Superschnellvergleichstests sind billiger

Clemens Gleich - 09.06.2014

Vergleichtests faszinieren mich seit jeher in etwa so stark wie diese grün gepunkteten Käferarten, die grün gepunktete Käfernerds jedes Jahr neu in Amazonien entdecken. Da werden filigrane Argumentationsketten gegeneinander in die noch filigranere Wagschale einsortiert und Kritik in einen wunderwild wuchernden Wall aus diesen komischen Blümchen verwoben, die nach Hundekacke riechen. Den meisten Lesern von Fachzeitschriften gefällt das. Mir nicht. Ich habe ungefähr so viel Geduld wie eine frisch geschlüpfte Fresszelle, deshalb schreie ich nach spätestens vier Waagschalenworten: “SAG MIR EINFACH, WELCHE KISTE AM BESTEN IST!! ARRGG!!” Am besten macht es die Motorpresse, da kann ich zum Ende blättern, wo steht: “Die BMW ist am besten, weil …” Das ist doch alles, was ich wissen will. Als ich für Heise Autos die Ducati Monster 1200 gefahren bin, wollte ich eigentlich zusätzlich für hier einen großen Vergleichstest der Ducati gegen die KTM 1290 Super Duke R und die BMW S 1000 R mit Waagschale und allem produzieren. Leider hat die Zeit nicht gereicht, die Fotos zu schießen, die ich gerne geschossen hätte, also gibt es etwas eigentlich viel Besseres: 

Keinvergleich-Test: Super Duke ist am besten

Auf die derzeit beste Affeninsel, die Isle of Man!

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 01.06.2014

Nachdem ich letztes Jahr den sozialen Faux-Pax beging, mit dem Flugzeug auf die Isle of Man zu fliegen, um kurz das Superbike-Rennen anzuschauen, schwor ich mir, das nächste Mal mit dem Motorrad anzureisen und ausreichend Zeit zum Sauf… Rennen aller Klassen anschauen mitzubringen. In vier Stunden geht mein Flug auf die Man, kurz ein paar Rennen anschauen. Gute Vorsätze, Hölle, und so weiter. Ich habe es versucht, habe ganz verschiedene Ausreden erfunden Geschichten vorgeschlagen für Motorradmagazine, von denen tatsächlich nicht alle sofort verworfen wurden. Nur konnte ich das wegen Umzug und Zahlungsstau finanziell nicht stemmen. Selbständige finanzieren Artikel vor, in der Hoffnung, irgendwann bezahlt zu werden, wenn die Geschichten gut genug waren. Diese Mindestmenge Geld hat für die IOM gefehlt. Ich erinnere mich an eine Spesenabrechnung von der Man damals. Ich glaube, es waren 1800 Euro, fast alles davon Alkohol unausweichliche Ausgaben. Schlussendlich dachte ich mir und denke das immer noch: Lieber beliebig oft einen sozialen Faux-Pas begehen als gar nicht auf der TT erscheinen. Aber das nächste Mal dann echt, gescheit, mit Motorrad!

Während ich auf der Isle of Man hart arbeitend an meinem Bushy’s sitze, wird Alexander (vielleicht, ich hoffe da nur) hart arbeitend an einem schönen neuen Layout sitzen. Was euch schon immer gestört hat, was ihr euch schon immer gewünscht habt in Sachen Gestaltung: Jetzt wäre ein guter Moment, solche Verbesserungen anzuregen.

Ich wandere aus auf die Affeninseln

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 21.05.2014

In letzter Zeit war ich öfter in Großbritannien — in Schottland, Irland und natürlich immer wieder in London. So verschieden die Völkchen an diesen Orten auch sind, es eint sie eine Leichtigkeit im Geiste. Sie nehmen sich selber nicht so ernst, deshalb gibt es das Ventil des britischen Humors, der stressige Situationen sozial entschärfen hilft. Bei uns geht es meistens überhaupt nicht, über eine dämliche Situation auch noch Witze zu reißen. Obwohl ich ein eher typischer Deutscher bin, fällt mir überhaupt kein deutsches Überdruckventil für soziale Stresssituationen ein, was erklären hülfe, warum wir immer alle so angespannt sind. Angespannt sehen wir zuallererst: Probleme! Da! Etwas Neues! Aber da gibt es PROBLEME damit! Das geht dann doch nicht so einfach, süffisalieren wir dahin, da muss man erstmal … Die Briten dagegeben machen mehr, Ärmel rauf, hochkoffeinierten Tee rein, und dann ran an den Speck. Die Ergebnisse sind oft weniger durchdacht, oft werden Probleme erst spät in der Entwicklung gesehen statt wie bei uns vor jeder Entwicklung. Aber es sind Ergebnisse! Mir ist ein verpfuschter Versuch noch jeden Tag lieber als dreißigtausend Nichtversuche wegen Problemen vorab. Die Deutschen sterben nicht aus, weil sie nicht ficken würden, sondern sie sterben aus, weil sie vor dem Kinder kriegen erstmal alle Probleme der Welt, die auftreten können, recherchieren und es deshalb dann lieber lassen. Genauso tun wir es mit Ideen. Zur North West 200 gibt es jedes Jahr einen BBC-Helikopter und einen Live-Stream. Die IDM bei uns dagegen filmt zwar alles, zeigt es aber keinem. Super. Ich glaube, ich muss auswandern.

Aber vorher verbrenne ich meinen Pass. 

Gay Eagles Bikes and More

Clemens Gleich - 16.05.2014

Man sollte so wenig wie möglich umziehen im Leben, wissen alle schlauen Männer. Im Zeitscheibenverfahren zwischen Arbeitsaufträgen umziehen sollte man überhaupt nicht machen, möchte ich dazu anmerken. Da liecht kein Segen drauf. Immerhin sitze ich jetzt am Kabelmodem mit 100 MBit (Yay!) und Timo Großhans hat mal wieder einen seiner philosophischen Texte geschrieben (Doppel-yay!). Er sinniert über die Bedeutungsebenen des Adjektivs “schwul” vor dem gesellschaftlichen Hintergrund von Heino und Jan Delay. Ach ja, und: 

E-Bikes sind voll schwul

Always move fast…

Clemens Gleich - 04.05.2014

…you never know what’s catching you up. <- Der Sinnspruch meines Lieblingsverbrechers Moist von Lipwig. Aktuell bewegt sich an der Oberfläche dieser Seite sehr wenig, aber es ist das berühmte Entensyndrom: Oben ganz ruhig, aber unsichtbar im Wasser paddelt das Vieh wie ein Ficker. Ich bin diese Ente, denn ich ziehe nach meinem eher logischen Serverumzug gerade auch physikalisch um, richtig mit Unterhosen. Gleichzeitig arbeite ich an Änderungen, die schon lang fällig sind: Ein neues, großzügigeres Layout zum Beispiel oder mein Kirschenkistenkassensystem: Es wird Artikel geben, unter denen man man Geld in einen Schlitz am Bildschirm einwerfen kann, wenn man in Zukunft solche etwas aufwendigeren Sachen wieder lesen möchte. Wenn nicht, bleibt es halt beim bisherigen Betrieb. Es ist die Basisdemokratie des kleinen Kapitals! Doch auch während meines Umzugs will ich keinem Kapitalisten die beste Kapitalanlage in Euro vorenthalten, die es derzeit gibt:

Den Sea-Doo Spark