Ich wandere aus auf die Affeninseln

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 21.05.2014

In letzter Zeit war ich öfter in Großbritannien — in Schottland, Irland und natürlich immer wieder in London. So verschieden die Völkchen an diesen Orten auch sind, es eint sie eine Leichtigkeit im Geiste. Sie nehmen sich selber nicht so ernst, deshalb gibt es das Ventil des britischen Humors, der stressige Situationen sozial entschärfen hilft. Bei uns geht es meistens überhaupt nicht, über eine dämliche Situation auch noch Witze zu reißen. Obwohl ich ein eher typischer Deutscher bin, fällt mir überhaupt kein deutsches Überdruckventil für soziale Stresssituationen ein, was erklären hülfe, warum wir immer alle so angespannt sind. Angespannt sehen wir zuallererst: Probleme! Da! Etwas Neues! Aber da gibt es PROBLEME damit! Das geht dann doch nicht so einfach, süffisalieren wir dahin, da muss man erstmal … Die Briten dagegeben machen mehr, Ärmel rauf, hochkoffeinierten Tee rein, und dann ran an den Speck. Die Ergebnisse sind oft weniger durchdacht, oft werden Probleme erst spät in der Entwicklung gesehen statt wie bei uns vor jeder Entwicklung. Aber es sind Ergebnisse! Mir ist ein verpfuschter Versuch noch jeden Tag lieber als dreißigtausend Nichtversuche wegen Problemen vorab. Die Deutschen sterben nicht aus, weil sie nicht ficken würden, sondern sie sterben aus, weil sie vor dem Kinder kriegen erstmal alle Probleme der Welt, die auftreten können, recherchieren und es deshalb dann lieber lassen. Genauso tun wir es mit Ideen. Zur North West 200 gibt es jedes Jahr einen BBC-Helikopter und einen Live-Stream. Die IDM bei uns dagegen filmt zwar alles, zeigt es aber keinem. Super. Ich glaube, ich muss auswandern.

Aber vorher verbrenne ich meinen Pass. 

Gay Eagles Bikes and More

Clemens Gleich - 16.05.2014

Man sollte so wenig wie möglich umziehen im Leben, wissen alle schlauen Männer. Im Zeitscheibenverfahren zwischen Arbeitsaufträgen umziehen sollte man überhaupt nicht machen, möchte ich dazu anmerken. Da liecht kein Segen drauf. Immerhin sitze ich jetzt am Kabelmodem mit 100 MBit (Yay!) und Timo Großhans hat mal wieder einen seiner philosophischen Texte geschrieben (Doppel-yay!). Er sinniert über die Bedeutungsebenen des Adjektivs „schwul“ vor dem gesellschaftlichen Hintergrund von Heino und Jan Delay. Ach ja, und: 

E-Bikes sind voll schwul

Always move fast…

Clemens Gleich - 04.05.2014

…you never know what’s catching you up. <- Der Sinnspruch meines Lieblingsverbrechers Moist von Lipwig. Aktuell bewegt sich an der Oberfläche dieser Seite sehr wenig, aber es ist das berühmte Entensyndrom: Oben ganz ruhig, aber unsichtbar im Wasser paddelt das Vieh wie ein Ficker. Ich bin diese Ente, denn ich ziehe nach meinem eher logischen Serverumzug gerade auch physikalisch um, richtig mit Unterhosen. Gleichzeitig arbeite ich an Änderungen, die schon lang fällig sind: Ein neues, großzügigeres Layout zum Beispiel oder mein Kirschenkistenkassensystem: Es wird Artikel geben, unter denen man man Geld in einen Schlitz am Bildschirm einwerfen kann, wenn man in Zukunft solche etwas aufwendigeren Sachen wieder lesen möchte. Wenn nicht, bleibt es halt beim bisherigen Betrieb. Es ist die Basisdemokratie des kleinen Kapitals! Doch auch während meines Umzugs will ich keinem Kapitalisten die beste Kapitalanlage in Euro vorenthalten, die es derzeit gibt:

Den Sea-Doo Spark

Kunstfreitag

Clemens Gleich - 18.04.2014

Mein Vater hat immer gesagt „Kunst kommt von können“. Wer schöne Dinge für ein Publikum produziert, wird das bestätigen können. Wer sich jedoch selbst ein bisserl zu wichtig nimmt, weicht meistens aus auf: „ALLES ist Kunst!“ Sogar das hier. Irgendwo dazwischen liegt die Honda NM4 Vultus, ein in Kleinserie produziertes künstlerisches Designprojekt aus Japan:

Deshalb gibt es eine Vultus

Nippon Banzai!

Clemens Gleich - 15.04.2014

Grad komme ich zurück von einer sehr kalten Probefahrt mit der Yamaha MT-09. Ja, ich weiß, ich bin der letzte, der dieses Teil ausprobiert hat, aber trotzdem: wie geil! Dark Side of Japan is offenbar die Right Side of Japan. Nicht versuchen, Europäer nachzuäffen, sondern sich in der eigenen Seltsamkeit suhlen. Dann sind sie am besten, die Nihon-Insulaner. Eine weitere gute Nachricht: Honda suhlt sich in der eigenen Geschichte und baut die neue VFR 800 F so nahe wie ökonomisch möglich an die VFR 750 damals heran. Einen größeren Gefallen hätten sie allen VFR-Fans kaum tun können.

So fährt die 2014er VFR aus den Neunzigern