Post­amt

Schrei­ben Sie mir hier einen lie­ben Brief. Freu ich mich drü­ber. Oder schrei­ben Sie einen bösen Brief. Freu ich mich eben­falls drü­ber. Denn ich habe vor, hier Leser­briefe zu ver­öf­fent­li­chen und manch­mal sinds ja grade die ätzend feind­se­li­gen, die den höchs­ten Lese­wert haben. Also: Schrei­ben Sie mir, aber ver­ges­sen Sie nicht:

Alles, was an geht, ist ein Leser­brief, den ich, sofern leser­lich geschrie­ben, ver­öf­fent­li­chen werde. Schrei­ben Sie an diese Adresse daher nichts, was Sie nicht auch der gan­zen Klasse bezie­hungs­weise Welt mit­tei­len möchten.

Mehr unter Hilfe/Leserbriefe.

Schottische Medizin

Win­fried von Ber­lepsch denkt mit und schickt mir Medi­zin für diese dunk­len Stunden:

Ein alter Talis­ker, ein 18-jähriger Glen­ro­thes mit schö­ner Bourbon-Note und ein ver­mu­te­ter Caol Ila oder Laphroaig — Medizin!

Bestechung! I like!

Win­fried von Ber­lepsch über diverse Print-Geschichten:

"Moin, moin" aus einem regnerisch-frischen Bre­men in die Haupt­stadt mei­ner neuen Hei­mat Baden(-Württemberg). Ich dachte, ich bedanke mich ein­mal für Deine (ich hoffe das "Du" ist mir gestat­tet, auch wenn die Höf­lich­keit gebie­tet zu war­ten, bis es mir vom "Älte­ren" ange­bo­ten wird) lite­ra­ri­schen Ergüsse. Es begann damit, daß ich wäh­rend einer lang­wei­li­gen Fahrt mit der Deut­schen Bahn die zuvor müh­sam zusam­men­ge­such­ten Moped­zeit­schrif­ten sich­tete. Ich blieb an einem etwas edler auf­ge­mach­ten Heft hän­gen, in dem ein mir unbe­kann­ter Autor von sei­nem (ers­ten?) Aus­flug auf die Nord­schleife mit der damals noch recht neuen KTM RC8 berich­tete. Seine Aus­füh­run­gen über bren­nende Auto­wracks am Stre­cken­rand und ziel­stre­big in die Bota­nik ein­schla­gende Kawa­sa­ki­trei­bern erin­nerte an das fatale Gefühl, daß einen über­fällt, wenn man 8h zu spät zu einer Jung­ge­sel­len­ab­schieds­party erscheint und bedau­er­li­cher­weise selbst stocknüch­tern ist. Glück­li­cher­weise mache ich mir nicht viel aus Bli­cken ande­rer Men­schen. So konnte ich herz­haft lachen, was die neben mir sit­zende ältere Dame lei­der zwei­mal dazu brachte, vor Schreck ihr Kuchen­stück von der Gabel zu zit­tern. Die Kaf­fee­tasse ver­fehlte sie dabei lei­der, wodurch mir wei­tere Unter­hal­tung ver­wehrt blieb. Ande­rer­seits hätte ich mei­nem Zwerch­fell keine wei­te­ren Tor­tu­ren zumu­ten dürfen.

Aber zurück zum mir damals noch unbe­kann­ten Schrei­ber­ling. Er hat mich mit die­ser herz­er­wär­men­den Geschichte genö­tigt, ein Abon­ne­ment abzu­schlie­ßen, was auch im Nach­hin­ein betrach­tet eine gute Idee war. So ver­passte ich nicht die Aus­füh­run­gen zu den Vor­zü­gen einer frü­hen Mille und der pas­sen­den Wahl eines Kose­na­mens für's eigene Bike, auch wenn ich selbst "Sturz­schlampe" bei einer ital. Bella für unpas­send halte, aber das ist ja Geschmacks­sa­che. Wie auch bei schot­ti­schen Wäs­ser­chen, wo ich die Erzeug­nisse von Islay denen der Isle of Skye vorziehe.

