Frieden mit dem Muttipanzer

Clemens Gleich - 30.07.2014

So oft wurde mir jetzt schon nahegelegt, ich solle doch mal einen großen SUV fahren, einen echten Muttipanzer wie den Porsche Chantal und nicht nur Armeleuteware wie den Audi Q3. Einen BMW X6 am besten, und dann ab damit in ein Wintersportressort, in dem wir ganz viel Schnee konsumieren, bevor wir einen Test publizieren, der sich gewaschen hat. Jetzt habe ich diesen Nagern nachgegeben: 

Mein erstes Mal SUV fahren

My Job

Clemens Gleich - 29.07.2014

Im September 2013 stand ich auf einem sehr durchweichten englischen Acker, weil Universal zum DVD-Release von „Fast and Furious 6″ einen Pressebespaßungs-Termin angesetzt hatte, bei dem Journos Panzer fahren konnten. Die „Grip“ schickte mich damals hin, in der frommen Hoffnung, man könne auf einem Pressebespaßungstermin arbeiten. Diese fromme Hoffnung führte meinen Fotografen an den Rand des Wahnsinns, weil er die vollkommene Vergeblichkeit solcher Termine noch nicht kannte, aber immerhin konnte ich unerwarteterweise plötzlich Regisseur Justin Lin interviewen. Jetzt gibt es die Grip nicht mehr, aber ich fand soeben auf der Speicherkarte aus der Kamera das Interview-Video mit Herrn Lin.

Er fährt einen Aston Martin Rapide mit Kindersitz

Wir Streuner

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 27.07.2014

Ich glaube, viele Technikfreunde wie ich hätten gern einen elektrischen Antrieb im Motorrad. Das Erlebnis Freeride E war super. Die Energiefrage bleibt jedoch fürs Streunern weiterhin ungelöst. Quer durch Deutschland mit dem Krad brunseln und nach 500 km irgendwo zum Feierabendbier einlaufen, das ist mein Motorradfahren, und das geht mit heutiger oder morgiger Technik halt ned elektrisch. Ich freue mich auf die Serienversion der KTM Freeride E, die Ende des Jahres endlich ausrollen soll (mal wieder), ich hoffe auf eine gescheit gemachte Stadt- oder Hallen-Supermoto, und ich sehe mir zwischenzeitlich mit Verwunderung Nonsense-Maschinen wie die Brammo Empulse R oder die Energica Ego an:

Die braucht halt auch kein Mensch.

„Werden die zur Lobeshymne gezwungen?“ „Nein.“

Clemens Gleich in Kategorie(n) , , - 26.07.2014

Eins meiner Beobachtungs-Hobbys: Menschen beim positiv und höflich sein zugucken. Es ist überall gesellschaftliche Konvention, zuerst höflich und nett und kategorisch positiv zu kommunizieren, was sich Profis im gestaltenden Gewerbe abgewöhnen müssen, damit sie ihre Arbeit tun, aber in der Folge keine Kritik an Amateure mehr geben können, weil die dann weinen müssen. Es ist normalen Menschen einfach zu unerwartet, die Antwort „Das ist so mittel.“ zu kriegen. Jetzt gibt es ein schönes, ungewolltes Beispiel: Smart USA startet immer mal wieder Aktionen mit Versuchspersonen, so auch beim eben vorgestellten neuen Modell. Im Vorlauf dessen wollten sie zeigen, wie absurd große Stadtautos sind. Sie haben jedoch viel mehr gezeigt, dass Menschen zunächst mal alles höflich toll finden. Riesiger Smart? Oh, ja, super. Deshalb hier das Video, damit mal ein bisserl Erwartungsdruck von Fahrzeugjournos genommen wird. Es erstaunt mich überhaupt nicht, dass wir fast alle fast alles fast perfekt finden. Es erstaunt mich höchstens, dass jemand gelegentlich genügend Antihöflichkeitstraining absolviert hat, um überhaupt mal Kritik zu äußern.

Medieneulen spiegeln

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 25.07.2014

Als ich verwundert durch die geriehlongschte PS geblättert hatte, fragten mich Menschen mit einem Faible für das Böse, ob ich das jetzt öfter mache, vielleicht mit einer Auto Bild oder so. Nein. Ich habe mich jahrzehntelang erfolgreich gegen jedes Geld gewehrt, indem ich NIEMALS das tat, was sich Leute wünschen, sondern immer nur das, was ich mir selber wünsche. Mein Egoismus ist so groß, dass ich im Winter damit heizen kann, was Einstein damals so zusammenfasste E(goismus von Clemens) = mc². Böse sein, diese Dunkle Seite ist eh viel zu stark in mir. Doch auch ohne (gut: ausschließliche) Bosheit gibt es immer wieder interessante Fischzüge vom Fluchhafenkiosk, und die bespreche ich jetzt doch:

Pimmelparasiten, Kindermörder, Bio-Mädchen und Timo Großhans