Always move fast…

Clemens Gleich - 04.05.2014

…you never know what’s catching you up. <- Der Sinnspruch meines Lieblingsverbrechers Moist von Lipwig. Aktuell bewegt sich an der Oberfläche dieser Seite sehr wenig, aber es ist das berühmte Entensyndrom: Oben ganz ruhig, aber unsichtbar im Wasser paddelt das Vieh wie ein Ficker. Ich bin diese Ente, denn ich ziehe nach meinem eher logischen Serverumzug gerade auch physikalisch um, richtig mit Unterhosen. Gleichzeitig arbeite ich an Änderungen, die schon lang fällig sind: Ein neues, großzügigeres Layout zum Beispiel oder mein Kirschenkistenkassensystem: Es wird Artikel geben, unter denen man man Geld in einen Schlitz am Bildschirm einwerfen kann, wenn man in Zukunft solche etwas aufwendigeren Sachen wieder lesen möchte. Wenn nicht, bleibt es halt beim bisherigen Betrieb. Es ist die Basisdemokratie des kleinen Kapitals! Doch auch während meines Umzugs will ich keinem Kapitalisten die beste Kapitalanlage in Euro vorenthalten, die es derzeit gibt:

Den Sea-Doo Spark

Kunstfreitag

Clemens Gleich - 18.04.2014

Mein Vater hat immer gesagt „Kunst kommt von können“. Wer schöne Dinge für ein Publikum produziert, wird das bestätigen können. Wer sich jedoch selbst ein bisserl zu wichtig nimmt, weicht meistens aus auf: „ALLES ist Kunst!“ Sogar das hier. Irgendwo dazwischen liegt die Honda NM4 Vultus, ein in Kleinserie produziertes künstlerisches Designprojekt aus Japan:

Deshalb gibt es eine Vultus

Nippon Banzai!

Clemens Gleich - 15.04.2014

Grad komme ich zurück von einer sehr kalten Probefahrt mit der Yamaha MT-09. Ja, ich weiß, ich bin der letzte, der dieses Teil ausprobiert hat, aber trotzdem: wie geil! Dark Side of Japan is offenbar die Right Side of Japan. Nicht versuchen, Europäer nachzuäffen, sondern sich in der eigenen Seltsamkeit suhlen. Dann sind sie am besten, die Nihon-Insulaner. Eine weitere gute Nachricht: Honda suhlt sich in der eigenen Geschichte und baut die neue VFR 800 F so nahe wie ökonomisch möglich an die VFR 750 damals heran. Einen größeren Gefallen hätten sie allen VFR-Fans kaum tun können.

So fährt die 2014er VFR aus den Neunzigern

Beschwerde beim Deutschen Presserat

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 08.04.2014

Meine erste Beschwerde beim Deutschen Presserat ist durch! Ein Klaus hatte sich vor einiger Zeit fürchterlich darüber empört, dass Angela Merkel meiner Meinung nach ein Schädling an der Eiche Deutschlands ist. Er drückte schnell den Button „Beschwerde einreichen“ auf der Frontpage des Presserats, allerdings vorhersehbar umsonst: Klaus‘ Beschwerde kam schon im Vorverfahren als „offensichtlich unbegründet“ zurück. Der Presserat macht sich sogar die Mühe, den Vorgang für Aufschreiber zu erklären: „Es handelt sich vorliegend um eine satirische Kolumne, in der eine Autorin [sic] aus subjektiver Sicht den Audi Q3 bewertet. Stilmittel der Satire sind Übertreibung, Provokation sowie Ironie.“ Eigentlich ein guter Service, dass der Presserat Beschwerern unser Presserecht erläutert.

Man kann also beim Presserat schonmal keine Maßnahme gegen eine Meinung erreichen, nur weil sie einem nicht gefällt. Ich glaube sogar, dass die Entscheidungen des Presserats generell recht sachlich, nüchtern und meistens fair sind. Deshalb nehmen wir des Gedankenexperiments halber einmal an, dass ich statt unsere Bundesmutti abzuwerten Klaus‘ leibliche Mutter persönlich beleidigt hätte, die nicht in der Öffentlichkeit steht und das so will. Dann hätte der Presserat je nach interner Bewertung einen Hinweis geschickt, eine Missbilligung oder ärgstens eine Rüge ausgesprochen. Eine öffentliche Rüge soll das Medium veröffentlichen. Richtig zwingen kann man es jedoch nicht. Das ist mehr so ein Gentlemens‘ Agreement, und wie bei allen diesen Dingen halten sich nur Gentlemen daran, die eigentlich keine Agreements über Offensichtlichkeiten brauchen.

Eine solche Beleidigung hätte es in keiner vernünftigen Publikation Deutschlands am ersten Gegenleser vorbei geschafft. In fast allen hätte spätestens der Chefredakteur den Stecker so einer Geschichte gezogen. In der Bild hätte es so eine Geschichte geschafft, wenn sie Papier verkauft. Für solche Publikationen gibt es den Presserat. Aber solche Publikationen interessieren sich einen Scheiß dafür, was da missbilligt oder gerügt wird. Ein optimierungsbedürftiges System …

Abgelehnt

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 01.04.2014

Kürzlich habe ich ein Buch von William Goldman übers Drehbuchschreiben gelesen. Darin sagt er das, was jedem Schaffenden gesagt werden muss: Am Anfang wird alles, was dir einfällt, abgelehnt werden. Später verringert sich die Rate auf das Meiste oder mit etwas Glück einfach nur auf viel. Das ist wirklich das tägliche Geschäft in den Medien, und es ist schade, dass Erstautoren es dennoch nie wissen, wenn sie ihre erste Ablehnung erhalten. Wenn das in den Schulen besser gelehrt würde, dann könnte ich auch weiterhin Laien Textfeedback geben. In der Realität musste ich das aufgeben, weil ein professionelles Textfeedback praktisch immer auch Ablehnung enthält („diese Stelle gefällt mir nicht“). Wer jedoch in der Schule gelernt hat, dass jeder toll ist, jeder einen Preis kriegt, jeder immer gewinnt, den trifft die erste Ablehnung wie der Sündenfall: Es wird ein tragischer Akt epischen Ausmaßes. Mein Problem, wie man sieht, ist das Schwafeln, vor allem über Schwänze. Das wird natürlich abgelehnt, aber dann kotze ich es eben in meinem eigenen Haus auf meinen eigenen Teppich:

Porsche-Fahrer gewinnen in Genetik