Es brauchte nur wenige Arti­kel, um bei neuen Hef­ten schon nach weni­gen Sät­zen zu wis­sen, wer der Urhe­ber eines Rei­se­be­richts war. Die­ser schöne Bericht über die Flucht vor Mes­se­ver­pflich­tun­gen in die ver­meint­li­che Ruhe und Abge­schie­den­heit  der Berge, die nur durch die Igno­ranz gegen­über der weib­li­chen Befind­lich­keit etwas getrübt und durch die Unbe­küm­mert­heit im Umgang mit psy­cho­pa­thi­schen Ein­hei­mi­schen bei­nahe gefähr­lich wurde. Der nun mitt­ler­weile nicht mehr unbe­kannte Autor brachte mich sogar dazu, tech­ni­sche Aus­las­sun­gen über die Trak­ti­ons­kon­trolle der BMW 1000 RR zu lesen. Mehr­fach, denn ich hatte das Gefühl, da schreibt einer, der selbst das Kon­zept ver­stan­den hatte. Ich selbst ver­stand etwa die Hälfte, obwohl ich zu dem Zeit­punkt seit 3 Semes­tern für Elek­tro­tech­nik ein­ge­schrie­ben war. Aber ich war öfter im Scotch Club als in der Uni zuge­gen, inso­fern muss ich die Schuld für mein Unver­ständ­nis wohl auf mich neh­men. Der Mann über­zeugte also auch noch durch Sach­ver­stand und tech­ni­sches Verständnis.

Seit letz­tem Jahr fie­bere ich nun der Monats­mitte ent­ge­gen und blät­tere fie­ber­haft nach den Ergüs­sen die­ses Schrei­ber­lings und grinse bereits über's ganze Gesicht, noch bevor ich zu lesen begon­nen habe. Vor kur­zem hat mir eine Bekannte (Mil­le­trei­be­rin) ein mir bis dato unbe­kann­tes Moped­heft ans Herz gelegt. Sie schwärmte von den coo­len Arti­keln und den gei­len Typen, die das Heft fabri­zier­ten. Naja, ich bin ja für Neues offen und so griff ich auch hier ein­mal zu. Ein­fach mal mit­tig auf­ge­schla­gen... 24h von Le Mans. Nett, Endurance mag ich ja. Dann die ers­ten Sätze gele­sen. Hmm, stimmt, die schrei­ben schon recht locker. So frisch von der Leber weg. Und dann, tja, der Autor heißt also Cle­mens. Ungläu­big wan­dern die Augen zum obe­ren Sei­ten­rand. Text, Fotos, ach ja, hier also auch. Das Dasein als freier Mit­ar­bei­ter bedingt, daß man nicht nur einen Arbeit­ge­ber (an)schafft. Nun muss ich mir also zwei Hefte zu Gemüte füh­ren. Oder schreibst Du noch für andere, käuf­li­che Tex­ter­zeug­nisse? Und hast Du die Texte von der Nord­schleife und dem Alpen­ur­laub noch? Nor­ma­ler­weise hebe ich die Hefte oder guten Texte immer auf, aber ein geöff­ne­tes Dach­fens­ter und ein kräf­ti­ger Som­mer­re­gen haben lei­der die­ses Vor­ha­ben unter­wan­dert... Ich könnte natür­lich viel Zeit und Arbeit inves­tie­ren, um nach­träg­lich her­aus­zu­fin­den, in wel­chen Hef­ten die Texte ver­öf­fent­lich waren. Oder ich könnte im Tausch gegen ent­spre­chende pdf-Dateien eine schö­nen, dop­pel­ten Dram eines 1986er Talis­kers (Dou­ble Matu­red) in der Distil­lers Edi­tion anbie­ten. Alter­na­tive einen 7 jäh­ri­gen Laphroaig, Sin­gle Cask in cask strength (irgend­et­was zwi­schen 55 — 62 %, die Fla­sche ist lei­der nicht gela­belt — Club­ab­fül­lung). Deal?

P.S: Schö­nen Gruß an den Kol­le­gen Gross­hans. Der Mann hat's auch drauf.

