommen in vieler Sci-Fi und Fantasy nervt. Es dreht sich um einen männlichen Protagonisten, der männliche Mentalthemen durchdenkt, in der Tagebuch-Ich-Perspektive. Es kommen also keine anderen Blickwinkel vor. Dem steht gegenüber, dass es bei Büchern mehr Leserinnen als Leser gibt, die zudem bevorzugt bestimmte Themen kaufen. Krimis sind zum Beispiel dauerbrennend beliebt. Interessieren mich halt gar nicht, und die Krimifreundin wird sich kaum für das Ende der Welt aus einem Männerkopf betrachtet interessieren. Ich mag den Bass der Postapokalypse, und den schrieb ich für andere Bassisten auf.

Ich habe mit ein paar Agenturen gesprochen, war aber aus den beschriebenen Umständen nicht wirklich verwundert, dass ihnen das Projekt nicht ins Programm passte. Ich gehe davon aus, dass ich das Buch wieder selber vermarkten werde. Wenn jemand aber jemand kennt, der Leute kennt, die das interessieren würde, sagt mir gern Bescheid. Ich bin da wenig eitel, wenn jemand sagt „mit 250 Seiten vermarkte ich das easypeasy“, dann fahre ich einen 100-Seiten-Schlenker und füge ihn ein. Der potenzielle Schlenkerpunkt ist erzählerisch recht klar. Längen ist immer einfach. Dasselbe kürzer sagen ist schwer. Nur das Grundthema und die Tagebuch-Erzählform kann man nicht ändern, ohne ein anderes Buch zu schreiben.

Material ist alles da, inklusive Promomaterial wie ein Titelbild, das ich schon gekauft habe. Sagt mir gern auch weitere Gedanken dazu. Ich verstehe die Lage der Verlage, also warte ich mal diese Frage in die Runde ab und dann schauen wir mal, wie es mit Eigenvermarktung aussehen könnte. Ja, ich kenne die Tools, habe ja schon Eigenes vermarktet.

Kommentare:

ältere
  • Thorsten meinte am 3. Juni 2022 um 14:27:

    Hallo Clemens,
    ich bedenke mir gerade, wie so ein Buch auf post-apokalyptischem Papier aussehen würde.
    Vermarkte es doch als eBuch und lass die Leser entscheiden, wie es aussehen soll. Wäre ein cooles Maker-Projekt. Man könnte es auch Kunst nennen.
    Bei der dauerhaft angespannten Lage im Papiermarkt mach ich Dir auf eine konventionelle Veröffentlichung wenig Hoffnung.

    • Clemens Gleich meinte am 3. Juni 2022 um 15:19:

      Ebooklayout ist fertig, kann man vorr. ab Montag vorbestellen. Stay tuned.

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