Messen. Messen!

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 20.10.2015

Messen geben einen ganz guten Eindruck von dem, was sich die Christen des Mittelalters unter der Hölle vorstellten: Es ist knallevoll, heiß und man wird gefoltert. Deshalb vermeide ich sie, aber ich vergesse auch offenbar zu schnell. Denn dieses Jahr war ich nicht nur auf der Buchmesse, sondern auch (Achtung, umgekehrte temporale Reihenfolge) auf der IAA. Es war erstaunlich scheiße in beiden Fällen. Auf der Buchmesse wollte ich die neueste E-Reader-Generation ausprobieren, fand solche Geräte aber nirgends. Auch sonst gab es dort nichts, was es nicht schon 1990 gab, nur vielleicht etwas mehr Cosplayer. Von der IAA machte ich ein Video, das zusammen mit der Buchmesse eindeutig und unzweifelhaft belegt, dass ich einfach nicht der Typ für Messen bin:

The Merch is strong in him

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 20.10.2015

Es kommt ein neuer Star-Wars-Teil! Ich war nie besonders anfällig gegenüber Merchandising, aber kürzlich habe ich mir einen BB-8 gekauft, ihn wieder verkauft, weil man dazu ein neueres Smartphone bräuchte, und jetzt hängt er im DHL-Vakuum irgendwo fest. Ich hab für Volker dazu was in die aktuelle c’t geschrieben (#23) und für Youtube etwas gefilmt:

Gefahren: Harley-Davidson Livewire

Clemens Gleich in Kategorie(n) , , - 18.08.2015

Elektromotorräder sind eine noch viel schwierigere Sache als Elektroautos. Ein Elektroauto wird total toll, solange es sich in vorhergesehenen Bahnen bewegt, in denen die geringe Energie des Akkus nebst der Reichweite langt. Es wird nervenaufreibend, wenn etwas dazwischenkommt, und da kann es schon genügen, in die falsche Richtung auf eine Autobahn aufzufahren. Been there. Done that. Beim Motorrad dagegen fahren wir selten, nur um anzukommen. Wir fahren, weil wir maschinenunterstützt streunern wollen. Streunern bedeutet “mal sehen, was da kommt”, es lebt von der Überraschung. Ein Akkukrad überrascht dich nicht, sondern sagt einfach nach kurzer Zeit: “So, das wars.” Eine Lösung hat KTM mit dem Ansatz “Sportgerät im Kurzzeiteinsatz” (Freeride E). Eine andere Lösung hat Harley: Ihre Kunden fahren in Europa bevorzugt sowieso nur kurze Strecken. Und die kann man auch elektrisch toll in Szene setzen. Die Livewire ist die beste Harlay evar.

Fickenscheißdrecks-EnBW

Clemens Gleich in Kategorie(n) , , - 28.07.2015

Die Tage fuhr ich zur elektrischen Harley-Davidson Livewire am Hockenheimring mit dem elektrischen Renault ZOE, weils mir so passend schien. Das Auto funktionierte super. Die Ladesäulen funktionierten scheiße.

Nachts um halb vier in Garmisch

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 13.07.2015

Was werden sie nur alle über die BMW Motorrad Days in Garmisch schreiben, dieses große Fest, auf dem sich BMW von seiner besten Seite zeigen will? Immer dasselbe natürlich: “Es war voll luschdig, und die Hendl waren läggor.” Wer keinen Standdienst hat, geht eigentlich nur pro forma und zum Spaß hin. Die Hendl sind ja wirklich läggor. Es ist wirklich lustig. Chris Pfeiffer kann ich mir jedes Mal wieder anschauen. Und ein Mal im Jahr Bierzelt brauche ich für meinen Vitaminhaushalt. Weniger wäre gefährlich, mehr wäre unaushaltbar mit der neuen Generation von Trachtendeppen. Ich hatte als Bub eine Lederhose, und der Wasen in Stuttgart (another Bierzeltfest) taucht meine unschuldige Kindheit revisionistisch in Schande. Eigentlich gehe ich hauptsächlich nach Garmisch, weil es mein Heimweh kurz kuriert. Jedes Jahr denke ich beim Latschen an der Bahndammwiese entlang: “Irgendwann musst aber wirklich zurück nach Bayern gehen”, und wenn ich alt bin, werde ich das wahrscheinlich allerspätestens tun. In Bayern hat das Motorradl einen ganz anderen Stellenwert, weil die Straßen dort einen ganz anderen Stellenwert haben als in sagen wir: Brandenburg. Das wunderbare Franken gehört rein politiktheoretisch ja auch irgendwie zu Bayern, und Thüringen gehört kulturell zu Franken. Vielleicht zeichne ich mal eine Karte “Clemens’ nützliche Übersicht der deutschen Länder”. In Stuttgart hält man es ja unter anderem deswegen so gut aus, weil B-W wie Bayern außer Hightech-Industrie auch schöne Motorradstraßen hat. Auf jeden Fall habe ich Garmisch genutzt, um Sebastian endlich mal Motorradfahren zu zeigen, denn in Garmisch gibt es ein BMW-gesponsertes Fahren ohne Führerschein und es kommen viele nette Motorradfahrer an den Hausberg. Das habe ich gefilmt:

Meinen Respekt für Toby, der mit mir bis halb vier übers Gelände stolperte auf der Suche nach den letzten offenen Bierausgabestellen und eine Nachricht für Alan: Sie haben gleich ein zweites Mal den Summer of 69 gespielt. Da wusste dann auch ich, dass sie uns loswerden wollten.