Der Leser­brie­fon­kel dealt: Beste­chun­gen die­ser Art sind hier immer will­kom­men. Werde dafür sor­gen, dass die Alpen­ge­schichte zügig hier gepos­tet wird, sobald die Scotch­lie­fe­run­gen ein­ge­trof­fen sind. Die Story vom Nür­burg­ring (ja, es war das erste Mal) jedoch ent­stand wäh­rend mei­ner Fest­an­stel­lung bei MO unter Zuhil­fe­nahme zweier Foto­gra­fen, einer davon der Barm­her­zige per­sön­lich. Die kann ich also nicht so ohne Wei­te­res raus­rü­cken, es war aller­dings in MO 10–2008. Man kann die­ses Heft online noch nach­be­stel­len. Kol­lege Groß­hans freut sich über Heft­be­stel­lun­gen fast genauso wie über Lob, das ich ihm unmit­tel­bar wei­ter­ge­reicht habe.

Prostitution

Wil­helm Bre­mer über die Har­ley Sports­ter Forty-Eight:

Cle­mens, das ist alles nicht ganz so ein­fach! Vor 5 Jah­ren hätte ich Dei­nem Kom­men­tar über die Har­ley wohl ohne Vor­be­halt zuge­stimmt. Heute nicht mehr! Motor­rä­der ver­kau­fen sich  nicht nur mit Funk­tion, son­dern auch, oder vor allem, mit Emo­tion. Für die Motor­rad­fah­rer, die Ihr Zwei­rad auch wirk­lich art­ge­recht nut­zen wol­len heißt das wohl: Funk­tio­na­li­tät, Rei­se­taug­lich­keit, Schräg­la­gen­frei­heit, Unter­halts­kos­ten, Wie­der­ver­kaufs­wert, Spaß­fak­tor und  Sportlichkeit.

Und nun zur ver­meint­lich dunk­len Seite der Macht: Für die Motor­rad­fah­rer, die ihr Zwei­rad nicht so nut­zen wol­len, wie „die ech­ten Motor­rad­fah­rer“ (zu denen wir uns selbst­ver­ständ­lich zäh­len): Cool­ness­fak­tor, Sta­tus­sym­bol, Sound­ef­fekt, Öffentlichkeitswirkung.

Nun hat zunächst ein­mal Harley-Davidson es ver­stan­den, der gest­ri­gen, heu­ti­gen und mor­gi­gen Kund­schaft Motor­rä­der zu geben, die sie wol­len! Schon mit dem Ohr für den Kun­den lie­gen sie ganz weit vorne, da andere Her­stel­ler die emo­tio­nal bela­de­nen Modelle ein­stel­len und nur noch Motor­rä­der bauen, mit denen Sie über Stück­zahl an das Geld von Herrn oder Frau Bie­der­mann kom­men. Damit hat es Har­ley geschafft, MV Agusta zumin­dest auf bestimmte Zeit das Über­le­ben zu sichern! Die Bru­tale werde Ich mir an die­sem Sams­tag in der Eifel mal zur Brust nehmen.

Also wei­ter im Text: Du fin­dest die Har­ley scheiße, das ist eben so! Aber Du hast Dich, an mei­nen Ansprü­chen gemes­sen, pro­sti­tu­iert, als Du für Geld und nicht aus freien Wil­len (das ist übri­gens fast das Ein­zige, was die Men­schen vom Schim­pan­sen unter­schei­det) auf die­ses Eisen gestie­gen bist. Und wenn man nicht grund­sätz­lich ver­neint, dass es intel­li­gen­tes Leben auf der Erde gibt, dann könnte man auch zu dem Schluss kom­men, dass die­ses Motor­rad exis­tiert, weil es Men­schen gibt, die es kau­fen und damit glück­lich sind. Ich kann es jeden­falls nachvollziehen.

Wer nur zum Mar­ken­tref­fen, zur Eis­diele oder zur Ent­span­nung  mit so einem Gerät auf die Straße möchte, der soll es tun! Wenn ich kurz mein Gedächt­nis anstrenge, dann komme ich zu dem Ergeb­nis, dass mich die Har­ley­fah­rer die letz­ten Jahre meis­tens nur mit Ihrer Laut­stärke beläs­tigt haben, nicht mit Ihrem Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr. Ich habe dass bestre­ben, für jeden Zweck ein­mal das rich­tige Motor­rad in der Garage ste­hen zu haben.Wenn es der Kon­to­stand zulässt, dann wird irgend­wann auch ein­mal eine Har­ley darin zu fin­den sein für die Crui­ser­runde um den Kirchturm.

