Die Badewanne Hollywoods

Clemens Gleich - 06.02.2014

Als passionierter Selbstmörder möchte ich die Filmmogule Hollywoods auf das schärfste anprangern. Sie vermitteln ein unrealistisches Bild von der Schwierigkeit, den wichtigsten Menschen in unserem jeweiligen Leben zu töten: sich selbst. Wie viele Toaster ich schon in badesalzigem Warmwasser verrosten ließ, geht auf keine Kuhhaut. Doch woran lag es?

Am Ende an meiner Badewannenjacke?

Konzernkultur fürchtet das Chaos

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 29.01.2014

Es ist mir immer wieder unverständlich, wie tief die Furcht vor einem ominösen Strudel aus Chaos in den Konzernkulturköpfen sitzt. „Aber das geht doch nicht!“, rufen sie aus, wenn ein Mitarbeiter ohne ordentlichen Schlips mit einer Idee kommt, die sie sich nicht vorstellen können. Und dann diese Person! Das wird im Chaos enden, und die ganze Firma da mit hineinziehen, ach! es wird letztendlich das Ende unseres Universums sein, nur die blasphemisch blöden Flöten des Azatoth bleiben uns dann noch! Deshalb bin ich froh, grad ein Beispiel zu haben: die BMW R nineT ist von BMWs Krausköpfen erdacht und umgesetzt und sie ist ein Erfolg in jeder Hinsicht:

Lasst die Freaks sowas wie die R nineT bauen!

Walking around the BMW R nineT

Clemens Gleich in Kategorie(n) , - 24.01.2014

Zum Ende meiner leider anfangs etwas feuchten Probefahrt auf der BMW R nineT schnappte ich mir nochmal kurz die Kamera, um drumrumzulaufen, zu kratzen, zu klopfen, zu klären, welches Teil aus welchem Material besteht. Anders ist schwer zu vermitteln, warum BMW trotz Markenaufschlag 14.500 Euro Grundpreis für einen schlichten Roadster aufruft.

Die Technokratie

Clemens Gleich in Kategorie(n) - 15.01.2014

In Gesprächen über Politik habe ich schon öfter den Satz gehört: „… aber das wäre ja eine Technokratie! Das kann keiner wollen.“ Der Hintergedanke ist dabei, dass sich Leute mit solchen Aussagen vorstellen, dass die Realität wie Hollywood ist, dass also eine Technokratie kalt berechnend die Menschen in ihren Mühlen zermalmt. In Wahrheit ist diese Gefahr gering bis nonexistent. In Wahrheit sind es nämlich dann Nerds, die regieren, und es sind gerade Nerds, die am ehesten dazu taugen, Politik zu machen. Sie überlegen sich jede Konsequenz in mindestens zwei Suchtiefen. Sie denken eher viel zu viel als zu wenig. Es ist ihnen tatsächlich wichtig, dass sie als fair angesehen werden. Der durchschnittliche Nerd ist schlauer als der durchschnittliche Durchschnitt, kann also im Schnitt besser begreifen, was die letztendlichen Resultate einer Freihandelszone, Steuerreform, Deep Packet Inspection oder Shared Spaces sind. Zu einem Politonerd könnte ich mit dem Vorschlag gehen: „Wir sollten den BND ersatzlos abschaffen.“ Und er würde nach kurzem Überlegen antworten: „Ja, gute Idee, ist längst überfällig.“ Viele Nerds haben Defizite im instinktiven Sozialverhalten, das stimmt. In der Praxis machen sie das aber gerne wett durch selbst anerzogene Höflichkeit, was um Welten besser ist als der gegenteilige Fall, der heute Politiker auszeichnet. Nerds haben dasselbe egoistische Herz wie jeder von uns, doch dessen Eingaben filtert eine Firewall im Kopf, damit am Ende bestenfalls gesellschaftspositives Verhalten herauskommt. Wer aus Hollywood-Gedanken heraus die Technokratie fürchtet, soll auf eine Veranstaltung wie den 30C3 gehen. Er wird feststellen:

Nerds sind gut für die Welt

Leicht kalt

Clemens Gleich in Kategorie(n) , , - 09.01.2014

Mein Lithium-Eisenphosphat-Akku von Aliant (gekauft bei Jamparts) war die meiste Zeit des Jahres über sehr toll. Er wiegt ein Drittel des Serienteils (knapp 900 g statt 2800 g) und sieht besser als als das Chinablei, wenn man hinten den Beifahrerdeckel öffnet, um das Loctite rauszuholen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass der Kollege bei Jamparts bei der Beratung über die Dimensionierung des Akkus einen Sommerfahrer im Kopf hatte, denn bei winterlichen Kaltstarts bricht die Spannung so stark ein, dass die Borduhr zurückgesetzt wird, weil der Tacho neu booten muss. Dazu muss ich sagen, dass der Akku es noch nicht mal ausgesucht schwer hat, denn die Duke steht in einer Garage mit Erdwärme. Es hat dort bei jedem Wetter ein paar Plusgrade, nicht viele, aber doch so mindestens 5 bis 8 °C. Heute war es so schlimm, dass die Motorwarnleuchte am maximalen Kompressionspunkt anging und ich noch einmal aus und wieder an schalten musste. Dabei hatte ich vorher extra voll geladen. Ich könnte natürlich flüssigeres Öl fahren im Winter, aber dann muss ich jedes Jahr ein, zwei ansonsten unnötige Ölwechsel veranstalten. Wie sind eure Erfahrungen? Kann man zum Beispiel was reißen, indem man den Akku anheizt? Strom ist vorhanden in der Garage.

Aliant Lifepo vor Bleibatterie

Der Aliant-Akku ist viel leichter und viel schöner, aber er wird bei Kälte sehr faul.