Also ein wenig Tole­ranz und Ein­füh­lungs­ver­mö­gen für die Mop­ped­fah­rer mit dem komi­schen Lenk­kopf­win­kel  ist gele­gent­lich viel­leicht auch ange­bracht. Ich gehe davon aus, dass Dein Bericht in der MO ent­spre­chend for­mu­liert sein wird. Ich hoffe, Du wirst die Berichte hier in dei­nem Revier wei­ter­hin so unge­schminkt schrei­ben. Sollte die Qua­li­tät diese Bei­trags zu wün­schen las­sen, so liegt das wohl daran, dass kein  Sin­gle Malt  mehr da war  ; ) Aber dann kannst Du mir ja eine Charge schi­cken ; ) Wei­ter so!

Der Leser­brie­fon­kel stimmt zu: Ja, lie­ber Wil­helm, die Bru­tale sollte man unbe­dingt fah­ren. Und natür­lich gibt es, wie ich sel­ber schrieb, einen Hau­fen emo­tio­nale Gründe, Har­leys zu fah­ren. Ich seh nur den Zwang nicht, wieso ich das unbe­dingt gut fin­den soll. Ich kann mit die­sen Eimern über­haupt nix anfan­gen, des­halb lasse ich ja einen Sportster-Fan die Arti­kel­aus­sa­gen für MO machen, eine geniale Idee, die mir eine wun­der­bare Frau gege­ben hat (hallo Du!). Den Schuh mit der Pro­sti­tu­tion zie­hen wir uns übri­gens gern und sofort an, sobald Du schlüs­sig dar­legst, dass es in Dei­nem Job (für den Du ja eben­falls Kohle krisst) kei­ner­lei Län­gen oder Unan­nehm­lich­kei­ten gibt, keine bescheu­er­ten Kol­le­gen und keine lang­wei­lige Fleiß­ar­beit wie Akten sor­tie­ren. Bis dahin geh ich ein­fach davon aus, dass 99,99 Pro­zent der Bevöl­ke­rung grö­ßere Huren sind als wir.

Geschmiert? Misstrauen.

Edgar Hen­ges­bach aus Mann­heim kom­men­tiert die letzte Ölung:

Hef­tige Schrau­be­rei hielt mich die letz­ten zwei Monate vom Kom­men­tie­ren dei­ner Erzeug­nisse ab. Das wird dir ange­nehm auf­ge­fal­len sein, oder eher viel­leicht auch gar nicht. Neu in mei­ner Bas­tel­bude stand eine 28 Jahre alte Yamaha XJ 550, wel­che nach inten­si­ver Zuwen­dung mei­ner­seits nun den IPN (indi­vi­du­el­len Personen-Nahverkehr) bei mir auf­ge­nom­men hat.

Ohne diese Umschweife hätte uns das jetzt nicht auf dein Thema vom letz­ten Mitt­woch gebracht: „Pro Oiler: die letzte Ölung. Die Kette muss geschmiert wer­den...“  Dein bel­gi­sches Gerät­chen ist tadel­los durch­kon­stru­iert, aber alles andere als eine sau­bere Lösung. Ich wun­dere mich wie­der ein­mal. Ers­tens, welch ver­schlun­gene Wege Kon­struk­teure gehen, um dann doch wie­der bei einem hun­derte Jahre alten maschi­nen­bau­tech­ni­schen Prin­zip anzu­kom­men, der Ver­lust­schmie­rung. Und Zwei­tens, mit wel­cher Selbst­ver­ständ­lich­keit die Nut­zer moder­ner Ket­ten­krä­der hin­neh­men, was die­ser Ana­chro­nis­mus ihnen an per­sön­li­chem Enga­ge­ment abfor­dert. Zubehör-Ständer, Zubehör-Schmiersysteme, Zubehör-Schmiermittel, Zubehör-Reiniger, das ist dele­gie­ren von Pro­blem­lö­sun­gen. Gibt´s ein Bei­spiel, wel­che Bran­che das bes­ser kann? Ich glaube kaum.

Der­art von den Her­stel­lern in die Knie gezwun­gen, mit der Sprüh­dose in der Hand, traf mich die Kunde der rela­ti­ven Erlö­sung: auf der Web­site http://www.carbonforbikes.com/ bahnt sich eine Ent­wick­lung an, wenigs­tens die Fol­gen der Ver­lust­schmie­rung men­schen­wür­dig zu gestal­ten. Selt­sam finde ich, dass man so wenig dar­über hört und vor allem liest. Bist du oder warst du infor­miert? Läuft so etwas bei einem Fach­blatt im Test? Hat die Sache einen Haken? Ist Miss­trauen ange­sagt? Ich meine, über das Übli­che hinaus.

Vor eini­gen Wochen fragte ich bei der Schunk-Gruppe nach pas­sen­den Anbau­sets für den Fest­schmier­stoff  für meine bei­den Ketten-Bikes. Wie erwar­tet, gibt es keine für solch alten Geräte. Auf meine nächste Frage, ob man mir denn die Schmier­mit­tel­klötze lie­fern möchte, damit ich mir die Hal­te­run­gen sel­ber baue, bekam ich einen nega­ti­ven Bescheid. Aller­dings mit der Auf­for­de­rung, doch einen Gestal­tungs­vor­schlag ein­zu­rei­chen. Da ich nicht die Absicht habe, hono­rar­frei Kon­struk­ti­ons­ar­beit zu leis­ten, werde ich wohl eins von den Bandit-Dingern kau­fen und umstri­cken. Und bis dahin Pro­fiD­ryLube sprü­hen. Ich habe ja Bikes mit Haupt­stän­dern. Gelobt sei Bau­jahr ´82.

Der Leser­brie­fon­kel hat schon gefragt: Aber auch nichts bekom­men, zumin­dest nicht für den MO-Dauertester Kawa­saki ZX-6R. Es gibt aller­dings eine Vari­ante fürs BMW Super­bike, das nächste Woche kommt, viel­leicht klappt das ja.

Kinder auf Futura kriegen

Wil­helm Bre­mer über den Oxford-Fetischgürtel:

Mit schmun­zeln habe ich dei­nen Kom­men­tar über die Oxford-Haltegriffe kon­su­miert, der Ein­fluss von nord­deut­schem Gers­ten­saft und bri­ti­schem Edel­fu­sel war kaum zu über­le­sen. So etwas ähnli­ches hatte ich mir letz­tes Jahr ange­schafft, um mei­nem 10-jährigen Filius eine Mög­lich­keit zu bie­ten, nach Beschleu­ni­gungs­or­gien nicht per Anhal­ter nach Hause fah­ren zu müs­sen. Das hätte zwei­fels­ohne zu einer ermü­den­den Dis­kus­sion mit sei­ner Mut­ter geführt. Aber ich muss geste­hen, dass der Kauf des SM-Spielzeugs über­flüs­sig war. Der Filius ist durch­aus dazu in der Lage, sich fes­ten Sitz an den seri­en­mä­ßi­gen Hal­te­grif­fen mei­ner RST Futura zu verschaffen.

Wäre das nicht der Fall , so wäre es mir aller­dings auch scheiß­egal gewe­sen, die sexu­el­len Überg­riffe der kut­ten­tra­gen­den Fern­fah­rer abweh­ren zu müs­sen, weil das immer noch bes­ser ist als zuhause zu hocken, weil Filius ein ungu­tes Gefühl auf mei­nem Motor­rad ent­wi­ckelt und des­halb lie­ber mit der PS3 zockt als mit Papa sei­nem Hobby zu frö­nen, wäh­rend Mama harte Devi­sen für die Haus­halts­kasse ver­dient. Es gibt also tat­säch­lich auch Motor­rad­zu­be­hör, und sei des­sen Nutz­wert nüch­tern betrach­tet gleich null, bei denen man die homöo­pa­thi­sche Wir­kung auf das Indi­vi­duum oder des­sen Mitfahrer/in nicht unter­schät­zen sollte. Bei knatsch­gel­ben Warn­wes­ten hört dann aber auch bei mir jeg­li­che Tole­ranz auf.

Und mir schwirrt noch immer Deine Lob­hu­de­lei über die Sprint ST 1050 im Groß­hirn herum. Lei­der hab ich das Ding bist heute noch nicht erfah­ren kön­nen, aber dass muss ich wohl unbe­dingt nach­ho­len um die Bezie­hung zu mei­ner RST über­prü­fen zu können.

Der Leser­brie­fon­kel hakte nach: Wil­helms Gurt war von Polo und kos­tete 16,95 Euro. Es gibt sie also bereits in den gro­ßen Ket­ten. Setze ein Glas Scotch nach Wahl aus Cle­mens Gleichs Sprit-Schrank (Selbst­ab­ho­lung) als Beloh­nung für jedes brauch­bare Foto sol­cher Gurte in freier Wild­bahn aus.

Die Sprint ST ist ein wür­di­ger Nach­fol­ger für eine Futura. Gerade fährt Tri­umph in Eng­land mit getarn­ten Nach­fol­gern ihres Sport­tou­rers herum, auf des­sen Eck­werte zu war­ten sich loh­nen könnte: Street Triple (mit und ohne R), Day­tona 675, Tiger 1050, Speed Triple, Rocket 3 — die Bri­ten sind, wie wir Bran­chen­ex­per­ten sagen "gut auf­ge­stellt" und haben sich dar­auf ein­ge­schos­sen, Motor­rä­der zu bauen, die der Leser­brie­fon­kel extrem gut findet.

Mit schmun­zeln habe ich dei­nen  Kom­men­tar  über die Oxford Hal­te­griffe kon­su­miert, der Ein­fluss von nord­deut­schem Gers­ten­saft und bri­ti­schem Edel­fu­sel war kaum zu überlesen.

So etwas ähnli­ches hatte ich mir letz­tes Jahr  ange­schafft, um mei­nem 10 jäh­ri­gen Filius eine Mög­lich­keit zu bie­ten nach Beschleu­ni­gungs­or­gien nicht per Anhal­ter nach Hause fah­ren zu müs­sen.
Das hätte zwei­fels­ohne zu einer ermü­den­den Dis­kus­sion mit sei­ner Mut­ter geführt.

Aber ich muss geste­hen das der Kauf  des SM Spiel­zeugs über­flüs­sig war. Filius ist durch­aus dazu in der  Lage sich fes­ten Sitz an den seri­en­mä­ßi­gen Hal­te­grif­fen mei­ner RST Futura zu verschaffen.

Wäre das nicht der  Fall , so wäre es mir aller­dings auch scheiß­egal gewe­sen die sexu­el­len Überg­riffe der kut­ten­tra­gen­den Fern­fah­rer  abweh­ren zu müs­sen, weil das immer noch  bes­ser ist als Zuhause zu hocken weil Filius ein ungu­tes  Gefühl auf  mei­nem  Motor­rad ent­wi­ckelt und des­halb lie­ber mit der PS3 zockt  als mit Papa sei­nem Hobby zu frö­nen wäh­rend  Mama harte Devi­sen für die Haus­halts­kasse verdient.

Es gibt also tat­säch­lich auch Motor­rad­zu­be­hör, und sei des­sen Nutz­wert nüch­tern betrach­tet gleich null, bei denen man die homöo­pa­thi­sche Wir­kung auf das Indi­vi­duum oder des­sen Mitfahrer/in nicht unter­schät­zen sollte.
Bei knatsch­gel­ben Warn­wes­ten  hört dann aber auch bei mir jeg­li­che Tole­ranz auf.

Und mir schwirrt noch immer Deine Lob­hu­de­lei über  die Sprint ST 1050 im Groß­hirn herum.
Lei­der hab ich das Ding bist heute noch nicht erfah­ren kön­nen, aber dass muss ich wohl unbe­dingt nach­ho­len  um die Bezie­hung  zu mei­ner RST  über­prü­fen zu können.